Claqueur-Journalismus

84 Prozent der Deutschen sind nicht stolz auf Angela Merkel

So hätte die Überschrift eines Artikels der Welt, der vor Erbärmlichkeit nur so glänzt, auch lauten können. Stattdessen titelte Deutschlands einstmals größte bundesweite konservative Tageszeitung so:

 

Wie jetzt? Die Deutschen sind stolz auf ihre Politiker? Auf die Leute, denen die überwältigende Mehrheit kein Vertrauen entgegen bringt? Dem Beruf in Deutschland, der auf dem letzten Platz in der Vertrauenswürdigkeit liegt?

Naja, es muss wohl stimmen. Immerhin war es ja das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage. Hmm. Komisch. Schauen wir uns doch mal die Details an:

Bei der Ende Juli 2018 durchgeführten Befragung mit 1047 Teilnehmern sollten die Befragten ohne Vorgabe irgendwelcher Namen in freier Entscheidung unter Nennung von maximal drei Personen angeben, bei welchen „Deutschen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Sport und Kultur“ es sich um Persönlichkeiten handele, „auf die man wegen ihrer Bedeutung in Vergangenheit und Gegenwart besonders stolz sein“ könne. Hierbei erzielte Angela Merkel den höchsten Wert: Auf die CDU-Vorsitzende entfielen 16 Prozent aller Einzelnennungen.

Auf den Plätzen zwei bis sechs folgen in der mit Festnetz- und Mobiltelefonanrufen durchgeführten Umfrage weitere amtierende oder frühere Spitzenpolitiker der Bundesrepublik Deutschland: Direkt hinter Merkel steht der frühere Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) mit elf Prozent aller spontanen Nennungen.

Ach?

Keine Namen vorgegeben? Die Menschen mussten selbst auswählen, auf wen sie stolz sind? So dass jeder, von Arminius bis Klaus-Dieter Müller vom Krämerladen um die Ecke in Frage kommt?

Wo Personen, die andauernd in den Medien sind den Befragten am wahrscheinlichsten einfallen?

Und dann kommt Merkel nach 13 Jahren in der Regierung, nachdem die Medien sie immer wieder zur mächtigsten Frau der Welt gekürt und jüngst sogar zur Führerin der freien Welt erklärt haben, nur auf 16 Prozent? Und das, obwohl die Befragten sogar drei Personen auf einmal nennen durften? Das heißt, von allen abgegebenen Stimmen fielen am Ende nur 5,3% auf Angela Merkel?

Doch statt zu melden, dass 84% der Deutschen die wohl am häufigsten in den Medien präsente Person, die amtierende Kanzlerin der letzten 13 Jahre nicht als eine Person sehen, auf die man stolz sein kann, werden 16 Prozent zu „Die Menschen sind stolz auf ihrer Politiker und Merkel liegt an der Spitze“.

 

Jetzt wissen wir wenigstens, warum Journalisten auf dem fünftletzten Platz in der Vertrauenswürdigkeit liegen.

 

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Wie verzweifelt müssen Linke im Bezug auf die Aussenwirkung des Islams sein?

Wenn man links ist, muss man scheinbar Fremdes um jeden Preis gutfinden. Anders sind die Artikel, wie der jüngst in der Taz erschienene Artikel „Deutschland ist ohne Islam undenkbar“ nicht erklärbar.

Tatsächlich spielte der Islam eine prägende Rolle für Deutschland, weil ohne die ein Jahrtausend dauernde Bedrohung Europas durch muslimische Horden sich das ganze Abendland anders entwickelt hätte. Charles Martell hätte ohne seinen Sieg über die Muslime bei Tours und Portiers seine Familie möglicherweise nie mit der Autorität und Legitimität ausgestattet, die seinen Enkel Karl der Große zum Kaiser werden ließ.

Polen-Litauen und das Herrschaftsgebiet der Habsburger konnten sich nur unter dem ständigen Eroberungsdruck durch die Osmanen so entwickeln und hätten die Osmanen nicht auf dem Balkan ein Pulverfass hinterlassen, in das sich Österreich-Ungarn vorgeschoben hat, dann wäre der Erste Weltkrieg vielleicht nie ausgebrochen. Damit wäre auch der Zweite Weltkrieg mit allen bekannten Folgen nie passiert und Deutschland wäre heute noch eine Monarchie. Ungarn selbst wäre ohne die Bedrohung durch die Osmanen wohl kaum unter Habsburger Herrschaft gelangt, was die Habsburger möglicherweise langfristig auf Österreich beschränkt hätte und statt der Optionen einer großdeutschen- und einer kleindeutschen Einigung nur eine deutsche Einigung als Ausgang einer Einigung geschaffen hätte.

Insofern: Ja. Natürlich ist dieses Deutschland ohne Islam tatsächlich völlig undenkbar. Übrigens auch dieses Deutschland, das heute von Messerattacken, massenhaften Terroristen, Sexuellen Übergriffen und Parallelgesellschaften immer mehr zerrissen wird. Und genau um dieses heutige Deutschland schmackhaft zu machen, werden ja Artikel wie der in der Taz geschrieben.

Doch um daher zu dem Artikel meiner Kollegin Ingrid Thurner (ich bin ja auch Ethnologe) zurückzukommen: Das Verbreiten der Namen von ein paar Handelsgütern, deren Handelswege durch islamisches Territorium führten, als Bereicherung anzuführen, zeigt bereits die Verzweiflung. Dass sie die Ziffern, mit denen wir rechnen, als „arabisch“ bezeichnet, obwohl sie aus Indien kommen, spricht ebenfalls für sich. Überhaupt sind die wenigstens islamischen Errungenschaften durch den Islam geschaffen, sondern nur verbreitet worden. In Indien, Persien und dem byzantinischen Orient geraubtes Wissen wurde teilweise weiter genutzt und verbreitet. Schaffenskraft ist dies jedoch mitnichten.

Vielmehr wäre das Wissen auch ohne den Islam nach Westen gelangt, oft genug sogar schneller. Denn während das byzantinische Reich auch im sogenannten „dunklen Mittelalter“ (das keineswegs dunkel war) weiterhin eine Hochkultur war, vernichteten die Muslime bei ihrer Ausbreitung eine Unmenge Kultur und sogar Wissen. Und schließlich auch die oströmische Hochkultur. Die Bibliothek von Alexandria fand unter der Herrschaft der Muslime ihr Ende. Angeblich, weil der Kalif befahl, dass alles außer dem Koran wertlos sei, woraufhin das gesammelte Wissen der Antike zum Heizen genutzt wurde.

Sucht man nach genuinen Erfindungen muslimischer Gelehrter, wird es nicht nur in der Gegenwart sehr dünn, wo sie praktisch keine wissenschaftlichen Nobelpreisträger zu stellen in der Lage sind, sondern auch in der Vergangenheit. Dies kann wenig überraschen, ist der Islam doch von seiner ganzen Dogmatik eigenständigem Denken extrem feindlich gegenüber gesinnt. Wer den Koran anzweifelt und uminterpretieren will, wird sehr schnell zum Abtrünnigen erklärt

Sure 2, Vers 217: Sie werden dich befragen nach dem Kampf im heiligen Monat. Sprich: “Kämpfen in ihm ist schlimm; aber Abwendigmachen von Allahs Weg und Ihn und die heilige Moschee verleugnen und sein Volk daraus vertreiben, ist schlimmer bei Allah; und Verführung ist schlimmer als Totschlag.“

Wer aber in einer Gesellschaft aufwächst, die eigenständiges Denken mit dem Tode bestraft, von dem können auch keine großartigen Wissenschaftlichen Erfolge erwartet werden. Schließlich erfordern sie ja ein Denken außerhalb bereits vorhandener und damit vorgegebener Bahnen.

Mich würde jetzt einmal interessieren, ob die Taz auch einen Artikel veröffentlichen würde, der genau nach dem Muster von Frau Thurner den Kolonialismus bejubelt. Infrastruktur, Medizin, modernes Staatswesen und auch Menschenrechte gelangten ja erst durch ihn nach Afrika und Amerika. Und auch Teile Asiens waren vor der Kolonialisierung von allen wissenschaftlichen Errungenschaften abgeschnitten. Entsprechend könnte man also auch den Kolonialismus hochjubeln.

Allerdings führt der Kolonialismus gerade eben nicht zu massenhaften Übergriffen seiner Anhänger auf Autochthone in Europa. Deshalb braucht es auch keine ihn bejubelnden Artikel, um die Ausbreitung europäischer Kolonialisten in der westlichen Welt weiter voranzutreiben. Vielmehr wird der Kolonialismus genutzt, um ihn als historische Schuld zu portraitieren, damit die Westliche Welt weiter Migranten, im Besonderen aus islamischen Ländern aufnimmt.

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Die ZEIT: Politische Verantwortung gibt es nicht mehr.

Karste Polke-Majewski hat nachgelegt. Nach seinem sensationell dämlichen ersten Artikel, der Merkel von aller Verantwortung ihrer Politik reinwaschen sollte, schreibt er nun, warum Angela Merkel „wirklich“ nichts mit den Flüchtlingszahlen zu tun hat.

 

Merkel ist zwar Kanzlerin, regiert aber scheinbar nicht

Laut Polke-Majewski und seinen co-Autoren waren nämlich nicht die Willkommensgestern der Grund für die hohen Zahlen, sondern andere Faktoren. Belegen will er dies unter anderem mit einer Grafik über die „Entwicklung der Flüchtlingszahlen in Deutschland“. Dabei wird – natürlich völlig überraschend – nicht etwa das erste Zeichen der „Einladung“ eingezeichnet, sondern erst die 11 Tage später getroffene Entscheidung die in Ungarn sitzenden Zuwanderer ins Land zu lassen.

Dass diese Leute sich dort der Registrierung verweigerten weil sie nach Deutschland wollten, hatte, so Polke-Majewski, sicherlich nichts damit zu tun, dass das BaMF elf Tage vorher über Twitter verbreitet hatte, es würden keinerlei Syrer mehr in andere EU-Staaten abgeschoben werden, wenn sie sich dort zuerst registriert hätten. Oder anders gesagt, das BaMF sagte, „Wer Syrer ist, kann bleiben“.

Legt man dieses Datum auf die Grafik der ZEIT an, sieht es gleich ein ganzes Stückchen anders aus:

Der Abstand 9. März bis 20. März an die Grafik der Zeit angelegt. Foto: Screenshot von der ZEIT.
Der Abstand 9. März bis 20. März an die Grafik der Zeit angelegt.
Foto: Screenshot von der ZEIT.

Warum die Zeit darauf verzichtete, dieses so wichtige Datum mit einzuzeichnen, kann wohl nur geraten werden. Ein Grund könnte sein, dass der BaMF Tweet am Beginn des wirklich rasanten Anstiegs der Zahlen steht. Und damit in einem direkten Zusammenhang.

In dem Artikel wird richtiggehend darauf hingewiesen, dass ein guter Teil der unmittelbar nach den „Einladungen“ Kommenden bereits auf dem Weg war. Allerdings zeigt der in einem unmittelbaren und deutlichen zeitlichen Zusammenhang stehende Anstieg der Zahlen, dass die sich bereits auf dem Marsch befindlichen nach den Handlungen der Bundesregierung in immer weiter steigender Zahl in Deutschland eingefunden hatten.

Dass am 7. September 2015, also zwei Tage nach der Entscheidung in Ungarn, in Bagdad demonstriert wurde und mit der Ausreise nach Deutschland gedroht wurde, wird ignoriert.

Ob am 6. September 2015 der Weltspiegel der ARD berichtete, dass sich nun Araber auf den Weg machen – wobei sie einen direkten Zusammenhang mit den deutschen Einladungen selbst äußerten, wird ignoriert.

Das alles ist irrelevant.

 

Es gibt keine politische Verantwortung mehr

Denn, und das ist meine Lehre aus den letzten 12 Monaten: Es gibt keine politische Verantwortung mehr in Deutschland.

Genauso wenig, wie Merkel eine politische Verantwortung dafür hat, wenn die von ihr ins Land gelassenen Terroranschläge verüben – denn wer dann einen Bezug auf Merkel herstellt wird mit Empörung überschüttet – genauso hat sie auch für sonst nichts eine Verantwortung.

Zwar ist Merkel seit 11 Jahren Kanzlerin, aber sie trifft dennoch „wirklich“ keine Schuld, wenn:

  • Trotz lange vorher bekannter erwarteter hoher Zahlen nichts gemacht wurde.
  • Keine Vorbereitungen getroffen wurden, obwohl die griechische Regierung bereits im Februar 2015 damit drohte, die „Flüchtlinge“ nach Berlin zu schicken.
  • Vor Ort nicht geholfen wurde.
  • Die Balkanroute nicht vor der Ankunft der Menschen geschlossen wurde.
  • Eine eigene Schließung der Grenzen überhaupt nicht erst versucht wurde.
  • Für den Fall einer Entscheidung für die Aufnahme nichts zur Registrierung, Unterbringung und Versorgung organisiert wurde.
  • Ein Türkei-Flüchtlingsabkommen nicht schon vor Frühjahr 2016 geschlossen wurde.
  • Ihre Selfies und Einladungen einladend gewirkt haben, was unzählige Interviews bestätigen.

Egal was passiert, obwohl Angela Merkel seit 11 Jahren die Geschiche dieses Landes leitet, sie hat für keinerlei politische Folgen ihres Handelns eine Verantwortung. „Flüchtlinge“ (darum schreibe ich es in Anführungsstrichen: Link und Link) sind offensichtlich eine Naturkatastrophe. Genau wie Angela Merkels Politik.

 

 

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Juhu, es waren keine Flüchtlinge in Köln

Ein Teil meiner Facebook-Timeline ist ekstatisch und teilt wie verrückt einen Artikel des österreichischen Portals „oe24“, wonach „Fast keine Flüchtlinge unter Kölner Sex-Tätern“ waren. Hämisch wird kommentiert, „Was jetzt wohl den blonden Professorenkindern“ gesagt werde, oder ähnlich seltsam anmutende Kommentare. Dumm nur, dass Meldung wie Kommentare nichts anderes sind als ein intellektuelles Armutszeugnis und eine Demonstration des willigen Schluckens von Propaganda.

 

Die Täter waren „Flüchtlinge“

Praktisch alle Täter waren Araber (aus Nordafrika oder der Levante), das sagt auch der Staatsanwalt:

Mittlerweile werde gegen 73 Beschuldigte ermittelt, sagte der Kölner Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer am Montag. Dabei handele es sich „weit überwiegend“ um Asylbewerber, Asylsuchende oder Menschen, die sich illegal in Deutschland aufgehalten hätten.

Flüchtling ist offenbar nur, wer nach August 2015 illegal die deutsche Grenze überquert hat. Screenshot
Flüchtling ist offenbar nur, wer nach August 2015 illegal die deutsche Grenze überquert hat. Screenshot

Wie von mir schon in der Vergangenheit süffisant kommentiert, ist man heutzutage scheinbar nur noch Flüchtling, wenn man nach dem August 2015 gekommen ist. Ausschließlich wer danach einen Asylantrag gestellt hat, ist Flüchtling. Wer davor einen gestellt hat, sagen wir im Februar 2015 oder gar schon 2013, ist keiner mehr.

Sinn ergibt das natürlich nicht den Geringsten. Es ist nur ein weiterer Schritt um mittels Herrschaft über die Sprache auch das Denken zu beherrschen. Es folgt der Schiene, auf die ich schon im Oktober hingewiesen habe, als erstmals der Begriff „Vertriebe“ pauschal für alle illegal Einreisenden verwendet wurde.

Was bitte soll der Unterschied zwischen einem im Oktober 2015 illegal eingereisten Marokkaner und einem im Oktober 2014 illegal eingereisten Marokkaner sein? Entweder sind beide Flüchtlinge oder keiner ist es. Wer so eine Sprachregelung unkritisch übernimmt, sagt Bezeichnendes über sich selbst aus.

 

Wenn es keine frischen „Flüchtlinge“ waren, ist es noch schlimmer

Dabei sind die Ergebnisse, wenn frisch illegal Eingereiste dann am Ende tatsächlich gerade einmal etwa 5  Prozent der Täter waren, nur umso bestürzender. Sie belegen dann nämlich, dass auch jahrelanges Wohnen in Deutschland die Menschen nicht weit genug integrieren konnte. Auch nach vielen Jahren, möglicherweise sogar nach einem Aufwachsen hier, haben sich diese Männer nicht nur nicht integriert, sondern scheinbar eher noch weiter radikalisiert und enthemmt.

Statt sich also ekstatisch zu freuen, dass es keine „Flüchtlinge“ waren, und damit seinen schmalen Horizont mit aller Penetranz zu demonstrieren, sollte man sich lieber ernste Sorgen darum machen, wie denn die Integration der jetzt in nie dagewesener Zahl Kommenden plötzlich gelingen soll, wenn sie denn hierbleiben. Genau danach sieht es ja nämlich aus.

 

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Wenn man zur eigenen Diffamierung gezwungen wird.

Eine Partei zu verarschen ist in der Demokratie nicht nur erlaubt, sondern richtig und völlig in Ordnung. Allerdings fällt die Fokussierung der Öffentlich-Rechtlichen auf die AfD doch massiv auf. Wie sie sie bei jeder sich bietenden Gelegenheit angehen. Die Partei mag selbst dafür mehr als genug Grundlage bieten und es geradezu einladen. Was ein Angehen der Partei auf sachlicher, wie satirischer Erbene natürlich völlig legitimiert. Es ist also völlig in Ordnung, wenn die AfD von den Öffentlich-Rechtlichen hart angegangen wird.

Nun ja, es wäre völlig in Ordnung, wäre da nicht ein kleines Detail:

Dass nämlich ebendiese Medien die AfD-Mitglieder dazu zwingen, für die Propaganda, Diffamierung und Agitation gegen sich selbst, zu bezahlen. Einer von unzähligen weiteren Gründen, die GEZ abzuschaffen und die öffentlich-rechtlichen auf eine selbstfinanzierte marktwirtschaftliche Basis zu stellen. „Wenn man zur eigenen Diffamierung gezwungen wird.“ weiterlesen

Deutschland braucht die volle Wahrheit

Im Pressekodex des deutschen Presserates heißt es unter Ziffer 12.1:

Richtlinie 12.1 – Berichterstattung über Straftaten
In der Berichterstattung über Straftaten wird die Zugehörigkeit der Verdächtigen oder Täter zu religiösen, ethnischen oder anderen Minderheiten nur dann erwähnt, wenn für das Verständnis des berichteten Vorgangs ein begründbarer Sachbezug besteht.

Besonders ist zu beachten, dass die Erwähnung Vorurteile gegenüber Minderheiten schüren könnte.

Dieser Paragraph ist Gift für Deutschland und für die Glaubwürdigkeit der Presse im Allgemeinen. Er sollte daher dringend umgeändert werden.

„Deutschland braucht die volle Wahrheit“ weiterlesen

Lügenpresse ist Ihre Entscheidung!

Das Wort der „Lügenpresse“ kursiert nun schon seit Monaten in Deutschland. Ich mag das Wort an sich nicht, da ich gerade gegenüber den großen Medien in Deutschland den Vorwurf der systematischen Lüge für falsch halte, ist doch eine Lüge laut Duden eine „wissentlich geäußerte Unwahrheit“. Nein, auch wenn es immer wieder Fälle gibt, bei denen etwas das ich höre oder sehe für mich eben genau das ist, eine wissentlich geäußerte Unwahrheit, so ist die pauschale Zuweisung für mich doch falsch. Es gibt nämlich in fast allen dieser Medien zugleich auch kritische Beiträge zu den Themen und eine anders lautende Interpretation eines Ereignisses macht eine Aussage nicht zu einer Lüge. Doch wenn wir den Begriff, zum Zwecke der Veranschaulichung innerhalb der Argumentation, einmal nutzen wollen, so kann ich Ihnen, lieber Leser, nur sagen: „Sie haben Schuld an der Lügenpresse!“ Denn Sie, ja genau Sie, sorgen dafür, dass wir keine anderen Medien haben!

„Lügenpresse ist Ihre Entscheidung!“ weiterlesen

Wenn Julius Streicher zufrieden in der Hölle nickt

Der Spiegel ist eines der unerträglichsten deutschen Medien unserer Zeit. Relevant ist dies jedoch nur deshalb, weil er zugleich das meistgelesene Magazin des Landes ist und nicht etwa nur eine der Zeitung „Neues Deutschland“ vergleichbare Verbreitung hat. Aktuelles Beispiel dafür, warum der von mir an sich entschieden abgelehnte Begriff „Lügenpresse“ manchmal doch zutreffend ist, hat er mit Akif Pirincci geliefert.

 

Der Spiegel zitiert bewusst falsch

In seinen Artikeln über die Rede können wir lesen, was ich hier in Screenshots festhalte:

Bildschirmfoto.
Bildschirmfoto.
Bildschirmfoto
Bildschirmfoto

Dumm nur, dass diese Zitate völlig aus dem Zusammenhang gerissen wurden. Tatsächlich unterstellt er Politikern, sie würden nicht nur Deutsche zum Verlassen des Landes auffordern, sondern sie wohl am liebsten auch in Lager sperren. Dies ist natürlich eine Aussage, die zum Rest seiner Rede passt. Völlig überdreht, völlig überspitzt, 110% Provokation. Überhaupt, es ist eine Aussage, die zu einer Rede passt, in der wohl kaum ein Satz ohne Beleidigungen und Fäkalausdrücke auskam. Zu einer Rede also, an der es weiß Gott genug zu kritisieren gäbe.

Umberto Eco hat in „Wie man eine wissenschaftliche Abschlußarbeit schreibt“ klare Regeln für die Zitation vorgelegt. Schon die erste Regel bestimmt, dass Zitate ausführlich zu erfolgen haben  (vgl. Eco 1993, S. 197.). Dabei muss das Zitat eine angemessene Länge haben, die klar den Sinn und Zusammenhang des Zitats wiedergibt.

Vielleicht ist es ja erforderlich, keinerlei Anstand und Aufrichtigkeit zu haben, wenn man beim Spiegel arbeitet. Intelligenz wird aber dennoch erforderlich sein. Entsprechend kann man auch von Spiegel-Redakteuren erwarten, dass Sie von diesen Grundregeln des Zitierens wissen. Somit ist die Verkürzung seiner Aussage eine Infamie, die ihresgleichen sucht. Sie ist eine solche Unverschämtheit, ein so ekelhaftes Verhalten, dass wiederum ich meine Worte mit Bedacht wählen muss. Nur so viel: Ich kann mir denken, was heutzutage die Lieblingslektüre von Julius Streicher wäre.

Der Tatsächliche Zusammenhang des Zitats war nämlich dieser:

Als ich bezüglich dieser Rede für ein Hintergrundgespräch von einer Tageszeitung befragt wurde, weil man wohl glaubt ich kenne ihn etwas besser nachdem ich vor zwei Jahren ein längeres Interview mit ihm geführt hatte, sagte ich, dass ich an eine ganz bewusste Provokation glaube. Sein aktuelles Buch würde sich wohl deutlich schlechter verkaufen als sein Bestseller „Deutschland von Sinnen“ vom letzten Jahr. Mit dieser Provokation wollte er so richtig auf die Pauken hauen, damit sein Name wieder ins Gespräch kommt.

Die Titanic sieht das genauso und schreibt:

Akif Pirinçci hat es geschafft: Die „Lügenpresse“ nimmt seine KZ-Provokation von vorgestern wie geplant dankend auf, reißt sie aus jedem Zusammenhang und bedient damit genau die Ressentiments, die seinen Erfolg und den der beschissenen Pegida-Bewegung erst möglich machen. Heute erscheint übrigens sein neues Buch: hier bestellen!

Dass der Spiegel das Zitat in anderen Artikeln in den Zusammenhang setzte ändert daran übrigens überhaupt nichts. Zum einen wurden die beiden oben verlinkten Beiträge nicht unmittelbar nach der Rede veröffentlicht, wo man möglicherweise noch nicht den Zusammenhang kannte, sondern einen Tag später. Zum anderen wäre auch bei einer sofortigen Veröffentlichung in einem so gravierenden Fall eine Abänderung der Artikel zwingend notwendig.

Ein Einzelfall ist diese Art der Berichterstattung übrigens nicht. Der Spiegel ist auch für andere Perlen des geradezu beispielhaft seriösen Berichtens bekannt:

Ein wahres Meisterwerk.
Ein wahres Meisterwerk.

Der Spiegel weiß eben, welche Leser er sich wünscht und welche er bedienen möchte:

Screenshot Spiegel Online Facebook-Seite vom 20.05.2015.
Screenshot Spiegel Online Facebook-Seite vom 20.05.2015.

Hier übrigens mein Gespräch mit Akif Pirincci:

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Öffentlich-Rechtliche „Experten“

Jürgen Döschner ist, laut eigener Angabe „ARD/WDR-Energieexperte u. Leiter Investigative Recherche WDR Radio“.

Als „Quelle“ nimmt dieser „Experte“ die Netzfrauen, quasi der Zentralrat der alarmistischen Verschwörungstheoretiker.

Screenshot. Quelle: https://twitter.com/jdoeschner/status/630468912128376832
Screenshot. Quelle:
https://twitter.com/jdoeschner/status/630468912128376832

Das nennt sich dann vermutlich „neutrale Berichterstattung“…

Nachtrag: Straftaten goutieren darf er ebenfalls in den GEZ-Medien.

Der Protest – vielleicht nicht legal, aber legitim – werde sich nicht mit Schlagstöcken aufhalten lassen.

Fundsachen-Propaganda: Oder wenn das Geld plötzlich auf der Straße liegt

Auf Facebook ist meine ganze Timeline ist voll mit Häme und Belustigung, über die täglich in den Medien erscheinenden Berichten über Geld, das von Asylbewerbern gefunden wurde.

In der Tat ist auffallend, wenn Flüchtlinge 500 Euro Scheine finden, die sie stolz in die Kamera halten. In mehreren Jahren Betreiben eines eigenen Ladens mit Waren zu Stückpreisen jenseits der 500 Euro, habe ich im Ganzen wohl keine drei 500 Euro Scheine in Händen gehalten. Ein süffisanter Kommentar eines Facebook-Kontakts angesichts der Schwemme an gefundenen Geldbörsen war entsprechend auch:

Kein Wunder, dass die alle herkommen. Hier liegt das Geld ja offensichtlich auf der Straße.

„Fundsachen-Propaganda: Oder wenn das Geld plötzlich auf der Straße liegt“ weiterlesen