Die SPD ist Sexistisch und Lookistisch

Auf ihrer Facebook-Seite wirbt die Sozialdemokratische Partei Deutschlands, die SPD, für die Frauenquote. Dies geht jedoch gründlich in die Hose.

Shitstorm, auch durch Frauen.

Die Kommentare auf das Bild sind eindeutig und vielsagend:

Jada Ja: Diese Quote ist so unfassbar schlimm für mich als Frau. Warum?? Es ist ein Schlag in die Fresse ihr ignoranten Politiker!!

Jutta Klaudat Genau, ich will einen Job nicht aufgrund meiner Qualifikation, sondern aufgrund meines Geschlechts bekommen. Super Idee. Da wird man dann auch richtig ernst genommen auf dem Posten

Cornelia Meyer Zur Heyde Schlauenquote statt Frauenquote.

Manuela Bölts Solch eine Quote braucht kein Mensch, sie ist eine Beleidigung für jede weibliche Führungskraft! Kümmert Euch lieber um gute Kinderbetreuung, damit hochqualifizierte und kompetente Mütter in den Beruf zurück können!

Natürlich schließen sich auch viele Männer dem Ganzen an. Doch wäre es nur der Shitstorm, könnte man das schulterzuckend mit dem Internet und politischen Gegnern abtun, die eben auch auf der Seite der SPD kommentieren dürfen.

Die SPD erweist sich als sexistisch und lookistisch

Was das ganze wirklich zu einem Schuss ins eigene Knie macht ist die Tatsache, dass das sympatische, gut aussehende und lachende Mädel auf dem Kampagnenbild ein gekauftes Foto ist, das auf Shutterstock gegen ein paar Euro zu erwerben ist.
Für die SPD muss für die Frauenquote eine Frau eintreten, die jung und hübsch ist, damit sie sich als Kampagnenmotiv eignet. Das ist klar sexistisch, also „eine auf das Geschlecht bezogene Diskriminierung“.
Es ist auch Lookistisch.

Lookism ist die Annahme, dass das Aussehen ein Indikator für den Wert einer Person ist. Sie bezieht sich auf die gesellschaftliche Konstruktion einer Schönheits- oder Attraktivitätsnorm und die Unterdrückung durch Stereotypen und Verallgemeinerungen über Menschen, die diesen Normen entsprechen und über diejenigen, die ihnen nicht entsprechen.

Wäre man an den propagierten Werten interessiert, hätte man wohl einfach die erstbeste Frau genommen, die in der SPD-Zentrale vorbeigekommen wäre. Aber das wäre vielleicht eine alte, unattraktive und übergewichtige Frau gewesen.