Deutschland braucht staatliche Power Metal Förderung

Ich bin das Wochenende über extra nach München geflogen, um zu einem Konzert der Power Metal Bands Hammerfall und Gloryhammer zu gehen. Dabei wurde mir überdeutlich klar, dass Deutschland dringend eine staatliche Power-Metal-Förderung im Sinne der Kulturförderung braucht.

Das Konzert war nicht nur der Wahnsinn und die Reise von zusammen fast 5.000 Kilometern absolut wert. Es hat jedoch auch den dringenden Bedarf staatlicher Eingriffe spürbar belegt. So spielten die beiden Bands im Münchner Backstage, vor nur 1.200 Zusehern. Das Konzert war zwar ausverkauft, aber nur, weil es nicht in einem größeren Veranstaltungsort stattgefunden hat. Damit sich die Bands diesen leisten können, muss der Staat eingreifen.* Die 35 Euro Eintritt waren ganz offensichtlich zu viel für viele Deutsche, denen dieser Musikgenuss so vorenthalten wurde.*

Daher muss der Staat eingreifen und den Bands mit finanzieller Unterstützung durch Steuergelder das Anmieten größerer Konzerträume zu ermöglichen.* Die Tickets zu den Konzerten müssen dringend subventioniert werden, damit auch Hartz IV-Empfänger in ihre Konzerte gehen können.* Aktuell werden Hammerfall- und Gloryhammer-Konzerte von fast allen Deutschen nicht besucht, was ihnen den Genuss unfairerweise vorenthält.*

Doch noch schlimmer: Der Sänger von Hammerfall, Joacim Cans, trifft auch live die Töne so gut, dass es sich fast wie auf den Alben anhört. Trotz dieser großartigen künstlerischen Leistung kann er scheinbar nicht davon leben. So hat Hammerfall zwar in den letzten 20 Jahren zehn Alben veröffentlicht, die teilweise auch sehr gute Chartplatzierungen erzielt haben. Allerdings wohnt Cans inzwischen in der Schweiz und arbeitet dort bei einer LKW-Firma, möglicherweise als LKW-Fahrer. Es ist nicht tragbar, dass so ein Künstler nicht von seiner Kunst leben kann.* Daher muss der Staat eingreifen.* Denn wenn er nicht von seiner Musik leben kann, dann hört er auf sie zu machen. Dies muss der Staat mit Steuergeldern verhindern, weil Künstler von ihrer Kunst leben können müssen.*

Daher bleibt nur der Schluss: Deutschland muss Power Metal finanziell fördern. Die Alben müssen durch den Staat in großer Zahl gekauft und in Schulen verteilt werden. Es müssen Power Metal Bands große Stadien durch Steuergelder angemietet werden und der Eintritt in die Konzerte muss finanziell bezuschusst werden. Nur so kann diese für die Allgemeinheit kulturell so wichtige Musik produziert, erhalten und genossen werden.

 

Haben Sie Spuren von Sarkasmus erkannt? Nun, genau so argumentiert die staatliche Kulturförderung. Nur dass man dort Maler und Bildhauer fördert, deren Kunst einem unbedarften Betrachter wie das Werk eines Sechsjährigen erscheint. Und natürlich Theaterstücke und Opern, die dem unbedarften Zuseher fragen lassen, ob die örtliche Irrenanstalt gerade Freigang hat.

Power Metal ist großartige Musik – für mich. Und es wird offensichtlich produziert und aufgeführt, obwohl Musiker seit 20 Jahren im Geschäft sein können, zehn erfolgreiche Alben veröffentlichen können und dennoch scheinbar nicht allein davon leben können. Weil die Künstler ganz offensichtlich für ihre Kunst leben. Warum können wir das bei dem Rest der Kunst nicht auch probieren und ihren Erfolg nicht einfach dem Markt überlassen?

* „Sage ich aus meinem Elfenbeinturm heraus.“

 

 

 

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Les Miserables: Enttäuschung des Jahres

Voller Spannung wartete ich auf die neue Verfilmung eines Musicals, das zu meinen Favoriten gehört: Les Miserables.

Im Dezember 2012 war ich in New York City auf die ankündigenden Plakate  aufmerksam geworden. Die Geschichte hörte sich gut an. Auch der erste Eindruck des Filmes konnte voll überzeugen. Wenn die Zwangsarbeiter das Schiff im Sturm ins Dock ziehen überzeugen großartige Kamerafahrten und eine atemberaubende Kulisse.

Die Ernüchterung kam sehr schnell, als Hogh Jackman und Russel Crowe als Valjean und Javert zu singen beginnen…

 

Wieder einmal zeigt sich, dass zuviel Ahnung von einer Sache jeden Spaß kaputt machen kann. Denn wer einmal die Aufnahme vom 10th Anniversary Dream Cast aus der Royal Albert Hall gehört hat, für den können die beiden Schauspieler nur als lächerliche Stümper durchgehen…

Hier die großartige Aufnahme (für die man proxmate in seinem Browser installieren sollte):

 

Fucking great!

Erst vor einigen Tagen wurde ich auf dieses Video aufmerksam gemacht. Es ist von dem Bluesmusiker Tad Walters aus North Carolina.
Ich habe Tad letztes Jahr in einer Bar kennen gelernt und hatte eine großartige Zeit mit ihm. Unter anderem nahm er mich mit zum Schießen, wo ich den Genuss kam, mal wieder ach so böse Sturmgewehre zu benutzen.

Ich wusste, dass Tad ein professioneller Musiker ist, also von seiner Kunst lebt. Ich war jedoch nicht auf eine Musik diesen Kalibers vorbereitet!