Darum bekommen „Flüchtlinge“ mehr Geld fürs Essen

Im Internet gibt es Portale, die vorrechnen, wie viel Geld die Flüchtlinge fürs Essen bekommen. Zwischen 11 und 16 Euro werden nämlich verplant, während Hartz IV-Empfänger nur 4,72 Euro bekommen, so die Rechnung in diesem Artikel. Welch ein Skandal, oder?

 

Nein, nicht wirklich. Wenn die Zahlen stimmen, dann ist in den Kosten für „Flüchtlinge“ eben nicht ein Geldtransfer eingerechnet, wie bei Hartz IV-Empfängern, sondern die Kosten für das Essen pro Tag. Während der Hartz IV-Empfänger eine eigenen Wohnung mit Küche hat (was er ja alles bezahlt bekommt), wo man ihm zumuten kann zu kochen, sind Zuwanderer aktuell häufig in alten Fabrikhallen oder Turnhallen untergebracht. Die täglichen Essenskosten sind also kein Bargeldtransfer an die Zuwanderer, sondern die Kosten für das Catering, vom Einkauf der Zutaten über das Kochen und Servieren bis hin zum Einsammeln und Säubern aller Utensilien. Dazu natürlich eine solide Marge für den Caterer, der die Notlage der Behörden nutzt um gut zu verdienen. Was ihm übrigens nicht vorzuwerfen ist. Ich würde es nicht anders machen. „Darum bekommen „Flüchtlinge“ mehr Geld fürs Essen“ weiterlesen

Ein paar Fakten zu Flüchtlingen

Die neuste Meldung ist, dass Deutschland Sonderzüge zur Abholung der Flüchtlinge schickt. Doch während die Aufnahmezahlen mit jedem Tag weiter in die Höhe schnellen, scheint es allerhöchste Zeit zu sein, einmal wenigstens ein paar trockene Fakten ins Gedächtnis zu rufen:

 

1. Flüchtling ist nur, wer tatsächlich verfolgt ist und nicht im eigenen Land Unterschlupf findet.

Die Genfer Flüchtlingskonvention ist da recht eindeutig. Flüchtling ist, wer begründete Furcht vor Verfolgung wegen Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen politischen Überzeugung hat, wobei die Person nicht im Land, dessen Staatsangehörigkeit sie besitzt, Zuflucht finden kann. Iraker könnten aber beispielsweise in den autonomen Kurdengebieten Zuflucht finden, wie es Hunderttausende auch getan haben.

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Korporatismus am Beispiel der Fernbusse

Viele Menschen glauben ja, wir lebten in einem Kapitalismus. Das empörte Herunterbeten von Vokabeln wie „Raubtierkapitalismus“ oder „Turbokapitalismus“ sind Zeugen davon. Tatsächlich ist es eher ein 3/4 Sozialismus, wie Roland Baader richtiggehend feststellte.

Diese Simulation von Kapitalismus kennt jedoch auch eine andere Bezeichnung: „Korporatismus“. Vereinfachend kann man das als „Big Government and Big Business“ bezeichnen, also eine Wirtschaftsform, die durch eine Absprache von Großkonzernen mit einem gewaltigen aufgeblähten Staat gekennzeichnet sind. Kennzeichnend für den Korporatismus sind eine Vielzahl von Regulierungen und Regeln, die kleine und mittlere Betriebe praktisch erwürgen, da sie die geforderten Bedingungen nicht erfüllen können. Dem Regulierungs- und Vorschriftenwahn kann eben nur der entsprechen, der sich eigens dafür ausgebildetes Personal leisten kann – was wiederum nur große Unternehmen können. „Korporatismus am Beispiel der Fernbusse“ weiterlesen

Feiertag der Lügner

Haben Sie es mitbekommen? Gerade war wieder einmal der Feiertag der Lügner, auch „Atomkatastrophe von Fukushima“ genannt.

 

Gedenken der „Opfer von Fukushima“

Gemeinsam mit Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel wurde mit den Bürgern der Stadt Hannover am 11.03.20015 an die 20.000 Opfer der “Atom-Katastrophe” in Fukushima von vor vier Jahren gedacht.

N-TV schreibt „Japan gedenkt der 19.000 Toten von Fukushima. Vor vier Jahren kam es nach einem Tsunami dort zu der schlimmsten Reaktorkatastrophe seit Tschernobyl.“ In der Tagesschau heißt es ab Minute 6: „Mehr als 18 000 Menschen kamen als Folge des Unglücks ums Leben“

Auch die evangelische Landeskirche Hannovers bleibt nicht bei ihren Leisten, sondern schreibt:

VIER JAHRE NACH DER KATASTROPHE IN FUKUSHIMA – DER OPFER GEDENKEN – DEN ATOMAUSSTIEG VOLLENDEN

Mit einer Mahnveranstaltung gedachten die Marktkirchenpastorin Hanna Kreisel-Liebermann, Oberbürgermeister Stefan Schostok und Umweltminister Stefan Wenzel gemeinsam mit hannoverschen Bürgern am vierten Jahrestag der Opfer der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima.
In einer Erklärung dazu heißt es: „Wir trauern. Wir gedenken der Toten und unser Mitgefühl ist bei den Verletzten und ihren Angehörigen. Wir appellieren an Politik, Wissenschaft und die gesamte Gesellschaft, an den Zielen des Atomausstiegs und der Energiewende festzuhalten. Fukushima mahnt, die Sicherheit des AKW-Betriebs bis zur Stilllegung und bis zum sicheren Rückbau konsequent zu gewährleisten.[…] Nach Fukushima kann die Konsequenz deshalb nur lauten: Abschalten!
Am 11. März 2011 um 14.47 Uhrzeit ereignete sich ein heftiges Seebeben; ein Tsunami überschwemmte das Land, kurz darauf setzte in den Reaktorblöcken des Atomkraftwerks Fukushima die Kernschmelze ein und große Mengen an Radioaktivität traten aus. Als Folge kamen Tausende Menschen ums Leben oder wurden verletzt.

 

Wie viele Opfer gab es eigentlich in Fukushima?

Am 11. März 2011 kam es zu einem der schwersten Erdbeben der jüngeren Geschichte vor der japanischen Küste. Während das Erdbeben selbst nur wenige Opfer forderte, war der durch es ausgelöste Tsunami umso verheerender. Mit den noch immer Vermissten und damit wohl sicher Toten sind etwa 20.000 Menschen gestorben.

Durch die Flutwelle des Tusnamis kam es auch zu einer schweren Havarie im Kernkraftwerk Fukushima, bei dem mehrere Kernschmelzen stattfanden. Als Reaktion darauf nahm die Regierung Merkel die kurz zuvor beschlossene Verlängerung der Laufzeiten der Kernkraftwerke zurück und umgehend mehrere Meiler vom Netz. In einem Land ohne nennenswerte Erdbeben und ohne Tsunamigefahr, entschloss sich eine Industrienation zum überhasteten Ausstieg aus der Kernenergie, was nun dazu führt das landesweite Stromausfälle drohen.

Während viele tausend Menschen durch die Flutwelle des Tsunamis starben, starben durch gleich mehrere Kernschmelzen in Fukushima genau… keine einzige Person. Die Weltgesundheitsorganisation hat bekanntgegeben, dass es NICHT EINEN Strahlentoten in Fukushima gab. Und selbst die Langzeitwirkungen sind so gering, dass eine erhöhte Todesrate statistisch nicht nachweisbar sein werden. Ein größter anzunehmender Unfall in alten Kernkraftwerken die nicht auf deutschem Stand sind, ist also ohne menschliche Opfer ausgegangen. Die Toten die es gab, fielen der Evakuierung zum Opfer! In einem Land, in dem Grafenrheinfeld nur dann durch einen Tusnami bedroht ist wenn Sigmar Gabriel oder Peter Altmeier überraschend in den Main springen, schaltet man leistungsfähige Stromerzeuger aus.

Lügner oder Idioten

Ob man aus der Kernenergie aussteigen soll, ist eine politische Entscheidung, die in einer Demokratie die Mehrheit trifft. Allerdings sollte diese Mehrheit wenigstens die Fakten kennen und nicht von allen Seiten gezielt verblödet werden. Politiker, Journalisten und Vertreter von Verbänden, die von „Opfern von Fukushima“ sprechen, lassen angesichts der Fakten nur zwei Schlüsse zu. Entweder sie lügen absichtlich, dann sind Sie unerträglich in ihrem Amt und sollten wegen ihrer Verachtung den Wählern gegenüber zum Teufel gejagt werden – oder aber sie kennen die Fakten überhaupt nicht und plappern von etwas, von dem sie keine Ahnung haben. Kurz: Sie sind schlicht dumm! Beides ist einfach nicht akzeptabel!

 

Nein, Obama hat nicht „zugegeben, dass Amerika in der Ukraine geputscht hat.“

Es ist passiert. „Obama bestätigt US-geführten Putsch in Kiew„, so lässt sich im Internet lesen und so wird mir nun fast schon im Minutentakt geschrieben. Verwiesen wird dabei immer wieder auf einen „Nutzerbeitrag“ (!) auf der Homepage des linken Magazins der Freitag.

Der Autor „Hans Springstein“ nennt freundlicherweise die Quelle seiner Aussage: ein Interview von Obama auf CNN.

 

Aushandeln ist nicht putschen

Obamas führt im Wortlaut dies aus:

And as a consequence, Russia’s economy was growing, they had to the opportunity to begin diversifying their economy, their relations across Europe and around the world were sound, they joined the WTO with assistance from us. And since Mr. Putin made this decision around Crimea and Ukraine – not because of some grand strategy, but essentially because he was caught off-balance by the protests in the Maidan and Yanukovych then fleeing after we had brokered a deal to transition power in Ukraine – since that time, this improvisation that he’s been doing has getting – has gotten him deeper and deeper into a situation that is a violation of international law, that violates the integrity, territorial integrity and sovereignty of Ukraine, has isolated Russia diplomatically, has made Europe wary of doing business with Russia, has allowed the imposition of sanctions that are crippling Russia’s economy at a time when their oil revenues are dropping.

Im hervorgehobenen Teils heißt es:

Und seitdem Herr Putin diese Entscheidung um die Krim und die Ukraine getroffen hat – nicht wegen einer großen Strategie, sondern weil er im Prinzip von den Protesten auf dem Maidan und der darauf folgenden Flucht Janukowytschs überrascht wurde, nachdem wir einen Deal zur Übertragung der Macht ausgehandelt hatten.

Das entscheidende Wort ist „brokered„. Es heißt auf Deutsch: „vermitteln“, bzw. „to broker something“ heißt: „etwas aushandeln“.

Wenig überraschend gab es tatsächlich Verhandlungen. Um das herauszufinden braucht man keinen Aluhut, sondern nur Google. Dann findet man beispielsweise:

Am Donnerstagabend hatte Ukraines Präsident Janukowitsch Neuwahlen angeboten, die noch heuer stattfinden sollen. Binnen zehn Tagen soll eine Regierung der Nationalen Einheit gebildet werden.

Eine Regierung der Nationalen Einheit wird im Normalfall aus allen Parteien im Parlament gebildet. Entsprechend wäre dies eine Übertragung der Macht. Weg von der Partei der Regionen hin zu allen Parteien.

Darüber hinaus wurde dann am 21. Februar 2014 die „Vereinbarung über die Beilegung der Krise in der Ukraine“ unterzeichnet. In der damit wieder einzuführenden Verfassung von 2004 wäre die Machtfülle des Präsidenten erheblich beschnitten worden.

Wie daraus ein „Obama bestätigt US-geführten Putsch in Kiew“ wird, erschließt sich mir nicht. Aber ich glaube eben auch nicht an Grüne Männchen im Donbas, sondern weiß, dass T-72B3 und BPM-97 nur in Russland zu bekommen sind, nicht in lokalen Geschäften.

Ist es wirklich zuviel verlangt, einfach mal bei so einer so obskuren Meldung die Quelle ausfindig zu machen und sich dann gegebenenfalls Übersetzungshilfe zu suchen?

 

Im Übrigen enttarnt sich jeder selbst, der von einem „Putsch“ spricht. Er beweist, dass er an Fakten nicht das geringste Interesse hat und daher bewusst ein falsches Wort nutzt, wegen seiner negativen Konnotierung. Die einzige Alternative ist, dass er zu blöd ist.

Richtig wäre nämlich die Bezeichnung als Revolution.

Volker Pispers ist ein ekelhafter antiwestlicher Propagandist.

Update, 06.03.2015; 15:44 Uhr:

Dieser Text ist als Wutschrift entstanden, weil bei mir plötzlich überall der ausgemachte Unsinn von Volker Pispers auftauchte und auch nicht als „Satire“, sondern als „Wahrheit“ verkauft wurde. Unter diesem Einfluss wurde die Wortwahl getroffen, zumal mich dieser „Kabarettist“ schon seit längerem wegen seiner Inhalte ärgert, auch wenn er durchaus mal lustig sei kann.

Würde ich es heute erneut schreiben, würde ich andere Worte wählen. Den Inhalt würde ich jedoch praktisch unverändert, teilweise vielleicht noch ein wenig präzisierter, lassen.

Update ende. 

 

Im Deutschen Staatsfernsehen, Abteilung 3sat, hat Volker Pispers eine Märchenstunde auf Kosten der GEZ-Zahler halten dürfen. Dabei präsentierte er sich als der ekelhafte antiwestliche Kretin, der er ist und brachte es mit zahlreichen Falschaussagen und Klitterungen zu billigen Lachern.

 

Minute 1:08: „Ein paar Betten sollten wir vielleicht auch bereithalten, für die Flüchtlinge die demnächst aus der Ukraine zu uns herkommen werden. Sie wissen, auch da entsteht die Zivilgesellschaft gerade durch einen sehr schönen Bürgerkrieg.“

Fakt ist: es ist kein Bürgerkrieg. Der Krieg war von Russland geplant, wurde durch russische Truppen ausgelöst und wird durch 90% russische Truppen und Söldner geführt. Es ist kein Bürgerkrieg und kein Aufstand, sondern eine Invasion durch Russland.

 

Minute 1:28: „Keiner kann verstehen, warum Moskau im Osten der Ukraine Separatisten unterstützt anstatt beim Aufbau eines schönen NATO-Stützpunktes mitzuhelfen.

Fakt ist: Der Aufnahmeantrag in die NATO wurde 2008 in Bukarest abgelehnt. Ein Beitritt des Landes in die NATO stand somit außer Frage. Zudem waren Militärstützpunkte auf der Krim von Russland gepachtet, womit eine fünfstellige Zahl russischer Soldaten dort stationiert werden durften. Ein Beitritt des Landes stand somit, solange nicht-NATO-Truppen dort stationiert sind, außer Frage.

 

Wann hat es das jemals gegeben? Ahistorische Apologetik eines Aggressors

Ab Minute 1:41 sagt fängt er mit einer antiamerikanischen Litanei an, in der Interventionen der USA aufgezählt werden.

Minute 1:48: „Ich erinnere mich dunkel daran, dass die USA in Afghanistan die Taliban und die Mudschaheddin unterstützt haben.“

Fakt ist: Das ständige Wiederholen einer Lüge macht sie nicht wahr. Die USA haben Mudschaheddin in Afghanistan unterstützt, das ist richtig. Die Taliban existieren jedoch erst seit 1994, lange nachdem die USA aufgehört hatten, Kämpfer in Afghanistan zu unterstützen!

Die Unterstützung der Mudschaheddin fand im Rahmen des Kalten Krieges statt, wo der Rechtsvorgänger Russlands, die Sowjetunion, ihrerseits nicht nur Rebellengruppen, sondern auch Terroristen aller Couleur gegen den Westen unterstützt hat. Jedwede Terrorgruppe mit „rot“ im Namen, sei es die RAF, die Japanische Rote Armee oder auch der Berufsterrorist Ramirez Sanchez – alle wurden durch „Russland“ in Form seines Rechtsvorgängers unterstützt. Dies war im Rahmen des Kalten Krieges und sollte und kann daher heute kein Maßstab mehr sein.

Minute: 1:57: „Ok, in Nicaragua, haben die USA die Contras finanziert im Kampf gegen die Sandinisten, die waren auch demokratisch gewählt. Äh. Wenn wir jetzt schon dabei sind. Iran 1953. Der demokratisch gewählte Ministerpräsident wurde vom CIA geputscht. Weggeputscht um den alten Shah wieder zu installieren und Salvador Allende, der demokratisch gewählte linke Präsident Chiles wurde mit einem faschistischen Putsch hinweggefegt, organisiert von den USA. Sie haben in Libyen die Rebellen unterstützt um Gaddafi loszuwerden. Man könnte auch zusammenfassend sagen: Die vereinigten Staaten von Amerika haben in den letzten 40 Jahren nochmal [wohl: „noch mit] jedem Schwein und Verbrecher auf der Welt zusammengearbeitet, solange die wirtschaftlichen Interessen der amerikanischen Großkonzerne gewahr geblieben sind.

Fakt ist: Lassen wir kleine Fehler weg und ignorieren sie. Ob Pinochets Putsch beispielsweise „faschistisch“ zu charakterisieren ist, möchte ich bezweifeln, doch das ist irrelevant.

Ja, er hat Recht. Die USA hat eine lange Liste der Interventionen in ihrer Vergangenheit. Und ja, die USA hat im Kalten Krieg mit Diktaturen zusammengearbeitet, solange sie antikommunistisch waren. Noch auf FDR, vor dem Kalten Krieg, geht das Bonmot zurück: „Somoza may be a son of a bitch, but he’s our son of a bitch.“. Diese Politik prägte durchaus einige der Präsidenten des Kalten Krieges, wenngleich beispielsweise Carter mitten im Kalten Krieg Shah Reza Pahlevi fallen ließ, gerade weil er eine Diktatur führte.

Russlands Militärinterventionen und Kriege
Russlands Militärinterventionen und Kriege

Die Aufzählung Pispers ist jedoch an Geschichtsvergessenheit und Einseitigkeit nicht zu überbieten, wenn sie zur Verteidigung Russlands aufgeführt wird, während gleichzeitig die unzähligen Verbrechen „Russlands“ zur gleichen Zeit, also der Sowjetunion, nicht aufgezählt werden. Russland hat mit Waffengewalt mehrere demokratische Bewegungen blutig niedergeschlagen. 1953 in der DDR, 1956 in Ungarn, 1968 in der Tschechoslowakei,  Die Sowjetunion war es, die in Afghanistan einmarschiert ist, weshalb die USA überhaupt erst auf die Idee kamen die Mudschaheddin zu finanzieren. Schon 1948, fünf Jahre vor dem Iran, hat die Sowjetunion die Regierung der Tschechoslowakei wegputschen lassen um dort ein Kommunistisches Regime zu installieren. Die Sowjetunion feuerte unzählige Bürgerkriege und Aufstände im Kalten Krieg an. Sie führte Putsche und Mordanschläge am Fließband durch, während ihre Statthalter und Verbündeten, zumannen mit der Sowjetunion selbst, wohl 150 Millionen der eigenen Staatsbürger ermordeten.

Die von der Sowjetion unterstützte Revolution Maos kostete mit Großem Sprung nach vorne und Kulturrevolution rund 80 bis 90 Millionen Menschenleben (nach Rudolph Rummel), dazu kommen die 63 Millionen unter Stalin (Rummel) und die Millionen unter Pol Pot. Auch jedes andere der kommunistischen Klientelregimes hat im Inland fleißig gemordet, der durch die Sowjetunion erschaffene und unterstützte und bis heute von Russland unterstützte Staat Nordkorea mordet noch heute.

All dies ignoriert Pispers, was die Einseitigkeit seiner Aufzählung offensichtlich werden lässt und seinen Auftritt zu einem infamen Propagandastück macht.

Kleinere Fehler ignorierend und einige tatsächlich lustige Spitzen später sagt er dann bei Minute 4:03: „Man darf vielleicht auch mal daran erinnern, dass Russland den Westen nie überfallen hat.“

Fakt ist: Auch hier ist schlicht falsch was er schreibt. Wo Pispers den „Westen“ sieht, weiß ich nicht. Ich würde aber durchaus Schweden, Finnland und Polen dazu zählen, die alle in den letzten Jahrhunderten ihre dicke Portion russischer Angriffe erleiden durfte. Finnland und Polen wurden  zuletzt 1939 von Russland überfallen!

Doch auch sonst ist die Aussage in etwa so aussagekräftig wie, „Angola hat den Westen nie angegriffen.“ Ja, es konnte aber auch gar nicht! Russland war Zeit seiner Geschichte vor allem eine Landmacht, was die Projizierung seiner militärischen Macht auf die unmittelbaren Außengrenzen beschränkte. Die Nachbarn, die mit Russland eine Grenze teilen oder teilten, haben folglich in den letzten Jahrhunderten Krieg auf Krieg mit Russland geführt. Nicht immer durch Russland begonnen, wohl aber sehr oft. Dass Russland beispielsweise Amerika nie angegriffen hat mag stimmen, aber es konnte es auch schlicht nicht. Die Seeherrschaft war stets bei den westlichen Mächten, erst Großbritannien, dann den USA. Russland konnte damit nie konkurrieren und KONNTE den Westen somit gar nicht angreifen. Soll die Ermangelung von Fähigkeiten inzwischen tatsächlich der Entlastung dienen? „Herr Richter. Ja, mein Mandant hat die Frau vergewaltigt. Er hat sie aber nicht erschossen, weil er keine Schusswaffe hatte.

 

Bei Minute 4:17: „Es gibt noch ein Land, das noch nie seine Nachbarn überfallen hat. Eines der aggresivsten Länder das wir überhaupt kennen, der Iran. Der Iran hat noch nie ein Nachbarland überfallen. Die sind immer von ihren Nachbarländern überfallen worden.

Fakt ist: Auch hier heißt es: Ständiges Lügen macht keine Wahrheit. Dies ist natürlich blanker Unsinn, und zwar in epochalem Ausmaß. Nur weil es das Mantra der Amerikahasser ist, wird es noch lange nicht richtig. Nicht nur, dass der Iran inzwischen massiv militärisch in Syrien und dem Irak interveniert, also Truppen in andere Länder schickt, was für Pispers bei den USA ein nennenswertes Verbrechen wäre. In den 70ern intervenierte das Land beispielsweise auch im Oman. Doch lassen wir die Interventionen beiseite.

Am 28 Juli 1826 überquerte eine 35.000 Mann starke persische (damals hieß das Land noch Persien, nicht Iran = Land der Arier) Armee unter der Führung von Abbas Mirza die Landesgrenzen und führte eine Invasion der Kahate Talysh und Karabakh durch. 1837 griff Persien/ der Iran Afghanistan an und belagerte Herat. 1821 griff Persien das Osmanische Reich an.

„Noch nie ein Nachbarland überfallen“ stimmt wohl nicht ganz. Man könnte zahlreiche weitere Kriege aufzählen. Der Iran selbst sieht sich in der Tradition der persischen Reiche der Vergangenheit. Das gäbe mehrere Jahrtausende Militärgeschichte und Kriege, die man nun aufzählen könnte. Dabei ist es keine Ausrede, von „Iran“ und nicht von Persien zu sprechen. Das Land besteht in voller Kontinuität weiter und hat seine Umbenennung 1934 einem Facelifting zu verdanken, das es dem westlichen Kulturkreis näherbringen sollte und eine Anlehnung an das Dritte Reich erleichtern sollte, in dem gerade „Arier“ die Rasse der Stunde waren. Das „Land der Arier“, so die Bedeutung von „Iran“, IST Persien. Die Kontinuität vom Iran zu Persien ist dabei weitaus größer, als es die der Bundesrepublik Deutschland zum Dritten Reich ist. Dennoch würde niemand auf die Idee kommen, von „Deutschland hat in seiner Geschichte nie ein Land überfallen“ zu sprechen und dann zu behaupten, Deutschland existiere ja erst seit 1949 oder 1990. So wie Thailand Siam ist und Siam Thailand, so ist auch der Iran Persien oder Persien der Iran.
Dass es seither eng mit Angriffen geworden ist, kann erneut nur unter Berücksichtigung der Umstände fair beurteilt werden. Der Iran war spätestens ab Mitte des 19. Jahrhunderts schlicht zu schwach für weitere militärische Abenteuer. Unter diesen Umständen niemanden anzugreifen ist kein Verdienst, sondern schlichte Logik. Dass Liechtenstein schon eine Weile niemanden mehr überfallen hat, wird dem Land ja wohl auch nicht wirklich ernsthaft als positiv angerechnet.

 

Ekelhafte Faktenverzerrung:

Weiter oben wurde ein Teil seines Auftritts bereits erwähnt, der jedoch eine genauere Kommentierung verdient. Es ist der Teil, in dem Pispers sagt:

Man könnte auch zusammenfassend sagen: Die vereinigten Staaten von Amerika haben in den letzten 40 Jahren nochmal [wohl: „noch mit] jedem Schwein und Verbrecher auf der Welt zusammengearbeitet, solange die wirtschaftlichen Interessen der amerikanischen Großkonzerne gewahr geblieben sind.

Dies ist so dermaßen abscheulich, dass es seinen Geist wahrhaft enttarnt. Ja, die USA haben Diktaturen unterstützt oder zumindest geduldet. Auch wenn sie immer wieder zeigten, dass sie prinzipiell an freiheitlichen Werten und Menschenrechten interessiert waren, waren zumindest einige US-Präsidenten bereit, über diese Dinge hinwegzusehen, wenn die Alternative eine kommunistische Übernahme zu sein schien.

Entscheidend ist hier jedoch, dass diese Politik weitestgehend mit dem Kalten Krieg geendet hat. Auch heute werden noch Länder wie Saudi-Arabien als Partner und Verbündete gesehen, in denen die Menschenrechtslage alarmierend ist. Dies jedoch den USA vorzuhalten ohne zu erwähnen, dass Russland in der Sowjetunion Völkermörder gestützt hat und sich noch heute jedes noch so ekelhafte Regime der russischen Unterstützung sicher sein kann, solange es nur antiwestlich und antiamerikanisch ist, wird beflissentlich ignoriert. Syrien und der Iran sind Käufer russischer Waffen und werden durch Russland mit Vetos im Weltsicherheitsrat geschützt.

Überhaupt: Den USA Interventionen und Kriege vorzuhalten, den USA die Unterstützung von Diktaturen vorzuhalten um damit Russland zu entschuldigen, ist absurd. Ja, die USA machten und machen viel falsch und haben und hatten falsche Freunde. Sie haben sich jedoch nie einen derart abscheulichen Schlächter wie Ramsan Kadyrov als Satrapen im eigenen Land gehalten! Russland fängt mit der Unterstützung von blutrünstigen Diktaturen bereits im Inland an. All das ist Pispers jedoch keine Silbe wert!

Entgeltgleichheitsgesetz: Schattenboxen auf Kosten von Freiheit und Wirtschaft

Nun also will die Familienministerin die Lohnungleichheit zwischen Männern und Frauen per Gesetz bekämpfen und die Medien schreiben, die Männer würden vor ihren „kühnen Plänen“ zittern. Zittern sollten die Menschen tatsächlich, Männer wie Frauen, vor der Dummheit und Ignoranz dieser Politik

 

Frauen verdienen 22 Prozent weniger – aus gutem Grund!

Laut den Medien verdienen Frauen 22 Prozent weniger. Das mag im Schnitt sogar so sein. Dennoch ist eine solche Diskrepanz nur dann ein Problem, wenn man alle Zusammenhänge außer Acht lässt.

Frauen verdienen weniger, weil sie nach wie vor vorrangig Berufe ergreifen, die geringeres Gehalt mit sich bringen. Friseusen verdienen im Schnitt nun einmal weniger als ein mit gleicher Schulbildung startender Maurer. Dazu arbeiten Frauen im Durchschnitt weniger Stunden, machen seltener Überstunden und häufiger Halbtagsjobs. Dies trägt genauso zu der Diskrepanz bei, wie es die unterschiedliche Weiterentwicklung im Beruf beiwirkt.

Frauen steigen nämlich im Schnitt langsamer und weniger hoch in ihren Tätigkeiten auf. Dazu kommt, dass sie bei Gehaltsverhandlungen weniger stark agieren und daher geringere Erhöhungen herausschlagen.

Dies ist jedoch in der Masse weder einer Verschwörung der Männer zuzuschreiben, als vielmehr genetischen Unterschieden, die anzusprechen in der „Ich suche mir mein Geschlecht aus“ Gender-Welt inzwischen empörend ist.

Doch alle Studien der Genderunwissenschaften ändern nichts an dem einfachen Umstand, dass die durchschnittliche Frau nur rund ein Zehntel des Testosterons eines Mannes hat. Dieses Sexualhormon bestimmt dabei aber nicht nur den Fettstoffwechsel, sondern auch die Psyche.

Aus Wikipedia:

Eine systematische Übersichtsarbeit zur Beziehung zwischen Testosteron und antisozialem Verhalten ergab, dass ein hoher Testosteronspiegel zu einer beeinträchtigten Regulation emotionaler und motivationaler Prozesse, geringerer sozialer Sensibilität und starker Belohnungsmotivation führt. [Dies sind Dinge, die für ein Aufsteigen innerhalb eines Unternehmens von Vorteil sein können, wenn es sich gegen Konkurrenten durchzusetzen gilt.]

[…]

Männer, denen Testosteron verabreicht wurde, behielten im Vergleich zur Placebo-Gruppe 27 % mehr Geld für sich in Verhandlungssituationen.

Während Frauen also aus eigenem Antrieb weniger bei Gehaltsverhandlungen erzielen und dazu weniger aggressiv um ihren Aufstieg innerhalb des Unternehmens bemüht sind, kommen noch Kinderpausen hinzu, die Frauen gegenüber gleichaltrigen Männern mehrere Jahre an Arbeitserfahrung kosten können. Man braucht keinen Abschluss in Human Ressources um zu wissen, dass ein Mitarbeiter mit mehr Arbeitserfahrung in der Regel mehr Gehalt bekommt.

Was also logisch nachvollziehbar ist und bestenfalls Maßnahmen zur Verringerung der Auszeiten nach Geburten nach sich ziehen sollte, wird zu einem Politikum, weil für Ideologen die Fakten keine Bedeutung haben.

Den vermeintlichen „Gender Pay Gap“ zu beklagen und den Männern anzulasten ist jedoch, wie das Gehalt eines 15 jährigen Maurerlehrlings mit dem eines 30 jährigen Meisters seines Faches zu vergleichen – um anschließend von Altersdiskriminierung des Jüngeren zu sprechen, weil er weniger verdiene.

Das angekündigte Gesetz wird sich also jenseits der Faktenlage und ungeachtet der Ursachen unterschiedlicher Durchschnittseinkommen bewegen und einen massiven Einschnitt in die Freiheit und die Wirtschaft bedeuten. Die Zeche dafür werden auch die Frauen zu zahlen haben.

 

Was wäre, wenn es tatsächlich eine Männerverschwörung wäre?

Doch spielen wir das Gedankenexperiment einmal durch. Was wäre, wenn sich die bösen Männer tatsächlich verschwören würden, um Frauen weniger zu bezahlen? Was hätte das für Folgen?

Kurz: Gar keine, es würde nicht funktionieren. Unternehmen sind gewinnorientiert und wirtschaftlicher handelnde Unternehmen haben massive Wettbewerbsvorteile gegenüber Mitbewerbern, die ideologisch handeln. Diese Vorteile können sie dann in Marktanteile umsetzen.

Würden also Frauen tatsächlich 22 Prozent weniger als Männer verdienen, bei gleichen Qualifikationen, Erfahrungen, Fertigkeiten – kurzum, bei exakt gleicher Leistung und Leistungsfähigkeit, dann wären Unternehmen drastisch im Vorteil, die ausschließlich Frauen einstellen würden.

Die Arbeitskosten, praktisch immer der größte Kostenfaktor, wäre so um 22 Prozent verringert, ein eklatanter Vorteil für ein Unternehmen.

Die Folge wäre, das dieses exklusiv mit Frauen arbeitende Unternehmen die Konkurrenz ausstechen könnte, durch günstigere Produkte oder Dienstleistungen und daher in Windeseile den Markt dominieren würde. Da das so rapide wachsende Unternehmen ausschließlich Frauen einstellen würde, wäre eine zunehmende Zahl an Männern gleicher Qualifikation arbeitslos und würde so die eigenen Gehaltsansprüche senken, bis sich eine Parität eingestellt hat und wieder nur noch die Qualifikation bei der Einstellung entscheidet. Gleichzeitig würde ein geringer werdender Anteil an für die Arbeit verfügbaren Frauen diese Ressource verknappen und teurer machen – das Gehalt der Frauen würde steigen.

Ein Gender Pay Gap, würde er denn tatsächlich und nicht nur in den Statistikbüros existierten, würde sich somit in einer Marktwirtschaft selbst in kürzester Zeit erledigt haben.

 

Doch statt Vernunft dominiert die deutsche Politik eben die Ideologie. Statt Ergebnissen zählen nur noch die Absichten. Leiden werden darunter alle, auch die Frauen.

Richtigstellung: „Deutsches Geld“

Wenn Medien und Politiker davon sprechen, dass das innereuropäische Ausland „Deutsches Geld“, oder aber „Geld vom deutschen Staat“ wolle, so erzählen sie Unsinn. „Deutschland“ hat per Definition kein Geld, da alles Geld unter Verfügungsgewalt des Staates letztendlich unmittelbar (als Steuern), oder mittelbar (über frühere Steuern, künftige Belastungen, Enteigungen, Druckerpresse, etc.) von deutschen Bürgern geraubt wurden.

Richtig wäre also: Europäische Staaten wollen an das Geld der deutschen Bürger um ihre Sozialstaatsutopien fortleben zu lassen!