Gute Verfassungfeinde, schlechte Verfassungsfeinde

Sie erinnern sich garantiert an die Empörung, als bei den Demonstrationen in Chemnitz einige Neonazis auftauchten, die ihre Parolen brüllten und den Hitlergruß zeigten. Diese waren meines Wissens nicht zu den Demonstrationen eingeladen, sondern hatten sich, wie es bei jeder Demonstration möglich ist, einfach beteiligt.

Als ich 2010 in Bayern eine Demonstration organisierte und die Beteiligung von Neonazis fürchtete, sagte mir die Polizei, ich dürfe niemanden von einer Demonstration ausschließen, auch als Organisator nicht. Eine Demonstration ist eine öffentliche Veranstaltung. Alles, was ich im Falle der Beteiligung von Neonazis machen könne, sei die Demonstration für beendet zu erklären. Effektiv bedeutet das, dass eine Beteiligung von Neonazis entweder ertragen werden muss, oder effektiv das Demonstrieren verhindert.

Eine also, solange man sein Demonstrationsrecht wahrnehmen möchte, nicht zu verhindernde Teilnahme von Neonazis machte die Demonstrationen in Chemnitz zu „Nazidemos“.

 

Auf der anderen Seite verbünden sich SPD, Grüne und FDP offen mit einem ganzen Sammelsurium von Verfassungsfeinden und vom Verfassungsschutz beobachteten Parteien, um geplant mit ihnen zu demonstrieren.

Aber gut. Manche Tiere sind eben gleicher und eine geplante Demonstration mit der gewaltbereiten Antifa oder praktisch jeder verfügbaren kommunistischen und leninistischen Organisation, die die freiheitliche Ordnung abschaffen möchte, ist legitim.

Nein, ist sie nicht. Wer sich an so etwas beteiligt, ist nicht mehr satisfaktionsfähig. Erst recht nicht, wenn er sich gleichzeitig über nicht geplante Teilnahme von Neonazis bei einer Demonstration echauffiert.

Wer so etwas macht, hat jedes Recht verloren, sich legitim über Bündnisse mit ekelhaften Personen oder Organisationen am rechten Rand zu beschweren.

 

Mitgliedsorganisationen

 

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Holocaust: Man konnte es wissen, musste es aber nicht

In meiner Filterblase auf Facebook geht gerade ein sieben Jahre alter Artikel neu herum. In ihm wird von einem Tagebuch berichtet, das ein Zeitzeuge zur Zeit des Nationalsozialismus geschrieben hat und wie ihm klar war und wurde, dass die NS-Regierung mordet. Er sprach von „der Ausrottung der Juden und Polen“. Lesen Sie den Artikel selbst, er ist es wert.

Geteilt wird dieser Artikel mit zwei Begleittexten. Entweder, dass er belege, damals habe jeder alles gewusst und dürfe sich nicht entschuldigen, oder aber, dass sich in der Zukunft keiner herausreden dürfe, was heute passiere.

Beides ist zu kurz gegriffen.

 

Informationen sind immer verfügbar

Ich erinnere mich an einen Fall vor einigen Jahren, wo ein Professor in Russland zu vielen Jahren Lagerhaft wegen Spionage für die USA verurteilt wurde. Sein Verbrechen: Er hatte Zeitungsausschnitte an die Botschaft der USA geschickt. Zeitungsausschnitte, also frei verfügbare Informationen.

Leider finde ich keine Artikel zu dem Urteil mehr, aber ich habe ein ähnliches Urteil aus Dänemark gefunden, wo ein Hochschullehrer anscheinend wegen der Weitergabe von Kontaktdaten von vielversprechenden Studenten wegen Spionage verurteilt wurde.

Kivimäki would never have received a five-month prison sentence for espionage, had he passed on a list of names of promising students who could be recruited to work for France, the US, the UK or Israel, and if he had passed on information about the director of the Danish Centre for Military Studies to French, American or British diplomats,” he said.

Die Weitergabe von Kontaktdaten von Personen, die garantiert in Sozialen Netzwerken aktiv waren, wurde als Spionage ausgelegt. Weil der Hochschullehrer sie Russen gegeben hatte, die von der Justiz als Agenten identifiziert wurden. Auch hier wurden keine Geheimdokumente weitergegeben. Niemand lief mit einer Kamera im Knopfloch herum und fotografierte militärische Anlagen oder Blaupausen. Es wurden frei verfügbare Informationen gesammelt.

Tatsächlich ist es nämlich so, dass fast immer fast alles bekannte Wissen mit ein wenig Arbeit verfügbar ist, heute dank Internet natürlich noch viel mehr als früher. Egal was Sie lernen wollen, Sie werden mit Fleiß und Intelligenz die notwendigen Informationen beschaffen können.

Elliot Higgins, ein Studienabbrecher und Angestellter hat daraus eine Karriere gemacht, indem er während seiner Arbeitslosigkeit Videos und Bilder aus Syrien ansah und sich im Internet die Informationen beschaffte, was das für Technik sei. Ohne jeden militärischen oder fachlichen Hintergrund machte er sich so selbst zu einem Experten für die verwendeten Waffen in Syrien und zu einem Fachmann für Open Source Recherche. Heute unterrichtet er seine Methoden sogar. Das von ihm gegründete Unternehmen Bellingcat konnte unter Heranziehung der unterschiedlichsten freien Informationen wie Bilder von Webseiten, Google Maps, Fotos auf Sozialen Netzwerken, etc., die Position von russischer Artillerie, die auf ukrainische Truppen schoss, akkurat innerhalb Russlands identifizieren, sie konnte den Ort von Hinrichtungsvideos erkennen und vieles mehr.

Der Schauspieler Shia LaBeouf hat im Rahmen einer Kunstaktion gegen den US-Präsidenten Donald Trump eine Fahne mit „He will not divide us“ an einem geheimen Ort in den USA aufgehängt. Die Fahne war in nur knapp über einem Tag gefunden und entfernt. Die Trolle hatten dabei Sternenkonstellationen und Kondensstreifen analysiert, um den Ort innerhalb des gewaltigen Landes einzugrenzen.

Doch während alle Informationen verfügbar sind, kommt es darauf an, sie zu nutzen. Und vor allem: Sie richtig zu nutzen. Die Auswahl, welche Informationsquellen zuverlässig sind und welche man nutzt und wie man sie nutzt ist die wirkliche Kunst. Man muss auch intelligent und kreativ genug sein, um selbst auf die Idee zu kommen, gewisse Informationen als Quelle zu nutzen. Und diese anschließend mittels Quellenkritik (Hier ein längerer Artikel zur Quellenkritik von mir) richtig bewerten.

Es kommt also darauf an, was Sie mit den Informationen machen!

 

Man muss halt Fragen stellen – und zwar die richtigen

Friedrich Kellner, der Protagonist aus dem eingangs verlinkten Artikel, verwendete teils sehr kreative und an sich krude Methoden, um an Informationen zu kommen. Er nahm beispielsweise die Zahl der Todesanzeigen einer Zeitung, multiplizierte sie mit der Zahl der Tageszeitungen und multiplizierte das mit der Zahl der Tage des Monats. So kam er zu einer Rate von mindestens 30.000 gefallenen Deutschen pro Monat. Selbstverständlich ist eine solche Rechnung unsinnig und bestenfalls eine sehr grobe Annäherung, für ihn diente sie jedoch als Mittel, um zu erkennen, wie verlustreich der Krieg war.

Die jeweils aktuelle Propagandawelle setzte er in Beziehung zu dem, was oft nur wenige Wochen zuvor berichtet worden war oder was die NS-Funktionäre vor Jahren gesagt und geschrieben hatten.

Um das zu können, muss man über ein ausreichendes Gedächtnis und die Zeit für intensive Zeitungslektüre verfügen. Gleichzeitig muss man aber auch in der Lage sein, die Wichtigkeit zu erkennen und den entscheidenden Aussagen zu glauben. Und während einem das keine belastbaren Informationen gibt, so kann man daraus doch Schlüsse ziehen. Hitler sagte in einer Reichstagsrede vor Kriegsbeginn Folgendes:

„Ich will heute wieder ein Prophet sein, wenn es dem internationalen Finanzjudentum in und außerhalb Europas gelingen sollte, die Völker noch einmal in einen Weltkrieg zu stürzen, dann wird das Ergebnis nicht die Bolschewisierung der Erde und damit der Sieg des Judentums sein, sondern die Vernichtung der jüdischen Rasse in Europa.“

Wenn sich Friedrich Kellner an diese Rede erinnerte, und als an ein internationales Publikum gerichtete Reichstagsrede muss sie jedem zugänglich gewesen sein, der sich für die Politik interessierte, so konnte er eins und eins zusammenzählen, was wohl mit den Juden passiert, die abgeholt wurden, deren Hab und Gut zurückblieb und deren Wohnungen sofort umverteilt wurden. Dazu brauchte er keinen Zeugen, der ihm von Massenerschießungen an der Ostfront berichtete, den er aber sogar hatte.

Man konnte es also unzweifelhaft mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wissen, dass den Juden Furchtbares angetan wird, auch ohne selbst Zeuge geworden zu sein oder Zeugen gehört zu haben. Doch können heißt nicht müssen.

 

Paranoia oder Durchblick?

Verzeihen Sie mir bitte die Geschmacklosigkeit vom Holocaust eine Parallele zur heutigen Politik zu ziehen, doch manche Vergleiche müssen vielleicht hinken, wenn man Dinge herausarbeiten will.

Wer mich öfter liest, weiß, wie ich die aktuelle Massenzuwanderung bewerte. Ich habe ja sogar ein Buch darüber geschrieben. Meine Erwartungen sind verheerend und ich sehe eine Prognose nach der anderen eintreffen. Dabei bin ich weder ein Prophet, noch ein Hellseher. ich habe einfach frei verfügbare Informationen aneinander gefügt und daraus Schlüsse gezogen. Damit war ich keineswegs alleine, auch wenn die Mehrheit des Landes es im Besonderen 2015/16 noch deutlich anders sah.

2016 habe ich mit Freunden gegrillt, wobei auch ein Nachbar der Freunde anwesend war, den ich seit Jahren kenne und mag. Dabei kam es auf die Zuwanderung zu sprechen und die Stimmung wurde giftig. Der Nachbar, ein unheimlich sympathischer und netter Typ, erwiderte empört: „Ist denn irgend etwas für Dich schlechter geworden, durch die Flüchtlinge?“

Ich muss hier nicht über die Kriminalitätszahlen oder die explodierenden Zahlen an Gerichtsverfahren wegen Terrorismus referieren – und hier soll es ja auch nicht um dieses Thema gehen –  doch als ich den Mann im Sommer 2018 in Deutschland auf der Hochzeit meiner Freunde wieder traf, sagte ich zu ihm, ich wolle hier weiß Gott keine politische Diskussion anfangen. Ich wolle ausschließlich wissen, ob er es immer noch so sehe.

Er zeigte daraufhin auf die Hochzeitsfeier, die eine geschlossene Gesellschaft in einer Hafenbar war, und fragte mich: „Und? Siehst Du hier irgendetwas? Ist hier irgendwas schlechter wegen der Flüchtlinge?“

Auf einer geschlossenen Gesellschaft wohlhabender Deutscher? Natürlich nicht. Aber wenn es als Maßstab ausreicht, dass man in der eigenen Wohnung noch immer Strom und Wasser hat, dann wird so schnell tatsächlich gar nichts schlechter. Wenn es egal ist, ob sich andere nachts nicht mehr in den Park trauen, solange eine geschlossene Gesellschaft keine Einschränkungen hat, dann ist tatsächlich nichts schlechter geworden.

Was die Motivation dieses Mannes ist, weiß ich nicht. Tatsache ist, dass er mir (und vermutlich sich selbst) glaubhaft verkaufen will, nichts habe sich zum Schlechten verändert. Er glaubt es selbst. Dabei könnte er es sehen, würde er mit meinen Augen in die Welt blicken. Das tut er aber nicht.

Ich habe in einem früheren Artikel hergeleitet, dass die Regierung die juristischen Mittel für eine Diktatur geschaffen hat. Von Lesern wurde mir expressis verbis mitgeteilt, ich sei paranoid. Werden diese juristischen Mittel einmal wie skizziert zur Vernichtung der Existenz Oppositioneller angewendet, war ich derjenige, der es ganz früh erkannt hat und es mit frei verfügbaren Informationen kommen sah. Kommt es allerdings nicht, wird sich keiner an mich erinnern oder bestenfalls über mich lachen. Dann war ich bestenfalls der Irre, der glaubte, die Regierung wolle Böses. Oder eben der Irre, der glaubte, die Zuwanderung der Flüchtlinge würde furchtbar enden.

Doch zurück zum Holocaust und zu den NS-Verbrechen: Um von den Verbrechen zu wissen, musste man es wollen. Man musste sich selbst Fragen stellen, was wohl mit all den Menschen passiert, die verschwinden. Man musste Soldaten aktiv fragen oder vertrauenswürdig (und damit NS-kritisch) genug erscheinen, damit sie sich einem anvertrauten. Man musste intelligent genug sein, um Informationen aus den verfügbaren Quellen richtig zu kombinieren, All diese Bedingungen waren nicht zu viel verlangt, wurden aber auch bei weitem nicht durch jeden erfüllt.

Manche waren zu dumm, andere zu feige. Wieder andere waren bereits so weit in NS-Kreisen etabliert, dass sich ihnen gegenüber aus Angst vor Denunziation keiner mehr anvertraute, während sie selbst ihre knapp bemessene Zeit mit der Lektüre von nur einer strammen Parteizeitung verbrachten, während natürlich keine Feindsender gehört wurden. Andere hat es schlicht nicht interessiert.

 

Es ist ein Stück weit selbstgerecht, zu urteilen

Ich war im zweiten Semester meines Studiums der Geschichte, als ein Professor in seiner Vorlesung über die Zeit des Nationalsozialismus sagte, er selber wäre im Widerstand gewesen. Ich schrieb ihm daraufhin eine Email und fragte ihn, ob das nicht selbstgerecht sei, sich als jemand, der nach dem Krieg geboren wurde, zum Widerständler zu erklären. Ich bekam keine Antwort und stellte anschließend sicher, nie mehr in eine Veranstaltung dieses Professors zu gehen um so nach Möglichkeit einer eventuellen Bestrafung mittels Benotung für meine Kritik zu entgehen.

Für mich ist und bleibt es nämlich anmaßend, sich als Kind einer Nachkriegsgeneration zum Widerstandskämpfer zu erklären. Wenn Sie heute 100 Menschen fragen, ob sie damals im Widerstand gegen das Dritte Reich gewesen wären, werden sich vermutlich 50 zur Reinkarnation von Graf von Stauffenberg erklären. Natürlich. Wer heute weiß, was damals passiert ist, der muss ja dem Widerstand angehören, wenn er irgendeinen moralischen Kompass hat. Nur ist dies eben das Wissen des Rückblicks und die Gnade der späten Geburt. Wir alle wissen, wozu das NS-Regime geführt hat und würden daher auch Informationen aus der Hand des Regimes unter Einbeziehung dieses Wissens betrachten, ihm also nichts einfach so glauben. Und natürlich: Wenn Sie mich per Zeitmaschine zurück schicken, würde ich mich am Widerstand beteiligen. Wie wohl fast jeder von Ihnen.

Zeitmaschinen sind allerdings Fiktion. Zeitgenossen wussten beispielsweise 1939 eben nicht, dass der Krieg mit Millionen und Abermillionen industriell Ermordeten und zig-Millionen Kriegstoten enden würde. Sie wussten nichts vom Holocaust, oder dass bedingungslos Deutschland kapitulieren und die Sowjetunion halb Europa für 50 Jahre beherrschen würde. Sie konnten es bestenfalls erahnen.

Zeitgenossen fehlte nicht nur das Wissen, das wir in der Rückschau haben, sie waren auch bereits jahrelang der staatlichen Propaganda unterworfen, die ihre tatsächlich vorzeigbaren politischen Erfolge effektiv nutzte, um große Teile des Volkes hinter sich zu bringen oder zumindest von jeder Opposition abzuhalten.

Die einzig ehrliche Antwort auf die Frage. „Wären Sie im Dritten Reich im Widerstand gewesen?“ kann also nur sein: „Ich weiß es nicht. Aber ich hoffe inständig, ich wäre kein Mitläufer oder gar Täter gewesen, sondern im Widerstand.“ Alles andere ist vermessen.

Um das abzuschließen: Jeder konnte es wissen, der es wissen wollte. Daran kann kein Zweifel bestehen. Der Umfang mag nicht absehbar gewesen sein, aber dass die deutschen Truppen in Osteuropa nicht Glück und Frieden als Befreier brachten, sondern Tod und Verderben, weit über die feindlichen Soldaten hinaus, war evident. Dass die Behinderten, Juden und Zigeuner abgeholt wurden und verschwanden, dass ihr Eigentum vom Staat verkauft wurde, war nicht zu übersehen.

Aber genauso klar ist, dass viele es nicht wissen wollten, weil sie andere Sorgen oder einfach nur Angst vor einer Denunziation hatten. Dass sie auf die Hochzeitsgesellschaft zeigten und sagten: „Wo macht die Regierung hier etwas Schlechtes?“ Dass sie sich einfach nicht dafür interessierten und nie auch nur einen Gedanken dahingehend verschwendeten.

Im Nachhinein daher über die eigenen Eltern und Großeltern zu urteilen, fällt leicht, ist aber vielleicht nicht immer gerecht. Viele von uns haben evidente Entwicklungen um uns herum nicht erkannt. Andere haben Entwicklungen erkannt, die nie eingetroffen sind, sie waren also paranoid.

 

Ich glaube nach wie vor nicht, dass Donald Trump die Republik in den USA beschädigen wird, während intelligente Leute meines Umfeldes nach seiner Wahl das Ende des Westens erklärten und genau diese Erwartung äußerten. Ich glaube nach wie vor nicht, dass die AfD eine Gefahr für die liberale Demokratie ist. Ich glaube nach wie vor, dass die Zuwanderung der sogenannten Flüchtlinge eine Katastrophe ist und dass die Regierung sich mit den Gesetzesänderungen der letzten Jahre eine beängstigende Machtfülle zur Vernichtung der Existenz von Oppositionellen verschafft hat.

Vielleicht liege ich mit all dem falsch. Dann habe ich die offen erkennbaren Zeichen nicht gesehen, dass die AfD das Vierte Reich will und Trump die USA in eine rassistische Diktatur der Weißen verwandeln will. Vielleicht lag ich auch völlig falsch mit meiner Bewertung der Flüchtlingskrise und all diejenigen, die ihr schulterzuckend begegneten und sie gar zur Chance erklärten, hatten Recht. Vielleicht wird der Rechtsstaat halten und keine Regierung je auf die Idee kommen, die ihr zur Verfügung stehenden Mittel je nutzen. Dann war ich nur paranoid.

Der Umstand, dass jeder etwas sehen kann, heißt eben nicht, dass er es sehen muss. Es heißt nur, dass er sich nicht damit herausreden kann: „Ich konnte es nicht wissen.“ Doch, konntest Du.

 

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Die Ökonomie des Krieges (II) – Abschreckung und Wehrpflicht

Rütliweise in der Schweiz. Es ist der 1. August 1941. Der Präsident des Schweizer Parlaments wartet auf einem Podest vor Abordnungen aller Kantone auf das Ankommen eines wichtigen Gastes. Abordnungen von Soldaten in grauen Uniformen stehen Spalier. Auf einen Befehl ihres Kommandeurs springen sie plötzlich ins Achtung, als ein schwarzer Mercedes mit Standarten auf der Motorhaube auftaucht. Als der Wagen anhält packt ein Windstoß die Standarten und dreht sie parallel zum Beobachter. Die rote Fahne mit dem Hakenkreuz wird deutlich sichtbar, als Adolf Hitler aussteigt um im zweiten Rütlischwur die Schweiz endlich nach 650 Jahren wieder heim ins Reich zu holen.

Nach einem kurzen Militärischen Konflikt hatten die Schweizer Streitkräfte im letzten Jahr kapituliert, nachdem die Regierung wegen massiver innerer Streitigkeiten auf eine Mobilisierung verzichtet hatte, um Deutschland nicht zu provozieren. Festungsbauten waren die Jahre davor nicht erfolgt, da Politiker sie als Geldverschwedung abgetan hatten. „Brot statt Bunker! Weder Deutschland, noch Frankreich sind eine Bedrohung für uns.“
Guisans Kriegstreiberei hatte zu seiner Entlassung aus dem Militärdienst zum Jahreswechsel 1938/39 geführt, während das massive Wachstum der Frontenbewegung das Land im Inneren geschwächt hatte.

26/07/1944. Als die USS Iowa langsam in die Bucht von Tokio einläuft, schießen die beiden größten Schlachtschiffe der Welt, Yamato und Musashi, je 21 Salven Salut, um das offizielle Inkrafttreten des Friedens- und Freundschaftsvertrages zu bezeugen.
Nachdem der Kaiser 1941 einen Überraschungsangriff als eines Samurais unwürdig verboten hatte, war die Kriegserklärung an die USA volle drei Tage vor dem Abfeuern des ersten Gewehrs erfolgt. Die Erklärung hatte dabei langatmig die angebliche Ungerechtigkeit gegenüber des Kaiserreichs erklärt. Der nur zwei Wochen vorher zum Botschafter ernannte Admiral Yamamoto Isoroku hatte in den folgenden Tagen großartiges rhetorisches Geschick bewiesen, als er der amerikanischen Presse ein aufs andere Mal erklärte, wieso Japan durch die USA zu diesem Schritt gezwungen wurde. Seine geschickt geschliffenen Worte hatten große Sympathie auf Seiten der Amerikaner geschaffen, die sich lieber auf Deutschland konzentrieren wollten, das der japanischen Kriegserklärung nicht nur gefolgt war, sondern umgehend mit dem Versenken von Schiffen vor der Ostküste begonnen hatte. Dabei fielen mehrere Passagierschiffe den deutschen Torpedos zum Opfer, die Überlebenden wurden von den Ubooten aus mit Maschinengewehren im Wasser beschossen, die Rettungsboote gezielt versenkt, damit möglicht viele Menschen ertrinken.

Der Krieg hatte trotz des deutlichen industriellen Ungleichgewichts zugunsten der Japaner begonnen, das Kriegsglück sich aber mehr und mehr in Richtung der USA verschoben. Zu groß war das Kräfteungleichgewicht. Als der japanischen Heeres- und Marineleitung nach einer großen verlorenen Seeschlacht klar wurde, dass ein militärischer Sieg nicht zu gewinnen sein würde, fühlte man vorsichtig in Richtung eines Verhandlungsfriedens vor. Dabei hatte die Propaganda Japans so gut gewirkt, dass die amerikanische Öffentlichkeit mehrheitlich glaubte, die Japaner seien eigentlich von den USA falsch behandelt und daher zum Krieg getrieben worden. Es gäbe also keinen Grund, Japan mit aller Kraft in die Knie zu zwingen. Vielmehr gab es sogar Stimmen, die den Wert einiger Inseln im Pazifik so gering bewerteten, dass man sie doch durchaus den Japanern überlassen könnte, wenn das Resultat davon wieder gute Beziehungen wären. Die verbissene Gegenwehr der Japaner bei den wenigen amphibischen Landungen der Amerikaner hatten ihr Übriges getan, um der amerikanischen Öffentlichkeit zu zeigen, dass ein militärischer Sieg über Japan enorm teuer werden würde. Viele stellten daher offen die Frage: „Warum?
Am Ende wurde de facto ein weißer Friede mit Rückkehr zum status quo ante bellum geschlossen, zumal sich Japan als Kämpfer gegen den chinesischen Faschismus erklären konnte, hatte Deutschland doch Chinas Armee ausgebildet und gute Kontakte zu Chiang Kai-Shek unterhalten. Dies ermöglichte den japanischen Unterhändlern zu erreichen, dass die amerikanischen Sanktionen von vor dem Krieg aufgehoben wurden und Japan Ziel, China zu ordnen akzeptiert wurde.
Nach gewonnen Seeschlachten konnten sich die Amerikaner also als Sieger fühlen und hatten ihre westliche Flanke gesichert, war die japanische Marine doch arg geschwächt worden, während amerikanische Werften Schiff auf Schiff produziert hatten. In Japan hatte man dagegen alles erreicht, was das einflussreiche Heer wollte. Die Rohstoffe flossen wieder und der Krieg in China würde nun endlich zu gewinnen sein.

Absurde Szenarien? Vielleicht. Aber nicht völlig undenkbar. Sie zeigen, was vielleicht passiert wäre, wenn der der Kosten-Nutzen Faktor meines ersten Beitrags zu dem Thema Ökonomie des Krieges sich durch den unterschiedlichen Kampfeswillen beider Seiten verändert hätte. Eine Schweiz ohne Bereitschaft zu kämpfen wäre vom Dritten Reich unterworfen worden, ein die USA nicht mit Pearl Harbor zur Weißglut treibendes Japan hätte auf eine USA hoffen können, die zu Verhandlungen bereit gewesen wäre.

Demonstrierter Kampfeswillen ist entsprechend enorm wichtig für die Verteidigung einer Nation, da er abschreckend wirkt. Finnland hat dieses Verständnis 2014 eindrucksvoll belegt. Als Russland die Ukraine überfiel, war die unmittelbare militärische Gegenreaktion dieses Nachbarn Russlands simpel. Sie bestand aus Papier. Aus einem einfachen Brief. Einen Brief vom Verteidigungsministerium, der an alle 900.000 ehemaligen Soldaten im Wehralter verschickt wurde. Ein einziger Brief zeigte Russland damit durch die Blume: „Wenn Ihr das mit uns versucht, werden wir 900.000 Mann aufbieten, um uns zu wehren!““ Angesichts der gemeinsamen militärischen Vergangenheit war dieser eine Brief eine glaubwürdige und effektive Drohung. Finnland zeigte mit diesem Brief, dass es mit seinen 900.000 im Ernstfall einberufenen Soldaten das Land verteidigen und damit die russischen Kosten eines Angriffs enorm nach oben treiben würde. Dass Finnland Russland je militärisch besiegen könnte, glauben weder die Russen, noch die Finnen. Darum geht es jedoch auch gar nicht.

Finnland muss nicht in der Lage sein, in Moskau einzumarschieren, wenn es einen Krieg vermeiden will. Es muss noch nicht einmal in der Lage sein, einen russischen Einmarsch in Helsinki vermeiden zu können. Es muss ausschließlich stark genug sein, um einen russischen Einmarsch in Helsinki zu teuer in russischen Verlusten zu machen. Dies reicht völlig für eine militärische Abschreckung aus.

Wehrpflicht in Deutschland

Dies sei in den Kontext zur aktuellen Debatte um eine WehrpflichtDienstpflicht gebracht. Eine Dienstpflicht ist selbstverständlich abzulehnen. Hier geht es tatsächlich, wie der Name mit erfrischender Ehrlichkeit zeigt, um einen Reichsarbeitsdienst 2.0, der nur über die Maskerade einer Wehrpflicht erfolgen soll. Denn das, was gefordert wird, hat mit einer tatsächlichen Wehrpflicht wenig zu tun. Laut CIA World Factbook erreichen in Deutschland jährlich 405.438 Männer und 384.930 Frauen das wehrfähige Alter. Physisch sind davon etwa 90% im weitesten Sinne zu gebrauchen. Nicht jeder ist zu 30km Märschen in der Lage, aber im Falle eines Levée en masse wären 90% kampfbereit zu machen.
Würde also eine Wehrpflicht von einem Jahr bestehen, würde Deutschland über Nacht ein stehendes Heer von etwa 700.000 Mann haben. Selbst bei kürzeren Dienstzeiten wäre die von Deutschland völkerrechtlich anerkannte Obergrenze der Streitkräfte von 370.000 Mann (davon maximal 345.000 Soldaten der Land- und Luftstreitkräfte) erreicht oder überschritten.
Daher geht es bei der aktuellen Dienstpflicht also eben nicht um eine Wehrpflicht, sondern um genau diesen Reichsarbeitsdienst, weil nur jene eingezogen werden würden, die laut „hier“ rufen. Der Rest würde als von Steuergeldern bezahlter Billigarbeiter in die Sozialbereiche geschickt werden.

Wer nicht glaubt, dass die Bürger Eigentum des Staates sind und dieser daher sklavenhaltergleich frei über sie verfügen darf, muss eine solche Dienstpflicht ablehnen. Freie Bürger dürfen nicht dazu gezwungen werden, als billige Arbeitskräfte in Altenheime zu gehen. Doch dies ist kein Argument gegen eine echte Wehrpflicht.

Eine echte Wehrpflicht kann Sinn machen

Ich sage immer gerne, dass Militärausgaben entweder die wichtigsten oder die dümmsten Ausgaben eines Staates sind. Ein Dazwischen ist kaum möglich. Wer keinerlei militärische Bedrohung hat, der braucht schlicht keine Streitkraft. Denn wenn man davon ausgeht, dass die eigenen Soldaten niemals kämpfen werden, dann ist ein Militär nur eine verdammt teure Karnevalsgruppe. Ein Arbeitsbeschaffungsprogramm, bei dem nicht etwa sinnvolle Tätigkeiten wie Rasen mähen durchgeführt werden, sondern stattdessen noch mehr Geld für hohe Löhne und teures Gerät verschwendet wird. Meine Wahlheimhat Panama hat dies erfreulicherweise eingesehen und verzichtet auf Streitkräfte. Wer hier Uniform trägt, ist Polizist oder Grenzschützer.
Besteht jedoch eine echte militärische Bedrohung, so sind Militärausgaben der wichtigste Ausgabenpunkt überhaupt eines Staates. Wenn Taiwan wegen zu schwachen Militärs in 5-10 Jahren von Rotchina erobert wird, so werden 23 Millionen Chinesen ihre Freiheit verlieren. Alles nur, weil der Staat aktuell sein Geld lieber für Sozialprogramme ausgibt, als für den Selbsterhalt.

Wenn also beurteilt wird, dass die militärischen Bedrohungen, sei es durch Russland, Rotchina und den staatlichen oder nichtstaatlichen Dschihad groß genug sind, dass eine militärische Abwehr vorbereitet werden muss, dann muss auch das entsprechende Militär geschaffen werden.

Dies allein, die militärische Sicherung der individuellen Freiheiten, rechtfertigt eine Wehrpflicht. Dies allein, und eben nicht „so bekommt die Bundeswehr wieder gute Rekruten“, „der Zivildienst wird schmerzlich vermisst“, „das hat noch keinem geschadet“ oder „da lernen sie was fürs Leben“ kann zur Rechtfertigung dienen, die eigenen Bürger für eine kurze Zeit de facto zu versklaven.

Würde es aber unter solchen Umständen zu einer Wehrpflicht kommen, so müsste sie fair sein. Dann dürfte es kein Drücken mehr geben, keinen Zivildienst. Es dürfte noch nicht einmal ein Ausmustern geben. Denn beides war oft genug eine Farce. Mein bester Freund machte Zivildienst, indem er dem Kreiswehrersatzamt gegenüber erklärte, er könne aus Gewissensgründen keine Waffe anfassen. Gleichzeitig war er im Schützenverein. Er hatte schlicht keine Lust auf das Militär. Während ich tauglich gemustert wurde, wurden die besten Sportler der Klasse ausgemustert. Sie waren zwar „fit wie ein Turnschuh“, hatten aber als Fußballspieler vor Jahren mal einen Kreuzbandriss gehabt, was für eine sichere Ausmusterung genügte.

Wenn eine Wehrpflicht kommen würde, so müssten alle eingezogen werden, ohne Unterschied. Israel findet eine Verwendung für unter dem Down-Syndrom leidende Freiwillige. Andere Streitkräfte haben Querschnittsgelähmte aufgenommen. Irgendjemand muss schließlich auch hinter dem Telefon sitzen, UvD machen oder die Wäscherei betreiben.

Wer auch nach einem sicheren Einziehen noch immer kein Gewehr anfassen möchte, der soll während dieser Zeit eben ein gleich schweres Eisenrohr mit sich herumtragen.

Eine solche Wehrpflicht würde, wie oben gezeigt, rund 700.000 Menschen beiden Geschlechts jährlich in Uniform bringen. Deutschland braucht nicht derart viele Soldaten. Entsprechend müsste eine solche Wehrpflicht auf drei Monate Grundausbildung beschränkt werden. Anschließend würde das Land theoretisch irgendwann einen Brief wie Finnland an über 36.000.000 Menschen verschicken können. (Laut CIA-Factbook sind aktuell in Deutschland 18.529.299 Männer und 17.888.543 Frauen im wehrfähigen Alter (16-49)).

Würden für diese Menschen auch die notwendigen Waffen vorgehalten werden, so hätte Deutschland damit ein Abschreckungspotential, das jeden staatlichen Angriff mit nicht-ABC Waffen ausschließen würde.
Drei Monate sind dabei kurz genug, dass es die Jugend nicht allzu lange vom Arbeiten abhält, es raubt den Menschen nur drei Monate ihres Lebens (und natürlich ist das ein Raub von Lebenszeit). Gleichzeitig ist es lange genug, um den so ausgebildeten wenigstens eine rudimentäre Kampfkraft zu verleihen, die damit allerdings schon deutlich höher ist, als bei vielen außereuropäischen Streitkräften. Im Besonderen, wenn diese Reservisten dann durch gut ausgebildete Unteroffiziere und Offiziere geführt werden. Diese ließen sich in der Folge dann tatsächlich leichter werben, denn wer die verpflichtende Grundausbildung überstanden hat, weiß, was ihn erwartet und ob es ihm taugt. Er weiß auch, dass er das meiste Unangenehme bereits hinter sich gelassen hat und wie sehr es ihm ge- oder missfallen hat.

Aus freiheitlicher Sicht hätte es zudem den Vorteil, dass anschließend fast jeder Bürger eine passable Ausbildung an Schusswaffen hätte und so die sich gegen Waffen richtende Stimmung in Deutschland nicht mehr auf 70 Millionen Menschen stützen könnte, die noch nie eine Schusswaffe in der Hand hatten. Würde ich nun ernsthaft beabsichtigen, die Libertären unter meinen Lesern zu überzeugen, so könnte man noch eine anschließende Übernahme der Ordonnanzwaffen durch die Wehrpflichtigen ermöglichen, wie es in der Schweiz der Fall ist. Dort herrscht schließlich auch nicht Mord- und Totschlag, obwohl hunderttausende Sturmgewehre in Privathaushalten lagern. In der Folge hätte nach der Ausbildung jeder, der sich nicht als gemeingefährlich oder geisteskrank erwiesen hat, sein Sturmgewehr zu Hause. Dann wäre durch so eine Wehrpflicht nicht nur der Staat gegen äußere Bedrohungen, sondern auch das Individuum gegen Tyrannei des eigenen Staates effektiv geschützt.

Das wären wenigstens Gründe für eine echte Wehrpflicht. Zu erklären, man bräuchte das Militär wieder als Schule der Nation, ist absurd. Beim Militär kommen weitgehend ausgereifte Menschen an, die in wenigen Monaten nicht zum verantwortungsvollen und ordentlichen Menschen werden, nur weil sie Uniform tragen. Zu solchen Menschen werden sie in den Jahren davor.

Passdeutsche und Assimilierung: Weshalb die Lust auf die Fußball-WM nicht aufkommen mag

Ich mag den Begriff „Passdeutscher“ nicht. Für mich ist Einwanderung ein natürlicher Vorgang, der, sofern intelligent und egoistisch gesteuert, einem Land massiv von Nutzen ist. Auch wenn meine bekannte Familiengeschichte sich im Bezug auf ihre Migration auf Zentraleuropa beschränkt, vor allem mit Hugenotten im Stammbaum, so bin doch auch ich „migrantischer Herkunft“, wenn man so will.

Eine Migration wird jedoch nur dann zu einem allgemeinen Erfolg, wenn die Migranten sich assimilieren. In meinem Freundeskreis befinden sich mehrere Personen mit slawischen Nachnamen, bei denen niemand denken würde, sie wären keine Deutschen. Halb Berlin scheint von Menschen mit dem Nachnamen „-owski“ und „-itz“ bevölkert zu sein. Diese Menschen sind assimiliert. Sie sehen ihren migrantischen Anteil der Familiengeschichte als Annekdote, so wie ich meine hugenottische Herkunft. Sie sind Deutsche.

Hier muss man tatsächlich den Linken ein Stück weit Recht geben, wenn sie von den zwei Seiten einer Einwanderung sprechen, bei der auch die Autochthonen ihren Anteil leisten müssen. Eine Assimilierung kann tatsächlich nur funktionieren, wenn die angestammte Bevölkerung sie akzeptiert.

Wer dem Migranten, der in bayerischer Mundart spricht, seine Kinder Franz, Xaver und Roswita nennt, jeden Sonntag in der Kirche ist, beim Leonhardiritt teilnimmt und beim Bier in Lederhosen von seinem erfolgreichen Maibaumdiebstahl schwärmt, die Zugehörigkeit abspricht, weil sein Teint etwas dunkler ist, der wird diesem Migranten und seinen Kindern schwer verkaufen können, wie sie sich in eine Gesellschaft und ein Volk assimilieren können und sollen, wenn dieses sie auch trotz größter Anstrengung und voller Selbstaufgabe der Kultur ihres ethnischen Hintergrundes als Fremdkörper empfindet und bezeichnet.

„Gote ist, wer mit den Goten zieht“ soll es in der Antike während der Völkerwanderungen geheißen haben. Nicht die ethnische Herkunft, sondern die bedingungslose Zugehörigkeit zur Schicksalsgemeinschaft und die Loyalität gegenüber Volk und König waren entscheidend. Wer also assimilierte Migranten pauschal wegen ihrer Herkunft als „Passdeutsche“ abwertet, wird die Assimilierung nicht nur massiv erschweren, sondern tendenziell verunmöglichen. Von dem gewählten Volk abgelehnt bleibt den Migranten am Ende ja nichts anderes übrig, als ihre Loyalität einer anderen kulturellen Heimat zuzuwenden.

Der Wunsch zur Assimilierung darf nicht zur Ignoranz führen

Während der Wunsch, eine Assimilierung zu ermöglichen und zu propagieren, die Verwendung des Begriffes „Passdeutscher“ falsch macht, darf so etwas jedoch nicht zu einer ignoranten Verweigerung von Fakten führen. Als in Brüssel der letzte Anschlag (lustige Formulierung übrigens: „der letzte Anschlag“, weil es inzwischen eben so viele gibt) stattfand, schrieb mir ein Schlaumeier auf Twitter, dass es ja „Belgier“ gewesen seien. Als in Katalonien die Anschläge stattfanden, sprachen die Medien von „Spaniern“. Als in Lloret de Mar eine junge Frau von drei Männern vergewaltigt wurde, sprach u.a. DIE WELT von „Deutschen“. Nur in spanischen Medien konnte man lesen, dass es „deutsch-Marokkaner“ waren.

Gewisse Straftaten konzentrieren sich nachweislich auf bestimmte kulturelle Hintergründe. Autochthone Gruppen-Überfallvergewaltiger werden sie in den letzten 12 Monaten wenige finden können, wenn Sie überhaupt einen Fall finden. Migrantische zu finden, im Besonderen mit der Herkunft aus Nordafrika und Naher- bis mittlerer Osten, ist jedoch kein Problem.

Islamische Terroristen mögen häufig europäische Pässe haben, sie sind jedoch praktisch immer migrantischer Herkunft, auch wenn die Zahl der Konvertiten unter den Terroristen langsam steigt. Einen Mohammed Salah, der unter „Allahu Akbar“ Menschen ermordet als „Spanier“ zu bezeichnen, ist ignorant, die Intelligenz beleidigend und vor allem die Problemlösung verhindernd.

Jeder Wunsch eine Assimilierung durch bedingungslose Akzeptanz zu ermöglichen muss enden, wenn diese Akzeptanz zur Verharmlosung oder Verheimlichung der kulturellen Prävalenz von Straftaten führt. Nicht nur, weil diese Verheimlichung so die Lösung verhindert, sondern auch, weil sie die allgemeine Akzeptanz gegenüber Migranten verringert. Die meisten Menschen in Deutschland werden diesen Effekt in den letzten Jahren bereits am eigenen Leib oder zumindest im eigenen Umfeld verspürt haben.

Deshalb handhabe zumindest ich es so, dass ich den Begriff Passdeutscher ablehne und nicht nutze – bis eine betreffende Person sich durch ihre Taten klar von dem Volk distanziert hat, dessen Pass sie hat. Ein Deutscher türkischer Herkunft sollte entsprechend als Deutscher gelten, bis er fundamentalistische islamische Überzeugungen an den Tag legt, Verbrechen begeht oder seine mangelnde Loyalität gegenüber der neuen Staatsbürgerschaft und die gleichzeitig fortdauernde Loyalität gegenüber seiner ethnischen Herkunft beweist. Und dies bringt mich zur anstehenden Fußball-WM.

Söldner des F.C. Deutschland können mich schwer begeistern

Ich liebe Fußball und habe den Sport auch selbst im Verein betrieben. Auch ohne Nationalist zu sein, war meine Anhängerschaft gegenüber der deutschen Nationalmannschaft zu keinem Zeitpunkt Inhalt einer Debatte für mich. Seitdem der Anteil migrantischer Spieler in der Mannschaft steigt, stößt es mir jedoch immer stärker negativ auf, dass die migrantische Herkunft mit mindestens 90%iger Sicherheit daran zu erkennen ist, ob der Spieler die Nationalhymne mitsingt oder nicht.

Gerade diese erhebliche Korrelation konnte nur den negativen Beigeschmack und die Unterstellung hinterlassen, dass nicht wenige der Migranten das deutsche Team gewählt haben, weil sie sich in diesem bessere Karrierechancen erhoffen. Sie spielen nicht für Deutschland, weil es eine Ehre für sie ist, ihr Land zu repräsentieren, sondern weil Geld, Titel und in der Folge ein höherer Marktwert locken.

Dies sind legitime Gründe, sich für eine Mannschaft zu entscheiden, sollten aber keine legitime Motivation sein, sie in einer Nationalmannschaft aufzunehmen. Indem man Söldner akzeptiert, wird eine Nationalauswahl in ihrer Zusammensetzung wie ein Fußballverein. Man kauft und verkauft Spieler und der eine oder andere wechselt schon mal zum Erzrivalen, weil dort das Gehalt höher ist. Die Fans bleiben Anhänger ihres Vereins, selbst wenn nach vier Jahren keiner der Spieler mehr übrig ist, weil alle durch Neuverpflichtungen von anderen Vereinen ersetzt wurden.

Die Deutsche Nationalmannschaft war für mich genau das nicht. Es war ein nationales Team, eine Auswahl deutscher Spieler zur Vertretung meines Heimatlandes. Gündogan und Özil haben jedoch ihr Schweigen während der Nationalhymne bei ihren kürzlichen Treffen bestätigt, indem sie begeistert ihren Präsidenten Erdogan trafen. Den Präsidenten der Türkischen Republik, die sich gerade zur Diktatur häutet.

Dass ein solches Verhalten keinerlei Konsequenzen für ihre Aufstellung hat, zeigt, dass es inzwischen weitgehender Konsens zu sein scheint, dass die Nationalmannschaft eben nicht mehr das, sondern der F.C. Deutschland ist. In Ordnung. Aber ich bin eben nicht Fan eines Fußballvereins in Landesfarben.

Ich habe noch keine Pläne, wie und wo ich die Spiele ansehen will. Guten Fußball mag ich weiterhin und den kann ich bei vielen Nationalmannschaften sehen, nicht nur bei der Deutschen. Aber eine besondere Begeisterung ist verflogen.

Aber sehen Sie es positiv. Rechte, die mir wöchentlich schreiben, ich sei ein Verräter und Feigling, weil ich das Land verlassen habe, werden nun nicht mehr durch die Zugehörigkeit zur gleichen Fangruppe wie ich beschmutzt, während Linke nun viel entspannter eine Mannschaft ohne nationale Untertöne bejubeln können, deren Vereinsfarben und Vereinshymne nur zufällig denen Deutschlands entsprechen.

Rasse und Geschlecht: Die Unschuld ist weg

Wisst Sie, was mich tierisch aufregt? Weil diese linken Arschlöcher (und ich benutze diese Profanität bewusst, weil viel Schlimmeres angebracht wäre) ständig alles um Geschlechter und Hautfarben kreisen lassen, kann der Rest von uns irgendwann nicht mehr anders, als mitzumachen.

Wer andauernd mitbekommt, wie sehr betont wird, dass das Patriarchat ja angeblich überall ist, wer mitbekommt, dass Weiße übelst rassistisch beschimpft werden dürfen und in „weißen Ländern“ zu ihrem Genozid aufgerufen werden darf, wie betont wird, dass eine Handballmanschaft ja noch nicht ethnisch durchsetzt sei, wie wichtig „diversity“ doch sei, solange sie nur ja kein weiß enthält…

Kurzum, wer Tag für Tag mitbekommt, wie der Rest unerträglich rassistisch agiert – und das leider noch gegen die eigene „Rasse“, der wird irgendwann davon beeinflusst.
Und damit werden kleine und vermutlich unschuldige Details plötzlich zu einem rassistischen und sexistischen Thema.

Ich sehe mir gerade „Designated Survivor“ an und der Kapitän der ISS ist natürlich nicht nur eine Frau, sondern auch noch eine nicht-weiße Frau. Noch als der Präsident fragt, ob er mit dem Kapitän sprechen könne, dachte ich mir schon: „Das ist doch sicher eine Frau“. Und als das an der Stimme erkennbar war, dachte ich mir sofort „und garantiert nicht weiß“.

Indem diese linken Kretins Hautfarbe und Geschlecht permanent zu einem Thema machen, wird man in diesen Bann gezogen. Es gab sicher schon Frauen als Kapitän von Weltraummissionen. Und garantiert auch schon nicht-weiße. Aber jetzt kann ich nicht mehr anders, als bei jedem Film sofort zu denken: „Aha! Die Rassen- und Geschlechteragenda von Hollywood schon wieder.“

Wie bitte soll Rassismus überwunden und marginalisiert werden, wenn er uns mit jedem Tag neu eingeprügelt wird? Wenn wir selbst beim Versenden eines Smileys auf Whatsapp bereits die Hautfarbe auswählen und so vom Gegenüber gezeigt bekommen, dass er sich nicht als der gleichen Farbe wie wir zugehörig fühlt?

Ich wünsche mir die Zeit zurück, als ich Luther noch ganz unschuldig genießen konnte, weil Idris Elba ein toller Schauspieler ist, der in einer grandios gespielten Rolle brilliert. Wo ich bei Beverly Hills Cop laut lachen konnte, ohne auch nur eine Sekunde einen Gedanken darüber zu verschwenden, ob das jetzt schon wieder eine politische Botschaft vermitteln soll, im Sinne von „Auch Schwarze können Cops sein“ oder was auch immer. Oder wo ich Sigourney Weaver beim Kampf gegen Aliens betrachten konnte, ohne genervt zu denken: „Ach ne. Da wurde also mal wieder eine starke Frauenrolle konstruiert, damit die bösen weißen Männer…“

Die Unschuld ist weg. Und das werde ich diesen linken Bastarden nie verzeihen.

 

 

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Kardinal Woelki: Heuchler in Purpur

Die Medien berichten, der Kölner Kardinal Woelki habe in einer Predigt gefordert, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Wohnungen als „Renditeobjekt“ zu sehen, sei „menschenverachtend“, so die berichtete Wortwahl des prominenten Geistlichen.

 

Heuchelei ist eine Sünde

Ende 2013 verfügte das Erzbistum Köln über ein Vermögen von 3,35 Milliarden Euro. Dabei wurden viele Objekte sogar nur mit einem Euro bewertet, da sie unverkäuflich seien und aktuell keine Einnahmen abwerfen. Natürlich wurde auch der Kölner Dom nicht mit in der Bilanz geführt. Hier also von einem tatsächlichen Vermögen jenseits der 5 Milliarden zu sprechen, dürfte noch vorsichtig sein, zumal die Wirtschaft sich seit 2013 gut entwickelt hat, was den Wert der Anlagen nur noch hat steigen lassen.

Woelkis Bistum war 2013 an zwei Wohnungsbaugestellschaften beteiligt. Der veranschlagte Wert beider Beteiligungen wurde vom Bistum mit zusammen 18,6 Millionen bilanziert. Der Gewinn dieser beiden Wohnungsbaugesellschaften betrug im gleichen Jahr 2,3 Millionen. Eine stolze Rendite von über 12% also. Das hört sich nicht mehr nur nach einem „Renditeobjekt“ an, sondern geht schon an die Grenze des Miethais.

Gleichzeitig lagen 2013 stolze 2,3 Milliarden in Wertpapierdepots des Bistums. Das Geld war also eine direkte Anlage, mit Renditeabsichten.

Der Großteil des Geldes ist in festverzinslichen Papieren wie Staatsanleihen investiert, Immobilienfonds machen rund 16 Prozent aus, Aktien etwa zwölf Prozent

Dabei wurden 2013 3,3 Prozent Rendite erzielt, nach Begleichung des Bistumshaushalts wurden die Überschüsse reinvestiert. Die erfolgreiche Anlagestrategie zeigt, dass Profit und Vermögensaufbau hier die Maxime des Bistums sind. Die seither stark gestiegenen Aktienkurse dürfen das Depot inzwischen wohl die 3 Milliarden Euro Gegenwert überschreiten haben lassen.

 

Der oberste Heuchler Kölns ist Kardinal

Kardinal Woelki Bistum schwimmt also in Milliarden, während er selbst sein wahrhaft fürstliches fünfstelliges Monatsgehalt aus Steuermitteln bezahlt bekommt, dank des Reichsdeputationshauptschlusses von 1806. Während sein unternehmerisch geführtes Bistum wahrhaft göttliche Renditen bei Immobilien bezieht und den Staatshaushalt von Armenien in Wertpapieren bunkert, fordert der von der Allgemeinheit bezahlte Kardinal eben jene Allgemeinheit auf, günstigen Wohnraum zu schaffen, bei dem Renditeabsichten menschenverachtend wären.  Gibt es ein besseres Beispiel für Heuchelei, für Bigotterie?

Vielleicht sollte der Gottesmann mal das Buch zur Hand nehmen, auf dem sich seine Religion stiftet?

Lukas 12 Inzwischen waren die Menschen zu Tausenden herbeigeströmt; das Gedränge war so groß, dass sie sich gegenseitig auf die Füße traten. Jesus wandte sich zunächst an seine Jünger; er sagte: »Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer – vor der Heuchelei!

 

Ein Ruhmesblatt für den Journalismus ist es gleichfalls nicht, dass diese Zusammenhänge nirgends thematisiert werden.

 

 

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Mutti unser

Mutti unser im Kanzleramt,
geheiligt werde deine Zuwanderung.
Dein Reich komme,
Dein Wille geschehe,
wie im Parlament,
so auch in der EU.
Unser täglich Messer gib uns heute.
Und vergib uns unsere Wahl,
wie auch wir vergeben deine Terroristen.
Und fahre uns nicht in Weihnachtsmärkte,
Sondern erlöse uns von den Rechten.
Denn dein ist das Reich
und die Presse
und die Kanzlerschaft in Ewigkeit.

Amen.

 

 

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Die Sozialstaats-Verwahrlosung

Am Wohnort meiner Eltern gab es vor einer Woche ein unfassbar starkes Unwetter. In den Landkreisen Freyung-Grafenau und Passau fiel weitflächig der Strom aus, weil Bäume auf die Leitungen flogen. Teilweise sind ganze Wäldchen eingeebnet und es sind nur noch abgebrochene Baumstämme zu sehen, der Rest der Bäume ist direkt entwurzelt worden.

Der Schaden an den Wäldern ist exorbitant und kleinere Wege werden noch auf Wochen durch umgestürzte Bäume blockiert sein. Hier ein Bild direkt hinter dem Haus meiner Eltern. Links ginge eigentlich ebenfalls ein Weg.


Der Schaden ist also enorm. Seit dem Sturm hört man jeden Tag die Motorsägen kreischen und schwere Maschinen beim Transport der Stämme. Nun ja, Natur eben, könnte man sagen. Das passiert eben gelegentlich. Und dort, wo jetzt Schneisen gebrochen sind, können jetzt ja neue Bäume wachsen. Vielleicht könnten die Inhaber der Wälder nun auch darauf achten, keine Fichten-Monokultur mehr anzulegen, was die Wälder robuster gegenüber dem Borkenkäfer, aber auch gegen Windwurf macht.

 

Der Staat hilft, also wird Vorsorge unnötig

Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer kündigte finanzielle Hilfe in zweistelliger Millionenhöhe an. Der Landrat von Passau und der bayerische Landwirtschaftsminister äußerten sich besonders betroffen über die Schäden für die Waldbauern.

Was heißt das aber nun genau? Finanzielle Hilfen bekommt, wer sie nötig habe, dafür zahle er ja Steuern, sagt Seehofer. Der Nachbar meiner Eltern hat eine Versicherung, die ihm in so einem Falle alle Schäden ersetzt. Das, obwohl Niederbayern, von Donau-Überschwemmungen abgesehen, nicht gerade ein Gebiet von Naturkatastrophen ist. Würde jemand wie unser Nachbar dann auch finanzielle Hilfen bekommen? Geld, das er dank der Versicherung nicht braucht? Oder bekommt nur der Geld, der nicht vorgesorgt hat, womit der Vorsorgende am Ende benachteiligt wird?

Über das Schicksal der Waldbauern wurde besonders gejammert. Was ist denn ein „Waldbauer“? Nach meinem Verständnis ein Landwirt, der davon lebt, auf eigenem Grund und Boden Holz zu schlagen und zu verkaufen. Damit sich dies in Vollzeit finanziell rentiert, muss er Dutzende, wenn nicht gar hunderte Hektar Wald besitzen. Damit ist er, nach allen normalen Maßstäben, ein reicher Mann. Selbst bei einem Quadratmeterpreis von nur 2-3 Euro ist er damit (vielfacher) Millionär.

Dennoch sollen Steuergelder von Handwerkern, die sich nur eine Mietwohnung leisten können, für die Waldbauern aufgewendet werden. Weil es im Sozialstaat offensichtlich unzumutbar ist, dass jemand vorsorgt. Wenn ein Waldbauer von seinem Wald für seinen Broterwerb abhängig ist – ist es dann wirklich zu viel verlangt, dass er sich versichert oder finanzielle Rücklagen schafft?

Stattdessen wird jetzt nach allen normalen Maßstäben als reich geltenden Menschen Steuergeld gegeben, damit die Politiker sich als engagiert, mitfühlend und nah am Not leidenden Mann zeigen können. Auf Kosten der Steuerzahler und zum Hohn derer, die sich auf eigene Kosten auf eben so einen Fall vorbereitet haben. Und zum Hohn derer, die nicht auf Grundbesitz in Millionenwert sitzen.

Dies ist am Ende aber auch nicht anders als in den USA. Dort haben die Häuser in erster Reihe am Strand bei Hurricanes normalerweise die größten Schäden erlitten, weshalb es finanzielle Hilfen für die Inhaber gibt. Nur dass diese Grundstücke auch die teuersten sind, von denen die Mehrzahl der Steuerzahler nur träumen können. Statt das erhöhte Risiko einfach mit einzupreisen sind so aber die Kosten der Strandgrundstücke exorbitant hoch, während die Folgen für die Sicherheit der Häuser von der Allgemeinheit getragen werden müssen.

Würde der Staat keine Hilfen bezahlen, dann würden die Preise massiv fallen, weil in den Grundstückspreis die alle paar Jahrzehnte erfolgende Zerstörung des Hauses darauf eingepreist wäre. Statt einfach so dem Markt seinen Lauf zu lassen, werden lieber Steuergelder verschwendet, um auf Kosten auch der armen Steuerzahler aus dem Inland Reichen ihre Strandhäuser zu ermöglichen.

Was würde nun also passieren, wenn Waldbauern keine Hilfe bekämen? Nicht viel. Von denen, die nicht mehr davon leben könnten, würden einige wenige ihre Land verkaufen, woraufhin andere zu Waldbauern würden. Oder zumindest die Kinder oder Enkel der Käufer. Andere Waldbauern würden sich dagegen eine Arbeit als Angestellter suchen und eben in ihrer Freizeit mit der Aufforstung des Geländes beginnen, was sogar nur bei einer gewünschten Änderung in Mischwald erforderlich wäre, da noch genug Saatbäume stehengeblieben sind. Dann würden sie jetzt eben arbeiten und erst ihre Kinder können auf dem vererbten Land wieder als Waldbauern arbeiten. Wäre das so schlimm? Warum sollten Sie und ich als Steuerzahler dafür bezahlen müssen, damit das nicht so ist?

Offensichtlich ist es im Sozialstaat einfach zu viel verlangt, sich auf alle Eventualitäten selbstverantwortlich vorzubereiten.

 

 

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Barcelona: Der Blutzoll der Ideologie

Während das Bild des toten Aylan Kurdi durch die Weltpresse ging, um die Grenzen Europas mit moralischer Gewalt sperrangelweit aufzubrechen, wird das Bild des (noch) namenlosen kleinen Mädchens von Barcelona nirgends erscheinen und erst Recht nicht von der Weltpresse verwendet werden, um eine Schließung der Grenzen zu verlangen oder gar zu erzwingen.

Tote sind nur etwas wert, wenn sie der herrschenden Ideologie zupass sind. Deshalb spekuliert auch keine große Zeitung, ob der Terrorist von Charlotteville vielleicht mental instabil oder psychisch krank war, was jedoch übliche Satzbausteine bei islamischen Terroristen sind.

In den Medien, in denen repetitiv nach jedem Blutbad erklärt wird, der Islam habe damit nichts zu tun und fast kein Muslim sei so, wird natürlich nicht erklärt, rechtsextreme Gesinnung habe damit nichts zu tun und fast kein Neonazi sei so. Aber die Weißen von Charlotteville sind eben auch keine „Edlen Wilden“.

Mich widert das alles nur noch an. Die per­ni­zi­öse Allianz aus Medien und Politik trägt die Sicherheit und das Leben der Europäer zu Markte, um ihre utopische Ideologie zu leben, dass man Barbaren einfach nur in unsere Mitte packen müsste und alles wäre gut, sowie dass jede Kultur von gleichem Werte und gleich wenig gefährlich sei.

Die ganze westliche Welt zahlt den Blutzoll.

Wie viele Mitmenschen müssen noch in Europa zerfetzt, zerquetscht oder erschossen auf dem Boden liegen?
Wie viele Mitmenschen müssen noch durch Verbrecher schwer verletzt oder in Vergewaltigungsringen missbraucht werden?
Wie viele Opfer muss es noch geben, bis man endlich einsieht, dass:
a) Terror durch Muslime nur dort stattfindet, wo auch Muslime eingewandert sind.
b) Die Multikulti-Utopie nicht funktioniert, wenn eine der Kulturen der Islam sein soll?
Wie viele Opfer müssen noch auf dem Altar der Multikulti-Ideologie geopfert werden?

 

 

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AirBerlin: Systemtreue kann sich auch in Deutschland lohnen

Air Berlin ist insolvent. Doch keine Sorge, aktuell sieht alles danach aus, als ob das Unternehmen gerettet wird. Nicht etwa durch einen Investor, der Potential erkennt und es mit einer Umstrukturierung saniert, sondern durch den Staat – mit Steuergeldern.

Nun waren die finanziellen Probleme von Air Berlin schon eine Weile bekannt. Es mag nur eine Randnotiz sein, doch während Air Berlin bereits um sein Überleben kämpfte, schrieb die Bundestagsabgeordnete Saskia Esken der Regierungspartei SPD Air Berlin an und forderte sie auf, doch bitte die Werbung für die „Neonazi-Seite“ (O-Ton Esken) Breitbart zu unterlassen. „Das kann nicht gewollt sein, oder?“

Nun ist Frau Esken wohl nur ein Hinterbänkler und vermutlich hat sie selbst keinerlei Einfluss auf die Entscheidung bezüglich der Staatshilfen gehabt, Wikipedia klärt auf: „Sie ist ordentliches Mitglied im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung und im Ausschuss Digitale Agenda und Berichterstatterin ihrer Fraktion für digitale Bildung. Sie ist Mitglied im Parlamentarischen Beirat für nachhaltige Entwicklung.“

Vermutlich hätte es auch Staatshilfen gegeben, wenn Air Berlin Frau Esken ignoriert hätte. Aber wer kann sich da schon sicher sein? Was, wenn man von Seiten Air Berlins Frau Esken geantwortet hätte, dass Breitbart zwar rechts, aber nicht „Neonazi“ sei, man als Unternehmen unpolitisch ist und sich daher vorbehalte auf allen legalen Seiten zu werben. Hätte Frau Esken einen Shitstorm losgetreten, bei dem sich Parteigranden und Medien eingeschaltet hätten? Hätte die Flugline, die, so die Kritiker dann, „Offen gegenüber Neonazis ist“, dann auch Staatshilfen bekommen?

Wäre ich Manager von Air Berlin, dann hätte ich gesagt: „Das Risiko können wir nicht eingehen.“

Denn was passiert, wenn ein Unternehmen sich den Wünschen von SPD-Politikern widersetzt und mit der SPD nicht genehmen Personen oder Unternehmen Umsatz macht, wurde gerade mit der Pizzaria Casa Mia in München demonstriert. (Link, Link, Link)

 

 

 

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