COVID-19: Ich hatte Unrecht

Ab Januar 2020 hatte ich, weit vor den Meisten, begonnen, mich auf das Virus vorzubereiten. Ich habe Nachrichten gelesen, wonach die Letalität über der Spanischen Grippe liegen soll. Im Februar habe ich dann meinen Lesern empfohlen, sich selbst vorzubereiten. Inzwischen habe ich meine Ansicht geändert und bin davon überzeugt, dass ich falsch lag und die allermeisten Maßnahmen übertrieben sind.

Ich bin noch immer in Panama, wo wir nun endlich nach sechs Monaten (!) Hausarrest mit zweimal je zwei Stunden Ausgang pro Woche für Einkäufe langsam aus der Haft entlassen werden. Noch herrscht sonntags und ab 23 Uhr Ausgangssperre, es beginnt jedoch eine Normalisierung. Das Land hatte drakonisch auf das Virus reagiert, während die Elite gleichzeitig weiter entspannt an den Strand gefahren ist und 600.000 Menschen einen Passierschein hatten.

Vier bis fünf Monate wurde nur getestet, wer seinen Test selbst bezahlte (was bei zunächst 85 Dollar mehr als 10% des Monatsgehaltes entsprach) oder zwei Symptome gleichzeitig aufweisen konnte. Man hat also zu keinem Zeitpunkt versucht, ernsthaft jeden Infizierten zu finden.

Das Resultat, verbunden mit Missmanagement und den lokalen Umständen, die zu erläutern den Umfang eines halben Romans erfordern würde, ist, dass offiziell inzwischen 2,5 Prozent der Bevölkerung als infiziert diagnostiziert wurde. Gleichzeitig gab es Wochen mit mehr als 10.000 positiven Befunden (bei einer Bevölkerung von vier Millionen) und mit über 30% die weltweit höchste Positivquote bei Tests, was deren völlig unzureichenden Umfang und eine weit höhere Infektionsrate belegt.

Bedenkt man das weitgehende Ignorieren der Regeln in den Armenvierteln und durch die Oberschicht und verbindet das mit kleinen Häusern, überfüllten Wohnungen und dem allgemein üblichen Transportmittels des bis an den Rand gefüllten Kleinbusses mit maximal laufender Klimaanlage, so ist garantiert eine Untertreibung zu sagen, dass die tatsächliche Rate an Infektionen bei mindestens dem zehnfachen, also 25 Prozent der Bevölkerung liegt. Erneut: Monatelang nur Tests bei mehreren Symptomen gleichzeitig, die Wohnbedingungen und weltweit höchste Positivrate bei Tests über Wochen lassen das zu einer vorsichtigen Schätzung werden.

Realistischerweise sind zehnmal so viele wohl noch zurückhaltend, womit wohl eher 50, denn 25 Prozent der Bevölkerung das Virus bereits hatte. Nun gut, doch was sind die Folgen?

Stand heute sind 2.364 Menschen mit dem Virus verstorben, gleichzeitig gab es in den ersten sechs Monaten des Jahres eine Untersterblichkeit von 3.600. Es verstarben also trotz grassierender Epidemie weniger Menschen, als vorher.

Alleine die Zahlen zählen

Wenn man etwas bewerten will, so müssen alleine die Zahlen zählen. Diese geben jedoch keine Rechtfertigung für Panik oder restriktive Maßnahmen mehr her. Tote „des Virus“ werden komplett aufsummiert, egal was die tatsächliche Todesursache war. Ich will hier nicht das Fass aufmachen und diskutieren, wie viele der 90%, die in den USA auf dem Totenschein neben dem Virus auch noch andere Ursachen wie Krebs, Lungenentzündung etc. auflisten, dem Virus zuzurechnen sein müssen, aber nehmen wir einmal großzügig an, alle in Panama verstorbenen Menschen seien am Virus verstorben, wohlweislich ignorierend, dass fast alle schwere Vorerkrankungen hatten.

Will man die selbst dann nicht beeindruckende Todesrate (immer noch weniger Tote als im Vorjahr!) sinnvoll bewerten, so müsste man gleichzeitig die Zahlen haben, wie viele im Vergleich zu den Vorjahren an Krebs, Lungenentzündung und an den „Vorerkrankungen“ verstorben sind. Wenn das Virus die Menschen mit Vorerkrankungen dahinrafft – diese Erkrankungen aber plötzlich niemanden mehr, so ist das Virus vielleicht nicht der Verursacher der Sterbefälle. Oder zumindest nicht der alleinige, sondern allenfalls nur der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte.

Aktuell zeigt es, dass vergangene schwere Grippewellen eine höhere Letalität hatten und damals die Regierungen bestenfalls häufiges Händewaschen und ein „bleiben Sie bei Erkältungssymptomen zu Hause“ empfohlen haben. Aber selbst wenn ein Viertel bis die Hälfte der Bevölkerung hier in Panama das Virus hatte, so fallen die Leute nicht von der Stange und die Straßen sind nicht voll mit Leichen. Es ist nicht der Schwarze Tod, soviel ist inzwischen klar.

Es gibt die Meldungen über Langzeitfolgen – allerdings ohne jede Zahlen in ausreichender Menge. Wie viele der tatsächlich Infizierten bekommen die Langzeitfolgen? Dass es Langzeitschäden geben kann, ist weder überraschend, noch beeindruckend. Hätte ich jedes Mal die maximal möglichen Langzeitschäden all meiner Erkrankungen und Unfälle gehabt, so wäre ich schon mehrfach verstorben. Und lesen Sie besser nie die „möglichen Nebenwirkungen“ der Medikamente, die Sie zur Heilung von etwas einnehmen. Wenn Sie das lesen, so glauben Sie nämlich, sie würden gerade pures Gift einnehmen. Weil es, überraschenderweise, einen Unterschied zwischen „garantierten Nebenwirkungen/Langzeitschäden“ und „möglichen Nebenwirkungen/Langzeitschäden“ gibt.

Wenn ich mir also das vorher aufgeführte ansehe, so kann ich zu keinem anderen (polemischen) Schluss mehr kommen, als dass einschneidende Maßnahmen über die Empfehlung „bleiben Sie bei Symptomen zu Hause und waschen Sie sich viel die Hände“ nicht mehr zu rechtfertigen sind. Tut mir leid, wenn ich mich damit für Sie zum „Covidioten“ mache. Aber das habe ich im Januar ja bereits, als ich das Virus lange vor anderen ernst nahm. Nun bin ich es eben wieder, nur in die andere Richtung.

Wenn Sie nun fragen, warum Regierungen dennoch weiter drakonisch vorgehen, so ist dies relativ einfach zu beantworten. Neben Dummheit (in manchen Regierungen) kommen Dinge wie Machtgier, die Möglichkeit zur Umformung der Gesellschaft – wie viele haben bislang schon gefordert, ein „Zurück zum Alten“ dürfe es nicht mehr geben – Möglichkeit zum Geldverdienen (der Eigner des Essenslieferdienstes hier in Panama oder Inhaber von genug Amazon-Aktien sind wohl eher für Lockdown) und vor allem die „sunk cost fallacy“ zusammen.

Für mich ist es kein Problem, mich hinzustellen und hier zu schreiben: „Ich lag falsch“. Ob mich jemand von Ihnen nun für einen „Covidioten“ hält – oder im Februar beim Schreiben des vor dem Virus warnenden Artikels für einen hysterischen Panikmacher, ist mir herzlich egal. Aber wenn Sie ein Politiker sind, der wiedergewählt werden will, so fällt es schwer zu sagen: „Wir haben die Wirtschaft zerstört, Freiheiten erodiert und Sie alle unterdrückt – wegen einer Grippe. Oopsie!“ Für den mahnenden Wissenschaftler fällt es ebenfalls schwer, wenn man zunächst hunderttausende Tote angedroht hat, nun zu sagen: „War wohl nix. Tut mir leid, dass Ihr meinetwegen Euren Wohlstand und Eure Freiheit weggeworfen habt.“ Da fällt es viel leichter zu sagen: „Die zweite Welle kommt und wird viel schlimmer“ und „Es war nur nicht schlimm, weil ich Eure Wirtschaft zerstört und Euch Eure Freiheiten genommen habe“.

Panama zeigt, dass selbst wenn (fast) jeder krank wird, die Welt nicht untergeht.

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Corona-Virus: Der 11. September dieser Generation

Wir merken, wie alt wir werden, wenn wir uns alle noch genau an den 11. September 2001 erinnern können und wissen, was wir gerade gemacht haben, als wir von den Anschlägen erfuhren. Ich habe es praktisch noch bildlich vor den Augen und vor inzwischen acht Jahren auch hier auf diesem Blog einmal darüber geschrieben. Inzwischen gibt es jedoch Volljährige, die nach den Anschlägen geboren wurden und überhaupt nur eine Zeit post-9/11 kennen. Für diese Generation wird das Corona-Virus den gleichen Stellenwert haben. Es wird ihr Leben – und unseres natürlich auch – massiv verändern, wie kein Ereignis zuvor. Es wird „vor Corona war das soundso“ als anerkannte Aussage geben. Lassen Sie mich hier erklären, warum.

Die Pandemie ist da

In Panama herrscht seit gestern Ausgangssperre zwischen 21 und 5 Uhr, in Paraguay wurde sie inzwischen ebenfalls eingeführt. Wie schlimm das Virus ist, kann ich noch immer nicht hinreichend für mich selbst beantworten. Mir fehlt schlichtweg die Kompetenz – oder aber zumindest die Zeit, sie mir zu erarbeiten. Ich habe die Argumente beider Seiten gehört. Sowohl, dass das Virus tödlicher sein soll, als die Spanische Grippe, dass möglicherweise auch viele Überlebende eine Lungenfibrose bekommen – aber auch, dass nur ein Bruchteil der tatsächlich Infizierten erfasst wird und die Krankheit daher in ihrer Tödlichkeit im Ganzen gesehen völlig harmlos sei. Gegen jeden einzelnen dieser Punkte gibt es mehr oder weniger gut belegte Gegenargumente. Ich werde mich daher hier nicht zum Virologen aufspielen und eine Bewertung vornehmen, sondern nur die Auswirkungen thematisieren.
Klar ist, dass es für Alte mit Vorerkrankungen sehr tödlich ist und dass sehr viele dieser Fälle sehr schnell anfallen, was das Gesundheitssystem jeweils entweder an seine Grenzen bringt oder gleich direkt überfordert.

Ob die Maßnahmen der Regierungen daher ausreichend sind, ist aktuell daher kaum zu bewerten, wohl aber, ob sie richtig sind. Hier ist klar mit „Nein“ zu antworten, auch wenn ich die Entscheidungsträger nicht beneide. Denn wenn es tatsächlich nur eine „besonders starke Grippe“ wäre, dann wären Ausgangssperren und die mutwillige Zerstörung der Wirtschaft völlig wahnsinnig. Ist es dagegen eine tödliche Pandemie wie die Spanische Grippe oder noch schlimmer, so würden die Maßnahmen bei weitem nicht weit genug greifen.

China hat in bester Manier einer Diktatur gehandelt und 70 Millionen oder mehr unter Quarantäne gestellt und im ganzen Land Masken und Hygienemaßnahmen verordnet. Mit Drohnen wurden im Freien entdeckte Kinder nach Hause gejagt, auch weit von Wuhan entfernt. Die Maßnahmen waren von Erfolg gekrönt. Alle Neuinfektionen in der Volksrepublik sind heute eingeschleppte Fälle von Einreisenden, im Land fallen seit einigen Tagen keine eigenen Neuinfektionen mehr an.

Taiwan, Japan und Singapur scheinen die Lage ebenfalls mit sehr weitgreifenden und sehr frühzeitigen Maßnahmen unter Kontrolle gebracht zu haben, während Südkorea mit massivem Aufwand gerade die Kontrolle zurückgewinnt.

Wäre es eine noch schlimmere „Spanische Grippe“, so könnte der ganze Spuk nach nur vier Wochen vorbei sein, wenn alle Menschen Ausgangssperre erhielten und nur durch das Militär in vollem ABC-Schutz mit den notwendigsten Lebensmitteln versorgt würde. Ist es dagegen nur eine „normale, etwas stärkere Grippe“, so wären solche Maßnahmen nur noch als faschistoid zu bewerten. Oder anders gesagt: Entweder sind die Maßnahmen viel zu hysterisch, zu weit gehend und wahnsinnig – oder bei weitem nicht genug. Was von beidem zutrifft, wird wohl erst die Zukunft zeigen können – wenn dann überhaupt eine ehrliche Bewertung möglich sein wird.

Doch selbst wenn die „Beschwichtiger“ richtig liegen – und wer von uns hofft das nicht? – so wird diese Pandemie dennoch ein Epochenwechsel für die junge Generation sein, auch ohne viele Tote und langfristig Geschädigte. Weil ein Epochenwechsel in politischer und wirtschaftlicher Hinsicht bevorsteht.

Das Verhältnis von Staat zu Bürger wird neu geordnet

Ich habe am 24. Januar begonnen, mir Masken zu kaufen. In Deutschland lief zu dieser Zeit eine systematische Beschwichtigungskampagne durch die Bundesregierung und die Staatsmedien, die bei Tichys Einblick dokumentiert wurde. Das Budget des Bundesgesundheitsministeriums beträgt über 15 Milliarden Euro pro Jahr, von dem Mitte Januar der Großteil also noch verfügbar war. Statt also eilig für eine strategische Reserve an Masken und Desinfektionsmitteln zu sorgen, verschlief die Bundesregierung ihre grundsätzliche Aufgabe, den Schutz ihrer Bürger. Statt der eigenen Raison d’être nachzukommen und die Bürger zu schützen, indem man wenigstens die Versorgung der Ärzte mit Desinfektionsmitteln und Masken garantiert, wurde nichts gemacht. Was hätte es zu dem Zeitpunkt wohl gekostet, 40 Millionen medizinische Masken auf Lager zu legen und Desinfektionsmittel zu bevorraten? Wohl kaum mehr als 10 bis 20 Millionen Euro. Peanuts für den Gesamthaushalt.

Statt die Grenzen wenigstens zu China dichtzumachen, gab es bei Einreisen bis gestern noch nicht einmal Gesundheitskontrollen – auch nicht aus Gebieten mit völlig außer Kontrolle geratener Situation wie Italien oder dem Iran. Vielmehr flogen die Flugzeuge fleißig weiter und die Passagiere wurden nicht einmal auf ihre Körpertemperatur hin überprüft, geschweige denn, in eine häusliche Quarantäne geschickt.

Auf das völlige Versagen der Regierung hier folgen nun immer härtere Maßnahmen, die nun statt wenigen Reisenden alle trifft. Die Ausgangssperre ist dabei auch in Deutschland wohl nur noch eine Frage der Zeit. Statt also ein paar Menschen ins eigene zu Hause in Quarantäne zu schicken, wird das ganze Land heruntergefahren

Während das Vertrauen in den Staat und seine Leistung erschüttert wird, zeigen die Bürger gleichzeitig die Bereitschaft, sich den drakonischen Maßnahmen der Regierenden zu unterwerfen. Diese Lektion wird nicht ungehört verhallen. „Man muss nur eine ausreichend große Notsituation erzeugen und die Leute gehorchen alle brav und lassen sich sogar zu Hause einsperren.“

Gleichzeitig wird die Regierung erwartungsgemäß Lügen gestraft, weil, anders als 2015 von Merkel selbst behauptet, sich Grenzen sehr wohl schließen lassen – wenn man es denn will. Auch das wird eine bleibende Lektion sein. Dass man es 2015 nicht wollte und gelogen hat – und es 2020 dann plötzlich möglich war.

Wie unfähig der demokratische Staat war, werden sich viele merken.

Die Freiheit wird leiden

Unternehmen ihre Tätigkeit zu verbieten, Ausgangssperren über das ganze Land zu verhängen, die Reisefreiheit praktisch abzuschaffen – all das sind Maßnahmen, die erfolgreich weltweit eingeführt wurden. Gesetze werden im Schnellverfahren aus dem Boden gestampft, um notwendige Maßnahmen zu ergreifen. Sei es das Tracken von Handys, ohne dass die Personen Straftäter sind, um so mögliche Infizierte zu ermitteln; sei es weitgehende Überwachung – viele Maßnahmen werden auf die Schnelle ermöglicht, um die Pandemie einzudämmen. Die wenigsten der Maßnahmen werden anschließend verschwinden und nie wieder angewendet werden.

Stehen Mittel dem Staat einmal zur Verfügung, so nutzt er sie auch. Dass sich das Virus auch über Bargeld sehr gut verbreitet, ist ein weiteres Argument für die Abschaffung von Bargeld, mit all seinen auf diesem Blog bereits mehrfach thematisierten Konsequenzen. Aktuell fordert die WHO auf einen Verzicht von Bargeld. Denn, „wollen Sie tatsächlich ein solcher Unmensch sein und Menschen mit Keimen töten, nur um weiter Scheine in ihrer Hand spüren zu können?“

Die individuelle Freiheit wird nach Corona nie wieder so groß sein, wie davor.

Die Demokratie wird hinterfragt

Wenn das Virus vor allem Alte und Kranke tötet, sich die Mehrheit des Landes aber selbst bei den nur wenige hundert Kilometern entfernten Bildern aus Italien nicht darum kümmert, wenn sich die Jugend sogar zu „Corona-Parties“ trifft, so wird lässt das die Mündigkeit des Bürgers hinterfragen. Kann man so verantwortungslos handelnden Menschen tatsächlich so viele Freiheiten geben?

Die Demokratie wird deshalb nicht gleich fallen, aber die Erkenntnis, dass der Wähler im allgemeinen eben alles andere als verantwortungsvoll handelt und man daher seine Mitbestimmung hinterfragen kann, wird eine Lektion sein. Nicht überall, nicht in jedem Land, aber eben doch in einigen Ländern. Wenn China die Epidemie schnell unter Kontrolle bekommt, es in anderen Ländern jedoch viele Monate oder gar ein Jahr dauert, bei einem Vielfachen an Toten, so wird dies der Beweis für eine „Überlegenheit des Chinesischen Systems“ bei vielen Kritikern der Demokratie sein.

Der Kapitalismus wird hinterfragt werden

Gerade wird die Weltwirtschaft mit Anlauf gegen die Wand gefahren. Man muss kein Prophet sein um zu wissen, dass die Verantwortung für diese Krise nicht den Verantwortlichen, sondern dem angeblich herrschenden Wirtschaftssystem gegeben werden wird.

Weder wird China als Schuldiger benannt werden, noch die Zentralbanken in den zwei größten Wirtschaftsräumen, der Euro-Zone und den USA, die seit zwölf Jahren wie die Weltmeister Geld drucken und durch Null- oder gar Negativzinsen extreme Fehlallokationen in der Wirtschaft erzeugt haben.

Wenn jetzt die große globale Weltwirtschaftskrise kommt, dann liegt das nicht am Coronavirus, das nur der Auslöser,…

Posted by Torsten Heinrich on Monday, March 9, 2020

Von allen Seiten wird erklärt werden, dass die Marktwirtschaft für den wirtschaftlichen Untergang verantwortlich sei. Nicht etwa Regierungen, die lieber beschwichtigt haben, statt Vorsorge zu treffen, sondern die besorgten Bürger, die „gehamstert“ haben, werden für Engpässe verantwortlich gemacht werden. Ob man das nicht künftig durch staatliche Produktion oder staatliche Verkaufsregeln verhindern könne, wird gefragt werden. Frankreich denkt schon jetzt über Verstaatlichungen nach.

Es ist geradezu ein Naturgesetz, dass Sozialisten den Kapitalismus für ihr Scheitern verantwortlich machen. Es wird auch dieses Mal nicht anders sein.

Ein geopolitisches Erdbeben

Die Slowakei hat gerade eine Million Gesichtsmasken und über hunderttausend Schnelltests aus China erhalten. In Italien sind Stimmen laut, dass die EU Italien verraten habe. Keinerlei Hilfe sei aus der EU gekommen. Die einzige Hilfe kam aus der Volksrepublik China. Im serbischen Fernsehen hat der serbische Präsident gesagt: „Es gibt keine europäische Solidarität. In dieser Krise können wir nur auf China hoffen.“

Die EU wird nach der Corona-Epidemie nie wieder sein, wie vorher. Italien wird nicht vergessen, dass keine Hilfe aus dem Rest Europas kam. Die Schweiz wird nicht vergessen, dass der deutsche Zoll Lieferungen mit Bedarf zur Bewältigung der Pandemie für die Schweiz in seinen Häfen beschlagnahmt hat.

Dazu kommt die geradezu absurde Propaganda aus Russland, aber auch aus China. Laut chinesischer Staatspropaganda ist COVID-19 nämlich nicht in China ursprünglich, sondern wurde von US-Soldaten nach China gebracht, die zu den World Military Games, einer Art „Olympiade für Soldaten“ im September 2019 nach Wuhan gereist waren. Diese Soldaten seien Virenträger, aber gegen das Virus geimpft, gewesen, um so die arme chinesische Bevölkerung de facto mit einer Biowaffe anzugreifen.

Währenddessen helfen selbst an sich als „seriös“ betrachtete deutsche Medien wie die WELT bei der Propaganda mit, indem sie wahrheitswidrig lügen, Donald Trump wollte eine deutsche Medizinfirma kaufen, um so den dort in Entwicklung befindlichen Impfstoff exklusiv für Amerikaner zu sichern.

Während China für die Krankheit verantwortlich ist und Gegenmaßnahmen durch seine Vertuschungskampagne massiv verschleppt hat, sieht es gerade so aus, als werde das Land als Gewinner aus der Pandemie hervorgehen. Das Land hatte seine Produktion von Mitteln zur Bekämpfung naturgemäß früher angekurbelt und ist nun, nachdem die Lage in der VR unter Kontrolle zu sein scheint, in der Lage, den Rest der Welt gnädig zu versorgen.

Wäre dies nicht schon schlimm genug, schließlich reden wir hier von einer Diktatur, die überhaupt nichts auf Menschenrechte gibt, so ist dies erst ein Teil der chinesischen Gefahr in der Krise.

Die kollabierende Wirtschaft führt mehr und mehr Firmen an den Rand des Ruins, während ihre Aktienkurse gleichzeitig zusammenbrechen. Käufe strategischer und innovativer Unternehmen durch chinesische Staatsfonds, eng mit der KPC verbundene Unternehmen und Milliardäre sind daher nur eine Frage der Zeit. Ob normale Käufe zur „Rettung vor der Insolvenz“ oder direkte feindliche Übernahmen spielt dabei kaum eine Rolle.

Konflikte und stürzende Regierungen

Meine Erwartung ist, dass wir vor einer Wirtschaftskrise stehen, die 2008 wie einen Kindergeburtstag erscheinen lassen wird. Wird dies verbunden mit der Demonstration der völligen Unfähigkeit einer Regierung, so droht ihr der Sturz. Der Iran hat das Ausmaß lange verheimlicht und so den ganzen Nahen Osten angesteckt. Sieht man sich die Bilder von Massengräbern an, so lässt es vermuten, dass das Land das wirkliche Ausmaß noch immer verheimlicht. Die mit dem System eng verbundenen Imame haben noch vor kurzem erklärt, das Virus würde in Moscheen nicht ansteckend sein, man könne also weiter zum Gebet gehen.

Ein solches Versagen der Regierung und ein solcher Verrat an seinen Bürgern erhöht nicht gerade deren Loyalität. Geht dies mit einer noch härteren Wirtschaftskrise einher, so droht ein erneuter Aufstand gegen das klerikale Regime und dessen Sturz.

Offiziell gibt es zum Zeitpunkt des Schreibens dieses Artikels erst 36 Infizierte in Venezuela. Was die Epidemie in dem unterernährten Land mit bereits vorher kollabierten Gesundheitssystem bei gleichzeitigem Wegbrechen der verbliebenen Öleinnahmen bedeuten kann, kann man sich denken.

Auch wenn die chinesische Regierung nun alles unter Kontrolle zu haben scheint, wird die Wirtschaftskrise nicht spurlos an der „Werkbank der Welt“ vorüberziehen. Dazu kommt, dass die weltweiten Zulieferketten unterbrochen wurden und ein Umdenken einsetzen wird, ob und wie weit man die Fertigung von notwendigen Teilen der eigenen Produktion tatsächlich ans andere Ende der Welt auslagern sollte. Ein starker Wirtschaftsabschwung kann auch die Kommunistische Partei Chinas in Gefahr bringen, gerade wenn mangels Geld die Umverteilung des Wohlstands von der reichen Küste hin zu dem armen Inland nicht mehr möglich ist. Renommierte Forscher haben genau in Erwartung desselben schon seit Jahren ein mögliches Auseinanderbrechen der Volksrepublik angekündigt!

Viele weitere Länder werden ihr politisches System, ihre Bündnispartner und ihr wirtschaftliches System hinterfragen. Dort, wo undemokratische Regierungen an der Macht sind, sind die Angehörigen der Nomenklatur durch einen solchen Wechsel erheblich persönlich bedroht, sodass diese Diktaturen zum traditionellen Mittel von Diktaturen mit innenpolitischen und wirtschaftlichen Krisen greifen könnten. Einem Mittel, das seit jeher das Volk zumindest kurzfristig einigt, zumal vom „Weltpolizisten“, inmitten einer Pandemie, vielleicht auch weniger Reaktionen zu erwarten sind.

Wir sind noch zu früh in der Krise, als hier seriöse Vorhersagen machen zu können, die Liste von territorialen Konflikten, deren gewaltsame Bereinigung patriotische Gefühle für die Regierung entfachen könnten, ist jedoch lang. Ob Russland-Ukraine, Venezuela-Guyana, China-Taiwan, Potential besteht genug.

Wollen wir hoffen, dass hier nichts dergleichen passiert.

Der Kaiser trägt keine Kleider

Man kommt nicht umhin, festzustellen, dass der Kaiser keine Kleider trägt. Die Bundesregierung hat in der Vorsorge völlig versagt und dann zu spät gehandelt. Wenn radikale Schritte nötig sind, wie sie gerade in immer mehr westlichen Ländern ausgerollt werden, so wären diese Schritte schon vor Wochen angemessen gewesen. Wenn man potentiell Infizierte in Quarantäne schickt, dann hätte man das auch schon bei viel weniger Menschen vor Wochen machen können.

Wenn man mit Ausgangssperren die Verbreitung verhindert, so wäre dies auch schon vor bald hunderten und tausenden Toten möglich gewesen.

Aber seien Sie unbesorgt, lieber Leser. Die Regierung, die unfähig ist, Masken auf Vorrat zu kaufen und Desinfektionsmittel zu Herstellerpreisen zu kaufen, wenn die Zeichen für aufmerksame Bürger längst am Horizont standen, diese Regierung wird den Planeten vor CO2 retten, das Stromsystem von physikalischen Prinzipien abkoppeln und durch (staatliche gesteuerte) Innovation alle Deutschen in eine glorreiche Zukunft führen.

Bleiben Sie sicher und gesund!

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Coronavirus: Zeit, sich vorzubereiten

Ich habe diesen Artikel seit Wochen vor mir hergeschoben und nur mit mir nahe stehenden Personen darüber gesprochen. Am Ende will man ja nicht wie ein Hysteriker wirken, der wegen einer Grippe in Weltuntergangsstimmung verfällt.

Zunächst war COVID-19 für mich nur ein Virus wie jeder andere. Dies änderte sich jedoch, als die Chinesen, die nun nicht gerade für ihre herausragende Menschlichkeit, Achtung von Menschenleben und Menschenrechten bekannt sind, zig Millionen unter Quarantäne stellten.

Für eine Infektionskrankheit, die angeblich nicht schlimmer als Influenza sein soll, so ja deutsche Experten, waren diese Maßnahmen völlig überdimensioniert. Der wirtschaftliche Schaden so einer Quarantäne wird sich im chinesischen Bruttoinlandsprodukt erkennen lassen, so gravierend wird er sein. Dennoch machten die Chinesen es.

Erklären ließ sich dies nur mit drei möglichen Antworten:
1. Das Ausmaß der Infektion war weitaus schlimmer, als offiziell angegeben.
2. Die Regierung in Peking wollte der Welt und ihrem Volk zeigen, wie entschlossen man auf Krankheiten regieren kann und so auf Kosten der eigenen Wirtschaftsleistung das eigene System bewerben. Wie erfolgreich das in Teilen war, ließ sich ja ein Stück weit an der internationalen Bewunderung für das binnen weniger Tage gebaute Notkrankenhaus erkennen.
3. Die rotchinesische Regierung macht sich Sorgen um soziale und politische Unruhen, sollte sie nicht so drastisch reagieren.

Während die letzten beiden Optionen für den Beobachter interessant, aber nicht gefährlich sind, sollte die erste einem alle Warnglocken angehen lassen. Am 23. Januar habe ich daher begonnen, Vorbereitungen zu treffen. Ich wollte nicht vor leeren Regalen stehen, wenn der Rest der Menschen bemerkt, dass man Schutzmasken oder Handschuhe gebrauchen könnte.

Sinnvolle Vorbereitung ist nur wenig Geldverschwendung

Die Überlegung war für mich relativ einfach. Ich habe in meinem Kopf einen mehrstufigen Plan zurechtgelegt, wann ich wie reagiere. In der ersten Stufe habe ich daher mir nur Gedanken gemacht und mir ein paar Dinge gekauft, die ich gebrauchen könnte. Gesichtsmasken, Filter, Gesichtsschutz, Schutzbrille und Handschuhe. Dinge, die nicht so alltäglich sind, dass ein steigender Bedarf sie schnell aus den Regalen fegt.

Die Diskussion um den Schutz der Gesichtsmasken ist mir bekannt, eine Rücksprache mit Ärzten bestätigte mich jedoch darin, dass sie nützlich sind. Sie bieten sicherlich keinen hundertprozentigen Schutz, doch der ist auch nicht notwendig. Das Immunsystem kommt mit einer gewissen Menge Viren zurecht, sodass am Ende nur die aufgenommene Anzahl verringert werden muss. Dabei können die Masken genauso helfen, wie sie einen daran hindern, sich mit ungewaschenen Händen an den Mund zu fassen. Mund, Nase und Augen sind nämlich die Haupteindringpunkte für Viren.

In dieser Phase habe ich nun 100 Dollar ausgegeben für 100 Einweghandschuhe 100 medizinische Gesichtsmasken, eine N95 Gesichtsmaske mit Ersatzfiltern, einen Gesichtsschutz und eine Schutzbrille. Die letzten drei Dinge in doppelte Ausführung auch für meine Freundin. Wäre ich im Januar also falsch gelegen, so hätte ich eben 100 Euro für etwas ausgegeben, das ich nicht benötige, das aber in Haushalt beim Putzen oder bei Handwerksarbeiten sehr wohl zu gebrauchen ist.

Steigender Eskalationsplan

In der nächsten Stufe würde ich mich aus der Großstadt aufs Land begeben, weil eine Isolation von anderen Menschen der beste Schutz ist. Später würde ich mich dann mit Grundnahrungsmitteln, Wasser, Kochmitteln, Toilettenartikeln etc. eindecken, um möglichst lange sozialen Interaktionen aus dem Weg gehen zu können. Ob es dazu kommt, ist unklar. Aktuell werde ich mir jedenfalls noch nicht das Auto mit 200 Kilogramm Reis vollladen. Mit einem Grundnahrungsmittel, von dem ich normalerweise wohl vielleicht zwei bis fünf Kilogramm pro Jahr verbrauche.

Wann und ob ich diese Überlegungen in die Tat umsetze, ist unklar. Aber ich werde im Zweifelsfall nicht planlos sein. Oder, wie ich meiner Mutter sagte: Panik ist noch nicht angebracht, Vorsicht aber schon.

Wie sehr sich dies bestätigt hat, haben voneinander unabhängige Gespräche mit zwei Ärzten gezeigt. Beide bereiten sich auf den Notfall vor, der eine sogar mit Hazmat-Suits!

Meine bisherige Ausrüstung

Für mich war die Überlegung klar: Ich gebe lieber ein paar Dollar extra für etwas aus, was ich möglicherweise die nächsten 10 Jahre nicht brauchen werde, als dann vor leeren Regalen zu stehen. Noch bekommen Sie die oben genannten Dinge vermutlich in Apotheken, im Baumarkt oder bei Amazon. Aber wenn Sie sich mit dem Kauf Zeit lassen, ist es vielleicht am Ende wie mit dem Kauf eines Feuerlöschers. Wenn das Haus bereits brennt, wird es eng, noch einen kaufen zu fahren.

Aktuell sind fast alle Todesfälle in der Volksrepublik China zu verorten und ansonsten ist ein klarer Unterschied in der Lethalität je nach Entwicklungsstand des Landes zu erkennen, siehe diese Webseite hier. Ich halte es weiterhin für möglich, dass alles halb so schlimm wird. Aber wenn es doch eine entsprechend gefährliche Pandemie wird, dann werde ich vorbereitet sein.

Pünktlich zum Schreiben des Artikels schickte mir nun auch ein Freund einen Artikel eines wohl führenden Virologen, der erklärt, es sei allerhöchste Zeit, COVID-19 als Pandemie einzustufen!

Hier der Artikel mit vielen weiterführenden Links, die Ihnen bei der Anleitung zur Vorbereitung aus der Sicht eines Fachmannes helfen kann.

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