Podiumsdiskussion Interventionismus und Internationale Konflikte mit Prof. Ekkart Zimmermann bei ESFL München

Im November habe ich bei der ESFL-Konferenz in München die Ehre gehabt, mit Prof. Ekkart Zimmermann über Interventionismus und internationale Konflikte zu sprechen. Prof. Zimmermann

Sons of Libertas haben das Gespräch freundlicherweise aufgenommen und geschnitten und mir erlaubt es zu nutzen. Herzlichen Dank dafür!

Mit Dank an Sons of Libertas für Aufnahme und Schnitt!

Prof.Dr.Ekkart Zimmermann & Torsten Heinrich diskutieren über Internationale Konflikte und außenpolitischern Interventionismus.

Die Sons of Libertas zu Gast auf der European Students for Liberty regional Konferenz in München.

Ekkart Zimmermann (geb. 8.8. 1946) war seit 1981 o. Professor für Soziologie an der Universität der Bundeswehr München. Er studierte Nationalökonomie, Finanzwissenschaft, Recht, Soziologie und Sozialpsychologie an der Universität zu Köln und für ein Semester in Berlin an der Freien Universität (1967/68). Sein Diplom und seinen Doktortitel (rer. pol.) erwarb er an der Universität zu Köln in den Jahren 1970 und 1975, die Habilitation erfolgte an der Universität Wuppertal (1979). Zahlreiche Veröffentlichungen u.a. auf den Gebieten der vergleichenden Krisen- und Konfliktforschung, der sozialen Schichtung und der sozialwissenschaftlichen Methodologie. Er hat zum Jahresbeginn 1993 den Ruf auf den neugeschaffenen Lehrstuhl für Makrosoziologie an der Technischen Universität Dresden angenommen.
Zimmermann hat Fellowships (Gastprofessuren) an der Universität Essex (Department of Government, European Leverhulme Fellow) im Jahre 1973-74, an der University of South Carolina im Jahre 1986 (International Studies Association Scholar) und an der Yale University im Jahre 1989 (Department of Sociology) wahrgenommen. Ab 2004 mehrfach als Gastprofessor an der Universität Fribourg. Ab 2005 Lehre auch an der Hochschule für Politik, München. Zahlreiche Forschungsbeihilfen nationaler und internationaler Institutionen. Mehrfache Mitwirkung als stimmberechtigter Gutachter des Wissenschaftsrates.
In Lehre und Forschung setzt er sich neben langjähriger Methodenvermittlung u.a. mit folgenden Themen auseinander: Systemtransformation und demokratische Konsolidierung; Rechtsextremismus und soziale Vorurteile; Soziale Bewegungen, Protest, Gewalt und Revolutionen; Terrorismus; Wirtschafts- und Organisationssoziologie; Modernisierungs- und Entwicklungstheorien; Globalisierungsprozesse; Ungleichheit und Wachstum; Migration und multikulturelle Gesellschaft. Seine umfangreichste Veröffentlichung „Political Violence, Crises, and Revolutions“ ist 2011 als Klassiker Revival bei Routledge in New York erschienen.
Ab dem 1.10.2011 ist er Emeritus an der Technischen Universität Dresden. Im Herbstsemester 2011 unterrichtet er an der ETH Zürich („Modelle der Globalisierung“ – und „Politische Gewalt“ im April 2013) und der Universität Fribourg („Politische und ökonomische Konflikte“). Weitere Forschungs- und Lehraufenthalte in Japan und an der Stanford University sind für 2013 f. geplant. Ab dem Herbstsemester 2013 unterrichtet er in dem neuen Studiengang „Sociology, Politics & Economics“ an der Zeppelin Universität. Er steht für breite wissenschaftliche Beratung und Vorträge auf den genannten und anderen Gebieten zur Verfügung.

http://www.sonsoflibertas.com

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Warum ich keine Mord-Pornos ansehe

Gerade geht wieder ein neuer Mord- und Gewaltporno auf Facebook um. Er zeigt einen Vater, der zusammen mit anderen Männern die eigene Tochter steinigt. Aufgenommen wurde das Video wohl in dem Gebiet, das der Islamische Staat beherrscht. Wie auch die Enthauptung des Journalisten Fowley oder vieler ähnlicher Mordtaten habe ich das Video bewusst nicht angesehen. Das hat seine Grund.

IS steinigt Frau
Auf Facebook herumgereicht: ein Mord-Porno. Screenshot: Facebook

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Assads Meisterwerk

Die USA überlegen nun, die Terrorgruppe Islamischer Staat (IS), früher auch Islamischer Staat im Irak und Syrien (ISIS), auch in Syrien anzugreifen. Erste Aufklärungsflüge finden wohl bereits statt. Damit ginge Assads strategischer Plan für den Bürgerkrieg völlig auf. Der Westen droht ihm letztendlich zu helfen, die Rebellion niederzuschlagen.

Fahne des Islamischen Staates
Fahne des Islamischen Staates

Für das Assad-Regime war es von Anfang an klar, dass ein Sieg im Kampf gegen die Aufständischen im eigenen Land vor allem auch auf der Propagandafront erreicht werden musste. Gaddafis Versuch, die Aufstände in seinem Land rein militärisch niederzuschlagen, endete bekanntlich mit einem Eingreifen eines Militärbündnisses unter Führung Frankreichs und Großbritanniens.
Wenn sein Regime also ein fremdes Eingreifen verhindern wollte, dann musste es sicherstellen, dass die Rebellen als schlechtere Alternative zu dem Assad-Regime dastehen.

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Das Regime ist schrecklich. Basher ist aber ein guter Mann!

Vor Kurzem habe ich eine junge Frau getroffen, die sich als sunnitische Syrerin herausgestellt hat. Sicher zwei Stunden lang haben wir dabei über den gerade stattfindenden Bürgerkrieg gesprochen. Informationen aus dem Land zu bekommen ist immer schwierig. Meinen Freund in Aleppo erreiche ich seit Monaten nicht mehr, alle anderen Beteiligten können eine politische Agenda haben, wenn dies nicht sogar feststeht. Von daher war es sehr interessant, einen „Beteiligten“ zu sprechen, der keinen Grund zur Vermutung gibt, die Aussagen könnten mit manipulativer Absicht getätigt sein.

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