Nicht jede Modernisierung ist sinnvoll – 007 und Terminator

Letzte Woche war ich in dem neuen Terminator-Film. Ich hatte schon vorher gelesen, dass der Film derart floppen soll, dass eine an sich geplante Fortsetzung der Serie zunehmend ausgeschlossen ist. Als Fan der ersten Filme, der auch die Fortsetzungen geschätzt hat, wollte ich den Film dennoch unbedingt sehen und mir meine eigene Meinung bilden.

Der Film erwies sich als solider Action-Streifen. Handwerklich war er kein Meisterwerk, aber er war durchaus unterhaltsam. Leider jedoch machte die neue progressive/regressive linke Ideologie in Hollywood auch vor diesem Film nicht halt und sorgte so dafür, dass mein Genuss erheblich eingeschränkt wurde.

Nicht nur, dass die Handlung nicht auf den anderen Filmen aufbaute, was für sich schon seltsam ist; wäre Arnold Schwarzenegger nicht für einen kommerziellen Erfolg eine vermutete Notwendigkeit, so hatte man wohl auch ihn entfernt. Wenn Männer überhaupt in dem Film vorkommen, dann nur als Bösewichte, Leichen oder Dummköpfe.

Jede Hauptperson muss eine Frau sein. Frauen sind die Coolen, die Guten und die Starken. Männer sind von einzelnen Szenenauftritten und Arnold Schwarzenegger abgesehen, nur vorhanden, damit Frauen etwas zu töten haben.

Warum ist das nötig? Ja, wir haben das 21. Jahrhundert. Aber warum muss ein offensichtlich an neuen Ideen völlig verarmtes Hollywood alte Klassiker und Franchises komplett umbauen, damit die Hauptpersonen nun Frauen sein können? Ich bin in den 80ern und 90ern aufgewachsen. Die Alien-Reihe waren damals absolute Blockbuster und sind bis heute Kultfilme geworden. Mit einer Frau als zentralen Action-Helden. Die Blade-Reihe gehört bis heute zu meinen Lieblingsfilmen – mit einem Schwarzen als Hauptdarsteller.

Niemand hat damals ein Aufsehen darum gemacht, zumindest kann ich mich nicht erinnern. Der Held von Alien wurde eben als Frau eingeführt, der von Blade als Schwarzer. Alles gut. Man mochte die Filme oder eben nicht. Welche Genitalien oder wie viel Melanin die Hauptdarsteller hatten, war für die Meisten irrelevant.

Weil man heute in Hollywood aber offensichtlich jeder Kreativität ermangelt, kann man nicht einfach neue, eigene, Filme und Serien mit neuen Hauptdarstellern erstellen, sondern muss geliebte Franchises übernehmen. Wer weiß, ob hier nicht auch der bewusste Wunsch der Umerziehung dabei ist, dass eben gerade die alten Fans sich nun gefälligst an die neue Zeit anzupassen haben.

Ich finde es nur noch nervig und freue mich, dass zumindest gelegentlich der Markt die passende Antwort gibt. Dieser Terminator ist gescheitert, obwohl er an sich ein solider Film ist. Ob die Produzenten allerdings daraus lernen, ist wohl leider zweifelhaft. Eine durch und durch rassistische Produktion von „Black Panther“ hat dessen gigantischen weltweiten Erfolg so wenig geschmälert, wie ein zweifelsfrei ebenfalls der gleichen progressiven/regressiven Ideologie folgender „Captain Marvel“. Immerhin wurden hier aber neue Charaktere eingeführt, was noch etwas Kreativität belegt.

Und auch vor James Bond macht das Ganze nicht halt. Ich hatte früher schon einmal darüber (auf Englisch) geschrieben, wie sehr mich diese durch Identitätspolitik bestimmte Auswahl von Darstellern ankotzt, als erste Gerüchte auftauchten, der neue James Bond solle nun endlich ein Schwarzer sein. Nicht etwa ein guter Schauspieler, der zufällig schwarz ist. Sondern ein Schwarzer, wegen seines Anteils an Melanin.

Noch wird Daniel Craig doch noch einmal James Bond spielen. Er wird aber ein Elektroauto haben und verheiratet sein. Mit einer Frau, die seinen Namen natürlich nicht angenommen hat. Vermutlich, weil diese schöne Tradition ein Zeichen des ach so bösen Patriarchats sein soll.

Muss dieses Umerziehen wirklich sein? Können sie einen normalen Menschen wie mich nicht einfach in Ruhe lassen und seine alten geliebten Franchises genießen lassen? Können sie nicht einfach ihre eigene Filmreihe mit einem transsexuellen non-binary queer-Schwarzen als Superhelden / Agenten / Roboter erzeugen, während ich meinen reaktionären Genuss geliebter Filme von vor gerade einmal 30-40 Jahren weiter genießen darf?

Mein letztes Buch befasst sich mit der „Flüchtlingskrise“ und ist hier käuflich zu erwerben: Nein, wir schaffen das nicht!: Warum die aktuelle Flüchtlingskrise zu einer Staatskrise wird.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Dann speichern Sie sich diesen Link hier als Lesezeichen für Ihre Einkäufe auf Amazon ab, um mich künftig mit etwa 5% Ihrer Einkaufssumme zu unterstützen – ohne Mehrpreis für Sie! Folgen Sie mir hier auf Facebook, Gab.ai, Twitter und tragen Sie sich hier in meinen Newsletter ein, um mehr von mir zu hören.