Der Asyl-Burgfrieden

Man glaubt dieser Tage fast, Wilhelm II. wieder im Radio hören zu können. Seine krächzende Stimme sagt: „In der Asylfrage kenne ich keine unterschiedlichen Meinungen mehr. Ich kenne nur noch Befürworter. Zum Zeichen dessen, dass Sie fest entschlossen sind, ohne Parteiunterschied, ohne Stammesunterschied, ohne Konfessionsunterschied durchzuhalten mit mir bei der Aufnahme von Asylbewerbern durch dick und dünn, durch Not und Tod zu gehen, fordere ich die Deutschen auf, vorzutreten und mir das in die Hand zu geloben.“ Denn jede abweichende Meinung, als die der unbedingten Aufnahme, macht einen heute nicht mehr zum Vaterlandsverräter, sondern zu etwas viel Schlimmeren: Man wird „Dunkeldeutscher“. „Der Asyl-Burgfrieden“ weiterlesen