Warum die Mietpreisbremse schlecht für Mieter ist.

Mieteigentum
Bald verkommen oder in Staatshand: Mieteigentum
Bild: public domain

Nachdem die SPD es vorschlug, findet nun auch die „ich stehe für alles das Stimmen bringt“ Kanzlerin Merkel die Mietpreisbremse ganz unheimlich gut. Dabei ist die Mietpreisbremse das Schlimmste, was der Staat den Mietern antun kann!

Die Gesetze des Marktes gelten auch für Mieteigentum

An sich braucht man keinen langen Text darüber zu schreiben, daher halte ich mich kurz: Wenn der Staat die Mieten nach oben deckelt, wird die Investition in Mieteigentum ab einem gewissen Grad uninteressant. D.h. es werden weniger neue Wohnungen gebaut, bestehende werden nicht mehr, oder schlechter, saniert und renoviert.

Jeder Vermieter, ob nun Privatmann oder Fonds, muss mit seinem Mieteigentum Profite erwirtschaften. Das mag einem Linken nicht gefallen, aber nur wer am Ende der Rechnung ein Plus stehen hat, engagiert sich im entsprechenden Bereich. Je größer das Plus ist, desto größer auch das Engagement.

Wird nun der Mietpreis nach oben gedeckelt, rentiert sich der Neubau von Mietwohnungen schlicht nicht mehr. Es besteht keine Rechtssicherheit, wo und wann die Mietpreisbremse welches Niveau haben wird. Da Investitionen in Immobilien eher sieben, denn sechsstellig sind, die Mieten dieses Geld aber nur in Jahrzehnten einspielen können, wird es bei solch einer fehlenden Rechtssicherheit kaum noch Neuinvestitionen geben. Kein vernünftiger Investor steckt Unsummen in ein Projekt dessen Rendite nicht nur von der eigenen Kalkulation – mit all ihren Unwägbarkeiten – bestimmt ist, sondern auch noch von einem beschränkenden Staat beschnitten wird.

Bestehende Wohnungen werden wiederum nicht mehr renoviert werden. Wenn doch, wird nur das Nötigste getan werden. Jeder Mieter weiß, dass auf Renovierungen normalerweise Mietanpassungen folgen. Die neuen Isolierglasfenster müssen irgendwie refinanziert werden, daher hebt der Vermieter bis dato die monatliche Miete eben um 10 bis 40 Euro an. Gibt es eine Mietpreisbremse, gibt es eben keine neuen Fenster mehr.

 

Weniger Investitionen = weniger Mietraum

Investiert der Privatsektor nicht mehr in Immobilien, verfallen bestehende Anlagen während neue nicht mehr gebaut werden. Die Folge ist eine generelle Verschlechterung des zur Verfügung stehenden Mietraums, sowie seine graduelle Verringerung. Aus einer Wohltat für den Mieter folgt entsprechend ein drastischer Schaden für den Mieter. Er wird in wenigen Jahren nur noch schlechteren und weniger Mietraum zur Auswahl haben.

 

Mehr Sozialismus als Folge

Kommt eine Mietpreisbremse, ist die Zukunft klar abzusehen. Da das Mieteigentum an Qualität verliert und immer weniger Wohnraum zur Verfügung steht, wird der Ruf nach dem Staat erschallen. Wie immer, wird auf die negativen Resultate von Regulierungen der Ruf nach noch mehr Regulierungen folgen.

In der Folge werden entweder die Vermieter mittels Subventionen (direkte Prämien, zinslose Kredite, Steuervorteile, etc.) zur Verbesserung des Mieteigentums verführt, oder der Staat wird zunehmend die Kontrolle über das Mieteigentum übernehmen. Dies wird durch Aufkauf alter Wohnungen und deren Sanierung auf Steuerzahlerkosten, oder durch die Gründung von staatlichen Wohnungsbaugesellschaften und die finanzielle Aufstockung bestehender staatlicher Unternehmen dieser Art erfolgen.

Am Ende wird der Mieter mit seinem Steuergeld den Neubau und die Renovierungen von Wohnungen bezahlen. Statt dass er das Geld direkt dem Eigentümer gibt, der ein Interesse an einer möglichst hohen Qualität zu einem möglichst geringem Preis hat, wird das Geld durch viele Hände umverteilt werden um schlussendlich in einem staatlichen Unternehmen ohne Drang und Zwang zur wirtschaftlichen Effizienz landen. Unterwegs werden signifikante Anteile dieses Geldes als Prozesskosten versickern, es müssen ja die dafür notwendigen Beamten fürstlich bezahlt werden.

Am Ende wird der Mieter mehr Geld für schlechtere Wohnungen  bezahlen und der Staat wird sich in einem weiteren Bereich mittels Übernahme der direkten oder indirekten Kontrolle ausgebreitet haben.

Plattenbau
Wohnungsbau durch den Staat sieht so aus: Plattenbauten!
Bild: PD

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