Warum mich der Klimawandel kalt lässt

Deutschland hat einen neuen Heiland: Greta Thunberg, die Klima-Prophetin. Auf ihren Aufruf hin schwänzen jeden Freitag zehn-, wenn nicht hunderttausende Schüler die Schule, natürlich nur aus Sorge um das Weltklima, nicht etwa, weil sie so Schule schwänzen können. Greta wird mit Preisen überhäuft und ist inzwischen für den Friedensnobelpreis nominiert. Vermutlich hat sie eine realistische Chance darauf. Was sie sagt, gilt.

Greta lo Vult!

Mich lässt dagegen die ganze Debatte kalt. Ich habe keine Angst vor dem Klimawandel. Warum, will ich hier so kompakt wie möglich erklären:

Der wissenschaftliche Konsens

97 Prozent der Wissenschaftler stimmen zu, der Mensch sei für den Klimawandel verantwortlich. Das haben wir immer wieder gehört. Leider ist die Realität etwas anders.

Lassen wir Kritik an den Zusammenfassungen der Studien einmal außen vor, wonach Studien von renommierten Wissenschaftlern einfach nicht mitgezählt wurden und sich nur auf die Zusammenfassung bezogen wird, auch wenn in der ganzen Studie etwas deutlich Differenzierteres stehen kann.

In an analysis of 12,000 abstracts, he found “a 97% consensus among papers taking a position on the cause of global warming in the peer-reviewed literature that humans are responsible.” “Among papers taking a position” is a significant qualifier: Only 34 percent of the papers Cook examined expressed any opinion about anthropogenic climate change at all. Since 33 percent appeared to endorse anthropogenic climate change, he divided 33 by 34 and — voilà — 97 percent! When David Legates, a University of Delaware professor who formerly headed the university’s Center for Climatic Research, recreated Cook’s study, he found that “only 41 papers — 0.3 percent of all 11,944 abstracts or 1.0 percent of the 4,014 expressing an opinion, and not 97.1 percent,” endorsed what Cook claimed. Several scientists whose papers were included in Cook’s initial sample also protested that they had been misinterpreted. “Significant questions about anthropogenic influences on climate remain,” Legates concluded.


https://www.nationalreview.com/2015/10/climate-change-no-its-not-97-percent-consensus-ian-tuttle/
Siehe auch:
https://www.forbes.com/sites/uhenergy/2016/12/14/fact-checking-the-97-consensus-on-anthropogenic-climate-change/#61c3cf311157

Oder anders gesagt: Nicht 97 Prozent der Wissenschaftler stimmen zu, sondern lediglich 97 Prozent des Drittels, das eine Position bezieht – und auch hier ist die Zahl noch sehr fragwürdig, da möglicherweise in weiten Teilen falsch interpretiert. Zwei Drittel aller wissenschaftlichen Aufsätze bezogen KEINE Position! „97 Prozent aller Wissenschaftler… Die Debatte ist vorbei“ ist folglich nur eines: Propaganda! Sie werden jedes Mal belogen, wenn jemand damit debattieren will!

Doch selbst wenn wir die 97 Prozent abkaufen wollen, so würde das Heraufbeschwören dieser Zahl noch immer einen wichtigen Punkt ignorieren: Dass die Zustimmung eines Wissenschaftlers, der Mensch erwärme das Klima, erst einmal gar nichts aussagt. Wenig überraschend, aber hier beflissentlich nicht erwähnt, ist eine Zustimmung nicht nur eine binäre Frage, die „Ja/Nein“ als Antwort erlaubt.

Denn zu sagen, der Mensch erwärme das Klima mit Treibhausgasen, sagt noch lange nicht, wie viel Prozent der aktuellen Erwärmung vom Menschen verursacht ist.

Oder um es mit einem drastischen Beispiel zu sagen: Es besteht ein himmelweiter Unterschied zwischen der Aussage: „Die Frau wollte vergewaltigt werden, weil sie einen Minirock anhatte“ und „Der Täter hat sich möglicherweise das Opfer wegen seiner Kleidung ausgesucht.“
Man könnte beide Aussagen als: „sie sagen, die Frauen haben selbst an ihrer Vergewaltigung Schuld“ zusammenfassen. Inhaltlich wäre dies jedoch eine schäbige und völlig unlautere Verkürzung.

Selbst wenn also die 97 Prozent stimmen würden und daran dürfen Zweifel bestehen, dann fasst das alles zwischen „Der Mensch ist für 0,0006 Grad Celsius verantwortlich“ und „Der Mensch ist für die gesamte Erwärmung verantwortlich“ zusammen.

Dass es seriöse Wissenschaftler gibt, die dem Menschen keine Rolle oder eine marginale Rolle an der Klimaerwärmung zuweisen oder die sagen, die aktuellen Klimamodelle seien viel zu ungenau und praktisch nur ein wildes Herumgerate, wird daher nicht überraschen.

Ich selber bin nicht in der Lage, eine seriöse und definitive Aussage zu treffen. Ich habe eine wissenschaftliche Ausbildung genossen, um das Thema aber ausreichend seriös abschließend beurteilen zu können, müsste ich Zeit investieren. Eine Unmenge Zeit, die mit dem Studium unzähliger Fachaufsätze, Erklärungsansätze, Lernen von Grundlagen, etc. verbracht werden müssten. Dies kann ich zeitlich nicht leisten und dies können auch Sie zeitlich nicht leisten.
Ja es gibt nicht wenige auf diesem Gebiet forschende Wissenschaftler, die sagen, sie können keine abschließende Aussage treffen. Wie wollen Sie und ich uns da erdreisten, eine finite Position zu beziehen und andere Standpunkte als unwissenschaftlichen Unsinn oder gar Dummheit abzutun?

Entsprechend spare ich mir das Rosinenpicken. Wenn Sie Interesse an Argumenten gegen den anthropogenen Anteil an der Klimaerwärmung haben, so können Sie diese sehr einfach selbst finden.

Die Gefahr liegt nicht beim Klima

Wenn aber nun 97 Prozent Konsens doch stimmen würden, so blieben dennoch eine Menge Fragen übrig. Warum diese Propaganda? Warum wird mit gefälschten Zahlen ein praktisch einhelliger Konsens erfunden? Warum wurde vor 13 Jahren angekündigt, dass die Welt in 13 Jahren untergehen würde?
Was ist aus „Nie wieder viel Schnee und starker Frost“ geworden? Warum wird so getan, als ob die Eisbären aussterben, während sich ihre Zahl nicht nur in den letzten Jahrzehnten massiv vergrößert hat, sondern sie längst evolutionäre Anpassungen bei der Nahrungsaufnahme zeigen?

Nein, die Gefahr liegt vielmehr in der Politik. Die Luft zum Atmen besteuern zu können, ist eine einmalige Gelegenheit, Macht und Einfluss zu gewinnen. Ich muss nicht aufzählen, was alles inzwischen für den Klimawandel verantwortlich sein und was deswegen alles verboten werden soll. Sie selber können ja praktisch täglich neue Theorien und neue Verbotsforderungen lesen.

Der Klimawandel ist eine einmalige Gelegenheit, die völlige Kontrolle zu übernehmen und einen Neuen Menschen zu schaffen. Dass „Klimaleugner“ nicht nur verbal in eine Reihe mit Holocaustleugnern gestellt werden, obwohl der Begriff „Klimaleugner“ selten dumm ist, weil niemand „Das Klima“ leugnet, sondern nur die Relevanz des menschlichen Anteils bestritten wird, ist ein anderes Thema.

Viel wichtiger ist, dass längst die Todesstrafe für sie gefordert wurde und die Vorzüge von Diktaturen als Mittel gegen Klimawandel bereits ein Thema waren. Doch selbst wenn man dies großzügig als Irrläufer, respektive Fehlinterpretationen verstehen will, so bleibt unzweifelhaft, dass eine große Umerziehung mit massiver Einschränkung der individuellen Freiheiten und die große Umverteilung kommen soll – ja laut den „97 Prozent Konsens“Leuten kommen muss. Als Liberaler gehen mir hier alle Alarmleuchten an.

Wenn die Regierenden eines Landes einen Untergangspropheten wie Greta Tunberg hofieren und protegieren, die politische Forderungen aufstellt, welche von den Regierenden bei tatsächlich erkannter Dringlichkeit längst angegangen werden könnten, dann sollte jeder Mensch misstrauisch werden.

Merkel und Steinmeier loben das Schulschwänzen, dessen (angebliche) Absicht es ist, politische Handlungen herbeizuführen. Das ist nicht weit davon entfernt, als würde ein Unternehmer einen Streik der Belegschaft gegen sich selbst begrüßen.

Wer da nicht denkt, „Hier ist was faul und was ist das tatsächliche Interesse des Unternehmers“, der ist naiv.

Klimaschutz ist nicht Umweltschutz

Naturschutzgebiete sollen für Windräder abgeholzt werden, Urwälder werden für Biosprit in Monokulturen verwandelt, wasserverseuchende Giftstoffe in Solaranlagen, deren Herstellung verheerende Umweltschäden erzeugt…

Die Zahlen sind sehr unterschiedlich, aber irgendetwas zwischen 2 und 40 toten Vögeln hat jedes Windrad pro Jahr auf dem Gewissen. Bei über 20.000 alleine in Deutschland, kann man die Zahlen des Extremfalls selbst ausrechnen. Dazu kommen tote Fledermäuse, die nicht um die Windräder herum gefunden werden, denen der Unterdruck der rotierenden Blätter die Trommelfelle platzen lässt, woraufhin sie mangels Schallortung von Beute verhungern müssen. Vor allem seltene Raubvögel werden zu Opfern. Und wenn kein Windrad vor Ort ist, um die Vögel zu töten, werden sie inzwischen reihenweise durch Grundstücksbesitzer getötet, um die, dank Subventionen lukrative, Windräder verhindernden geschützten Vogelarten zu beseitigen. Direkt neben einem Fischadler-Bau darf kein Windrad aufgestellt werden, aber wenn kein Fischadler mehr da ist…

Selbst wenn gibt es keinen Grund zur Panik

Bis jetzt haben Sie einen sehr groben Überblick bekommen, warum ich ein „Skeptiker“ bin. Doch schreibe ich auch, dass ich es schlicht nicht beurteilen kann. Vielleicht ist der die Ablehnung des Alarmismus über den anthropogenen Klimawandel ja mein Gris-Gris, mein persönlicher Unsinn, von dessen Richtigkeit ich überzeugt bin.

Nehmen wir einmal an, die 97 Prozent stimmen doch und sie haben recht. Der Mensch ist die relevante Größe für die aktuelle Erwärmung. Warum sollte das keine Panik auslösen, wo doch unsere Welt gerade „zerstört wird“?

Zum einen, weil wärmeres Klima etwas Gutes ist. Die Artenvielfalt der Erde war in Warmzeiten immer am höchsten. Ein wärmeres Klima bedeutet mehr fruchtbaren Lebensraum für Tiere. Mehr Kohlenstoffdioxid zusammen mit mehr Wärme bedeutet dramatisch wachsende Ernten, womit die noch immer wachsende Weltbevölkerung viel leichter ernährt werden kann, was eine weitere Zerstörung der Umwelt, der Urwälder, für Ackerbau und Viehweiden unnötig macht. Schließlich ist CO2 das Nahrungsmittel der Pflanzen und schon seit langem wird in Gewächshäusern die CO2-Konzentration für besseres Pflanzenwachstum künstlich erhöht.

Doch selbst wenn wir das ignorieren oder Argumente dagegen finden, gibt es noch immer keinen Grund zur Panik. Der menschliche Genius kann nicht nur Jahrmillionenalte Pflanzen- und Tierkadaver nutzen, um seine Verwandten per Flugzeug über den Atlantik in nur 10 Stunden zu erreichen, er kann auch Lösungen für ein sich erwärmendes Klima finden.

Als der Vulkan Krakatau 1883 ausbrach und mit einer gewaltigen Explosition in die Luft geflogen ist, hat sich das Klima auf der Nordhalbkugel um 0,5-0,8 Grad wegen der durch den Vulkanausbruch ausgestoßenen Schwebstoffe abgekühlt. Wegen eines einzigen Vulkans. Jeden Tag fliegen etwa 200.000 Flugzeuge. Würde jedes davon nur 100 kg Aerosole ausbringen, so wären dies täglich 20 kt. Dass es hierzu wissenschaftliche Bedenken gibt, ist mir bekannt. Diese sollten aber nicht verhindern, dass es eben auf sehr kleinem Maßstab zunächst begonnen und erforscht wird. Technisch wäre es kein Problem und es spricht eigentlich nichts dagegen, dass man es umgehend sehr langsam beginnen würde und dabei die Veränderungen der Atmosphäre, der Sonneneinstrahlung und der chemischen Folgeprodukte ständig misst und erforscht.

In der Natur kommt ein solches „Klimaengineering“ alle paar Jahrzehnte in größerem Umfang vor, in kleinerem täglich und andauernd. Andauernd stoßen Vulkane Schwebstoffe aus, die die Sonne abschirmen und eine Verringerung der Temperatur verursachen. Normalerweise allerdings auf nicht messbarem Niveau. Es ist aber also natürlich. Doch auch hier soll jetzt wieder jeder menschliche Eingriff inakzeptabel sein?

Warum? Warum sollte man es nicht vorsichtig beginnen? Vielleicht, weil die anderen Maßnahmen gegen den „menschengemachten Klimawandel“ eine Unmenge Profit und Macht versprechen, während sich das Ausbringen von Aerosolen wohl mit 10-50 Cent je Flugticket finanzieren ließe und keine unfassbare weltweite Umverteilung rechtfertigen würde? Dabei ließe sich mit so einem Ausbringen eines „Sonnenschirms für die Erde“ nicht nur jede Erwärmung stoppen, sondern sogar rückgängig machen!

Dann bliebe noch das CO2, dessen enormen positiven Effekte für das weltweite Pflanzenwachstum schon jetzt überdeutlich messbar und unzweifelhaft belegt sind. Es gibt jedoch Studien, wonach es langsam im Meerwasser aufgenommen wird und so das Meer sauer macht, was zu einem Artensterben führen kann. Dies ließe sich durch Klimaangineering natürlich nicht lösen. Wohl aber durch etwas anderes: Energie

CO2 aus der Luft zu filtern ist möglich und erfordert nur eines: Energie. Ob das CO2 direkt am Ort der Freisetzung gesammelt oder aus der Luft gesaugt wird, ist nur eine Frage der Effizienz. Diese ist bestimmt durch die Frage der Kosten, die vor allem durch die aufgewendete Energie entstehen. Doch auch hier gäbe es längst Lösungen. Zum Beispiel der Dual-Fluid Reaktor, der in Deutschland entwickelt wurde. Nur eine Milliarde würde eine Pilotanlage laut den Entwicklern kosten. Und selbst wenn dies schamlos untertrieben wäre – angesichts der wissenschaftlich belegten physikalischen Funktionsfähigkeit, wären auch drei oder vier Milliarden ein gutes Investment. Vor allem, wenn anschließend eine spottbillige Stromerzeugung mit voller Grundlastfähigkeit ohne langfristig strahlenden Atommüll mit völliger Energieautarkie stehen würde. Oder wie wäre es mit Fusionskraftwerken oder auch nur die aktuellen Generationen von Kernreaktoren, die auch mittels Transmutation keinen langfristig strahlenden „Atommüll“ mehr produzieren? Vielversprechende Technologien gibt es zuhauf.

Können wir uns nicht einfach auf Vernunft einigen?

Wäre es daher nicht einfach möglich, wenn wir uns die von Manchen gewünschte Diktatur mit dem umerzogenen Neuen Menschen schenken würden, wenn wir die Zerstörung von Umwelt, Artenvielfalt, Wohlstand und Freiheit für den Kampf gegen den Klimawandel unterlassen würden?

Wenn die zwei Grad Erwärmung tatsächlich das maximal Erträgliche wären, so hätten wir noch Jahrzehnte Zeit, bis diese zwei Grad erreicht wären. Dies wäre mehr als genug Zeit, um das vorgeschlagene Klimaengineering für einen Bruchteil der Kosten und ohne Freiheitseinschränkungen umfassend zu erforschen und vorsichtig zu beginnen.

Würde Deutschland nicht kopflos aus der tatsächlich weitgehend Treibhausgas-Freien Kernenergie aussteigen und stattdessen aktiv in Richtung des Dual-Fluid Reaktors forschen, so wäre eine Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen in absehbarer Zeit aus rein wirtschaftlichen Gründen nicht mehr gegeben, was darüber hinaus auch noch geopolitisch zu begrüßen wäre, ist die Mehrzahl der Erdölexportierenden Länder doch mit Staatssystemen versehen, denen man keine weiteren Devisen zur Verfügung stehen wollen sollte. Die zur Verfügung stehende Energie könnte anschließend sogar zur Entfernung von CO2 aus der Atmosphäre genutzt werden.

Und wenn uns tatsächlich an der Erde, ihrer Artenvielfalt und damit an einem echten Umweltschutz gelegen ist, sollten wir dann nicht auch Gentechnik begrüßen, die höhere Erträge auf bereits bestehenden Ackerbauflächen mit oft weit weniger Wasser ermöglicht und so eine weitere Zerstörung naturbelassenen Lebensraums unnötig machen würde?

Oder um es anders zu sagen:

Dont Panic!

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Anschlag auf MdB Magnitz: Spart Euch Eure Heuchelei

Auf einen Bundestagsabgeordneten der AfD wurde ein Anschlag verübt. Das Bild mit der klaffenden Kopfwunde ist verstörend und zeigt, wie brutal der Angriff durchgeführt wurde.

Dass die AfD hier von einem Mordanschlag spricht, wirkt entsprechend nicht wie eine Übertreibung. Dass der Angriff auf den Mann seinen Tod zur Folge gehabt haben könnte, ist keine Dramatisierung, zumal auf das Opfer weiter eingetreten wurde, nachdem er auf dem Boden lag.

Nun reiht sich gerade auf Twitter und in den Medien Verurteilung an Verurteilung des Anschlags. Ehrlicher wären da schon Tweets wie der von Cem Özdemir, der von „Hass mit Hass bekämpfen“ spricht, also impliziert, hier sei der AfD mit gleicher Münze heimgezahlt worden, was sonst von ihr ausgeht.

Ehrlicher ist auch der Journalist Jan-Philipp Hein, der dem Vorsitzenden der AfD, MdB Prof. Dr. Jörg Meuthen nicht zubilligt, das Bild des schwer verletzten Opfers zu veröffentlichen, und der, so Hein, nur „behauptet“, er sei ob des Angriffs erschüttert. Für Hein ist Meuthen anscheinend so abgebrüht und gefühlskalt, dass der Anschlag auf das Leben eines Fraktionskollegen ihn kalt lässt und er aus kalter Berechnung Minuten nach der Nachricht darüber schreibt und dabei nur behauptet, er sei erschüttert.

Tatsächlich könnten sich all die nun empört Tuenden ihre Bekundungen sparen. Wer seit Jahr und Tag betont, die AfD habe im demokratischen Diskurs nichts zu tun, und sie dabei gezielt ausschließt – gerne unter Zusammenarbeit mit vom Verfassungsschutz beobachteten Parteien und Organisationen – der braucht doch nun nicht überrascht und empört zu tun, wenn das eigene Fußvolk dies beim Wort nimmt.

Wer jeden zweiten Tag behauptet, die AfD sei die NSDAP 2.0 und die Machtergreifung des Vierten Reiches stehe kurz bevor, der provoziert und produziert doch selbsternannte Widerstandskämpfer, die dies eben auch mit Gewalt verhindern wollen.

Noch einmal: Wer Jahr und Tag lautstark erklärt, die AfD habe keinen Platz in einer Demokratie, der braucht nicht Empörung und Beileid zu heucheln, wenn die AfD mit allen Mitteln bekämpft wird.

Mit Plakatzerstörungen fing es an. Dann folgten Brandanschläge auf Autos, Anschläge auf Wohnungen und Firmen, gelockerte Radmuttern und Schüsse auf Wahlkämpfer und Parteibüros, dann schwere Körperverletzungen gegen Abgeordnete und nun wohl direkter ein Mordanschlag. Von den ganzen Wahlfälschungen zu Lasten der AfD durch selbsternannte „Retter der Demokratie“ beim Auszählen der Stimmen in Wahlbüros ganz zu schweigen.


Nein. Wer die ganze Zeit erklärt, die AfD habe keinen Platz im demokratischen Diskurs, der fordert andere Mittel gegen sie. Er braucht entsprechend auch nicht unschuldig Beileid zu heucheln, wenn diese anderen Mittel zum Einsatz kommen. Das erste Todesopfer ist nur noch eine Frage der Zeit. Und sein Blut wird an den Händen all jener kleben, die Unwillens waren, der AfD mit Argumenten zu begegnen.

Das Opfer ist übrigens Vater von sechs Kindern, mit einer Türkin verheiratet und beschäftigt einen aus Kuba stammenden Deutschen als wissenschaftlichen Mitarbeiter, dem man seine fremdländische Herkunft ansieht. Genau so, wie man sich eben waschechte Nazis und Rassisten vorstellt.

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Jihad Bells! Jihad Bells!



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„Was sollen nur 2.000 Soldaten in Syrien schon ausrichten?“

Wer mich länger liest, dürfte wenig davon überrascht sein, dass ich Trumps Entscheidung zum überhasteten Rückzug aus Syrien für katastrophal halte. Ich habe in der Vergangenheit darüber geschrieben, dass Interventionen zwar falsch sein können, dass es aber auch dramatisch negative Folgen haben kann, wenn sie unterbleiben.

Hier soll es jedoch um die gerade ständig zu hörende Aussage gehen, was denn nur 2.000 Soldaten ausrichten sollen. Kurz gesagt: alles!

Diese 2.000 Soldaten haben selbst noch nicht einmal gegen den IS gekämpft und entsprechend auch nur vier Gefallene in 2 Jahren zu beklagen gehabt. Sie waren dort, um einheimische Kräfte auszubilden und zu koordinieren. Und um sie in Gefechten gegebenenfalls mit Artillerie und Luftangriffen zu unterstützen. Dies erhöht die Schlagkraft von lokalen Kräften um ein Vielfaches.

Es waren kurdische und mit diesen verbündete arabische Kräfte, die mit US-Unterstützung den Großteil des IS-Gebietes im Norden Syriens befreit haben. Die US-Truppen leisteten dabei Feuerunterstützung und koordinierten die Kräfte, was den Ausschlag gab.

2.000 Mann sind mehr als genug um Einfluss zu nehmen und die kurdische Selbstverwaltungszone zu halten, wenn sie einheimische Milizen koordinieren, ihnen mittels Artillerie und Luftwaffe beistehen. Dazu fungieren sie als Stolperdraht. Sind irgendwo Soldaten mit Stars and Stripes auf dem Oberarm, so weiß der Angreifer, dass ein Angriff auf diese Truppen einen Gegenschlag der stärksten Militärmacht der Welt wahrscheinlich macht. Sollten iranische Truppen also diese 2.000 Mann angreifen und tatsächlich überwältigen können, was angesichts der Stärke der US-Luftwaffe, auch in der Region, alles andere als wahrscheinlich ist, so wüsste der Iran, dass er im Persischen Golf und aus der Luft über dem Iran eine Antwort erhalten würde. Eine Antwort, die so schmerzhaft wäre, dass ein möglicher Sieg über US-Truppen in Syrien es nicht wert wäre. (Siehe auch Die Ökonomie des Krieges)

Pro-Assad Kräfte haben es übrigens einmal zusammen mit russischen Söldnern versucht, die US-Kräfte in Syrien anzugreifen. Sie wurden aufgerieben.

Darüber hinaus sind die Truppen in Syrien ein Faustpfand, das den USA ein Mitspracherecht garantierte. Trump kritisierte Obama für seine Schwäche dem Iran gegenüber und wegen seiner fehlenden Unterstützung Israels. Er selbst wird Israel ein Syrien in iranischer Hand mit iranischen Terrorgruppen am Golan hinterlassen. Mit US-Truppen im Rojava hätte Trump sein angebliches Verhandlungsgeschick nutzen können, um nicht nur die eigenen kurdischen und arabischen Verbündeten vor Ort nicht den Türken und Assad ans Messer zu liefern, sondern auch, um einen Abzug der iranischen Truppen und Milizen und eine Pufferzone zum Golan auzuhandeln. Stattdessen hinterlässt er Israel ein Syrien, das gefährlicher für es ist, als unter Obama.

Und wer glaubt, eine fehlende US-Einmischung würde Friede, Freude, Eierkuchen bringen, verkennt die Realität. Es gibt keine Welt ohne Hegemon. Ein Rückzug der USA aus dem Nahen Osten hinterlässt ein Vakuum, das andere aufzufüllen suchen und werden. Diese werden darum kämpfen, was wir ja bereits seit Jahren beobachten können, und sich ihre lokale Vorherrschaft mit Hilfe russischer oder chinesischer Oberherrschaft sichern. Zu glauben, eine Welt mit russischem oder rotchinesischem Hegemon sei besser, als eine mit US-amerikanischem, kann wohl kaum jemand ernsthaft glauben, der Westliche Werte schätzt.

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Claas Relotius: Der Spiegel bekam, was er wollte

Es erscheinen gerade im Minutentakt neue Artikel über einen der größten Betrugsfälle der jüngeren Geschichte des Journalismus. Selbst meine Idee, einen Relotiuspreis für besonders kreative Journalisten mit hohem moralischen Sendungsbewusstsein auszurufen, ist mir von Henryk Broder zumindest ansatzweise bereits vorweggenommen worden.

Von Flüchtlingskindern, denen Angela Merkel (wie Heilige oder Propheten) im Traum erscheint, von Flüchtlingen die Geld finden und es zurückgeben, von jungfräulichen Trump wählenden Bürgermeistern, die noch nie das Meer gesehen haben und auf Facebook mit ihrer Frau am Meer posieren… er legte selbst der letzten Überlebenden der NS-Widerstandsgruppe Weiße Rose in den Mund, sie bete nie, nun bete sie aber gegen die AfD.

Von mir daher nur zwei Sachen:

Der Spiegel versucht, seriös zu sein

Im Unterschied zu vielen „alternativen Medien“ oder gar russischer Staatspropaganda, versucht der Spiegel seriös zu sein. Der Fall wird aufgearbeitet, auch wenn er garantiert dramatische finanzielle Folgen haben wird. Vielmehr hätte man mit Relotius auch einfach ein Schweigeabkommen schließen und den Fall verschwinden lassen können.

So würden es viele „alternative Medien“ machen, während Staatsmedien im Osten das Thema gleich ganz unterdrücken würden.

Das ändert nichts daran, dass ich den Spiegel als Drecksblatt empfinde. Was mich zum zweiten Punkt führt.


Der Spiegel wollte belogen werden

Den Amerika-Korrespondenten des Blattes, Marc Pitzke, nenne ich seit vielen Jahren „Anti-Amerikakorrespondent„. Das Blatt hat unter anderem solche Schlagzeilen veröffentlicht:

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Wohlgemerkt: „erwidert“!

Relotius konnte sein Spiel überhaupt nur treiben, weil er genau das schrieb, was im Verlagshaus feste Überzeugung und grundliegendes Weltbild ist. Dass Trump-Wähler alles Iditioten sind weiß man dann dort genauso, wie dass „Flüchtlinge“ tatsächlich alle nur aus aufrechten Motiven gekommen sind, dass die AfD die nächste NSDAP ist und dass Merkel die Reinkarnation von Jesus Christus ist, wenn es um Migration geht.

Relotius gab in der Redaktion wunderschön geschriebene Texte ab, die den Überzeugungen seiner Chefs ensprachen. Daher wurden sie gedruckt und auf aufwendige Überprüfung verzichtet. Wieso auch, man wusste ja, dass das Gesagte der Realität entspricht.

Oder anders gesagt: Claas Relotius hat seinen Job gemacht. Er war nur etwas zu engagiert dabei.

An sich sollte daher keiner den Relotius-Skandal brauchen, um dieses Produkt unsinnigen Baummordes zu lesen. Wer aber das präsentierte Weltbild teilt, den wird der Spiegel mit seinen Gegenmaßnahmen garantiert überzeugen können. Denn im Grunde genommen wissen die Leser ja, dass Relotius doch Recht hatte. Oder wie es Alexander Wendt so schön satirisch geschrieben hat:

Wie aus guten Kreisen verlautet, haben Medienmitarbeiter der Millennial-Generation Konsequenzen aus dem Fall Claas…

Posted by Alexander Wendt on Friday, December 21, 2018

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Das Leben in Panama (VI): Ein erster Kontakt mit der Korruption

Korruption existiert in jedem Land der Welt. Die Frage ist daher immer nur, wie weit. Kann man sich von einem Mord freikaufen oder nur die Vergabe eines Auftrages mittels Bestechung erreichen. Dass die Korruption in Panama deutlich verbreiteter ist, als in Deutschland, war mir bekannt. Nun habe ich selbst einen ersten Kontakt gehabt.

Vor einem Jahr wurde mir gesagt, dass jemand 10 Bitcoin bei einem damaligen Kurs von 17.000 Dollar in bar kaufen wolle. Also 170.000 Dollar in bar zu Hause herumliegen habe. Ich lehnte damals ab, da mir klar war, dass es sich um Geldwäsche handeln müsse. Das Geld stammte entweder aus der organisierten Kriminalität oder von Korruption. Dass eben jemand für irgendeine Leistung einen Koffer voll Geld erhalten habe, den er (zum Höchstkurs) in Bitcoin tauschen wollte.

Zwischenzeitlich war mir gesagt worden, dass mein Waffenschein mit Hilfe eines Anwaltes beschleunigt werden könnte. Dieser würde 500 Dollar kosten – und garantiert nur einen Teil der 500 Dollar behalten.

Ein Freund ist unfähig, die Verkehrsregeln einzuhalten. Er scheint geradezu aus Prinzip keinen Anschnallgurt zu tragen und Tempolimits sind für ihn wohl eher die Anweisung: „Mindestens 20 km/h schneller fahren“. Entsprechend wird er wohl wöchentlich auf der Interamerikana herausgefischt. Er hat den Satz der „Gebühren“, die er den Polizisten in bar bezahlt, inzwischen auf 40 Dollar gedrückt. Anfänglich waren es noch 100. Einheimische kommen dagegen wohl oft mit 10 Dollar davon.

Bislang war mein Kenntnisstand, dass die Polizei zwar bestechlich sei, aber von der besten Art der Bestechlichkeit. Man würde ausschließlich nach einem Bruch von Gesetzen behelligt und habe dann praktisch die Wahl, ob man ein ordentliches Verfahren mit einer Zahlung an die staatliche Gebührenkasse wünscht oder ob man dem Polizisten den Kauf eines Geschenkes für seine Frau ermöglicht. Also Stress und Zeit oder eine unbürokratische Erledigung.

Nun war ich vor zwei Tagen auf dem Weg zu einem Restaurant, wo ich mit ein paar Einheimischen zum Abendessen verabredet war. Mittels der App Waze suchte ich den schnellsten Weg und einen Kilometer vor der Ankunft sagte es mir, eine Polizeikontrolle sei auf dem Weg. Gut, kein Problem. Meine Autopapiere sind in Ordnung, das Auto ist versichert, mein Führerschein ist gültig und ich habe nichts getrunken und keine Drogen genommen.

In der Kontrolle erklärte mir nun der Polizist nach Entgegennahme meines Führerscheins und einer (vermeintlichen) Eingabe meiner Daten in sein Handy, dass ein Strafzettel für 100 Dollar von mir nicht bezahlt worden sei und er daher meinen Führerschein einziehen müsse. Ich sagte, das könne nicht sein. Ein wenig hin und her und er forderte mich auf, an den Straßenrand zu fahren. Dort bat er um meine Fahrzeugpapiere. Wieder sagte er, er müsse meinen Führerschein einziehen, weil ich nicht bezahlt habe.

Ich wollte einen Freund zum Übersetzen anrufen, woraufhin er mich aufforderte aufzulegen. Die Diskussion ging weiter, während ich wartete und er mir sagte, er würde jemanden anrufen, um Genaueres zu erfahren. Nach 10 Minuten kam dann ein anderer Polizist und gab mir meinen Führerschein zurück und sagte, ich solle weiterfahren.  Allerdings war ich zu deutsch dafür. Wie? Was ist jetzt mit dem Strafzettel? „Ihr Kollege hat aber doch gesagt…“. Er nahm mir also den Führerschein wieder ab und ging zu seinem Kollegen.

Der erklärte mir erneut, dass ich einen unbezahlten Strafzettel habe. Ich rief nun meinen Freund an und bat ihn, zu übersetzen. Demnach habe ich einen Strafzettel, er könne aber nicht sehen, von wann. Der Polizist überlege sich nun, was er tun könne und ob er mich weiterfahren lassen solle.

Ich wartete weiter und schließlich gab mir nach weiteren 5-10 Minuten der Polizist meinen Führerschein zurück und schickte mich los.

Ich war vor allem konsterniert, dass so etwas möglich ist. Panama hat kein Postsystem, einen Strafzettel können sie einem also gar nicht zustellen. Nicht zuletzt deshalb wird man auch bei einem Vergehen unmittelbar von der Polizei gestoppt. Das war mir aber nie passiert. Gibt es nun seit neuestem Radarfallen? Und was soll das, dass man dann den Führerschein verliert? Wie soll man ein Ticket bezahlen können, von dem man gar nicht weiß? Um dann irgendwann an einem Feiertag um 2 Uhr nachts mit drei schlafenden Kindern irgendwo auf dem Land in einem Funkloch zu erfahren, dass man den Führerschein abgeben und zu Fuß laufend in der Nacht nach einem Hotel suchen müsse?

Ich fuhr also heute zur Verkehrsstelle, um meine Strafe zu bezahlen. Dort stellte sich heraus, dass weder auf meinen Führerschein, noch auf mein Kennzeichen ein Vergehen registriert sei. Sofern das System des Polizisten keine Fehlfunktion hatte, hatte er wohl meinen Ford Mustang gesehen, und dann noch einen weißen Gringo darin, und gedacht, dass der sicher Geld habe. Sein „Ich muss ihren Führerschein abnehmen“ sollte mich wohl dazu bringen, ihn mit einer Spende zu überzeugen, mich diesen Abend laufen zu lassen.

Das erklärt auch, warum er den Führerschein nicht direkt abnahm und mir erklärte, ich müsse schauen, wie ich weiter komme. Das erklärt, warum sein Kollege mich nach 15 Minuten fahren lassen wollte. Und das erklärt, warum ich am Ende problemlos fahren konnte.

Ich kam das erste Mal mit Korruption in Verbindung – und diese panamesischen Polizisten das erste Mal mit einem Deutschen. Statt nämlich einfach zu zahlen, war ich besorgt, was ich denn falsch gemacht hätte. Wie ich das künftig vermeiden könnte und wie ich nun pünktlich zu meiner Verabredung kommen könnte. Ich dachte gar nicht daran, einem von drei anwesenden Polizisten Geld anzubieten, da dies am Ende ja noch mehr Probleme hätte machen können.

Die Polizisten mussten also lernen, dass ich zu dumm war um zu kapieren, dass sie eine Bestechung von mir wollten. 😀

 

Zur Sicherheit habe ich mir nun für 25 Cent einen Auszug aus meinen einwandfreien Fahrzeug- und Führerscheinregister erstellen lassen, der nun bei den Autopapieren liegt. Wenn so etwas wieder einmal vorkommt, werde ich den Polizisten darum bitten, mir zu zeigen, wo er sieht, dass ich einen Strafzettel haben soll.

Wenn dies nicht reicht, werde ich ihn um seine Dienstnummer, seinen Namen und seine Wache bitten und ihm sagen, dass ich mit diesen Daten nun einen Freund anrufen werde, der in der Antikorruptionsbehörde des Präsidialamtes arbeitet. Damit dürfte meine Weiterfahrt kein Problem mehr sein.

 

 

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Steve Bannon in seinen eigenen Worten

Steve Bannon, von hysterischen Trump-Kritikern nach der Wahl gerne zum eigentlichen Präsidenten erklärt, zum „Leninisten“, „Antisemiten“ und was weiß ich noch alles.

Hier ist er in seinen eigenen Worten. Bilden Sie sich Ihre eigene Meinung:

 

 

 

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Nick Hanauer: When a billionaire has lost touch with reality.

English blog post

I just stumbled over this TED-Talk by the billionaire Nick Hanauer.

Fascinating, that a billionaire can be so economically illiterate. He claims that the fact that there are more CEOs today than in the past is an argument for minimum wage – while keeping a straight face.

Like the minimum wage affected the people he is referring to. Insane. Just insane that he thinks more high-wage workers with high qualifications mean that a forced higher wage for low-income workers without qualifications will be just the same.

I guess you have to be a billionaire not to understand that starting a new business becomes much more risky and may often even be impossible, if you are forced to pay a high wage right from the beginning. But his companies don’t have that problem, so he’s all for a higher minimum wage. Like crony-capitalists always are. It makes competition from innovative startups almost impossible. In Germany, the postal service advocated the first minimum wage in the country. A minimum wage its competitor couldn’t afford, so it went bankrupt, 8.000 people lost their job and the competition was gone.

That’s „why plutocrats like him have always found persuasive stories to tell everyone else, about why positions that benefits his companies most and harm others are morally right and good for everyone.“

He’s probably completely out of touch with reality in his dozens of homes, his yacht and his private plane by now.

 

 

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Barbaren bleiben Barbaren, auch wenn das der Maasschen Zensurtruppe bei Facebook nicht gefällt.

Ich mache eine neue Zwangspause auf Facebook, weil ich Menschen, die sich wie Barbaren benehmen, als Barbaren bezeichnet habe. Dabei ist dieser Rückgriff auf die Terminologie der Antike sogar überaus zutreffend.

Auch unter Barbaren gab es friedliche und freundliche Menschen. Es gab auch viele, die einfach nur ihr Feld bestellen oder Handel treiben wollten. Dennoch hatte Rom Stadtmauern, damit die Barbaren nicht einfach ungefragt, unkontrolliert, bewaffnet und in belibiger Zahl in die Umfriedung eindingen

Entsprechend droht mir bei der nächsten Denunziation eine Sperre von 30 Tagen. Ich habe ein paar Möglichkeiten: ich kann Facebook verklagen. Inzwischen gibt es eine ganze Reihe Anwälte, die das routinemäßig machen und zuverlässige Ergebnisse dabei erzielen.

Ich kann die Nutzung von Facebook beenden. Das wäre das Schlaueste, weil mich dieser Saftladen mit jedem Tag mehr ankotzt. Allerdings würde ich dann den Kontakt zu vielen Freunden verlieren.

Stattdessen werde ich die dritte Option wählen. Ich werde künftig alles, was die Maassche Putztuppe zum Zwecke der Erhaltung des heilen Bildes in Merkels Reich entfernen könnte, hier auf dieser Seite posten. Sie ist im Ausland gehostet und so sicher vor deutscher Zensur. Da man einen Link auf Facebook möglicherweise wieder mit einer Zensur bestrafen könnte, werde ich entsprechend nur noch „Auf meiner Webseite gibt es wieder etwas zensurwürdiges“ auf Facebook veröffentlichen. Dann wissen Sie künftig, wo Sie nachsehen können, wenn es Sie interessiert. Alternativ können Sie sich auch einfach in den Newsletter eintragen, der Ihnen jeden Sonntag einen Anriss aller Einträge dieser Webseite aus der vergangen Woche schickt.

 

 

 

 

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Das Leben in Panama (V) – Verkehrsregeln

In diesem Teil der Serie werden die Verkehrsregeln in Panama vorgestellt. Die offiziellen, wie die inoffiziellen. Dies sollte gerade für Urlauber wichtig und interessant sein, weil bei einem Nichtbeachten Unfälle drohen.

 

Die offiziellen Regeln:

In Panama ist, wie auch in den meisten US-Bundesstaaten, das Rechtsabbiegen bei einer roten Ampel erlaubt. Darüber hinaus dürfen andere Fahrzeuge auch hier rechts überholt werden. Innerorts ist das Tempolimit meist bei 60 km/h.

Im Land herrscht Rechtsverkehr, in einigen Straßen gibt es jedoch Linksverkehr! Dies vor allem bei Straßen, die in eine der großen mehrspurigen Einbahnstraßen mit viel Verkehr in der Hauptstadt münden. In diesem Fall fährt man, durchaus effektiv, bei einer von links zuführenden Straße auf der linken Spur ab, während die Zufahrenden so vor einem gleichzeitig auf die Einbahnstraße einbiegen können. Erkennbar sind diese Straßen ausschließlich an einem auf der Fahrbahn befindlichen Pfeil – der gerne einmal ausgeblichen ist.

Gerade in der Hauptstadt gibt es viele Einbahnstraßen, die sehr oft allerdings unzureichend oder nicht gekennzeichnet sind. An sich gibt es ein Verkehrsschild, das einen links- oder rechtsabbiegenden Pfeil im roten Kreis zeigt, der durchgestrichen ist. In diesem Fall darf man entsprechend nicht abbiegen. Ist der Pfeil nicht durchgestrichen, so heißt es (wohl) eigentlich, man müsse entsprechend abbiegen. Teilweise widerspricht das aber der Verkehrsführung. Dazu sind diese Schilder allzu oft nicht mehr vorhanden. In diesem Fall ist es hilfreich, auf den Verkehr und die geparkten Autos zu achten. Zeigen die geparkten Autos auf beiden Straßenseiten in eine Richtung, so ist es höchstwahrscheinlich eine Einbahnstraße in diese Richtung.

Straßen und Brücken werden mitunter zur Hauptverkehrszeit in eine Richtung gesperrt, damit der Verkehr in die Hauptrichtung schneller abfließen kann. Hier ist es hilfreich, sich nicht nur auf die Verkehrsschilder zu verlassen, weil man ansonsten auf einer Seite des Kanals festhängen kann, wenn man nicht 20 Kilometer weiter nach Norden zur zweiten Brücke fährt.

Die Beschilderung ist in Panama deutlich sparsamer. Das „Sie haben Vorfahrt“ Zeichen fehlt völlig. Wer wissen will, ob er gerade Vorfahrt hat, muss schauen, ob auf den Einmündungen Stoppschilder sind.

 

Die inoffiziellen Verkehrsregeln in Panama und einige Hinweise

Blinker dienen in Panama eher der Dekoration des Autos oder der psychologischen Kriegsführung. In der Regel biegt der Blinkende nicht ab, während der nicht blinkende abbiegt. Die Menschen schalten gerne und oft ihre Warnblinkanlagen ein. Wenn sie bei einem Zebrastreifen halten (was sie normalerweise nicht tun), wenn es anfängt zu regnen, etc. Anschließend vergessen sie die Warnblinkanlage gerne.

Da die Autoscheinwerfer und -lichter an vielen Autos nicht funktionieren, wirkt eine eingeschaltete Warnblinkanlage daher gerne auch mal wie ein gesetzter Blinker. Jedes dritte bis vierte Auto scheint hier nachts ohne Licht zu fahren. Oft sieht man bei genauem Hinsehen jedoch, dass irgendwo doch eine kleine Funzel leuchtet oder die Frontscheinwerfer an sind. Da die Revisado, also der „Panama-TÜV“ hier so funktioniert, dass man der Werkstatt ein Foto des eigenen Autos schickt, überprüft keiner die Funktionsweise von Scheinwerfern und Blinkern und die Polizei bestraft fehlende Funktion offensichtlich völlig unzureichend. Daher ist es enorm wichtig, dass man sich immer darüber bewusst ist, dass einem nachts Autos ohne Licht begegnen können. Das ist in Panama tatsächlich Alltag!

Ampeln sind mehr Richtlinien, denn Regeln. Man darf rechts bei rot abbiegen. Das hindert aber nicht daran, dass bei weniger Verkehr auch gerne geradeaus weitergefahren wird oder nach links trotz roter Ampel abgebogen wird. Das heißt, selbst bei einer grünen Ampel muss man mit in den Verkehr stoßenden Fahrzeugen rechnen. Die Ampeln selbst blinken zum Ende der Grünphase erst grün, werden dann durchgehend gelb, bevor sie auf rot umschalten. Die anderen erhalten allerdings ohne Übergangsfrist grün, wenn es von gelb auf rot umspringt.

Gewohnheit und Aggressivität bestimmen die Vorfahrt. Ich vermute mal, dass es auch in Panama rechts vor links gibt. Tatsächlich hat hier jedoch der Vorfahrt, der am forschesten in die Kreuzung fährt. Dazu wird Gewohnheitsrecht in Anspruch genommen. Ich wohne in Amador, wo es einen langen Damm mit einer vierspurigen Straße gibt. Diese ist immer wieder durch Kreisverkehre unterbrochen, wo extra mit Schildern und Markierungen auf den Straßen darauf hingewiesen wird, man solle dem Verkehr im Kreisverkehr Vorrang gewähren. Da jedoch 99% des Verkehrs den Kreisverkehr nur überquert, wird die Vorfahrt einfach beansprucht und niemand hält an, wenn jemand mal tatsächlich nicht nur gerade über den Kreisverkehr fährt. Entsprechend müssen Autos warten, die eigentlich Vorfahrt haben. Tun sie es nicht, gibt es Unfälle.

Abbiegen ist eine Frage des Willens. Man wird gerne einmal böse angesehen und angehupt, wenn man nicht stoppt, um andere aus einer Ausfahrt zu lassen. In Panama kommt man nur voran, wenn man sein Auto weniger liebt, als die anderen das ihre. Das heißt, man muss die Geschwindigkeiten der anderen Abschätzen, ob sie abbremsen können. Wenn ja, dann biegt man ein oder wechselt die Spur. Man drückt sich einfach hinein, ansonsten kommt man niemals vorwärts. Und wenn ein Abbiegen an einer Stelle verboten ist und ein Umweg nötig wäre, dann hält man schon auch einfach mal mitten auf der dicht befahrenen Straße an, staut hinter sich alles auf und fährt dann langsam über die doppelt gezogene Linie und blockiert so den Gegenverkehr, um dennoch abbiegen zu kommen.

Die Straßenmarkierungen sind teilweise sehr problematisch. Bei einigen Ampeln sind keine Stopplinien eingezeichnet, sodass man nur bei einem Blick auf die Straße einfach bei rot über die Ampel fahren würde. An anderen Stellen wurde der Verkehrsfluss wohl geändert und ein Bleiben auf der eigenen Spur würde einen plötzlich in den Gegenverkehr leiten.

Teilweise sind erhebliche Löcher in der Straße. Es ist absolut notwendig, permanent die Augen auf der Straße zu halten, wenn man keinen Achsbruch erleiden will. Mitunter fehlt sogar der Gullydeckel. Während es in Deutschland ein großer Spaß ist, durch eine Pfütze zu fahren, sollte man dies hier tunlichst vermeiden. Am Ende ist nämlich durch das Wasser ein tiefer Krater verdeckt und man zerstört sich das Auto. Wenn vor einem ein Taxi in wilden Schlangenlinien fährt, so ist der Fahrer mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht betrunken oder auf Drogen. Vielmehr kennt er nur die Straße mit ihren Löchern und fährt die Ideallinie. Man sollte daher gut auf seine Ausweichmanöver achten.

Alles ist Fahrbahn! Da in der Stadt andauernd Stau ist, fahren die Leute extrem aggressiv. Da wird die Einbiegespur neben einem schon einmal vom Hintermann genutzt, um einen zu überholen. Gerne drängeln sich auch mal drei Autos nebeneinander auf eine zweispurige Straße. Und wer glaubt, hier würde man sich brav einfädeln, der wird lernen, dass besonders Taxis gerne an der Schlange vorbeifahren, um sich dann im letzten Moment mit wildem Gehupe in die Schlange zu drängeln. Wer dann keine Vollbremsung macht, der fährt auf. Mitunter wird sogar die Gegenfahrbahn genutzt. Der erste Mutige fährt vor und sofort schließen sich Dutzende an, die hinter ihm fahren. Im Schlepptau von Krankenwagen sind immer mehrere Autos, die die mit der Sirene geschaffene Schneise aggressiv nutzen.

Die App Waze wird hier sehr intensiv genutzt, sodass sie relativ zuverlässig und daher empfehlenswert ist. Uber ist zuverlässig, die Zahl der verfügbaren Fahrzeuge ist allerdings seit einer Gesetzesänderung, die Ausländern das Fahren als Fahrer verbietet, beschränkt. Taxis fahren ohne Taxamater, daher ist es zwingend notwendig, den Preis vor Beginn der Fahrt auszuhandeln!

Sie sollen auf keinen Fall Road-Rage haben, ansonsten wird Panama eine Katastrophe für Sie. Reagieren Sie auf Gehupe einfach cool und erwiedern Sie den Gruß mit Ihrer Hupe. Viel Spaß beim Fahren in Panama! 🙂

 

 

 

 

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