Chinas Machtpolitik treibt seine Nachbarländer einander in die Arme

Peking – Mit seiner wachsenden wirtschaftlichen Macht greift die Volksrepublik China zunehmend zu undiplomatischen Mitteln, wenn es um die Durchsetzung seiner Interessen geht. Schon in der Vergangenheit setzte die Volksrepublik mehrfach auch militärische Mittel ein, um die Kontrolle über Inseln in den Spratleys und die ganze Gruppe der Paracel-Inseln zu übernehmen, teils mit dutzenden Toten auf der Gegenseite. Seitdem Xi Jinping das Land regiert, haben sich seine imperialen Ambitionen nur noch verstärkt.

Nach der Erklärung einer ADIZ (Air Defense Identification Zone = Luftverteidigungs-Identifikationszone) über dem Ostchinesischen Meer 2013 tauchten in staatlichen chinesischen Medien Artikel auf, die einen Anspruch der Volksrepublik auf die Ryukyu-Inseln erklärten, weil die Inseln als Teil des gleichnamigen Königreiches früher einmal  China gegenüber tributpflichtig gewesen seien. Okinawa, der Schauplatz einer schweren Schlacht am Ende des Zweiten Weltkrieges, ist die Hauptinsel dieser Inselkette und Stationierungsort amerikanischer Soldaten. Für Japan sind die Inseln ein integraler Teil ihres Mutterlandes.

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Geopolitische Opportunitätskosten – oder warum Interventionen sinnvoll sein können

Es scheint heutzutage Allgemeinwissen und Konsens in weiten Teilen der deutschen Bevölkerung zu sein, dass militärische Interventionen schlecht sind und keinen Sinn ergeben. Sie kosten Unmengen, sie ändern nichts und Menschen sterben. Fertig ist das Mantra rechter und linker Peaceniks und patriotischer Isolationisten. Dabei kann der Isolationismus verheerende Folgen haben.

Frieden

Einigeln hilft nichts mehr

Die Zahl derer, die sich gegen Auslandseinsätze der Bundeswehr aussprechen, sind gewaltig. 61% wollen eher weniger, denn mehr Auslandseinsätze, nur eine Minderheit von nicht einmal einem Drittel der Deutschen ist offen für ein stärkeres Engagement.

Dabei ist diese isolationistische Mentalität in der heutigen Zeit völlig deplatziert. Im 19. Jahrhundert mögen Staaten noch eine Chance auf Autarkie gehabt haben, so dass Konflikte außerhalb der eigenen Grenzen „nicht die Knochen eines einzigen pommerschen Grenadiers wert“ waren, wie es Bismarck zugeschrieben wird. Heute jedoch ist auch Deutschland in höchstem Maße vom Ausland abhängig. Ohne Importe von Energie dreht sich binnen weniger Wochen kein Rad mehr in Deutschland, ohne Nahrungsimporte verhungern die Menschen. Wenn in Südkorea, China oder Japan ein Krieg ausbricht, dann kann vermutlich erst einmal kein deutsches Auto mehr die Fertigungsstraße verlassen, fehlen doch die Bauteile von Zulieferern. Auch ist die deutsche Wirtschaft zwingend abhängig vom Außenhandel. Dieser kann jedoch nur florieren, wenn die potentiellen Kunden noch Geld haben und durch stabile politische Verhältnisse noch zum Kauf von Waren in der Lage sind.

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Chinas Chancen aus der Krim-Krise

China ist zu guten Teilen ein Gewinner der Krise auf der Krim und in der Ukraine. Es erhält seine guten Beziehungen zu Russland, während sich sowohl wirtschaftliche wie auch diplomatische Optionen auftun.

Rotchina

Neue wirtschaftliche Optionen für die VR

Nachdem Russland mit militärischer Gewalt gegen die Ukraine vorgegangen ist, wird der Westen reagieren. In Europa wurde zu deutlich klar, dass eine Abhängigkeit von russischen Rohstoffen ein Risiko ist. Nicht nur, weil Russland schon mehrfach belegt hat, dass es bereit ist seine Exporte als Waffe zu nutzen, sondern auch, weil die für den Kauf russischer Rohstoffe verwendeten Geldmittel letztendlich auch weitere Aggressionen des Kreml finanzieren könnten.

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Der Dammbruch

Russlands Annexion der Krim im März 2014 war ein Dammbruch. In der Geopolitik des 21. Jahrhunderts wird man möglicherweise entsprechend eine Zeit vor und nach der Krimannexion sehen. Dabei geht es weniger um eine Halbinsel mit rund 2 Mio Einwohnern und 25.000 km², als vielmehr um den damit gesetzten Präzendenzfall.

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Auch die Atommächte Indien und China haben erhebliche territoriale Streitigkeiten.

Die Krim ist fast egal, die Folgen sind es nicht

Auch wenn das Votum zum Anschluss an Russland eine Farce ist, kann man natürlich ausreichend Gründe dafür finden, wieso die Halbinsel eher zu Russland als zur Ukraine gehören sollte. Man kann die Geschichte ausgraben oder legalistisch die Schenkung an die Ukraine durch die Sowjetführung als unrechtmäßig anzweifeln. Man darf sogar der russischen Propaganda glauben, wonach die Russen auf der Krim gefährdet gewesen sein sollen, auch wenn es keinen Sinn ergibt wieso man dann nur 1/8 der Russen in der Ukraine mit einer Intervention schützen wollte.

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Zwei Reiche der Mitte

„Geschichte wiederholt sich“ ist ein geflügeltes Wort. Bei einer unzähligen Auswahl und keinerlei Limits bei der Interpretation stimmt dies immer irgendwie – oder auch nicht…

Die Volksrepublik China ist natürlich nicht eine Reinkarnation des Zweites Deutschen Kaiserreichs (1871-1918). Allerdings gibt es doch eine ganze Reihe an Ähnlichkeiten. Eine Vergleich kann nicht nur interessant sein, sondern auch mögliche zukünftige Entwicklungen andeuten.

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Erste STOBAR Starts und Landungen auf der Liaoning

China hat Videos veröffentlicht, die erste Starts und Landungen eines J-15 Prototypen oder Vorserienmodells zeigen. Diese überraschend schnell erfolgenden Flugoperationen dürften nur durch brasilianische Hilfe möglich gewesen sein. Die brasilianische Marine hat in den letzten Jahren bei der Ausbildung chinesischer Piloten im Bezug auf Flugoperationen geholfen.