Korporatismus am Beispiel der Fernbusse

Viele Menschen glauben ja, wir lebten in einem Kapitalismus. Das empörte Herunterbeten von Vokabeln wie „Raubtierkapitalismus“ oder „Turbokapitalismus“ sind Zeugen davon. Tatsächlich ist es eher ein 3/4 Sozialismus, wie Roland Baader richtiggehend feststellte.

Diese Simulation von Kapitalismus kennt jedoch auch eine andere Bezeichnung: „Korporatismus“. Vereinfachend kann man das als „Big Government and Big Business“ bezeichnen, also eine Wirtschaftsform, die durch eine Absprache von Großkonzernen mit einem gewaltigen aufgeblähten Staat gekennzeichnet sind. Kennzeichnend für den Korporatismus sind eine Vielzahl von Regulierungen und Regeln, die kleine und mittlere Betriebe praktisch erwürgen, da sie die geforderten Bedingungen nicht erfüllen können. Dem Regulierungs- und Vorschriftenwahn kann eben nur der entsprechen, der sich eigens dafür ausgebildetes Personal leisten kann – was wiederum nur große Unternehmen können. „Korporatismus am Beispiel der Fernbusse“ weiterlesen

Das eine Prozent Superreiche sind wir!

Oxfam hat bekannt gegeben, dass nun 1% der weltweiten Reichen weltweit 50% des Vermögens besitzt. Dies nutzen Vertreter fast aller politischer Ausrichtungen, um nach mehr Regulierungen, mehr Steuern, Enteignung und mehr „Umverteilung“ zu schreien. Dabei ist der Ansatz völlig falsch. Entscheidend ist nämlich nicht, wie reich das eine Prozent der Superreichen ist, sondern wie leicht man selbst reich werden kann. Dies geht nur im Kapitalismus. Je reiner, desto leichter.

 

Wir sind die 1 %!

Wussten Sie, dass Sie eine gute Chance haben, selber dieses eine Prozent zu sein? Das eine Prozent ist nämlich weltweit bezogen. Zumindest wenn es um Einkünfte geht, ist es nicht sonderlich schwer, zu dem 1 % Topverdienern weltweit zu gehören. Hier genügt bereits ein Jahreseinkommen von 34.000 Dollar, oder rund 29.000 Euro. In Deutschland betrug das Durchschnittseinkommen 2013 31.089 Euro. Wer also jetzt wegen der Oxfam-Aussage nach Enteignungen (ob direkt oder über Steuern) ruft, der fordert auch die eigene Enteignung.

 

Reiche sind gut

Dass eine solche Studie überhaupt soviel Wirbel macht, liegt an der Neidkultur und der grundsätzlichen Affinität in Richtung Sozialismus meiner deutschen Landsleute. Tatsächlich sind Reiche nämlich kein Problem, sondern eher die Lösung. Investitionen benötigen Kapital. Allein die Kumulierung von Kapital ermöglicht diese Investitionen. Wo sonst sollte das Geld für Maschinen einer neuen Fabrik herkommen? Banken sollen nach Wunsch der Mehrheit ja ebenfalls strengstens reguliert werden und möglichst keine Risiken mehr eingehen.

Große Würfe sind aber praktisch per Definition außergewöhnlich und neuartig. Somit sind sie mangels Erfahrungswerten nicht berechenbar und damit wiederum kaum kreditwürdig. Gleichzeitig sind sie es aber, die den Fortschritt am weitesten vorantreiben. Wo wäre die Welt heute ohne Youtube und Facebook, ohne Amazon und eBay und ohne Tesla und Space X?

Dazu weiß jeder, dass man auch für Kredite weit mehr braucht, also nur eine Idee, nämlich Eigenkapital. Dieses wiederum muss von Investoren kommen, ob nun von einem selbst oder von einem „Reichen“. Ansonsten versuchen Sie einmal, ohne signifikantes Eigenkapital von der Bank einen Kredit für eine Gastronomie zu erhalten. So gut das Konzept ist, Sie werden nichts bekommen. Ein Kapitalgeber hingegen hat „Risikokapital“ und kann sich durch sein Bauchgefühl zur Investition bewegen lassen, da er für sein Geld selbst verantwortlich ist. Eine Bank kann das nicht.

Unternehmensgründungen sind also in wesentlichem Maße von Reichen und Wohlhabenden abhängig. Unternehmen sind es jedoch, die Arbeitsplätze schaffen und damit Arbeitslosen Selbstachtung, ein Auskommen und Wohlstand ermöglichen.

Selbst wenn der Staat subventioniert, was für sich ja nichts anderes ist, als Steuerzahlern verdientes Geld wegzunehmen und es mit sehr hoher Ineffizienz (Stichwort Prozesskosten) anstelle der Steuerzahler zu investieren, kommt immer noch die Mehrzahl der Einkommenssteuer von den „Reichen“. Genau genommen bezahlen die „reichsten 20%“ über 70% der Einkommenssteuer.

 

Reiche können anspornen

Auch wenn es der deutschen Mentalität völlig zuwider läuft: Reiche können auch zu höheren eigenen Leistungen anspornen. Zu sehen, dass andere sich tatsächlich vom „Tellerwäscher zum Millionär“ hochgearbeitet haben, ist eine gewaltige Motivation, selbst etwas zu leisten. Allerdings nur, wenn man Reiche nicht als menschliche Pest und als etwas Verachtenswertes sieht, weil man völlig von Sozialneid zerfressen ist. Aber dazu müsste man Reichtum natürlich nicht als Ärgernis, sondern als einen erstrebenswerten Status ansehen.

 

Wie Reich Warren Buffett ist, ist egal

Dabei ist es völlig egal, ob Warren Buffett fünf, fünfzig oder fünfhundert Milliarden sein Eigen nennt. Für Sie und mich macht dies keinen Unterschied. Entscheidend muss nur die Frage sein, ob wir selbst so etwas auch erreichen können.

Gerade wenn wir uns die Superreichen der Neuen Welt ansehen, so ist der Großteil davon Selfmade-Milliardäre. Ob Bill Gates, Mark Zuckerberg oder der verstorbene Steve Jobs – all diese Milliardäre haben ihren Reichtum erarbeitet.

Möglich war ihnen dies nur, da das Wirtschaftssystem „kapitalistisch“ war. Wer Aufgrund der Oxfam-Studie also höhere Steuern, Umverteilung oder Enteignung wünscht, der nimmt allen Menschen genau diese Möglichkeit, selbst zu Wohlstand und zu Reichtum zu kommen.

Entscheidend ist nämlich nicht, wie reich Warren Buffett ist, sondern ob man es selbst werden kann. Je kapitalistischer das Wirtschaftssystem, desto größer ist diese Chance – zumindest wenn man es auf legalem Wege versucht.