Die Sozialstaats-Verwahrlosung

Am Wohnort meiner Eltern gab es vor einer Woche ein unfassbar starkes Unwetter. In den Landkreisen Freyung-Grafenau und Passau fiel weitflächig der Strom aus, weil Bäume auf die Leitungen flogen. Teilweise sind ganze Wäldchen eingeebnet und es sind nur noch abgebrochene Baumstämme zu sehen, der Rest der Bäume ist direkt entwurzelt worden.

Der Schaden an den Wäldern ist exorbitant und kleinere Wege werden noch auf Wochen durch umgestürzte Bäume blockiert sein. Hier ein Bild direkt hinter dem Haus meiner Eltern. Links ginge eigentlich ebenfalls ein Weg.


Der Schaden ist also enorm. Seit dem Sturm hört man jeden Tag die Motorsägen kreischen und schwere Maschinen beim Transport der Stämme. Nun ja, Natur eben, könnte man sagen. Das passiert eben gelegentlich. Und dort, wo jetzt Schneisen gebrochen sind, können jetzt ja neue Bäume wachsen. Vielleicht könnten die Inhaber der Wälder nun auch darauf achten, keine Fichten-Monokultur mehr anzulegen, was die Wälder robuster gegenüber dem Borkenkäfer, aber auch gegen Windwurf macht.

 

Der Staat hilft, also wird Vorsorge unnötig

Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer kündigte finanzielle Hilfe in zweistelliger Millionenhöhe an. Der Landrat von Passau und der bayerische Landwirtschaftsminister äußerten sich besonders betroffen über die Schäden für die Waldbauern.

Was heißt das aber nun genau? Finanzielle Hilfen bekommt, wer sie nötig habe, dafür zahle er ja Steuern, sagt Seehofer. Der Nachbar meiner Eltern hat eine Versicherung, die ihm in so einem Falle alle Schäden ersetzt. Das, obwohl Niederbayern, von Donau-Überschwemmungen abgesehen, nicht gerade ein Gebiet von Naturkatastrophen ist. Würde jemand wie unser Nachbar dann auch finanzielle Hilfen bekommen? Geld, das er dank der Versicherung nicht braucht? Oder bekommt nur der Geld, der nicht vorgesorgt hat, womit der Vorsorgende am Ende benachteiligt wird?

Über das Schicksal der Waldbauern wurde besonders gejammert. Was ist denn ein „Waldbauer“? Nach meinem Verständnis ein Landwirt, der davon lebt, auf eigenem Grund und Boden Holz zu schlagen und zu verkaufen. Damit sich dies in Vollzeit finanziell rentiert, muss er Dutzende, wenn nicht gar hunderte Hektar Wald besitzen. Damit ist er, nach allen normalen Maßstäben, ein reicher Mann. Selbst bei einem Quadratmeterpreis von nur 2-3 Euro ist er damit (vielfacher) Millionär.

Dennoch sollen Steuergelder von Handwerkern, die sich nur eine Mietwohnung leisten können, für die Waldbauern aufgewendet werden. Weil es im Sozialstaat offensichtlich unzumutbar ist, dass jemand vorsorgt. Wenn ein Waldbauer von seinem Wald für seinen Broterwerb abhängig ist – ist es dann wirklich zu viel verlangt, dass er sich versichert oder finanzielle Rücklagen schafft?

Stattdessen wird jetzt nach allen normalen Maßstäben als reich geltenden Menschen Steuergeld gegeben, damit die Politiker sich als engagiert, mitfühlend und nah am Not leidenden Mann zeigen können. Auf Kosten der Steuerzahler und zum Hohn derer, die sich auf eigene Kosten auf eben so einen Fall vorbereitet haben. Und zum Hohn derer, die nicht auf Grundbesitz in Millionenwert sitzen.

Dies ist am Ende aber auch nicht anders als in den USA. Dort haben die Häuser in erster Reihe am Strand bei Hurricanes normalerweise die größten Schäden erlitten, weshalb es finanzielle Hilfen für die Inhaber gibt. Nur dass diese Grundstücke auch die teuersten sind, von denen die Mehrzahl der Steuerzahler nur träumen können. Statt das erhöhte Risiko einfach mit einzupreisen sind so aber die Kosten der Strandgrundstücke exorbitant hoch, während die Folgen für die Sicherheit der Häuser von der Allgemeinheit getragen werden müssen.

Würde der Staat keine Hilfen bezahlen, dann würden die Preise massiv fallen, weil in den Grundstückspreis die alle paar Jahrzehnte erfolgende Zerstörung des Hauses darauf eingepreist wäre. Statt einfach so dem Markt seinen Lauf zu lassen, werden lieber Steuergelder verschwendet, um auf Kosten auch der armen Steuerzahler aus dem Inland Reichen ihre Strandhäuser zu ermöglichen.

Was würde nun also passieren, wenn Waldbauern keine Hilfe bekämen? Nicht viel. Von denen, die nicht mehr davon leben könnten, würden einige wenige ihre Land verkaufen, woraufhin andere zu Waldbauern würden. Oder zumindest die Kinder oder Enkel der Käufer. Andere Waldbauern würden sich dagegen eine Arbeit als Angestellter suchen und eben in ihrer Freizeit mit der Aufforstung des Geländes beginnen, was sogar nur bei einer gewünschten Änderung in Mischwald erforderlich wäre, da noch genug Saatbäume stehengeblieben sind. Dann würden sie jetzt eben arbeiten und erst ihre Kinder können auf dem vererbten Land wieder als Waldbauern arbeiten. Wäre das so schlimm? Warum sollten Sie und ich als Steuerzahler dafür bezahlen müssen, damit das nicht so ist?

Offensichtlich ist es im Sozialstaat einfach zu viel verlangt, sich auf alle Eventualitäten selbstverantwortlich vorzubereiten.

 

 

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Der Sozialstaat ist ein Herrschafts- und Kontrollinstrument

Am 22. November 2016 berichtete die BILD, dass die EU-Kommission die Mittel bewilligt habe, um Jugendlichen zum 18. Geburtstag Interrail-Tickets zu schenken. Toll, freut uns doch für die Kinder. Oder nicht?

 

Herrschaft und Kontrolle

Hier sehen wir deutlich und von Anfang an, wie die Herrschaft und Kontrolle über einen Sozialstaat funktioniert. Wenn es umgesetzt wird und jeder junge Erwachsene zum 18. Geburtstag solche Tickets erhält, werden künftige Generationen an jungen Erwachsenen – und jungen Wählern – die EU als den „Ticket-Geber“ verstehen.

Für Sie ist es die EU, die ihnen Tickets quer durch Europa gekauft hat. „Ohne die EU hätte ich nie Barcelona besuchen können.“

Während so gleichzeitig neue Generationen von Wählern von EU-kritischen Parteien abgehalten werden sollen, soll gleichzeitig die Loyalität zu der diese Segnungen gebenden Instanz gesteigert werden.

Da das Geld dafür nicht von den eigenen Eltern unter Vorhalten einer Waffe den Kindern übergeben werden muss und die Kinder das Geld auch nicht beim Nachbarn abholen dürfen, lernen sie erst gar nicht, dass jemand anderes dafür arbeiten musste. Dass er nicht nur dafür arbeiten musste, sondern dass es ihm auch unter schwersten Drohungen (zahlen Sie mal keine Steuern!) abgenommen wurde.

Indem Geld, das Steuerzahlern mit Gewaltandrohung abgenommen wurde, verteilt wird, glauben die Empfänger, der dies Übergebende sei der Wohltäter. Völlig ungeachtet der Tatsache, dass er einen wesentlichen Teil des eingesammelten Geldes per Prozesskosten unterwegs verfrühstückt.

 

Gekaufte Loyalität und demonstrierte Macht

Während also mit dem Geld der Steuerzahler die Loyalität der Ticket-Empfänger gekauft wird, wird diesen gleichzeitig die Macht des Segnungen verteilenden EU-Molochs demonstriert. Sie verlernen die Eigenständigkeit und die Kenntnis, dass man für Dinge arbeiten muss. Sie führen zu einer neuen Generation an Menschen, die bei Problemen nicht mehr „was kann ich tun?„, sondern „da muss der Staat was tun!“ sagt.

Wenn ein vernünftiger Politiker in einigen Jahren solch eine Geldverschwendung wieder abschaffen will, wird er sich anhören müssen: „Wie soll man denn ohne die EU verreisen?

So werden Heloten herangezogen.

 

 

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Armutszuwanderung ist mir willkommen

nunja, sie könnte es zumindest sein. Dann nämlich, wenn dieses Land mit ihr vernünftig umgehen würde. Milton Friedman hat völlig richtig gesagt, dass man entweder offene Grenzen oder einen Sozialstaat haben kann, nicht beides. Armutszuwanderung, also das Kommen von Leuten die ihr Leben verbessern wollen, ist nur dann ein Problem, wenn es zugleich einen Sozialstaat gibt.

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