Geopolitische Opportunitätskosten – oder warum Interventionen sinnvoll sein können

Es scheint heutzutage Allgemeinwissen und Konsens in weiten Teilen der deutschen Bevölkerung zu sein, dass militärische Interventionen schlecht sind und keinen Sinn ergeben. Sie kosten Unmengen, sie ändern nichts und Menschen sterben. Fertig ist das Mantra rechter und linker Peaceniks und patriotischer Isolationisten. Dabei kann der Isolationismus verheerende Folgen haben.

Frieden

Einigeln hilft nichts mehr

Die Zahl derer, die sich gegen Auslandseinsätze der Bundeswehr aussprechen, sind gewaltig. 61% wollen eher weniger, denn mehr Auslandseinsätze, nur eine Minderheit von nicht einmal einem Drittel der Deutschen ist offen für ein stärkeres Engagement.

Dabei ist diese isolationistische Mentalität in der heutigen Zeit völlig deplatziert. Im 19. Jahrhundert mögen Staaten noch eine Chance auf Autarkie gehabt haben, so dass Konflikte außerhalb der eigenen Grenzen „nicht die Knochen eines einzigen pommerschen Grenadiers wert“ waren, wie es Bismarck zugeschrieben wird. Heute jedoch ist auch Deutschland in höchstem Maße vom Ausland abhängig. Ohne Importe von Energie dreht sich binnen weniger Wochen kein Rad mehr in Deutschland, ohne Nahrungsimporte verhungern die Menschen. Wenn in Südkorea, China oder Japan ein Krieg ausbricht, dann kann vermutlich erst einmal kein deutsches Auto mehr die Fertigungsstraße verlassen, fehlen doch die Bauteile von Zulieferern. Auch ist die deutsche Wirtschaft zwingend abhängig vom Außenhandel. Dieser kann jedoch nur florieren, wenn die potentiellen Kunden noch Geld haben und durch stabile politische Verhältnisse noch zum Kauf von Waren in der Lage sind.

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Das Ende des Chinesischen Bürgerkriegs 1948/49

Chiang Kai-Shek. Eine solche Paradeuniform trug er allerdings fast nie. Er gab sich immer bescheiden und bediente sich, trotz aller Kleptokratie in der KMT, nie an den Staatsfinanzen.

Nachdem die Schlacht um die Mandschurei verloren war,gab Chiang Kai-Shek den Bürgerkrieg auf dem Festland offensichtlich auf. So wies er seinen Adoptivsohn Chiang Wei-Kuo an, die M3A2 Panzer seiner Panzerdivision (Der Sohn war Panzergeneral, hatte seine Ausbildung an der Militärakademie in München erhalten und war am „Anschluss“ in deutscher Uniform beteiligt gewesen) nach Taiwan zu verschiffen, als noch nicht einmal Peking gefallen war!
Anschließend wies er immer wieder Generäle an, einzelne Städte bis zum letzten zu verteidigen, statt einen strategischen Rückzug hinter den Huang-He oder den Yanktse-Kiang durchzuführen. Jay Taylor glaubt in seiner Biographie über „The Generalissimus„, dass der Gedanke dahinter folgender war: Er wollte eine Zweiteilung Festlandchinas verhindern und zugleich das Aufkommen einer Opposition innerhalb der KMT vermeiden. Hätte die KMT nämlich eine der beiden Flusslinien halten können, so wäre China de facto zweigeteilt gewesen.

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