Das Leben in Panama (III) – Zuverlässigkeit und Internet

Ich bin in eine schöne neue Wohnung umgezogen. Da ich bei meiner alten Wohnung die Vorgabe in der Hausordnung hatte, wonach mir das Lagern von Reifen auf dem Parkplatz verboten war, habe ich dieses Mal extra nachgefragt. In Begleitung des Maklers sagte mir eine Angestellte der Verwaltung, dass das kein Problem sei.

Heute kommt, als ich aus der Stadt zurückkomme, der Schichtleiter der Sicherheit zu mir und weist mich darauf hin, dass das Lagern eines Reifens an meinem Parkplatz verboten sei. Ich weise ihn auf die Aussage von der Verwaltung hin, woraufhin er mir eine Liste der Strafen zeigt, die bei Verstößen gegen die Hausordnung anfallen. Demnach darf ich nun wohl dankbar sein, dass mir (bislang) die 50 Dollar nicht berechnet wurden. Da der Reifen doch schon relativ weit abgefahren ist, hoffe ich nun, dass ich nicht auch noch für das Werfen in den Müll bestraft werde, weil er nicht in die Mülltonne passt.  (Mülltrennung ist hier unbekannt)

In der Wohnung brauche ich natürlich auch Internet, also habe ich meinen Vertrag von der alten auf die neue Wohnung umgeändert. In Panama-Stadt sind bei meinem Anbieter bis zu 1 GBit möglich.

Ich habe bei der Änderung darum gebeten, die Leitung von 30/5 MBit auf 100/10 MBit zu ändern, was nur 3 Dollar zusätzlich im Monat kostet. Die Mitarbeiter des Anbieters kamen wie vereinbart und schlossen das Gerät an. Um anschließend eine Stunde in meiner Wohnung zu sitzen und sich YouTube-Videos anzusehen. Das ist vermutlich die Funktionsprüfung…

Anschließend war die Leitung immer noch bei 30MBit, doch eine E-Mail änderte das unkompliziert. Interessanter war jedoch, dass das alte Modem, das ich ausdrücklich mitbringen sollte, von den Angestellten ignoriert wurde. Sie hatten ein neues Modem mitgebracht und das alte einfach liegen gelassen. Als gerade der Strom ausfiel, ging auch das Modem aus. Während das alte Modem eine Batterie hat, hat das neue keine. Warum auch immer. Somit ist dann künftig auch das Internet weg, bis die Generatoren meiner Anlage die Versorgung übernehmen. Ob mir nun ein zweites Modem in Rechnung gestellt wird, ist unklar, aber wohl zu erwarten.

Da die Modems durch den Anbieter verschlüsselt sind, kann ich auch kein anderes verwenden. Dem Nutzer wird kein Zugang zum Rooter gewährt. Stattdessen erhält man von den Angestellten den Namen des WLAN und den Zugangscode. Eine Änderung des Passwortes ist damit ebenso unmöglich, wie sinnvolle Änderungen an den Einstellungen, zu denen man persönlich befähigt sein könnte. Entsprechend kann ich auch nicht einfach mit den neuen Zugangsdaten das alte Modem weiternutzen.

 

 

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