So sieht verlieren aus

Dass der Krieg in Afghanistan verloren war, wurde in dem Moment offiziell eingestanden, als der Westen unter Führung der USA erklärte, die Truppen abzuziehen, obwohl die Taliban nicht besiegt waren. Ab dann fiel zwar jeder Soldat umsonst, aber dies war der Preis, den die NATO und ihre Verbündeten zu zahlen bereit waren, in dem Versuch das Gesicht zu wahren.

 

Wie die Lage wirklich ist, kann man in dieser Dokumentation sehen.

 

 

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Die Schlacht um Kundus

Die ad hoc Offensive der afghanischen Regierungstruppen gegen Kundus ist bislang nicht von Erfolg gekrönt. Die vor zwei Tagen in die Hände der Taliban gefallene Stadt ist somit noch immer durch die Gruppe besetzt.

Kurzeinschätzung:

Der Angriff der Taliban war offensichtlich sehr gut geplant. Nicht nur, dass sie es geschafft haben 2.000 Kämpfer zu konzentrieren, ohne dass ihre Absicht dabei von den Geheimdiensten der Afghanen und ihrer Verbündeten entdeckt oder als gefährlich genug erkannt wurden, der Angriff war auch taktisch gut geplant. „Die Schlacht um Kundus“ weiterlesen

Kundus ist gefallen

 

Kundus ist in die Hände der Taliban gefallen. Wo deutsche Soldaten noch vor wenigen Jahren ein gewaltiges Feldlager mit Flughafen betrieben, sind die letzten afghanischen Soldaten in wilder Flucht getürmt, sofern sie nicht gefangen genommen oder getötet wurden.

Das Ganze war absehbar. Schon 2010 hatten die internationalen Kräfte erklärt, sie würden ihre Kampftruppen 2013/14 abziehen. Zu einem Zeitpunkt, als in Afghanistan noch immer und wieder Teile des Staatsgebietes de facto von den Taliban kontrolliert wurden. „Kundus ist gefallen“ weiterlesen

Die Stärke der Schwäche

Hamid Karzai läuft scheinbar immer mehr politisch Amok. Er kann sich nicht entschließen ein Truppenabkommen mit den USA zu schließen, obwohl sein Land die Hilfe der Amerikaner gegen die Taliban noch auf Jahre benötigen wird. Gleichzeitig werden 65 Terroristen aus der Haft entlassen, obwohl viele von ihnen das Blut westlicher Soldaten an ihren Händen haben. Was also treibt den Präsidenten Afghanistans zu solch scheinbar irrationalen Aktionen?

Hamid Karzai 2006-09-26

Schwache Staaten haben, unter gewissen Umständen, eine eigene Stärke. Die freie Marktwirtschaft ist der Naturzustand der Wirtschaftsordnung. Und in der Tat, so wie zwei Steinzeitmenschen wohl kaum an Quoten dachten, so wirken die Gesetze des Marktes auch weit über das Augenscheinliche hinaus. In besonderen Fällen kann ein Land wegen einer spezifischen Nachfrage anderer Länder eine ganz eigene Stärke entwickeln, die rein gar nichts mit den konventionellen Maßstäben für die Bewertung der Stärke einer Nation, beispielsweise Wirtschaftskraft, Innovationsfähigkeit, Militärmacht oder politische Stabilität zu tun haben.

„Die Stärke der Schwäche“ weiterlesen