Quellenkritik am Beispiel eines Pro-Assad Artikels

Für einen Historiker sind diese Tage sehr frustrierend. Mit dem Internet ist eine Fülle von Webseiten entstanden, auf der man schlichtweg alles lesen kann. Dabei ist nicht nur die Informationsverfügbarkeit gestiegen, sondern vor allem auch die Verfügbarkeit von Desinformationen. Dies kann seine Wirkung entfalten, weil die allerwenigsten Menschen Quellenkritik beherrschen. Historiker wird man erst nach einem Studium von mehreren Jahren.

Dabei lernt man zwar auch, wann Konstantinopel an die Osmanen gefallen und wann Rom untergegangen ist, der Kerninhalt des Studiums ist jedoch die Quellenkritik. Das Geschichtsstudium ist praktisch Quellenkritik. Ines Laufer hat auf FischundFleisch einen Artikel geschrieben, nach dem Assad das Opfer und eigentlich der Gute im syrischen Bürgerkrieg ist.

Meine Kritik an diesem Artikel war scharf genug, dass ich von ihr inzwischen auf Facebook blockiert wurde. Da sie den Artikel jedoch frei verfügbar unter ihrem Namen im Internet veröffentlicht hat, nenne ich sie auch beim Namen. Schließlich haben Tausende, vielleicht auch Zehntausende den Artikel gelesen.

 

Marco Glowatzki

Ihr erster Kronzeuge ist Marco Glowatzki, der „Rubikon“ ein Interview gegeben hat. Wenn man jemanden als Kronzeugen verwendet, muss man seine Aussagen in dem Licht seiner Person betrachten. Über Herrn Glowatzki erfahren wir auf seiner Webseite, dass er Designer und Schneider ist. Bei Rubikon erzählt er, er sei in der DDR aufgewachsen und habe anschließend viele arabische Länder bereist.

In dem Interview verweist er auf falsche Berichterstattung in den Medien, wonach pro-Assad-Demonstrationen als Demonstrationen gegen Assad ausgegeben wurden. Sein Beleg sind die gezeigten Landesfarben. Hierbei sei nämlich bei den Demonstrationen die Fahne der baathistischen Republik gezeigt worden, nicht die der Syrischen Republik, die die Opposition heute benutzt. Dies kann auf eine fehlerhafte Berichterstattung hindeuten, muss es aber nicht.

In einer Diktatur sind Fahnen eines alten Landes nicht unbedingt frei im Supermarkt zu finden. Wir sehen heute bei Demonstrationen von Gegnern Merkels immer mehr die Wirmer-Flagge. Demonstrationen gegen Merkel und ihre Politik gab es jedoch schon früher. Dort wurde die schwarz-rot-goldene Trikolore gezeigt, die erst nach und nach durch die Wirmer-Flagge ergänzt wurde. Der Grund hierfür ist einfach. Das Zeigen einer anderen Fahne bedeutet einen totalen Bruch mit dem bisherigen System, das Zeigen der Aktuellen eine bleibende Identifikation. Indem man die Landesfahne bei einer Demonstration gegen das Regime zeigt, kann man damit aussagen, weiter loyal zum Land zu stehen, nur eben die aktuelle Regierung nicht mehr zu unterstützen. Dies kann die Hoffnung auf ein erschwertes hartes Vorgehen gegen die Demonstranten begründen, da sie ja keine Abtrünnigen, sondern nur Reformer sind, während es Sicherheitskräften gleichzeitig zeigen kann „Die Demonstranten sind ja im Prinzip welche von uns.“ Das einfache Gedankenspiel, die Oppositionellen hätten die israelische Fahne gezeigt, sollte das belegen. In diesem Fall hätten die syrischen Soldaten wohl auch ohne Befehl das Feuer eröffnet.

Wollte man also erklären, die Medien hätten gelogen, müsste man zunächst ermitteln, ab wann die Opposition die schwarz-weiß-grüne Fahne verwendet hat. Wenn sie bei den ersten Demonstrationen bereits großflächig in Verwendung war, dann wäre es ein Hinweis auf eine Fälschung. Dafür fehlen mir jedoch die Belege, auch wenn ich es nicht ausschließen will. Anschließend müsste geklärt werden, ob aktiv „gelogen“ wurde, also wissentlich eine Unwahrheit verbreitet wurde, oder ob nur Fehler gemacht wurden, indem man sich hat Bilder andrehen lassen. Im Übrigen gab es sehr wohl an vielen Orten Bilder von großen Pro-Assad Demonstrationen. Der Spiegel sprach im Oktober 2011 von „Zehntausenden“, die jedoch auch massenhaft Assad-Bilder trugen, was bei den von Glowatzki beanstandeten Bildern nicht einmal zu sehen war. Auch beispielsweise die BBC, AlJazeera, die NYT oder Reuters berichteten.

In dem von Glowatzki kritisierten Bild auf Wikipedia, das laut Wiki vom 8. April 2011 stammen soll, sind beispielsweise viele syrische Fahnen, aber nicht ein Bild Assads zu sehen. Dafür aber Texte mit den englischen Aufschriften: „No for Distroying [SIC!]“ und gleich mehrere mit „Peaceful“. Das könnten theoretisch Assad-Anhänger gewesen sein, die sich gegen eine „Zerstörung“ der Opposition einsetzten und eine friedliche Lösung wünschten. Allein, es passt zur Verortung zu einer friedlichen Demonstration gegen Assad. Nicht zuletzt, weil jedes Bild des Machthabers fehlt. Bei dem kritisierten Bild des Spiegels war nur eine syrische Fahne zu sehen, kein Meer von Fahnen wie auf den pro-Assad Demonstrationen, und – natürlich – kein Bild Assads. Bei dem kritisierten Bild der Taz sind zwei sehr lange syrische Fahnen zu sehen. Aber nur diese zwei, die offensichtlich extra organisiert wurden, und kein einziges Bild Assads. Sieht man sich die oben verlinkten Bilder der tatsächlichen pro-Assad Demonstrationen an, so sind die Unterschiede drastisch offensichtlich.

Glowatzki verweist in seinem Interview auf den Hearld Tribune, auf den sich auch später Laufer bezieht. Auf diesen Artikel wird daher später eingegangen.

Er berichtet, er wollte sich wegen der widersprüchlichen Aussagen ein eigenes Bild machen. Und hier wird es erneut interessant. So leben seine Freunde, so seine eigene Aussage, „im Westteil Syriens“. Er selbst sagt, sie seien in Latakia. Dort ist das Hauptsiedlungsgebiet der Alawiten, die dort die Bevölkerungsmehrheit stellen. Der schiitischen Sekte, die eine Minderheit in Syrien stellt, aber der Assad angehört.

Seine Freunde haben ihn auf der Reise begleitet und herumgefahren. Seine Freunde, die höchstwahrscheinlich Alawiten sind, waren also dabei, wenn er mit Menschen „gesprochen“ hat. Sofern diese Englisch oder Deutsch konnten, konnten seine Freunde, die wohlgemerkt (höchstwahrscheinlich) der Assad-Minderheit angehören und ja erklärte Unterstützer des Diktators sind, jedes Wort verstehen. Wenn die Gesprächspartner keine Fremdsprache beherrschten, dürften die Freunde für ihn übersetzt haben. Laut eigener Aussage beherrscht er kein Arabisch. Wie also sind solche Zeugenaussagen aus erster Hand zu bewerten, wenn sie immer unter den Augen von Assad-Getreuen erfolgten? Sie sind Anekdoten, aber als Beleg wertlos.

Er habe nur einen Oppositionellen getroffen, der jedoch nach Demonstrationen in Haft kam. Seine Motivation sei gewesen, orthodox islamisch zu leben. Wie sind die Aussagen eines solchen Oppositionellen zu bewerten, der von Assad während des Bürgerkrieges aus der Haft entlassen wurde und dessen Aussage unter den Augen von Assad-Getreuen erfolgte? Gerade angesichts des Umstands, dass ein gefährlicher Oppositioneller wohl kaum noch während des laufenden Krieges entlassen würde. Erst Recht, wenn das Assad Regime bekanntermaßen viele tausend Oppositionelle ermordet hat? Hier muss sich die Frage stellen, ob es überhaupt ein echter Oppositioneller war oder ob er nur unter der Bedingung frei kam, Propaganda gegen die Opposition zu betreiben.

Anschließend beruft er sich auf eine Aussage des belgischen Abgeordneten Philipp de Winter des rechten Vlaams Belang. Dieser wird von Damaskus als so freundlich angesehen, dass er erst vor drei Monaten Assad persönlich treffen durfte. Er zählt zu den Freunden Putins, womit er sich wunderbar in der Achse Moskau-Damaskus wiederfindet. Seine Aussagen müssen deshalb nicht automatisch falsch sein. Es muss jedoch entsprechend eingeordnet werden, dass hier jemand etwas sagt, das seinen ideologischen Überzeugungen entspricht.

Sein nächster Zeuge ist Großbritanniens früherer Botschafter in Syrien, Peter Ford, der Assad im Fernsehen verteidigte, nachdem er der (sicherlich fürstlich bezahlte) Direktor einer Lobbyorganisation wurde, die von Assads Schwiegervater betrieben wird!  Was sagt dies über seine Glaubwürdigkeit aus, wenn ein aus Damaskus bezahlter Mann Damaskus verteidigt?

Glowatzki erklärt, seine Freunde hätten beteuert, Amnesty International sei nie in Syrien gewesen. Woher wollen sie das wissen? AI ist renommiert und Kritik an der Organisation kommt vor allem von den Zielen ihrer Tätigkeit. Die Berichte über die Gräueltaten durch Assads Regimen von AI sind umfangreich, berufen sich auf zahlreiche Zeugen, von denen einige hohe Funktionsträger in Syriens Behörden waren und sind durch tausende Fotos belegt. Das kann natürlich alles erlogen sein. Und wenn man Assad-Apologet ist, glaubt man vermutlich auch, dass tausende Fotos mit Folteropfern in Fotostudios gestellt wurden. Glaubhaft ist solch eine Theorie jedoch nicht sonderlich.

Ansonsten verweist er auf die notorische Junge Welt und auf allerlei illustre Gestalten, die für ihre unkritische Assad-Berichterstattung bekannt sind, die als „anbiedern“ bezeichnet wurde.

Eines seiner Argumente ist auch, dass viele Binnenflüchtlinge zu Assad geflüchtet seien. Über deren Motivation als Ganzes kann ohne adäquate Befragungen schwerlich etwas geurteilt werden. Ein Teil wird sicherlich zu Assad fliehen, weil sie seine Herrschaft der der Rebellen vorziehen. Aus welchen Gründen auch immer. Das kann eine nicht funktionierende Versorgung in den Rebellengebieten sein. Das kann die „Rechtspraxis“ auf Grundlagen der jeweiligen Scharia-Interpretation oder die herrschende Anarchie sein. Ein Teil flieht aber garantiert auch vor der gezielten Terrorkampagne des Diktators, die, wenig überraschend, nur das nicht von ihm kontrollierte Gebiet betrifft. Schließlich bombardiert Assads Luftwaffe nur Märkte, zivile Viertel und Krankenhäuser, die nicht in seinem beherrschten Gebiet liegen.

Das Interview ist zu lang, um sich mit jedem Satz zu beschäftigen. Es sollte aber das Prinzip zeigen. Golwatzki spricht die Landessprache nicht, ist höchstwahrscheinlich bei den überwiegend Assad-treuen Alawiten untergekommen, die ihn daraufhin quer durch das Land begleitet haben und seine Unterhaltungen entweder übersetzt oder mitgehört haben. Gerade wenn man den gefürchteten Geheimdienst Assads bedenkt, und hier erzeugen selbst regimefreundliche Syrier keine Illusionen, haben diese Gespräche daher äußerst wenig Aussagekraft über die tatsächliche Stimmung im Land. Seine Kronzeugen sind bezahlte Lobbyisten Assads, Politiker die Freunde der Achse Russland-Damaskus sind und bekannte Publizisten, die Assad von Beginn an verteidigt haben.

Sein Facebook-Profil lässt keine Fragen offen, ob er dem Konflikt irgendwie als neutraler Beobachter gegenübersteht, während eine Ausbildung zum Schneider und Designer meines Wissens auch keine Quellenkritik oder sonderliche Qualifikation zur Analyse und Bewertung von internationaler Politik beinhaltet.

Zur Seriosität von Rubikon muss man in diesem Zusammenhang wenig Worte verlieren, sofern Glowatzki nicht behauptet, die Seite habe sein Interview gefälscht. Schließlich geht es um Glowatzki und seine Aussagen. Ein Blick auf die sonstigen Artikel bei Rubikon lassen jedoch kaum Fragen offen.

 

Eva Bartlett

Der zweite Link von Laufer führt zu einer weit herumgereichten „Rede vor der UN“ von Eva Bartlett. Tatsächlich war es eine von der Vertretung der syrischen Regierung bei der UN organisierte Veranstaltung, die nur deshalb das UN-Logo im Hintergrund hat. In ihrem Blog zeigt Bartlett, dass sie, obwohl sie in dem von Laufer verlinkten Video als „real Journalist“ bezeichnet wird, von Neutralität nichts hält. Hanns Joachim Friedrichs Bonmot „“Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache – auch nicht mit einer guten Sache“ gilt für sie nicht im Ansatz.

Wo sie politisch steht, lässt nicht nur schon die URL ihres Blogs ingaza.wordpress.com erahnen, sie zeigt es auch überdeutlich mit einer eigenen Kategorie des Namens „Gaza Massacre 2008-9„, wo von „zionist masscre“ gesprochen wird. Ihre Wortwahl zeigt daher ihre politische Ausrichtung so deutlich, dass es keiner Rede mehr wert sein sollte.

Um die Aussagen der Frau als klar auf der Linie des „Widerstands“ (gegen den Westen und Israel“) einzuordnen, muss man dazu eigentlich nicht mehr auf die „Systempresse“ zurückgreifen, die in Form des Spiegels ihre Aussage zerlegt hat. Dass Eva Bartlett für das staatliche russische Propagandamedium RT tätig ist, kann nun kaum noch überraschen.

Wie weit der Artikel über sie im aeromagazine als seriös einzuschätzen ist, kann ich aus Zeitgründen nicht beurteilen, weshalb ich ihn nur als Netzfund verlinke. Hier – und das macht jemand, der um Seriosität bemüht ist – verweise ich ausdrücklich darauf hin, dass das im „aeromagazine“ genannte falsch sein kann. Doch auch der keineswegs unseriöse britische Channel4 hat sich Bartlett angenommen.

Glaubwürdigkeit hat sie also nicht im Ansatz. Sie kann jedoch tatsächlich als „Quelle“ dienen. Nämlich um die Tätigkeit von Propagandisten der Achse Moskau-Damaskus(-Iran) zu belegen.

 

American Herald Tribune

Kommen wir zum Kernpunkt der Anklage, sowohl von Glowatzki, als auch von Laufer, ist ein Artikel des Herald Tribune. Die Seite ist noch nicht einmal zwei Jahre alt und wurde im August 2015 gegründet. Sie ist trotz ihres Namens keine Zeitung, sondern nur eine Webseite. Noch dazu eine, die kein Impressum hat und deren Registrar eine „Tima Kingston“ ist, die in Salem, Oregon sitzt. Eine Postadresse ist dabei so wenig hinterlegt, wie es auch nur einen Treffer für die Person Tima Kingston im Internet gibt: Für ein inzwischen Gelöschtes Profil eines Stas Ivanov im russischen VK, der sich als „Tima Kingston“ registriert hatte. Die Identität der Betreiber und Hintermänner wird also verschleiert, es gibt jedoch mögliche Spuren nach Russland.

Der Artikel im Herald Tribune nennt keinerlei Quellen. Er bringt keinerlei Belege. Dafür wird eine Geschichte erzielt, als habe der Autor im CIA-Hauptquartier gesessen und alles aus erster Hand beobachtet. Die CIA tat dies, dann tat sie das. Anschließend machte sie jenes. Doch wo sind hierfür die Belege? Selbst wenn wir eklatante faktische Fehler, wie das behaupten 98% der Jordanier seien „Palästinenser“ ignorieren – 98% sind ethnische Araber, registrierte Palästinenser stellen nur 19% der Bevölkerung, so bleibt es eine fantastische Geschichte ohne jeden Beleg. Nicht ein Beweis wird für die gebrachten Behauptungen genannt.

Die Seite ist also so seriös, dass sie nicht nur auf Quellen verzichtet, sondern sich sogar aktiv darum bemüht, die Betreiber zu verschleiern.

Als ich darauf hinwies, verlinkte Laufer die Seite „Mediabiasfactcheck.com“, die die Glaubwürdigkeit des „America Herald Tribune“ mit „High“, also „Hoch“ einschätzt. Amüsanterweise ist die Seite nicht nur ebenfalls keine zwei Jahre alt, sondern ebenfalls ohne Impressum und mit whoisguard geschützt.

Die bei mir noch vor mediabiasfactcheck.com in den Suchergebnissen angezeigte Seite fakenewschecker.com wurde interessanterweise von Laufer nicht verlinkt. Vielleicht, weil dort die „American Herald Tribune“ als „Untrustworthy News“ also „nicht vertrauenswürdige Nachrichten“ eingestuft wird. Diese Seite hat allerdings ebenfalls kein Impressum, versteckt aber wenigstens ihr Whois nicht. Ob sie daher vertrauenswürdig ist, kann ich nicht beurteilen (Achtung: So arbeitet man seriös), ich halte ihre Beurteilung jedoch für redundant.

Eine Seite, die wilde Behauptungen ohne jede Quellenbelege aufstellt und die Identität der Hintermänner verschweigt, ist nicht glaubwürdig. Erst Recht nicht, wenn sie keine Oppositionsgruppe aus einem Staat ist, der Oppositionelle gerne auch im Ausland ermordet. In solch einem Fall könnte man ein Verstecken der Identität wenigstens noch verstehen und die genannten Informationen unter diesem Gesichtspunkt bewerten.

 

Fassen wir also zusammen

Ihr Text geht noch weiter. Der Teil jedoch, der Assad als den Guten des Bürgerkriegs darstellt und zum Opfer fremder Mächte erklärt, beruht auf den drei genannten Quellen.

  1. Einen Schneider und Designer aus Hamburg, der kein Arabisch spricht und im Land von Assadtreuen Alawiten (höchstwahrscheinlich Alawiten, da aus Latakia, an der Assadtreue besteht ja kein Zweifel) herumgeführt wurde, die für ihn übersetzt haben und ansonsten zugegen gewesen sein dürften. In einem Land, das schon vor dem Bürgerkrieg dafür bekannt war, dass Oppositionelle „verschwinden“. Eine Person, die sich auf bekannte Propagandisten Assads und Anhänger der Achse Moskau-Damaskus bezieht.
  2. Eine Aktivistin, die keinen Zweifel an ihrer festen Fundierung in der „antiimperialistischen“ anti-westlichen und anti-Israel Achse lässt und noch nicht einmal vorgibt, objektiv bewerten und berichten zu wollen.
  3. Ein Artikel einer Seite, für die der Begriff „Fake-News Seite“ geradezu erfunden zu sein scheint.

Um die Glaubwürdigkeit zu belegen, wird anschließend irgendeine Seite gesucht, die die Glaubwürdigkeit bestätigt. Ich habe dieses Prinzip schon 2012 den „Internet-Beweiskreis“ genannt. Offensichtlich ging es in dem Artikel von Frau Laufer zu keinem Zeitpunkt um eine objektive Beurteilung der Lage. Vielmehr bestand das Weltbild: „Assad ist die Hoffnung“ und entsprechend wurden Internet-Belege zusammengesucht, die dies zu belegen scheinen.

 

Zur Quellenkritik

Ich hoffe, ich konnte auch nur im Ansatz zeigen, wie Quellenkritik geht. Auch Propaganda kann eine „Quelle“ sein, und gerade in der Geschichtsforschung stellt oftmals die Propaganda den Großteil der „Tradition„. Denn in Zeiten, wo kaum jemand schreiben konnte und weltliche Bücher zur Reproduktion das Geld und die Unterstützung der Mächtigen erforderten, sind eben Quellen übrig geblieben, die beispielsweise wie die Gesta Francorum et aliorum hierosolimitanorum im direkten Umfeld eines Fürsten entstanden sind. Durch einen durch den Fürsten bezahlten Schreiberling, dessen Fürst sich im Konflikt mit anderen Beteiligten befand. Man kann durchaus alles verwenden und gebrauchen, schließlich ist auch die knallharteste Lügenpropaganda eine Quelle. Nur eben nicht unbedingt im Wortlaut ihres Inhaltes, sondern für die Stoßrichtung ihrer Propaganda. Eine Quelle wie die Gesta Francorum muss entsprechend so gelesen werden, dass man sich immer im Klaren ist, wessen Gefolgsmann der Autor war und mit welchen Interessen Boemund von Tarents die der anderen Kreuzfahrer kollidierten.

Leider kann solch ein Artikel nur die Oberfläche an der Quellenkritik kratzen, ansonsten würde man nicht fast ein halbes Jahrzehnt für einen Master oder einen Magister studieren müssen. Zu sagen bleibt auch, dass Quellenkritik leider keine exakte Wissenschaft ist, die mathematische Formeln befolgt. Ansonsten könnte die Geschichtswissenschaft nur neue Erkenntnisse liefern, wenn sie neue Quellen entdeckt. Tatsächlich kann man Quellen jedoch auch anders und neu interpretieren und gewichten. Eine seriöse wissenschaftliche Forschung erklärt die Gewichtung jedoch umfangreich und im Detail. Sie nutzt wohlgewählte Formulierungen, die die Sicherheit der Schlüsse zeigt. Ob ich schreibe etwas „war so“ oder etwas „scheint so gewesen zu sein“ ist dabei kein Vermeiden einer Festlegung und auch kein Zufall, sondern ein Hinweis auf die Beurteilung der Quellenlage durch mich.

Dies kann man in den meisten meiner Artikel lesen, so auch in diesem über Assads geplante „Islamisierung“ der Opposition gegen ihn. Auch mein Buch über die Flüchtlingskrise folgt diesen Prinzipien. Prinzipien, die übrigens auch Korrekturen und Richtigstellungen verlangen, wenn empirisch belegte fachliche und faktische Fehler gemacht wurden.

 

 

Mein aktuelles Buch befasst sich mit der „Flüchtlingskrise“ und ist hier käuflich zu erwerben: Nein, wir schaffen das nicht!: Warum die aktuelle Flüchtlingskrise zu einer Staatskrise wird

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Der Terror von Orlando: Agitation und Fakten

In einer Schwulenbar in Orlando Florida hat ein muslimischer Extremist 50 Menschen ermordet, über 50 weitere sind verletzt. Teilweise so schwer, dass ein weiteres Anwachsen der Todeszahl zu befürchten steht. Während sich die Tagesthemen am gestrigen Sonntag noch zierten, das Ganze eine radikalislamischen Terroranschlag zu nennen und erst der Reporter vor Ort überhaupt den islamischen Namen des Täters nannte und die „mögliche islamistische“ Motivation erörterte, liegen die Fakten inzwischen wohl weitgehend auf dem Tisch:

 

Es war ein islamischer Terroranschlag

Der Täter war Muslim. Das macht ein Verbrechen natürlich nicht zu einer „islamistischen“ Tat, so wie ein Falschparken nicht ein „islamistisches Falschparken“ ist, nur weil der Täter Muslim ist. Wenn allerdings ein Massaker in einem Schwulenclub durch einen Muslim angerichtet wird, dann liegt dies nahe genug, dass Journalisten dies als wahrscheinlichste Motivation nennen sollten. Zumal die schwulenfeindliche Haltung des Islams nun wirklich keine neue Erkenntnis sein sollte. Wenn der Täter beim Morden „Allahu Akbar“ brüllt, der Islamische Staat die Verantwortung für das Verbrechen übernimmt und der Täter bereits wegen möglicher Terrorismusverbindungen das Objekt von Untersuchungen war, dann war es ein radikalislamischer Terroranschlag.

 

Die Sorge der Deutschen: Das Ganze könnte jemandem nutzen

Linke Medien wie Politiker sind sich einig: Das Schlimmste an 50 toten Menschen ist, dass das ganze Trump nutzen könnten. Ein lokaler Imam warnt vor „vorschnellen Rückschlüssen“. Ralf Stegners Niveaulimbo erreicht unterdessen einen neuen Rekordwert.

https://twitter.com/Ralf_Stegner/status/742066447191511040
https://twitter.com/Ralf_Stegner/status/742066447191511040

 

Solche Taten geschehen nicht aus dem Nichts heraus

So zu tun, als wären solche Taten unvermeidbar, gehört zum Ritus des Verarbeitens. Ja nicht politisch unkorrekt werden, ist die Devise. Dass in ebendiesem Orlando ein Imam erst vor wenigen Monaten die Ermordung von Homosexuellen gefordert hat, ist reiner Zufall. Dass die Täter fast immer „Flüchtlinge“ oder Kinder von „Flüchtlingen“ sind, ist ebenfalls ein Zufall. (Natürlich auch von „Zuwanderern“, aber die heißen heute ja pauschal ebenfalls „Flüchtlinge“.) Hier kamen die Eltern aus Afghanistan.

Es ist genauso ein Zufall, wie dass radikalislamischer Terror nur dort vorkommt, wo es auch Muslime gibt. Gott bewahre, dass mal jemand ansprechen würde, die muslimische Zuwanderung sei vielleicht ein wenig einzuschränken, bis das inhärente Terrorproblem des Islams beseitigt wurde. Wie groß ist Japans Problem mit radikalislamischem Terror noch gleich? Japan hat wohl nur etwa 1.000 Muslime im ganzen Land.

 

Wie immer: „Der Täter war den Behörden bereits bekannt“

Ebenfalls alte Gewohnheit bei solchen Taten: Die in den Presseberichten zu findende Aussage: „Der Täter war den Behörden bereits bekannt“. Wir wissen heute schon, wer uns morgen töten wird, da fast jeder der „islamistischen“ Terroristen zuvor bereits aufgefallen war. Aber die westliche Gesellschaft zeigt sich unwillig, dieses Problem anzugehen und ihre Bürger zu schützen. Solange dies so geschieht, werden Taten die in Orlando immer mehr zu unserem Alltag gehören. So lange werden wir nicht nur keine Lösung finden, sondern das Problem auch verschärfen. Aber das ist wohl der Preis, den man für die muslimische Zuwanderung und eine viel zu lasche Umgehensweise mit radikalen Muslimen bezahlen muss. Weite Teile der Gesellschaft sind offensichtlich bereit, diesen Preis zu bezahlen. Oder sie sind zu dumm, die offensichtlichen Zusammenhänge anzuerkennen.

 

Schärfere Waffengesetze sind sinnlos

Wie üblich folgt nach solchen Taten, die von SpOn gerne „Schießerei“ genannt werden – als ob dort zwei Seiten auf einander feuerten, der Ruf nach schärferen Waffengesetzen. Wenn Gesetze Terroristen von Mordtaten abhalten, dann sollte man vielleicht einfach Morden und Terrorismus verbieten?

Tatsächlich war es nämlich so: Der Täter hat sich nicht nur illegal mit seiner Waffe an das Morden von Unschuldigen gemacht, er war auch als bewaffneter Sicherheitsmann beschäftigt. Damit hatte er eine Waffenlizenz für Florida, die ihm wohl zusätzliche Rechte gegenüber den normalen Bewohnern des Staates einräumt. Hier strengere Gesetze zu fordern, ist atemberaubend dämlich. Denn der Täter hätte selbst in Deutschland eine Waffe besessen und sogar die Erlaubnis zum Führen derselben außer Hauses gehabt. Weil er analog dazu in Deutschland vielleicht als Angestellter einer Geldtransportfirma bewaffnet hätte sein dürfen. Er war also genau einer von denen, auf welche so viele Deutsche den Besitz von Waffen beschränken wollen. Einer von jenen, die eine Waffe für ihren Job brauchen.

Vergleichbar wäre das Fordern nach strengeren Waffengesetzen in so einem Fall, wie wenn man strengere Waffengesetze für Bürger nach einem Amoklauf eines Polizisten fordert. Die einzige mögliche Verschärfung, nämlich Waffen schon Muslimen mit Verdachts auf radikale Einstellungen vorzuenthalten ist dagegen undenkbar, das verhindert die Politische Korrektheit. Zudem wäre es aber wohl auch unsinnig, weil Terroristen eben doch immer an Schusswaffen kommen und man so nur die des Radikalismus Verdächtigten Muslime ausgrenzen würde, selbst wenn sie gar keine Radikalen sind, sondern nur den Namen, die Schule oder die Familie mit einem Radikalen teilen.

An die bestehenden Gesetze gehalten haben sich übrigens seine Opfer. Das hat ihnen ihr Leben gekostet! Während Florida eine relativ entspannte Schusswaffengesetzgebung hat und das versteckte Führen von Schusswaffen erlaubt, hat es jedoch wie (fast) alle US-Bundesstaaten dennoch Einschränkungen im Waffenrecht für gesetzestreue Bürger. So darf man in vielen Staaten seine private Schusswaffe nicht mit in Gebäude mit großem Menschenandrang mitnehmen, beispielsweise in Restaurants, Einkaufszentren, Universitäten, Krankenhäuser… Zufälligerweise überall dorthin, wo gerne Amokläufe passieren, die dann fast immer nur auf unbewaffnete Opfer treffen. Gleichzeitig ist das Führen einer Schusswaffe auch (fast) überall verboten, wenn man Alkohol konsumiert. Da dies auf praktisch alle Besucher des Anschlagsortes wohl zutraf, waren sie unbewaffnet, weil sie sich an die Gesetze gehalten haben. Sie konnten daher ohne Gegenwehr abgeschlachtet werden. Was hätte da nur ein Gast des Clubs ausgemacht, der das Gesetz gebrochen und seine Schusswaffe mitgenommen hätte?

Schärfere Gesetze nach so einem Massaker zu fordern ist daher nicht nur eine Ablenkung von den Tatsächlichen Problemen, sondern auch ausgesprochen dumm.

Gegen einen wild um sich Schießenden helfen einfach nur Schusswaffen. Daran ändert alles Hyperventilieren nicht. Idealerweise aber Schusswaffen, die nicht erst Stunden später durch die Staatsmacht eintreffen.
Gegen einen wild um sich Schießenden helfen einfach nur Schusswaffen. Daran ändert alles Hyperventilieren nicht. Idealerweise aber Schusswaffen, die nicht erst Stunden später durch die Staatsmacht eintreffen.

 

 

Ich spiele seit einiger Zeit mit dem Gedanken, mich in Form eines Buches mit dem Problemfeld Islam, Islamismus, Islamkritik und Islamischer Terror auseinanderzusetzen. Wenn Sie daran Interesse haben und über die Entstehung eines solchen Buches informiert bleiben wollen, abonnieren Sie bitte meinen Newsletter.

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Juhu, es waren keine Flüchtlinge in Köln

Ein Teil meiner Facebook-Timeline ist ekstatisch und teilt wie verrückt einen Artikel des österreichischen Portals „oe24“, wonach „Fast keine Flüchtlinge unter Kölner Sex-Tätern“ waren. Hämisch wird kommentiert, „Was jetzt wohl den blonden Professorenkindern“ gesagt werde, oder ähnlich seltsam anmutende Kommentare. Dumm nur, dass Meldung wie Kommentare nichts anderes sind als ein intellektuelles Armutszeugnis und eine Demonstration des willigen Schluckens von Propaganda.

 

Die Täter waren „Flüchtlinge“

Praktisch alle Täter waren Araber (aus Nordafrika oder der Levante), das sagt auch der Staatsanwalt:

Mittlerweile werde gegen 73 Beschuldigte ermittelt, sagte der Kölner Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer am Montag. Dabei handele es sich „weit überwiegend“ um Asylbewerber, Asylsuchende oder Menschen, die sich illegal in Deutschland aufgehalten hätten.

Flüchtling ist offenbar nur, wer nach August 2015 illegal die deutsche Grenze überquert hat. Screenshot
Flüchtling ist offenbar nur, wer nach August 2015 illegal die deutsche Grenze überquert hat. Screenshot

Wie von mir schon in der Vergangenheit süffisant kommentiert, ist man heutzutage scheinbar nur noch Flüchtling, wenn man nach dem August 2015 gekommen ist. Ausschließlich wer danach einen Asylantrag gestellt hat, ist Flüchtling. Wer davor einen gestellt hat, sagen wir im Februar 2015 oder gar schon 2013, ist keiner mehr.

Sinn ergibt das natürlich nicht den Geringsten. Es ist nur ein weiterer Schritt um mittels Herrschaft über die Sprache auch das Denken zu beherrschen. Es folgt der Schiene, auf die ich schon im Oktober hingewiesen habe, als erstmals der Begriff „Vertriebe“ pauschal für alle illegal Einreisenden verwendet wurde.

Was bitte soll der Unterschied zwischen einem im Oktober 2015 illegal eingereisten Marokkaner und einem im Oktober 2014 illegal eingereisten Marokkaner sein? Entweder sind beide Flüchtlinge oder keiner ist es. Wer so eine Sprachregelung unkritisch übernimmt, sagt Bezeichnendes über sich selbst aus.

 

Wenn es keine frischen „Flüchtlinge“ waren, ist es noch schlimmer

Dabei sind die Ergebnisse, wenn frisch illegal Eingereiste dann am Ende tatsächlich gerade einmal etwa 5  Prozent der Täter waren, nur umso bestürzender. Sie belegen dann nämlich, dass auch jahrelanges Wohnen in Deutschland die Menschen nicht weit genug integrieren konnte. Auch nach vielen Jahren, möglicherweise sogar nach einem Aufwachsen hier, haben sich diese Männer nicht nur nicht integriert, sondern scheinbar eher noch weiter radikalisiert und enthemmt.

Statt sich also ekstatisch zu freuen, dass es keine „Flüchtlinge“ waren, und damit seinen schmalen Horizont mit aller Penetranz zu demonstrieren, sollte man sich lieber ernste Sorgen darum machen, wie denn die Integration der jetzt in nie dagewesener Zahl Kommenden plötzlich gelingen soll, wenn sie denn hierbleiben. Genau danach sieht es ja nämlich aus.

 

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Wenn man zur eigenen Diffamierung gezwungen wird.

Eine Partei zu verarschen ist in der Demokratie nicht nur erlaubt, sondern richtig und völlig in Ordnung. Allerdings fällt die Fokussierung der Öffentlich-Rechtlichen auf die AfD doch massiv auf. Wie sie sie bei jeder sich bietenden Gelegenheit angehen. Die Partei mag selbst dafür mehr als genug Grundlage bieten und es geradezu einladen. Was ein Angehen der Partei auf sachlicher, wie satirischer Erbene natürlich völlig legitimiert. Es ist also völlig in Ordnung, wenn die AfD von den Öffentlich-Rechtlichen hart angegangen wird.

Nun ja, es wäre völlig in Ordnung, wäre da nicht ein kleines Detail:

Dass nämlich ebendiese Medien die AfD-Mitglieder dazu zwingen, für die Propaganda, Diffamierung und Agitation gegen sich selbst, zu bezahlen. Einer von unzähligen weiteren Gründen, die GEZ abzuschaffen und die öffentlich-rechtlichen auf eine selbstfinanzierte marktwirtschaftliche Basis zu stellen. „Wenn man zur eigenen Diffamierung gezwungen wird.“ weiterlesen

Zur Kriminalität von „Flüchtlingen“

Die Bochumer Polizistin Tania Kambouri  erklärt, die Zahlen zur Kriminalität der Flüchtlinge würden verheimlicht werden. Wenn das stimmt, so sind vorliegende Daten kaum sinnvoll zu nutzen. Zumal es dahingehend auch widersprüchliche Pressebreichte gibt. Also einmal die Bestätigung, dass es nicht mehr Verbrechen gebe, das andere Mal umgekehrt.

 

„Flüchtlinge“ müssen eigentlich krimineller sein!

An sich erklärt es sich von selbst, dass die „Flüchtlinge“ krimineller sein müssten. Wenn wir davon ausgehen, dass die Menschen aus diesen Herkunftsländern prinzipiell gleich kriminell wie Deutsche sind, so gibt es doch einen wesentlichen Unterschied. Die, die hier sind, sind dramatisch ärmer als die Mehrheit der hiesigen Wohnbevölkerung. „Zur Kriminalität von „Flüchtlingen““ weiterlesen

Achtung: „Flüchtlinge“ heißen jetzt „Vertriebene“!

Als Hinweis für meine Leser, damit sie auf dem neuesten Stand bleiben: „Flüchtlinge“ heißen jetzt „Vertriebene“, wie in Stern und Cicero nachlesbar. Was früher einmal Migranten waren, wurde bis vor etwa einer Woche noch Flüchtlinge genannt. Offensichtlich erzeugt das Wort aber nicht mehr genug Sympathie, daher wurde die Bezeichnung nun durch Vertriebene ersetzt.

 

Ab 1. Dezember heißen sie dann „Verfolgte“ und am 1. Januar „aus höchster Lebensgefahr Gerettete“.

 

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Ein paar Fakten zu Flüchtlingen

Die neuste Meldung ist, dass Deutschland Sonderzüge zur Abholung der Flüchtlinge schickt. Doch während die Aufnahmezahlen mit jedem Tag weiter in die Höhe schnellen, scheint es allerhöchste Zeit zu sein, einmal wenigstens ein paar trockene Fakten ins Gedächtnis zu rufen:

 

1. Flüchtling ist nur, wer tatsächlich verfolgt ist und nicht im eigenen Land Unterschlupf findet.

Die Genfer Flüchtlingskonvention ist da recht eindeutig. Flüchtling ist, wer begründete Furcht vor Verfolgung wegen Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen politischen Überzeugung hat, wobei die Person nicht im Land, dessen Staatsangehörigkeit sie besitzt, Zuflucht finden kann. Iraker könnten aber beispielsweise in den autonomen Kurdengebieten Zuflucht finden, wie es Hunderttausende auch getan haben.

„Ein paar Fakten zu Flüchtlingen“ weiterlesen

Feiertag der Lügner

Haben Sie es mitbekommen? Gerade war wieder einmal der Feiertag der Lügner, auch „Atomkatastrophe von Fukushima“ genannt.

 

Gedenken der „Opfer von Fukushima“

Gemeinsam mit Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel wurde mit den Bürgern der Stadt Hannover am 11.03.20015 an die 20.000 Opfer der “Atom-Katastrophe” in Fukushima von vor vier Jahren gedacht.

N-TV schreibt „Japan gedenkt der 19.000 Toten von Fukushima. Vor vier Jahren kam es nach einem Tsunami dort zu der schlimmsten Reaktorkatastrophe seit Tschernobyl.“ In der Tagesschau heißt es ab Minute 6: „Mehr als 18 000 Menschen kamen als Folge des Unglücks ums Leben“

Auch die evangelische Landeskirche Hannovers bleibt nicht bei ihren Leisten, sondern schreibt:

VIER JAHRE NACH DER KATASTROPHE IN FUKUSHIMA – DER OPFER GEDENKEN – DEN ATOMAUSSTIEG VOLLENDEN

Mit einer Mahnveranstaltung gedachten die Marktkirchenpastorin Hanna Kreisel-Liebermann, Oberbürgermeister Stefan Schostok und Umweltminister Stefan Wenzel gemeinsam mit hannoverschen Bürgern am vierten Jahrestag der Opfer der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima.
In einer Erklärung dazu heißt es: „Wir trauern. Wir gedenken der Toten und unser Mitgefühl ist bei den Verletzten und ihren Angehörigen. Wir appellieren an Politik, Wissenschaft und die gesamte Gesellschaft, an den Zielen des Atomausstiegs und der Energiewende festzuhalten. Fukushima mahnt, die Sicherheit des AKW-Betriebs bis zur Stilllegung und bis zum sicheren Rückbau konsequent zu gewährleisten.[…] Nach Fukushima kann die Konsequenz deshalb nur lauten: Abschalten!
Am 11. März 2011 um 14.47 Uhrzeit ereignete sich ein heftiges Seebeben; ein Tsunami überschwemmte das Land, kurz darauf setzte in den Reaktorblöcken des Atomkraftwerks Fukushima die Kernschmelze ein und große Mengen an Radioaktivität traten aus. Als Folge kamen Tausende Menschen ums Leben oder wurden verletzt.

 

Wie viele Opfer gab es eigentlich in Fukushima?

Am 11. März 2011 kam es zu einem der schwersten Erdbeben der jüngeren Geschichte vor der japanischen Küste. Während das Erdbeben selbst nur wenige Opfer forderte, war der durch es ausgelöste Tsunami umso verheerender. Mit den noch immer Vermissten und damit wohl sicher Toten sind etwa 20.000 Menschen gestorben.

Durch die Flutwelle des Tusnamis kam es auch zu einer schweren Havarie im Kernkraftwerk Fukushima, bei dem mehrere Kernschmelzen stattfanden. Als Reaktion darauf nahm die Regierung Merkel die kurz zuvor beschlossene Verlängerung der Laufzeiten der Kernkraftwerke zurück und umgehend mehrere Meiler vom Netz. In einem Land ohne nennenswerte Erdbeben und ohne Tsunamigefahr, entschloss sich eine Industrienation zum überhasteten Ausstieg aus der Kernenergie, was nun dazu führt das landesweite Stromausfälle drohen.

Während viele tausend Menschen durch die Flutwelle des Tsunamis starben, starben durch gleich mehrere Kernschmelzen in Fukushima genau… keine einzige Person. Die Weltgesundheitsorganisation hat bekanntgegeben, dass es NICHT EINEN Strahlentoten in Fukushima gab. Und selbst die Langzeitwirkungen sind so gering, dass eine erhöhte Todesrate statistisch nicht nachweisbar sein werden. Ein größter anzunehmender Unfall in alten Kernkraftwerken die nicht auf deutschem Stand sind, ist also ohne menschliche Opfer ausgegangen. Die Toten die es gab, fielen der Evakuierung zum Opfer! In einem Land, in dem Grafenrheinfeld nur dann durch einen Tusnami bedroht ist wenn Sigmar Gabriel oder Peter Altmeier überraschend in den Main springen, schaltet man leistungsfähige Stromerzeuger aus.

Lügner oder Idioten

Ob man aus der Kernenergie aussteigen soll, ist eine politische Entscheidung, die in einer Demokratie die Mehrheit trifft. Allerdings sollte diese Mehrheit wenigstens die Fakten kennen und nicht von allen Seiten gezielt verblödet werden. Politiker, Journalisten und Vertreter von Verbänden, die von „Opfern von Fukushima“ sprechen, lassen angesichts der Fakten nur zwei Schlüsse zu. Entweder sie lügen absichtlich, dann sind Sie unerträglich in ihrem Amt und sollten wegen ihrer Verachtung den Wählern gegenüber zum Teufel gejagt werden – oder aber sie kennen die Fakten überhaupt nicht und plappern von etwas, von dem sie keine Ahnung haben. Kurz: Sie sind schlicht dumm! Beides ist einfach nicht akzeptabel!

 

Darum zahl‘ ich nicht (10)

Weil im „Heute Journal“ des ZDF die Familie von Terroristen sich lang und breit äußern kann und keiner von der Familie der Opfer spricht. Weil man völlig unrepräsentative orthodoxe Radikale als jüdischen Gegenpol zu den Mördern präsentiert und weil man die absurden Aussagen der Araber, ihnen gehe es so schlecht und der Mord sei normale Reaktion, nicht entsprechend kommentiert. Siehe dazu Alan Posener