Das Leben in Panama (IV): Frustration mit Wohnungen

Ich werde an separater Stelle noch einmal umfangreicher auf Immobilien in Panama eingehen. An dieser Stelle soll es nur um zwei Erlebnisse mit Mietwohnungen gehen.

Meine erste Mietwohnung musste ich nehmen, um nicht allzu lange im Hotel zu sein. Laut Makler sei sie ruhig. Tatsächlich musste ich vier Tage in der Woche Ohrstöpsel tragen, um wegen einer Disco auf einem Dach in 400 Meter Entfernung überhaupt schlafen zu können. In den Ohrstöpseln sehe ich die Ursache für eine Ohrinfektion, für deren Ausheilen ich 4 Wochen und zweimal Antibiotika brauchte.

Als der Putz vom Dach der Garage auf mein Auto fiel, das als Cabrio natürlich besonders empfindlich ist, ignorierte der Vermieter meine Anfrage einfach, doch bitte mit der Verwaltung die Reparatur zu besprechen und mir für die Dauer einen anderen, aktuell nicht genutzten, Parkplatz zuzuweisen. Gleichfalls ignoriert wurde, dass eine Toilette defekt ist, indem nach dem Spülen der Verschluss im Spülbehälter nicht mehr schloss und so das Wasser dauerhaft durchlief. Um es zu Stoppen musste ich den Behälter öffnen und den Verschluss manuell schließen. Entsprechend habe ich die letzten 4 Monate nur noch meine Gästetoilette benutzt, da ich angesichts weiterer Absurditäten keinen Grund sah, selber Geld für eine Reparatur in die Hand zu nehmen. Ach ja: Dass die Bodenleiste der Küche nicht befestigt war, verkaufte mir die Frau des Inhabers als Feature. Das sei überall in Panama so, damit man dahinter putzen könne. Was natürlich eine glatte Lüge war.

Jetzt bin ich in meiner neuen Wohnung und entgegen der Vereinbarung sind zwei Stangen im Kleiderschrank nicht angebracht. Angeblich liegen sie bei der Verwaltung, die das aber abstreitet. Ich lebe also seit einer Woche aus Koffern in meiner eigenen Wohnung.

Gestern habe ich schon von meinem Erlebnis mit dem Autoreifen erzählt, wo mir zugesichert wurde, ich dürfe ihn vor dem Parkplatz ablegen, um dann zu erfahren, dass dies strafbewehrt ist. Vor der Unterzeichnung des Mietvertrages hatte ich gleichzeitig bezüglich eines Kajaks angefragt. Ich möchte mir zum Angeln einen Kajak kaufen, der ja irgendwo gelagert werden muss. Mir wurde damals gesagt, ich könnte ihn vor dem Auto auf dem Parkplatz lagern oder vor der Tür oder einfach an den Pfeiler neben meinem Parkplatz lehnen.

Angesichts meiner Erfahrung mit dem Autoreifen bat ich nun die Administration um Auskunft, wo ich denn eine verbindliche Antwort bekomme, wo ich den Kajak lagern dürfe. Als Antwort kam: „Entiendo“, also „Ich verstehe“. Eine weitere Antwort ist nicht zu bekommen. Gleichfalls vergeblich sind Fragen bezüglich der beiden Leisten für den Kleiderschrank beim Makler und der Administration.

Eigentlich logisch: Jetzt hat man ja mein Geld. Wieso also jetzt noch auch nur einen Finger unnötig krumm machen? Wenn ich den Kajak für 1200 Dollar kaufen sollte, könnte ich nun anschließend erfahren, dass ich ihn übrigens dort nicht lagern dürfe. Also müsste ich ihn anschließend in meine kleine Wohnung tragen oder aber für 600 Dollar im Jahr einen weiteren Parkplatz oder einen Lagerraum mieten. Ich will jedoch gerade einen Kajak, um für mein „Anglerboot“ keine dauerhaften laufenden Kosten zu haben.

Letztendlich werde ich nun wohl, sollte ich nicht irgendwann doch noch eine zufriedenstellende Antwort bekommen, keinen Kajak kaufen und die beiden Stangen für meinen Schrank selbst besorgen müssen. Wohl inklusive Werkzeug, da ich natürlich nichts habe.

Auch das ist Panama.

 

 

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Das Leben in Panama (III) – Zuverlässigkeit und Internet

Ich bin in eine schöne neue Wohnung umgezogen. Da ich bei meiner alten Wohnung die Vorgabe in der Hausordnung hatte, wonach mir das Lagern von Reifen auf dem Parkplatz verboten war, habe ich dieses Mal extra nachgefragt. In Begleitung des Maklers sagte mir eine Angestellte der Verwaltung, dass das kein Problem sei.

Heute kommt, als ich aus der Stadt zurückkomme, der Schichtleiter der Sicherheit zu mir und weist mich darauf hin, dass das Lagern eines Reifens an meinem Parkplatz verboten sei. Ich weise ihn auf die Aussage von der Verwaltung hin, woraufhin er mir eine Liste der Strafen zeigt, die bei Verstößen gegen die Hausordnung anfallen. Demnach darf ich nun wohl dankbar sein, dass mir (bislang) die 50 Dollar nicht berechnet wurden. Da der Reifen doch schon relativ weit abgefahren ist, hoffe ich nun, dass ich nicht auch noch für das Werfen in den Müll bestraft werde, weil er nicht in die Mülltonne passt.  (Mülltrennung ist hier unbekannt)

In der Wohnung brauche ich natürlich auch Internet, also habe ich meinen Vertrag von der alten auf die neue Wohnung umgeändert. In Panama-Stadt sind bei meinem Anbieter bis zu 1 GBit möglich.

Ich habe bei der Änderung darum gebeten, die Leitung von 30/5 MBit auf 100/10 MBit zu ändern, was nur 3 Dollar zusätzlich im Monat kostet. Die Mitarbeiter des Anbieters kamen wie vereinbart und schlossen das Gerät an. Um anschließend eine Stunde in meiner Wohnung zu sitzen und sich YouTube-Videos anzusehen. Das ist vermutlich die Funktionsprüfung…

Anschließend war die Leitung immer noch bei 30MBit, doch eine E-Mail änderte das unkompliziert. Interessanter war jedoch, dass das alte Modem, das ich ausdrücklich mitbringen sollte, von den Angestellten ignoriert wurde. Sie hatten ein neues Modem mitgebracht und das alte einfach liegen gelassen. Als gerade der Strom ausfiel, ging auch das Modem aus. Während das alte Modem eine Batterie hat, hat das neue keine. Warum auch immer. Somit ist dann künftig auch das Internet weg, bis die Generatoren meiner Anlage die Versorgung übernehmen. Ob mir nun ein zweites Modem in Rechnung gestellt wird, ist unklar, aber wohl zu erwarten.

Da die Modems durch den Anbieter verschlüsselt sind, kann ich auch kein anderes verwenden. Dem Nutzer wird kein Zugang zum Rooter gewährt. Stattdessen erhält man von den Angestellten den Namen des WLAN und den Zugangscode. Eine Änderung des Passwortes ist damit ebenso unmöglich, wie sinnvolle Änderungen an den Einstellungen, zu denen man persönlich befähigt sein könnte. Entsprechend kann ich auch nicht einfach mit den neuen Zugangsdaten das alte Modem weiternutzen.

 

 

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Claqueur-Journalismus

84 Prozent der Deutschen sind nicht stolz auf Angela Merkel

So hätte die Überschrift eines Artikels der Welt, der vor Erbärmlichkeit nur so glänzt, auch lauten können. Stattdessen titelte Deutschlands einstmals größte bundesweite konservative Tageszeitung so:

 

Wie jetzt? Die Deutschen sind stolz auf ihre Politiker? Auf die Leute, denen die überwältigende Mehrheit kein Vertrauen entgegen bringt? Dem Beruf in Deutschland, der auf dem letzten Platz in der Vertrauenswürdigkeit liegt?

Naja, es muss wohl stimmen. Immerhin war es ja das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage. Hmm. Komisch. Schauen wir uns doch mal die Details an:

Bei der Ende Juli 2018 durchgeführten Befragung mit 1047 Teilnehmern sollten die Befragten ohne Vorgabe irgendwelcher Namen in freier Entscheidung unter Nennung von maximal drei Personen angeben, bei welchen „Deutschen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Sport und Kultur“ es sich um Persönlichkeiten handele, „auf die man wegen ihrer Bedeutung in Vergangenheit und Gegenwart besonders stolz sein“ könne. Hierbei erzielte Angela Merkel den höchsten Wert: Auf die CDU-Vorsitzende entfielen 16 Prozent aller Einzelnennungen.

Auf den Plätzen zwei bis sechs folgen in der mit Festnetz- und Mobiltelefonanrufen durchgeführten Umfrage weitere amtierende oder frühere Spitzenpolitiker der Bundesrepublik Deutschland: Direkt hinter Merkel steht der frühere Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) mit elf Prozent aller spontanen Nennungen.

Ach?

Keine Namen vorgegeben? Die Menschen mussten selbst auswählen, auf wen sie stolz sind? So dass jeder, von Arminius bis Klaus-Dieter Müller vom Krämerladen um die Ecke in Frage kommt?

Wo Personen, die andauernd in den Medien sind den Befragten am wahrscheinlichsten einfallen?

Und dann kommt Merkel nach 13 Jahren in der Regierung, nachdem die Medien sie immer wieder zur mächtigsten Frau der Welt gekürt und jüngst sogar zur Führerin der freien Welt erklärt haben, nur auf 16 Prozent? Und das, obwohl die Befragten sogar drei Personen auf einmal nennen durften? Das heißt, von allen abgegebenen Stimmen fielen am Ende nur 5,3% auf Angela Merkel?

Doch statt zu melden, dass 84% der Deutschen die wohl am häufigsten in den Medien präsente Person, die amtierende Kanzlerin der letzten 13 Jahre nicht als eine Person sehen, auf die man stolz sein kann, werden 16 Prozent zu „Die Menschen sind stolz auf ihrer Politiker und Merkel liegt an der Spitze“.

 

Jetzt wissen wir wenigstens, warum Journalisten auf dem fünftletzten Platz in der Vertrauenswürdigkeit liegen.

 

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Gute Verfassungfeinde, schlechte Verfassungsfeinde

Sie erinnern sich garantiert an die Empörung, als bei den Demonstrationen in Chemnitz einige Neonazis auftauchten, die ihre Parolen brüllten und den Hitlergruß zeigten. Diese waren meines Wissens nicht zu den Demonstrationen eingeladen, sondern hatten sich, wie es bei jeder Demonstration möglich ist, einfach beteiligt.

Als ich 2010 in Bayern eine Demonstration organisierte und die Beteiligung von Neonazis fürchtete, sagte mir die Polizei, ich dürfe niemanden von einer Demonstration ausschließen, auch als Organisator nicht. Eine Demonstration ist eine öffentliche Veranstaltung. Alles, was ich im Falle der Beteiligung von Neonazis machen könne, sei die Demonstration für beendet zu erklären. Effektiv bedeutet das, dass eine Beteiligung von Neonazis entweder ertragen werden muss, oder effektiv das Demonstrieren verhindert.

Eine also, solange man sein Demonstrationsrecht wahrnehmen möchte, nicht zu verhindernde Teilnahme von Neonazis machte die Demonstrationen in Chemnitz zu „Nazidemos“.

 

Auf der anderen Seite verbünden sich SPD, Grüne und FDP offen mit einem ganzen Sammelsurium von Verfassungsfeinden und vom Verfassungsschutz beobachteten Parteien, um geplant mit ihnen zu demonstrieren.

Aber gut. Manche Tiere sind eben gleicher und eine geplante Demonstration mit der gewaltbereiten Antifa oder praktisch jeder verfügbaren kommunistischen und leninistischen Organisation, die die freiheitliche Ordnung abschaffen möchte, ist legitim.

Nein, ist sie nicht. Wer sich an so etwas beteiligt, ist nicht mehr satisfaktionsfähig. Erst recht nicht, wenn er sich gleichzeitig über nicht geplante Teilnahme von Neonazis bei einer Demonstration echauffiert.

Wer so etwas macht, hat jedes Recht verloren, sich legitim über Bündnisse mit ekelhaften Personen oder Organisationen am rechten Rand zu beschweren.

 

Mitgliedsorganisationen

 

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Schade um die CSU

Im Herzen fühle ich mich zwischen CSU und FDP. Die FDP ist mir zu links und versteht nicht, dass Liberalismus auch dann Feinde der individuellen Freiheit bekämpfen muss, wenn sie eine andere Hautfarbe und Religion haben und Einwanderer sind. Die CSU könnte dagegen noch wirtschaftsfreundlicher sein.

Aber ich habe mehrfach CSU gewählt und wäre ich als EP-Abgeordneter 2014 aus der AfD ausgetreten, wäre ich möglicherweise noch 2014 zur CSU gewechselt.

Ich denke es ist wohl bewiesen, dass die CSU in Bayern weitgehend eine gute Arbeit geleistet hat, ansonsten wäre Bayern nicht mit Abstand das beste Bundesland in Deutschland.

Leider hat die Partei aber auch Merkels Wahnsinn mitgetragen, in typischer Drehhofer-Manier. Daher hat sie wohl leider diese herbe Schlappe redlich verdient. Denn die Union wird, wenn überhaupt, dann nur durch große Schmerzen lernen und die Merkel-Bande loswerden können.

 

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Das Leben in Panama (II) – Politische Einstellungen der Einwanderer

Das Spannende an Panama ist, dass von ein paar Hippies abgesehen, jeder Einwanderer hier rechts ist.
An sich klar, denn in ein Land ohne Sozialsystem wandert keiner ein, der an Umverteilung glaubt und als Soyboy unter Testosteronmangel leidet. Selbstbewusste und Starke, die glauben sie können für sich selbst sorgen, sind rechts.

Gerade habe ich mit einem Italiener gesprochen und war vorsichtig, weil Politik ja immer ein heikles Thema ist. Er hat dann erklärt, Italien sehe heute aus wie Afrika, feiert Salvini und sagt, Muslime die auch nicht anpassen sollen in ihren „Müllländern“ bleiben. Er selbst erklärt er sei „extrem rechts“. Jeder Europäer hier ist rechts. Oder zumindest fast jeder.

Aber, lustigerweise, wer gerade aus den USA kommt, kommt wegen Trump. Das heißt, die die Amerikaner hier sind „links“, was natürlich kein Widerspruch ist. Denn der normale „linke Amerikaner“ ist in Europa immer noch eine Mischung aus klassischem Liberalen und Konservativen.

Beim Gespräch mit anderen Einwanderern komme ich mir manchmal vor, als sei ich der Linkeste hier. 🤣

 

 

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Das Leben in Panama (I): Höflichkeit

Ich lebe nun seit fast einem Jahr in Panama und lerne das Land noch immer kennen. Auf Facebook habe ich immer wieder Details aus dem Land veröffentlicht, aber vielleicht interessiert das ja auch meine Leser hier. Daher werden die Einträge von Facebook nach und nach hierher übertragen, während neue Berichte von nun an zuerst hier erscheinen werden.

 

Höflichkeit

Panameños sind extrem höflich. Jeder wünscht einem einen guten Morgen oder guten Abend, beim Betreten des Aufzuges wird man begrüßt und man verabschiedet sich. Wenn man wie ich um Höflichkeit bemüht ist und sich beim Durchgehen einer Tür umsieht, ob noch andere durchgehen wollen und dann die Tür aufhält, In Deutschland habe ich es dagegen oft genug erlebt, dass andere es wie eine Selbstverständlichkeit sahen, wenn man ihnen die Tür aufhielt. Als sei man ein Portier. Nur dass hier auch dem Portier dafür gedankt würde.

Panameños respektieren ihre Alten ganz besonders. Es gibt sogar ein Gesetz, das Jubilados Vorzüge einräumt. Sie erhalten beispielsweise günstigere Preise in öffentlichen Verkehrsmitteln und meines Wissens müssen (!) Restaurants und Kinos ihnen einen Rabatt einräumen. In Behörden und Banken gibt es eigene Schalter für Jubilados, die daraufhin natürlich viel kürzer anstehen müssen.

Ein Freund sagte mir, die Ubahn der Stadt habe keine Sitzplätze. Wie, keine Sitzplätze? Naja, natürlich habe sie welche, aber die Einheimischen stehen alle für Frauen auf. Das heißt, es sitzen nur Senioren und Frauen, Männer stehen alle. In Deutschland ist es dagegen inzwischen eine Besonderheit, wenn jemand auch nur für gehbehinderte Senioren in der Straßenbahn aufsteht.

Als ich mit einer Bekannten zu einer Behörde gegangen bin, wurden wir an der Schlange vorbeigewunken, da sie an Krücken ging. Der Umstand, dass sie in dem Moment gehbehindert war, sparte uns also rund 30 Minuten Wartezeit.

Wie das alles allerdings mit der völlig mangelnden Pünktlichkeit einher geht, ist für einen Deutschen nur schwer zu begreifen. Man erscheint pünktlich zum Termin, der andere kommt aber gerne mal erst eine Stunde später. Eine Nachbarin ist Ärztin und hat mir erzählt, teilweise kommen die Patienten zu ihrer eigenen Operation zwei Stunden zu spät. Als Deutscher empfinde ich das als Affront, weil ich meine Zeit nicht gestohlen habe. Aber hier ist es normal.

Normal bedeutet aber keineswegs, dass sie sich des Problems nicht bewusst wären. Es gibt beispielsweise Memes im lokalen Teil des Internets und auf lokalen Webseiten und Facebookseiten, wo unter der Überschrift: „Wie kannst Du Panama besser machen“ immer als Punkt 1 steht: „Sei pünktlich“.

Lustigerweise stand in einem Buch über Panama, dass die Einheimischen immer zu spät seien – von Ausländern aber Pünktlichkeit erwarten.

 

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Holocaust: Man konnte es wissen, musste es aber nicht

In meiner Filterblase auf Facebook geht gerade ein sieben Jahre alter Artikel neu herum. In ihm wird von einem Tagebuch berichtet, das ein Zeitzeuge zur Zeit des Nationalsozialismus geschrieben hat und wie ihm klar war und wurde, dass die NS-Regierung mordet. Er sprach von „der Ausrottung der Juden und Polen“. Lesen Sie den Artikel selbst, er ist es wert.

Geteilt wird dieser Artikel mit zwei Begleittexten. Entweder, dass er belege, damals habe jeder alles gewusst und dürfe sich nicht entschuldigen, oder aber, dass sich in der Zukunft keiner herausreden dürfe, was heute passiere.

Beides ist zu kurz gegriffen.

 

Informationen sind immer verfügbar

Ich erinnere mich an einen Fall vor einigen Jahren, wo ein Professor in Russland zu vielen Jahren Lagerhaft wegen Spionage für die USA verurteilt wurde. Sein Verbrechen: Er hatte Zeitungsausschnitte an die Botschaft der USA geschickt. Zeitungsausschnitte, also frei verfügbare Informationen.

Leider finde ich keine Artikel zu dem Urteil mehr, aber ich habe ein ähnliches Urteil aus Dänemark gefunden, wo ein Hochschullehrer anscheinend wegen der Weitergabe von Kontaktdaten von vielversprechenden Studenten wegen Spionage verurteilt wurde.

Kivimäki would never have received a five-month prison sentence for espionage, had he passed on a list of names of promising students who could be recruited to work for France, the US, the UK or Israel, and if he had passed on information about the director of the Danish Centre for Military Studies to French, American or British diplomats,” he said.

Die Weitergabe von Kontaktdaten von Personen, die garantiert in Sozialen Netzwerken aktiv waren, wurde als Spionage ausgelegt. Weil der Hochschullehrer sie Russen gegeben hatte, die von der Justiz als Agenten identifiziert wurden. Auch hier wurden keine Geheimdokumente weitergegeben. Niemand lief mit einer Kamera im Knopfloch herum und fotografierte militärische Anlagen oder Blaupausen. Es wurden frei verfügbare Informationen gesammelt.

Tatsächlich ist es nämlich so, dass fast immer fast alles bekannte Wissen mit ein wenig Arbeit verfügbar ist, heute dank Internet natürlich noch viel mehr als früher. Egal was Sie lernen wollen, Sie werden mit Fleiß und Intelligenz die notwendigen Informationen beschaffen können.

Elliot Higgins, ein Studienabbrecher und Angestellter hat daraus eine Karriere gemacht, indem er während seiner Arbeitslosigkeit Videos und Bilder aus Syrien ansah und sich im Internet die Informationen beschaffte, was das für Technik sei. Ohne jeden militärischen oder fachlichen Hintergrund machte er sich so selbst zu einem Experten für die verwendeten Waffen in Syrien und zu einem Fachmann für Open Source Recherche. Heute unterrichtet er seine Methoden sogar. Das von ihm gegründete Unternehmen Bellingcat konnte unter Heranziehung der unterschiedlichsten freien Informationen wie Bilder von Webseiten, Google Maps, Fotos auf Sozialen Netzwerken, etc., die Position von russischer Artillerie, die auf ukrainische Truppen schoss, akkurat innerhalb Russlands identifizieren, sie konnte den Ort von Hinrichtungsvideos erkennen und vieles mehr.

Der Schauspieler Shia LaBeouf hat im Rahmen einer Kunstaktion gegen den US-Präsidenten Donald Trump eine Fahne mit „He will not divide us“ an einem geheimen Ort in den USA aufgehängt. Die Fahne war in nur knapp über einem Tag gefunden und entfernt. Die Trolle hatten dabei Sternenkonstellationen und Kondensstreifen analysiert, um den Ort innerhalb des gewaltigen Landes einzugrenzen.

Doch während alle Informationen verfügbar sind, kommt es darauf an, sie zu nutzen. Und vor allem: Sie richtig zu nutzen. Die Auswahl, welche Informationsquellen zuverlässig sind und welche man nutzt und wie man sie nutzt ist die wirkliche Kunst. Man muss auch intelligent und kreativ genug sein, um selbst auf die Idee zu kommen, gewisse Informationen als Quelle zu nutzen. Und diese anschließend mittels Quellenkritik (Hier ein längerer Artikel zur Quellenkritik von mir) richtig bewerten.

Es kommt also darauf an, was Sie mit den Informationen machen!

 

Man muss halt Fragen stellen – und zwar die richtigen

Friedrich Kellner, der Protagonist aus dem eingangs verlinkten Artikel, verwendete teils sehr kreative und an sich krude Methoden, um an Informationen zu kommen. Er nahm beispielsweise die Zahl der Todesanzeigen einer Zeitung, multiplizierte sie mit der Zahl der Tageszeitungen und multiplizierte das mit der Zahl der Tage des Monats. So kam er zu einer Rate von mindestens 30.000 gefallenen Deutschen pro Monat. Selbstverständlich ist eine solche Rechnung unsinnig und bestenfalls eine sehr grobe Annäherung, für ihn diente sie jedoch als Mittel, um zu erkennen, wie verlustreich der Krieg war.

Die jeweils aktuelle Propagandawelle setzte er in Beziehung zu dem, was oft nur wenige Wochen zuvor berichtet worden war oder was die NS-Funktionäre vor Jahren gesagt und geschrieben hatten.

Um das zu können, muss man über ein ausreichendes Gedächtnis und die Zeit für intensive Zeitungslektüre verfügen. Gleichzeitig muss man aber auch in der Lage sein, die Wichtigkeit zu erkennen und den entscheidenden Aussagen zu glauben. Und während einem das keine belastbaren Informationen gibt, so kann man daraus doch Schlüsse ziehen. Hitler sagte in einer Reichstagsrede vor Kriegsbeginn Folgendes:

„Ich will heute wieder ein Prophet sein, wenn es dem internationalen Finanzjudentum in und außerhalb Europas gelingen sollte, die Völker noch einmal in einen Weltkrieg zu stürzen, dann wird das Ergebnis nicht die Bolschewisierung der Erde und damit der Sieg des Judentums sein, sondern die Vernichtung der jüdischen Rasse in Europa.“

Wenn sich Friedrich Kellner an diese Rede erinnerte, und als an ein internationales Publikum gerichtete Reichstagsrede muss sie jedem zugänglich gewesen sein, der sich für die Politik interessierte, so konnte er eins und eins zusammenzählen, was wohl mit den Juden passiert, die abgeholt wurden, deren Hab und Gut zurückblieb und deren Wohnungen sofort umverteilt wurden. Dazu brauchte er keinen Zeugen, der ihm von Massenerschießungen an der Ostfront berichtete, den er aber sogar hatte.

Man konnte es also unzweifelhaft mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wissen, dass den Juden Furchtbares angetan wird, auch ohne selbst Zeuge geworden zu sein oder Zeugen gehört zu haben. Doch können heißt nicht müssen.

 

Paranoia oder Durchblick?

Verzeihen Sie mir bitte die Geschmacklosigkeit vom Holocaust eine Parallele zur heutigen Politik zu ziehen, doch manche Vergleiche müssen vielleicht hinken, wenn man Dinge herausarbeiten will.

Wer mich öfter liest, weiß, wie ich die aktuelle Massenzuwanderung bewerte. Ich habe ja sogar ein Buch darüber geschrieben. Meine Erwartungen sind verheerend und ich sehe eine Prognose nach der anderen eintreffen. Dabei bin ich weder ein Prophet, noch ein Hellseher. ich habe einfach frei verfügbare Informationen aneinander gefügt und daraus Schlüsse gezogen. Damit war ich keineswegs alleine, auch wenn die Mehrheit des Landes es im Besonderen 2015/16 noch deutlich anders sah.

2016 habe ich mit Freunden gegrillt, wobei auch ein Nachbar der Freunde anwesend war, den ich seit Jahren kenne und mag. Dabei kam es auf die Zuwanderung zu sprechen und die Stimmung wurde giftig. Der Nachbar, ein unheimlich sympathischer und netter Typ, erwiderte empört: „Ist denn irgend etwas für Dich schlechter geworden, durch die Flüchtlinge?“

Ich muss hier nicht über die Kriminalitätszahlen oder die explodierenden Zahlen an Gerichtsverfahren wegen Terrorismus referieren – und hier soll es ja auch nicht um dieses Thema gehen –  doch als ich den Mann im Sommer 2018 in Deutschland auf der Hochzeit meiner Freunde wieder traf, sagte ich zu ihm, ich wolle hier weiß Gott keine politische Diskussion anfangen. Ich wolle ausschließlich wissen, ob er es immer noch so sehe.

Er zeigte daraufhin auf die Hochzeitsfeier, die eine geschlossene Gesellschaft in einer Hafenbar war, und fragte mich: „Und? Siehst Du hier irgendetwas? Ist hier irgendwas schlechter wegen der Flüchtlinge?“

Auf einer geschlossenen Gesellschaft wohlhabender Deutscher? Natürlich nicht. Aber wenn es als Maßstab ausreicht, dass man in der eigenen Wohnung noch immer Strom und Wasser hat, dann wird so schnell tatsächlich gar nichts schlechter. Wenn es egal ist, ob sich andere nachts nicht mehr in den Park trauen, solange eine geschlossene Gesellschaft keine Einschränkungen hat, dann ist tatsächlich nichts schlechter geworden.

Was die Motivation dieses Mannes ist, weiß ich nicht. Tatsache ist, dass er mir (und vermutlich sich selbst) glaubhaft verkaufen will, nichts habe sich zum Schlechten verändert. Er glaubt es selbst. Dabei könnte er es sehen, würde er mit meinen Augen in die Welt blicken. Das tut er aber nicht.

Ich habe in einem früheren Artikel hergeleitet, dass die Regierung die juristischen Mittel für eine Diktatur geschaffen hat. Von Lesern wurde mir expressis verbis mitgeteilt, ich sei paranoid. Werden diese juristischen Mittel einmal wie skizziert zur Vernichtung der Existenz Oppositioneller angewendet, war ich derjenige, der es ganz früh erkannt hat und es mit frei verfügbaren Informationen kommen sah. Kommt es allerdings nicht, wird sich keiner an mich erinnern oder bestenfalls über mich lachen. Dann war ich bestenfalls der Irre, der glaubte, die Regierung wolle Böses. Oder eben der Irre, der glaubte, die Zuwanderung der Flüchtlinge würde furchtbar enden.

Doch zurück zum Holocaust und zu den NS-Verbrechen: Um von den Verbrechen zu wissen, musste man es wollen. Man musste sich selbst Fragen stellen, was wohl mit all den Menschen passiert, die verschwinden. Man musste Soldaten aktiv fragen oder vertrauenswürdig (und damit NS-kritisch) genug erscheinen, damit sie sich einem anvertrauten. Man musste intelligent genug sein, um Informationen aus den verfügbaren Quellen richtig zu kombinieren, All diese Bedingungen waren nicht zu viel verlangt, wurden aber auch bei weitem nicht durch jeden erfüllt.

Manche waren zu dumm, andere zu feige. Wieder andere waren bereits so weit in NS-Kreisen etabliert, dass sich ihnen gegenüber aus Angst vor Denunziation keiner mehr anvertraute, während sie selbst ihre knapp bemessene Zeit mit der Lektüre von nur einer strammen Parteizeitung verbrachten, während natürlich keine Feindsender gehört wurden. Andere hat es schlicht nicht interessiert.

 

Es ist ein Stück weit selbstgerecht, zu urteilen

Ich war im zweiten Semester meines Studiums der Geschichte, als ein Professor in seiner Vorlesung über die Zeit des Nationalsozialismus sagte, er selber wäre im Widerstand gewesen. Ich schrieb ihm daraufhin eine Email und fragte ihn, ob das nicht selbstgerecht sei, sich als jemand, der nach dem Krieg geboren wurde, zum Widerständler zu erklären. Ich bekam keine Antwort und stellte anschließend sicher, nie mehr in eine Veranstaltung dieses Professors zu gehen um so nach Möglichkeit einer eventuellen Bestrafung mittels Benotung für meine Kritik zu entgehen.

Für mich ist und bleibt es nämlich anmaßend, sich als Kind einer Nachkriegsgeneration zum Widerstandskämpfer zu erklären. Wenn Sie heute 100 Menschen fragen, ob sie damals im Widerstand gegen das Dritte Reich gewesen wären, werden sich vermutlich 50 zur Reinkarnation von Graf von Stauffenberg erklären. Natürlich. Wer heute weiß, was damals passiert ist, der muss ja dem Widerstand angehören, wenn er irgendeinen moralischen Kompass hat. Nur ist dies eben das Wissen des Rückblicks und die Gnade der späten Geburt. Wir alle wissen, wozu das NS-Regime geführt hat und würden daher auch Informationen aus der Hand des Regimes unter Einbeziehung dieses Wissens betrachten, ihm also nichts einfach so glauben. Und natürlich: Wenn Sie mich per Zeitmaschine zurück schicken, würde ich mich am Widerstand beteiligen. Wie wohl fast jeder von Ihnen.

Zeitmaschinen sind allerdings Fiktion. Zeitgenossen wussten beispielsweise 1939 eben nicht, dass der Krieg mit Millionen und Abermillionen industriell Ermordeten und zig-Millionen Kriegstoten enden würde. Sie wussten nichts vom Holocaust, oder dass bedingungslos Deutschland kapitulieren und die Sowjetunion halb Europa für 50 Jahre beherrschen würde. Sie konnten es bestenfalls erahnen.

Zeitgenossen fehlte nicht nur das Wissen, das wir in der Rückschau haben, sie waren auch bereits jahrelang der staatlichen Propaganda unterworfen, die ihre tatsächlich vorzeigbaren politischen Erfolge effektiv nutzte, um große Teile des Volkes hinter sich zu bringen oder zumindest von jeder Opposition abzuhalten.

Die einzig ehrliche Antwort auf die Frage. „Wären Sie im Dritten Reich im Widerstand gewesen?“ kann also nur sein: „Ich weiß es nicht. Aber ich hoffe inständig, ich wäre kein Mitläufer oder gar Täter gewesen, sondern im Widerstand.“ Alles andere ist vermessen.

Um das abzuschließen: Jeder konnte es wissen, der es wissen wollte. Daran kann kein Zweifel bestehen. Der Umfang mag nicht absehbar gewesen sein, aber dass die deutschen Truppen in Osteuropa nicht Glück und Frieden als Befreier brachten, sondern Tod und Verderben, weit über die feindlichen Soldaten hinaus, war evident. Dass die Behinderten, Juden und Zigeuner abgeholt wurden und verschwanden, dass ihr Eigentum vom Staat verkauft wurde, war nicht zu übersehen.

Aber genauso klar ist, dass viele es nicht wissen wollten, weil sie andere Sorgen oder einfach nur Angst vor einer Denunziation hatten. Dass sie auf die Hochzeitsgesellschaft zeigten und sagten: „Wo macht die Regierung hier etwas Schlechtes?“ Dass sie sich einfach nicht dafür interessierten und nie auch nur einen Gedanken dahingehend verschwendeten.

Im Nachhinein daher über die eigenen Eltern und Großeltern zu urteilen, fällt leicht, ist aber vielleicht nicht immer gerecht. Viele von uns haben evidente Entwicklungen um uns herum nicht erkannt. Andere haben Entwicklungen erkannt, die nie eingetroffen sind, sie waren also paranoid.

 

Ich glaube nach wie vor nicht, dass Donald Trump die Republik in den USA beschädigen wird, während intelligente Leute meines Umfeldes nach seiner Wahl das Ende des Westens erklärten und genau diese Erwartung äußerten. Ich glaube nach wie vor nicht, dass die AfD eine Gefahr für die liberale Demokratie ist. Ich glaube nach wie vor, dass die Zuwanderung der sogenannten Flüchtlinge eine Katastrophe ist und dass die Regierung sich mit den Gesetzesänderungen der letzten Jahre eine beängstigende Machtfülle zur Vernichtung der Existenz von Oppositionellen verschafft hat.

Vielleicht liege ich mit all dem falsch. Dann habe ich die offen erkennbaren Zeichen nicht gesehen, dass die AfD das Vierte Reich will und Trump die USA in eine rassistische Diktatur der Weißen verwandeln will. Vielleicht lag ich auch völlig falsch mit meiner Bewertung der Flüchtlingskrise und all diejenigen, die ihr schulterzuckend begegneten und sie gar zur Chance erklärten, hatten Recht. Vielleicht wird der Rechtsstaat halten und keine Regierung je auf die Idee kommen, die ihr zur Verfügung stehenden Mittel je nutzen. Dann war ich nur paranoid.

Der Umstand, dass jeder etwas sehen kann, heißt eben nicht, dass er es sehen muss. Es heißt nur, dass er sich nicht damit herausreden kann: „Ich konnte es nicht wissen.“ Doch, konntest Du.

 

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Deutschland finanziert Judenmord

Deutschland überweist jährlich einen dreistelligen Millionenbetrag an die Palästinensische Regierung.

Stolze sieben Prozent des Haushaltes der Autonomieregierung wird für Zahlungen aufgewendet, die an Terroristen gehen. Deren Höhe hängt von der Schwere der Straftat ab. Je schlimmer das Verbrechen, desto mehr Geld gibt es.

The PA paid terrorists and their families more than $347m. in 2017. Terrorists who have been sentenced to three to five years in Israeli prisons receive the average income of a Palestinian, about $580 per month. The families of those who committed more severe crimes and were involved in killing Israelis receive five times that each month for the rest of their lives.

Terrorists receive more from the PA if they are married, for each child they have, if they live in Jerusalem or if they’re an Israeli citizen.

Bildergebnis für payments for terrorists palestine

 

70 Jahre nach dem Holocaust finanzieren deutsche Steuergelder also weiter Judenmord.

 

Das ist Halil Jabrin. Er ist der 16-jährige palästinensische Terrorist, der Ari Fuld, einen israelischen Vater von 4…

Posted by Inside Israel on Friday, September 28, 2018

Mein aktuelles Buch befasst sich mit der „Flüchtlingskrise“ und ist hier käuflich zu erwerben: Nein, wir schaffen das nicht!: Warum die aktuelle Flüchtlingskrise zu einer Staatskrise wird.

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Ich bin zurück

In den letzten Monaten war hier sehr wenig los. Seit meinem Auswandern nach Panama habe ich begonnen, immer weniger Nachrichten aus Deutschland zu lesen. Für die eigene geistige Gesundheit und den eigenen Seelenfrieden gibt es am Ende nichts Besseres. Mit der Veröffentlichung meines Buches habe ich aus meiner Sicht mehr als die Meisten zum Thema getan, da ich damit schon ab Frühjahr 2016 in sauber recherchierter Art und Weise die Konsequenzen der katastrophalen Politik von Angela Merkel dargelegt habe.

Wer wissen will, was diese Politik bedeuten kann, konnte es spätestens ab dann auch in Buchform lesen. Indem ich aber das Land dauerhaft verlassen habe und und die Regierung Merkel im September 2017 nun sogar demokratisch bestätigt wurde, hat die Mehrheit der Deutschen ihre Politik für mindestens akzeptabel befunden. Ich habe also meinen Teil zur Aufklärung getan und spätestens ab September 2017 ist das Schicksal selbstgewählt. Es gibt also keinen Grund, warum ich mir davon weiter meine Stimmung trüben lassen sollte.

Ich brauche entsprechend keine täglichen Nachrichten über Messermänner, Warnungen der Polizei davor, alleine Joggen zu gehen oder die tägliche Runde brutaler Vergewaltigungen, normalerweise durch längst abgelehnte Asylbewerber, die gar nicht mehr im Land sein sollten.

 

Indem ich weniger Nachrichten konsumiere hat sich jedoch nicht nur meine Stimmung erheblich verbessert, ich hatte schlicht auch weniger zu schreiben. Daher nahm meine Tätigkeit in diesem Bereich ebenfalls ab. Als ich schließlich wieder etwas mehr machte, verlegte sich der Fokus auf ein Krypto-Projekt, Steemit, bei dem ich auf fast jeden Artikel Autoren-Rewards bekam. Es machte also Sinn, vor allem dort zu schreiben, selbst Kleinigkeiten.

Leider hat Steemit mit seinen neuesten Änderungen dafür gesorgt, dass ich jeden Glauben an das Projekt, der schon vorher erschüttert war, verloren habe. Ich werde nun also wieder vorrangig hier schreiben und veröffentlichen. Dabei werde ich auch fremde Inhalte veröffentlichen, da ich vor einigen Monaten erstmals die Erfahrung hatte, dass mich Facebook wegen einer Farce gesperrt hatte. Entsprechend gibt es keinen rationalen Grund, mich unnötigerweise von der Seite abhängig zu machen. Ich hatte, falls es Sie interessiert, auf einen Kommentar, der jedem, der die Schleppertätigkeit der sogenannten „Seenotretter-NGOs“ auf dem Mittelmeer kritisiert, den Wunsch nach einer Ermordung der „Flüchtlinge“ unterstellte nur sarkastisch mit einem Einzeiler geantwortet: „Hitler! Hitler darf man bei so etwas nie vergessen.“

Facebook bewertete diesen Kommentar, der sich unzweifelhaft bequem und weit innerhalb der Meinungsfreiheit bewegt, als „Hassrede“, löschte ihn und sperrte mich für 3 Tage.

Will ich die Möglichkeit, so viel ich will und unzensiert zu veröffentlichen, ist und bleibt die eigene Webseite noch immer die beste Wahl. Daher wird hier künftig wieder etwas mehr los sein.

 

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