Böse Islamisten, gute Islamisten

Islamisten in Deutschland sind böse!
Gerade geht durch die Presse, dass eine Gruppe Salafisten in Deutschland 25 Millionen Ausgaben des Korans verteilen wollen(1). Die Presse ist so verzweifelt, dass N-TV beispielsweise einen „wissenschaftlichen Mitarbeiter mit Drittmitteln“, Dirk Hartwig von Lehrstuhl für Arabistik der FU Berlin, befragt. Die wissenschaftliche Koryphäe mit der stolzen Veröffentlichungsliste von einem Aufsatz in einem Sammelband bescheinigt den glücklichen Redakteuren, dass der verteilte Koran eine Eigenübersetzung sei, die „wissenschaftlich unbedeutend“ ist (2). Dass dies völliger Unsinn ist, sollte dabei klar sein. Gerade die Eigenübersetzung ist interessant, spricht sie doch von dem Verständnis der Initiatoren.
Aber gut, auch die Überlegungen die Verteilung möglicherweise verbieten zu wollen zeigt, wie „böse“ die Salfisten in Deutschland sind. Anderenorts ist es hingegen nicht der Fall.

Islamisten woanders sind gut!
Salafisten und die ähnlich radikalen Muslimbrüder sind nämlich gut, wenn sie nicht in Deutschland sind. Wie sonst wäre zu erklären, dass die Revolutionen in der arabischen Welt in Deutschland so frenetisch gefeiert werden, wo doch von Anfang an klar war, dass die Profiteure beim radikalen Islam zu finden sein werden?
Wer hat denn ernsthaft einen anderen Profiteur von der Beseitigung Mubaraks in Ägypten erwartet, wenn nicht die Muslimbrüder? Als einzige organisierte Opposition zum herrschenden Regime war ihre Machtübernahme von Anfang an sicher.

Islamisten in Syrien an die Macht bomben
In Syrien kämpft aktuell die Regierung des Diktators Assad gegen einen Aufstand, der große Sympathien im Ausland bekommt und inzwischen u.a. vom den Islam nicht gerade modern lebendem Saudi-Arabien unterstützt wird.
Überall treten selbsternannte und tatsächliche „Experten“ für ein wie auch immer geartetes Eingreifen in Syrien ein. Wen sie dabei unterstützen scheint ihnen völlig egal zu sein. Dabei zeigen die Aufständischen, die ohne Zweifel gegen eine verachtenswerte Diktatur kämpfen, deutlich, was von ihnen zu erwarten sein wird. „Alawiten ins Grab, die Christen nach Beirut“ soll einer der weit verbreiteten Slogans sein.

(1)    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/der-einfluss-der-salafisten-demokratie-ist-das-gegenteil-von-islam-11721140.html

(2)    http://www.n-tv.de/politik/Salafisten-Koran-ist-Eigenuebersetzung-article6018511.html