Es gibt keine Gewissheiten in Krieg und Politik

Nachdem es zunächst schien als ob die russischen Truppen sich  langsam von der ukrainischen Grenze zurückzögen, eskaliert die Lage in der Ukraine nun recht dramatisch. Doch auch wenn die Ukraine wohl keine militärische Hilfe von außen erhalten wird, heißt das noch lange nicht, dass ein Krieg mit Russland völlig unmöglich ist. Gerade Gewissheiten bergen große Risiken.

Ukrainische Luftlandetruppen.
Ukrainische Fallschirmjäger.
(Photo by U.S. Army Staff Sgt. Brooks Fletcher, U.S. Army Europe Public Affairs)

Josh Billings hat den Spruch hinterlassen, „Probleme bereitet einem nicht was man nicht weiß, sondern das, was man sicher weiß ohne dass es stimmt.“. Dieser schlaue Spruch sollte uns allen gerade in der Bewertung geopolitischer Zusammenhänge nie aus dem Kopf verschwinden. Nach über 20 Jahren Ende des Kalten Krieges und einem zusammengebrochenen Ostblock scheint ein Krieg gegen Russland jenseits aller Vorstellungskraft. „Natürlich ist ein Krieg gegen Russland undenkbar“ ist das Credo, nach dem sich Europa und die NATO auch in der Gestaltung ihrer Außen- und Sicherheitspolitik orientieren. „Russland weiß genau, wie weit es gehen darf.“ ist eine andere gängige Aussage. Mit Ausnahme Polens rüsten die westlichen Staaten ab, da eine konventionelle Konfrontation mit einer Großmacht undenkbar scheint.

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Die Ökonomie des Krieges

Adam Smith erkannte schon im 18. Jahrhundert, dass der freie Markt die natürliche Wirtschaftsform ist. Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis und regulieren sich selber. Das Verhältnis von Angebot und Nachfrage, von Kosten und Nutzen trifft allerdings nicht nur bei Wirtschaftsgütern zu, sondern auch bei Kriegen und Konflikten.

Krieg und Konflikte

Auch Kriege sind in ökonomische Normen zu sehen

Letztendlich ist auch jeder Krieg und jede von einer Seite mutwillig herbeigeführte Krise eine Handlung im Rahmen eines Marktes. Zwar braucht ein Kriegstreiber nicht unbedingt eine Nachfrage um sein Angebot, den Krieg, zu „verkaufen“. Wohl aber muss auch er immer ein Verhältnis von Kosten und Nutzen in Betracht ziehen. Gemeint sind hier keineswegs (nur) finanzielle Faktoren, sondern vielmehr ein ganzes Konglomerat an Faktoren.

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