Coronavirus: Zeit, sich vorzubereiten

Ich habe diesen Artikel seit Wochen vor mir hergeschoben und nur mit mir nahe stehenden Personen darüber gesprochen. Am Ende will man ja nicht wie ein Hysteriker wirken, der wegen einer Grippe in Weltuntergangsstimmung verfällt.

Zunächst war COVID-19 für mich nur ein Virus wie jeder andere. Dies änderte sich jedoch, als die Chinesen, die nun nicht gerade für ihre herausragende Menschlichkeit, Achtung von Menschenleben und Menschenrechten bekannt sind, zig Millionen unter Quarantäne stellten.

Für eine Infektionskrankheit, die angeblich nicht schlimmer als Influenza sein soll, so ja deutsche Experten, waren diese Maßnahmen völlig überdimensioniert. Der wirtschaftliche Schaden so einer Quarantäne wird sich im chinesischen Bruttoinlandsprodukt erkennen lassen, so gravierend wird er sein. Dennoch machten die Chinesen es.

Erklären ließ sich dies nur mit drei möglichen Antworten:
1. Das Ausmaß der Infektion war weitaus schlimmer, als offiziell angegeben.
2. Die Regierung in Peking wollte der Welt und ihrem Volk zeigen, wie entschlossen man auf Krankheiten regieren kann und so auf Kosten der eigenen Wirtschaftsleistung das eigene System bewerben. Wie erfolgreich das in Teilen war, ließ sich ja ein Stück weit an der internationalen Bewunderung für das binnen weniger Tage gebaute Notkrankenhaus erkennen.
3. Die rotchinesische Regierung macht sich Sorgen um soziale und politische Unruhen, sollte sie nicht so drastisch reagieren.

Während die letzten beiden Optionen für den Beobachter interessant, aber nicht gefährlich sind, sollte die erste einem alle Warnglocken angehen lassen. Am 23. Januar habe ich daher begonnen, Vorbereitungen zu treffen. Ich wollte nicht vor leeren Regalen stehen, wenn der Rest der Menschen bemerkt, dass man Schutzmasken oder Handschuhe gebrauchen könnte.

Sinnvolle Vorbereitung ist nur wenig Geldverschwendung

Die Überlegung war für mich relativ einfach. Ich habe in meinem Kopf einen mehrstufigen Plan zurechtgelegt, wann ich wie reagiere. In der ersten Stufe habe ich daher mir nur Gedanken gemacht und mir ein paar Dinge gekauft, die ich gebrauchen könnte. Gesichtsmasken, Filter, Gesichtsschutz, Schutzbrille und Handschuhe. Dinge, die nicht so alltäglich sind, dass ein steigender Bedarf sie schnell aus den Regalen fegt.

Die Diskussion um den Schutz der Gesichtsmasken ist mir bekannt, eine Rücksprache mit Ärzten bestätigte mich jedoch darin, dass sie nützlich sind. Sie bieten sicherlich keinen hundertprozentigen Schutz, doch der ist auch nicht notwendig. Das Immunsystem kommt mit einer gewissen Menge Viren zurecht, sodass am Ende nur die aufgenommene Anzahl verringert werden muss. Dabei können die Masken genauso helfen, wie sie einen daran hindern, sich mit ungewaschenen Händen an den Mund zu fassen. Mund, Nase und Augen sind nämlich die Haupteindringpunkte für Viren.

In dieser Phase habe ich nun 100 Dollar ausgegeben für 100 Einweghandschuhe 100 medizinische Gesichtsmasken, eine N95 Gesichtsmaske mit Ersatzfiltern, einen Gesichtsschutz und eine Schutzbrille. Die letzten drei Dinge in doppelte Ausführung auch für meine Freundin. Wäre ich im Januar also falsch gelegen, so hätte ich eben 100 Euro für etwas ausgegeben, das ich nicht benötige, das aber in Haushalt beim Putzen oder bei Handwerksarbeiten sehr wohl zu gebrauchen ist.

Steigender Eskalationsplan

In der nächsten Stufe würde ich mich aus der Großstadt aufs Land begeben, weil eine Isolation von anderen Menschen der beste Schutz ist. Später würde ich mich dann mit Grundnahrungsmitteln, Wasser, Kochmitteln, Toilettenartikeln etc. eindecken, um möglichst lange sozialen Interaktionen aus dem Weg gehen zu können. Ob es dazu kommt, ist unklar. Aktuell werde ich mir jedenfalls noch nicht das Auto mit 200 Kilogramm Reis vollladen. Mit einem Grundnahrungsmittel, von dem ich normalerweise wohl vielleicht zwei bis fünf Kilogramm pro Jahr verbrauche.

Wann und ob ich diese Überlegungen in die Tat umsetze, ist unklar. Aber ich werde im Zweifelsfall nicht planlos sein. Oder, wie ich meiner Mutter sagte: Panik ist noch nicht angebracht, Vorsicht aber schon.

Wie sehr sich dies bestätigt hat, haben voneinander unabhängige Gespräche mit zwei Ärzten gezeigt. Beide bereiten sich auf den Notfall vor, der eine sogar mit Hazmat-Suits!

Meine bisherige Ausrüstung

Für mich war die Überlegung klar: Ich gebe lieber ein paar Dollar extra für etwas aus, was ich möglicherweise die nächsten 10 Jahre nicht brauchen werde, als dann vor leeren Regalen zu stehen. Noch bekommen Sie die oben genannten Dinge vermutlich in Apotheken, im Baumarkt oder bei Amazon. Aber wenn Sie sich mit dem Kauf Zeit lassen, ist es vielleicht am Ende wie mit dem Kauf eines Feuerlöschers. Wenn das Haus bereits brennt, wird es eng, noch einen kaufen zu fahren.

Aktuell sind fast alle Todesfälle in der Volksrepublik China zu verorten und ansonsten ist ein klarer Unterschied in der Lethalität je nach Entwicklungsstand des Landes zu erkennen, siehe diese Webseite hier. Ich halte es weiterhin für möglich, dass alles halb so schlimm wird. Aber wenn es doch eine entsprechend gefährliche Pandemie wird, dann werde ich vorbereitet sein.

Pünktlich zum Schreiben des Artikels schickte mir nun auch ein Freund einen Artikel eines wohl führenden Virologen, der erklärt, es sei allerhöchste Zeit, COVID-19 als Pandemie einzustufen!

Hier der Artikel mit vielen weiterführenden Links, die Ihnen bei der Anleitung zur Vorbereitung aus der Sicht eines Fachmannes helfen kann.

Mein letztes Buch befasst sich mit der „Flüchtlingskrise“ und ist hier käuflich zu erwerben: Nein, wir schaffen das nicht!: Warum die aktuelle Flüchtlingskrise zu einer Staatskrise wird.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Dann speichern Sie sich diesen Link hier als Lesezeichen für Ihre Einkäufe auf Amazon ab, um mich künftig mit etwa 5% Ihrer Einkaufssumme zu unterstützen – ohne Mehrpreis für Sie! Folgen Sie mir hier auf Facebook, Gab.ai, Twitter und tragen Sie sich hier in meinen Newsletter ein, um mehr von mir zu hören.