Das Blutopfer der politischen Korrektheit

Nun also Nizza. Die aktuelle Meldung: 80 sind tot. Vermutlich wird die Zahl noch steigen. Was soll man dazu noch groß sagen? Inzwischen ist es ja Alltag, dass auch im Herzen Europas der Islam seine blutige Spur durch die Straßen zieht. In Frankreich gab es in den letzten anderthalb Jahren einen „islamistischen“ Terroranschlag alle zwei Monate. 13734888_10154337874636171_4462717716666968994_o

Doch was kümmert uns das? Wir alle wissen, was jetzt in den kommenden Tagen wieder zu hören sein wird. Was uns unsere „Eliten“ aus Politik und Medien erzählen werden. Allen voran natürlich Heiko Maas, mit dem ich mich bereits einmal in diesem Buch zum Thema ausführlicher befasst habe.

Das hat nichts mit dem Islam zu tun!

Islam bedeutet Frieden!

Das war ein Angriff auf den Islam! Das war anti-islamisch!

Zuwanderung hat damit nichts zu tun!

Das Schlimme an dem Anschlag ist, dass Rechte, wie die AfD, ihn ausnutzen werden!

Wir brauchen dringend einen Kampf gegen rechts!

Dass nur eine Religion eine blutige Spur durch die ganze Welt zieht und jeden verdammten Tag ein Dutzend oder mehr tödliche Terroranschläge in ihrem Namen, von ihren Mitgliedern und unter Ausrufen von „Allah ist der Größte“  stattfinden, wen kümmert es?

Dass fast jeder muslimische Terrorist in Europa „Flüchtling“ oder Nachkomme von „Flüchtlingen“ war, wen kümmert es?

Dass es eine auffällige Korrelation zwischen der Präsenz von Muslimen und islamischem Terror gibt, wen kümmert es?

Nein, die Rechten sind das Problem. Wer auch nur auf die Idee kommt, die muslimische Einwanderung begrenzen zu wollen, ist die wahre Gefahr! Wir brauchen unbedingt mehr muslimische Zuwanderung, schon alleine um uns selbst zu beweisen, wie tolerant wir doch sind.

Oder wie ein Freund gerade gepostet hat:

„Yesterday a man hit you with a rock. So, you banned rocks. Today a man hits you with a brick. So, you ban bricks. Tomorrow after you get hit with big stick, I doubt you will be smart enough to seek out why the man continues to attack you. Unless of course the dude knocked some sense into you.“

„Gestern hat ein Mann Dich mit einem Stein geschlagen. Also hast Du Steine verboten. Heute hat Dich ein Mann mit einem Ziegel geschlagen. Also wirst Du Ziegel verbieten. Morgen, nachdem Du mit einem großen Stock geschlagen wurdest, bezweifle ich, dass Du herausfindest, warum der Mann Dich immer wieder angreift. Außer natürlich, der Typ hat es geschafft Dir etwas Vernunft einzuprügeln.“

Gewöhnen Sie sich daran, lieber Leser. Was in Nizza passiert ist, was alle paar Monate in Paris passiert, das ist der neue Normalzustand. Vermutlich wird es in wenigen Jahren nach den Staumeldungen kommen. „15 Kilometer Stau auf der A3 bei Regensburg. In Münster ist gegenwärtiger der Innenstadtbereich zu meiden, da eine anti-islamische Aktion stattfindet, bei der bislang 15 Köpfe von ihren Rümpfen getrennt wurden. Jetzt weiter zum Wetter.

Wer einen Feind nicht benennt, kann ihn auch nicht besiegen.
Wer einen Feind nicht benennt, kann ihn auch nicht besiegen.

Wer einen Feind nicht benennt, der kann ihn auch nicht besiegen. Diese 80 Todesopfer in Nizza, die 130 von Paris aus dem November und die 20 aus Paris vom Januar 2015 sind eben die Späne die fallen, wenn die politische Korrektheit ihren Traum der multikulturellen Gesellschaft hobelt. Kein Problem, passiert eben. Für eine, von einer Ideologie bestimmte, bessere Gesellschaft und für den Neuen Menschen wurde schon immer über Leichen gegangen.

Aber wir haben natürlich eine Waffe. Lasst uns unser Profilbild einfärben und jetzt eben #JesuisNice oder #PrayforNice posten. Das wird helfen. Vielleicht könnte Facebook auch einfach ein Skript zur Verfügung stellen, das einfach automatisch täglich „Je suis [aktuelle Stadt von heute]“ postet?

Wir kämpfen mit Hashtags, sie mit Handgranaten. Allahu Akbar.

 

Mein aktuelles Buch befasst sich mit der „Flüchtlingskrise“ und ist hier käuflich zu erwerben: Nein, wir schaffen das nicht!: Warum die aktuelle Flüchtlingskrise zu einer Staatskrise wird

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Der Terror von Orlando: Agitation und Fakten

In einer Schwulenbar in Orlando Florida hat ein muslimischer Extremist 50 Menschen ermordet, über 50 weitere sind verletzt. Teilweise so schwer, dass ein weiteres Anwachsen der Todeszahl zu befürchten steht. Während sich die Tagesthemen am gestrigen Sonntag noch zierten, das Ganze eine radikalislamischen Terroranschlag zu nennen und erst der Reporter vor Ort überhaupt den islamischen Namen des Täters nannte und die „mögliche islamistische“ Motivation erörterte, liegen die Fakten inzwischen wohl weitgehend auf dem Tisch:

 

Es war ein islamischer Terroranschlag

Der Täter war Muslim. Das macht ein Verbrechen natürlich nicht zu einer „islamistischen“ Tat, so wie ein Falschparken nicht ein „islamistisches Falschparken“ ist, nur weil der Täter Muslim ist. Wenn allerdings ein Massaker in einem Schwulenclub durch einen Muslim angerichtet wird, dann liegt dies nahe genug, dass Journalisten dies als wahrscheinlichste Motivation nennen sollten. Zumal die schwulenfeindliche Haltung des Islams nun wirklich keine neue Erkenntnis sein sollte. Wenn der Täter beim Morden „Allahu Akbar“ brüllt, der Islamische Staat die Verantwortung für das Verbrechen übernimmt und der Täter bereits wegen möglicher Terrorismusverbindungen das Objekt von Untersuchungen war, dann war es ein radikalislamischer Terroranschlag.

 

Die Sorge der Deutschen: Das Ganze könnte jemandem nutzen

Linke Medien wie Politiker sind sich einig: Das Schlimmste an 50 toten Menschen ist, dass das ganze Trump nutzen könnten. Ein lokaler Imam warnt vor „vorschnellen Rückschlüssen“. Ralf Stegners Niveaulimbo erreicht unterdessen einen neuen Rekordwert.

https://twitter.com/Ralf_Stegner/status/742066447191511040
https://twitter.com/Ralf_Stegner/status/742066447191511040

 

Solche Taten geschehen nicht aus dem Nichts heraus

So zu tun, als wären solche Taten unvermeidbar, gehört zum Ritus des Verarbeitens. Ja nicht politisch unkorrekt werden, ist die Devise. Dass in ebendiesem Orlando ein Imam erst vor wenigen Monaten die Ermordung von Homosexuellen gefordert hat, ist reiner Zufall. Dass die Täter fast immer „Flüchtlinge“ oder Kinder von „Flüchtlingen“ sind, ist ebenfalls ein Zufall. (Natürlich auch von „Zuwanderern“, aber die heißen heute ja pauschal ebenfalls „Flüchtlinge“.) Hier kamen die Eltern aus Afghanistan.

Es ist genauso ein Zufall, wie dass radikalislamischer Terror nur dort vorkommt, wo es auch Muslime gibt. Gott bewahre, dass mal jemand ansprechen würde, die muslimische Zuwanderung sei vielleicht ein wenig einzuschränken, bis das inhärente Terrorproblem des Islams beseitigt wurde. Wie groß ist Japans Problem mit radikalislamischem Terror noch gleich? Japan hat wohl nur etwa 1.000 Muslime im ganzen Land.

 

Wie immer: „Der Täter war den Behörden bereits bekannt“

Ebenfalls alte Gewohnheit bei solchen Taten: Die in den Presseberichten zu findende Aussage: „Der Täter war den Behörden bereits bekannt“. Wir wissen heute schon, wer uns morgen töten wird, da fast jeder der „islamistischen“ Terroristen zuvor bereits aufgefallen war. Aber die westliche Gesellschaft zeigt sich unwillig, dieses Problem anzugehen und ihre Bürger zu schützen. Solange dies so geschieht, werden Taten die in Orlando immer mehr zu unserem Alltag gehören. So lange werden wir nicht nur keine Lösung finden, sondern das Problem auch verschärfen. Aber das ist wohl der Preis, den man für die muslimische Zuwanderung und eine viel zu lasche Umgehensweise mit radikalen Muslimen bezahlen muss. Weite Teile der Gesellschaft sind offensichtlich bereit, diesen Preis zu bezahlen. Oder sie sind zu dumm, die offensichtlichen Zusammenhänge anzuerkennen.

 

Schärfere Waffengesetze sind sinnlos

Wie üblich folgt nach solchen Taten, die von SpOn gerne „Schießerei“ genannt werden – als ob dort zwei Seiten auf einander feuerten, der Ruf nach schärferen Waffengesetzen. Wenn Gesetze Terroristen von Mordtaten abhalten, dann sollte man vielleicht einfach Morden und Terrorismus verbieten?

Tatsächlich war es nämlich so: Der Täter hat sich nicht nur illegal mit seiner Waffe an das Morden von Unschuldigen gemacht, er war auch als bewaffneter Sicherheitsmann beschäftigt. Damit hatte er eine Waffenlizenz für Florida, die ihm wohl zusätzliche Rechte gegenüber den normalen Bewohnern des Staates einräumt. Hier strengere Gesetze zu fordern, ist atemberaubend dämlich. Denn der Täter hätte selbst in Deutschland eine Waffe besessen und sogar die Erlaubnis zum Führen derselben außer Hauses gehabt. Weil er analog dazu in Deutschland vielleicht als Angestellter einer Geldtransportfirma bewaffnet hätte sein dürfen. Er war also genau einer von denen, auf welche so viele Deutsche den Besitz von Waffen beschränken wollen. Einer von jenen, die eine Waffe für ihren Job brauchen.

Vergleichbar wäre das Fordern nach strengeren Waffengesetzen in so einem Fall, wie wenn man strengere Waffengesetze für Bürger nach einem Amoklauf eines Polizisten fordert. Die einzige mögliche Verschärfung, nämlich Waffen schon Muslimen mit Verdachts auf radikale Einstellungen vorzuenthalten ist dagegen undenkbar, das verhindert die Politische Korrektheit. Zudem wäre es aber wohl auch unsinnig, weil Terroristen eben doch immer an Schusswaffen kommen und man so nur die des Radikalismus Verdächtigten Muslime ausgrenzen würde, selbst wenn sie gar keine Radikalen sind, sondern nur den Namen, die Schule oder die Familie mit einem Radikalen teilen.

An die bestehenden Gesetze gehalten haben sich übrigens seine Opfer. Das hat ihnen ihr Leben gekostet! Während Florida eine relativ entspannte Schusswaffengesetzgebung hat und das versteckte Führen von Schusswaffen erlaubt, hat es jedoch wie (fast) alle US-Bundesstaaten dennoch Einschränkungen im Waffenrecht für gesetzestreue Bürger. So darf man in vielen Staaten seine private Schusswaffe nicht mit in Gebäude mit großem Menschenandrang mitnehmen, beispielsweise in Restaurants, Einkaufszentren, Universitäten, Krankenhäuser… Zufälligerweise überall dorthin, wo gerne Amokläufe passieren, die dann fast immer nur auf unbewaffnete Opfer treffen. Gleichzeitig ist das Führen einer Schusswaffe auch (fast) überall verboten, wenn man Alkohol konsumiert. Da dies auf praktisch alle Besucher des Anschlagsortes wohl zutraf, waren sie unbewaffnet, weil sie sich an die Gesetze gehalten haben. Sie konnten daher ohne Gegenwehr abgeschlachtet werden. Was hätte da nur ein Gast des Clubs ausgemacht, der das Gesetz gebrochen und seine Schusswaffe mitgenommen hätte?

Schärfere Gesetze nach so einem Massaker zu fordern ist daher nicht nur eine Ablenkung von den Tatsächlichen Problemen, sondern auch ausgesprochen dumm.

Gegen einen wild um sich Schießenden helfen einfach nur Schusswaffen. Daran ändert alles Hyperventilieren nicht. Idealerweise aber Schusswaffen, die nicht erst Stunden später durch die Staatsmacht eintreffen.
Gegen einen wild um sich Schießenden helfen einfach nur Schusswaffen. Daran ändert alles Hyperventilieren nicht. Idealerweise aber Schusswaffen, die nicht erst Stunden später durch die Staatsmacht eintreffen.

 

 

Ich spiele seit einiger Zeit mit dem Gedanken, mich in Form eines Buches mit dem Problemfeld Islam, Islamismus, Islamkritik und Islamischer Terror auseinanderzusetzen. Wenn Sie daran Interesse haben und über die Entstehung eines solchen Buches informiert bleiben wollen, abonnieren Sie bitte meinen Newsletter.

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Warum die Integration scheitern wird (2)

Dies ist der zweite Teil zur Integration der aktuellen Zuwanderer. Hier finden Sie den ersten Teil.

 

Es fehlt die attraktive Kultur

Samuel P. Huntingtons „Kampf der Kulturen: Die Neugestaltung der Weltpolitik im 21. Jahrhundert” ist ein Buch, dessen Inhalte gerade in diesen Tagen äußerst interessant sind. In einem Kapitel geht er beispielsweise auf die Indigenisierung der Kulturen ein. Überall in der Welt hatten Völker oder auch nur die Eliten ihre eigene Kultur abgelegt, weil sie bei der Machtfülle des Westens einen Weg zum Erfolg und zur Übernahme von dessen Erfolgen die zwingende Aufnahme westlicher Werte und der westlichen Kultur als Voraussetzung erwarteten.[Huntington, Samuel P.: Kampf der Kulturen. Die Neugestaltung der Weltpolitik im 21. Jahrhundert, München 2002, S. 136ff.]

In Zeiten, in denen der Westen mit jedem Tag weniger mächtig ist, wird diese Beziehung zwischen Erfolg und westlichen Werten jedoch mit jedem Tag als weniger notwendig empfunden. Gleichzeitig besinnen sich immer mehr Völker auf ihre frühere Kultur und die früher vorherrschende Religion zurück. Begründet wird dies u.a. mit dem rasanten Wandel der Gesellschaft innerhalb der jeweiligen Generation. In Zeiten, in denen sich die Welt in Windeseile verändert, suchen die Menschen nach Halt, nach einer Identität. Wie Huntington erklärt, braucht man für eine Vertretung seiner Interessen zunächst eine Identität. Diese wird nun in zunehmendem Maße wieder in der Religion gesucht.

Die westliche Kultur, vor allem aber die Deutsche, hat den Zuwanderern wenig zu bieten. Zunächst einmal muss klar sein, dass die überwältigende Mehrheit der Migranten nicht nach Deutschland kommt, weil sie Deutschland lieben. Weil sie es nicht erwarten können, auf den Spuren von Goethe und Schiller zu wandeln und sich Weimar anzusehen. Auch träumen sie nicht davon, in Lederhosen auf dem Oktoberfest zu sitzen und auf „oans, zwoa, gsuffa” ihre Maß Bier auf Ex zu trinken. Sie kommen aus wirtschaftlichen Gründen her, weil sie hier ihre größten Chancen sehen, sei es nun wegen der starken Wirtschaft oder des großzügigen Sozialsystems. Ansonsten hätten sie auf ihrem Weg nach Deutschland nicht bereits eine Vielzahl freier Länder durchquert, ohne um Aufnahme zu bitten. Nicht wenige werden dabei noch nicht einmal wegen der Freiheit kommen, sondern weil sie davon ausgehen, in Deutschland ihre Freiheit zu leben, also gegebenenfalls auch ihre orthodoxe Islamauslegung.

Kurzum: Die Mehrzahl der Menschen wird nicht kommen, um Deutsche in Deutschland zu werden. Sie kommen, um freie Menschen, mehrheitlich „freie Muslime”, in einem freien und großzügigen Land zu sein. Darauf lässt zumindest die Vergangenheit schließen.

Während sie also aus wirtschaftlichen Gründen kommen, gibt es keinen inhärenten Grund für sie, sich anzupassen. Ob Sozialhilfe oder Job, beides werden sie auch bekommen, wenn sie weiter geistig in ihrem Ursprungsland bleiben. Nicht zuletzt auch, weil jede Diskriminierung deswegen ja inzwischen streng verboten in Deutschland ist und für einen potentiellen Arbeitgeber oder Vermieter empfindliche finanzielle Folgen haben kann. Durch ihre räumliche Konzentration (siehe oben) wird ein guter Teil kein Deutsch lernen und entsprechend im Sozialsystem hängen bleiben.

Dazu kommt, dass die deutsche Kultur auch keine Sogwirkung entfaltet. Es mag weltweit Liebhaber von Beethoven, Mozart und Goethe geben, die gerade kommenden Menschen kommen jedoch nicht deshalb, sie werden zumeist diese Namen noch nicht einmal gehört haben. Dazu kommt, dass es zur deutschen Kultur inzwischen gehört, in Selbsthass zu zerfließen. Wegen unserer Geschichte kennt dieses Land kaum noch Nationalstolz. Erst seit wenigen Jahren ist das Zeigen der Nationalfahne üblich, und auch nur zur Fußball Europameisterschaft oder Weltmeisterschaft. 2006 und in den Jahren darauf war es ein großes Thema, dass tatsächlich viele Deutsche ihre Nationalfarben zeigen.[http://www.focus.de/sport/fussball/wm2006/wm-euphorie_aid_110355.html abgerufen am 07.03.2016.] Es wurde gefragt, ob man das eigentlich darf. Und überhaupt: Eigentlich sind das ja alles nur böse Menschen, die ihren Nationalismus ausleben, so schrieb beispielsweise die Süddeutsche Zeitung.[http://www.zeit.de/sport/2012-06/fans-deutschland-nationalismus-stolz abgerufen am 07.03.2016.] In Paris kann man dagegen in der Innenstadt an jedem beliebigen Ort mindestens zehn Nationalfahnen hängen sehen. In deutschen Parlamenten sitzen Parteien, auf deren Veranstaltungen „Nie wieder Deutschland” skandiert wird und die einen Bezug auf das deutsche Volk aus Amtseiden streichen wollen.[http://www.welt.de/print/wams/nrw/article114078421/Streit-um-Eid-auf-deutsches-Volk.html abgerufen am 09.10.2015.]

Das deutsche Volk ist derart von einer Ablehnung jeden Nationalstolzes besessen, dass ich mich alleine mit diesen Zeilen vermutlich bereits der Vermutung aussetze, ein „Nationalist” zu sein. Etwas, das in Deutschland kurz vor dem Kinderschänder in der öffentlichen Respektabilitätsskala rangiert.

Doch erklären Sie mir, wie man Fremde davon überzeugen soll, mit ganzem Herzen Deutsche zu werden. Wie soll man einem stolzen arabischen Muslim, einem Ashanti aus Ghana oder einem Xhosa aus dem Süden Afrikas erklären, dass er eine fremde Identität annehmen soll, wenn diese aus Selbstverachtung besteht? Ganz ehrlich: Da würde ich an Stelle der Immigranten auch bei meiner eigenen, in Deutschland fremden, Kultur bleiben.

Erfolgreiche Einwanderungsländer machen es hier übrigens vor, wie es geht. Wer es in die USA auf legalem Wege geschafft hat und nach der notwendigen Wartefrist mit einer Green Card endlich Staatsbürger werden darf, der lässt in der Regel keine Zeit verstreichen um dies zu werden. Mit Stolz wird die neue Nationalhymne angestimmt, während man sich stolz als „Amerikaner” bezeichnet. Solch eine gemeinsame Identität, solch ein gemeinsamer Nationalstolz bedeutet von Seiten der USA mitnichten einen Nationalchauvinismus. Es bedeutet auch nicht, dass die USA in die Tradition des Dritten Reiches treten wollte. Es bedeutet übrigens auch nicht, dass der Einwanderer seine Identität aufgeben müsse. Der irische Einwanderer kann durchaus Ire bleiben, er hat jedoch etwas, das ihn mit dem sino-Amerikaner verbindet. Ein solches Bindeglied fehlt in Deutschland für die Integration, wie schon allein die immer wieder aufflammende Debatte um eine „Leitkultur” belegt. Dass aber überhaupt darüber diskutiert werden muss, belegt das Dilemma.
Um es zusammen zu fassen: Es fehlt eine Leitkultur, die aus sich heraus eine solche Attraktivität hat, dass die Zuwanderer in ihrer Masse es gar nicht abwarten können, endlich ein Teil von ihr zu werden. Erleichtert wird dies übrigens auch durch unser pluralistisches System, das selbst für den Empfang von Sozialhilfe ausschließlich die physische Präsenz im Land erfordert und nicht etwa auch Sprachkenntnisse oder ein Bekenntnis zum Grundgesetz. Daher ist ein bereitwilliges Aufnehmen unserer Kultur durch die Masse der Zuwanderer nicht zu erwarten.

Wenn eine Ortschaft, deren Bevölkerung um 20 Prozent durch eine Flüchtlingsunterkunft gewachsen ist, einen Regelkatalog mit Selbstverständlichkeiten aufstellt, umgehend als rassistisch bezeichnet wird, gibt es wenig Grund zur Hoffnung. Wenn schon das Erklären man solle fremde Grundstücke nicht betreten, junge Frauen nicht belästigen, seinen Müll nicht einfach fallen lassen und Toiletten benutzen rassistisch ist, wie soll dann eine eigene Kultur kraftvoll verteidigt werden?[http://www.bild.de/news/inland/buergermeister/erstellt-benimm-regeln-fuer-fluechtlinge-42931190.bild.html abgerufen am 09.10.2015.]

Wie soll derartiges in einem Land erwartet werden, wo ein Professor fordert, Arabisch als Pflichtfach einzuführen, weil so „ein Zugang zur arabischen Welt möglich [sei]. Wir würden damit anerkennen, ein Einwanderungsland und eine mehrsprachige Gesellschaft zu sein.[http://www.spiegel.de/schulspiegel/arabisch-in-der-schule-alle-kinder-sollen-die-fremdsprache-lernen-a-1075512.html abgerufen am 28.02.2016.]” Damit wird de facto gefordert, die Deutschen sollten sich den Zuwanderern anpassen. Eine deutlichere Selbstaufgabe kann es kaum geben. Dagegen kann die Geschichte um eine Multikulti-Toilette kaum noch erregen. Wie die FAZ berichtete, hat in deutscher Sanitärhersteller eine Toilette entwickelt, auf der man sein Geschäft sowohl im Sitzen, wie auch im Hocken verrichten kann. Tatsächlich ist es in Deutschland nämlich zu viel verlangt, den Zuwanderern beizubringen, wie hierzulande die Gewohnheiten sind, was das Defäkieren angeht.[http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/die-multikulti-toilette-ein-klo-das-jeder-benutzen-kann-14043644-p2.html abgerufen am 28.02.2016.]

 

Dies war ein Auszug aus „Nein, wir schaffen das nicht!“ (ISBN-13: 978-1530448975) das Sie hier bestellen können:

 

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Wahnsinn der Woche

Herzlich willkommen zum diesmaligen Wahnsinn der Woche.

Deutschland hat alle Schleusen für Zuwanderer geöffnet, vorgeblich um Syrer zu schützen. Inzwischen boomt nicht nur der Handel mit gefälschten syrischen Pässen, immer mehr Araber aus anderen Ländern nutzen die Gelegenheit um in der Masse unterzutauchen und so nach Deutschland zu gelangen. Unterdessen fordert Deutschland Umverteilungsquoten für Flüchtlinge. Wie wird das aussehen? Werden die Zuwanderer, die auf ihrem Weg nach Deutschland ja bereits bis zu fünf oder sechs sichere und freie Länder durchquert haben ohne einen Asylantrag zu stellen, mit Handschellen abgeführt werden, um sie so nach Polen zu verfrachten, wo sie gar nicht sein wollen? Werden in anderen Ländern bewachte Lager errichtet werden müssen, um die Zuwanderer dort zu halten, weil sie ja nach Deutschland wollen und eben nicht ins Baltikum, nach Polen oder Tschechien? Aus Polen hört man zumindest die Geschichte von einer freundlich aufgenommenen christlichen syrischen Familie, die von der Kirche Wohnung, Kleidung, Essen und Taschengeld bekam – um dann in der Nacht darauf sich auf den Weg nach Deutschland zu machen. Ich jedenfalls bin gespannt darauf, wenn ich bald vor laufenden Fernsehkameras sehen werde, wie Familien mit Gewalt aus deutschen Flüchtlingsunterkünften gezerrt werden, um sie in andere europäische Länder umzuverteilen. Oder um es anders und mit weniger Sarkasmus zu sagen: Das wird nicht passieren. Diese Forderung belegt nur die Realitätsferne der deutschen Politik. „Wahnsinn der Woche“ weiterlesen

Politische Unkorrektheit und Rassismus

Ich freue mich sehr, dass meine letzten Videos so viel Anklang gefunden haben, ja dass sie teilweise praktisch viral gehen. Natürlich freut es mich auch, dass meine kleine Seite nun massiv an Followern gewinnt. Dies alles aber bitte nicht um jeden Preis.

Ich lehne politische Korrektheit ab, weil ich nichts davon halte, dass Dinge „politisch“ korrekt sind, nicht aber „faktisch“ oder „wissenschaftlich“ korrekt. Die Ablehnung der politischen Korrektheit rechtfertigt für mich jedoch weder Unhöflichkeit, noch dümmliche Pauschalisierungen, noch Pöbeleien und erst Recht keinen Rassismus.

Wer die politische Korrektheit ablehnt sollte sie nicht durch die Axt im Walde und eine Verweigerung jeder gesellschaftlichen Konventionen und jeden guten Benehmens ersetzen. Aufrichtigkeit, verbunden mit Höflichkeit, hat politische Korrektheit zu ersetzen, nicht ekelhaftes Verhalten.

„Politische Unkorrektheit und Rassismus“ weiterlesen

Wir brauchen Stripperinnen für Asylanten

In Pocking empfiehlt nun eine Schule den Eltern, dass sie ihre Töchter nicht mehr mit kurzen Rücken und mit durchsichtigen Blusen herumlaufen lassen sollen, weil die Turnhalle des Gymnasiums von Asylbewerbern bezogen wurde. Ein namentlich nicht genannter Politiker hält es für „absolut notwendig„, weil für arme Muslime gilt: „In deren Kulturkreis nackte Haut von Frauen völlig verpönt ist, laufen den Mädchen nach und bedrängen sie – ohne das zu beabsichtigen [nein, rein versehentlich, vermutlich], aber das löst natürlich Ängst aus. [überraschend!]

Die Lösung für das Problem: Deutsche Frauen einfach verhüllen.

„Wir brauchen Stripperinnen für Asylanten“ weiterlesen

Selbsthass ist keine Lösung für islamischen Extremismus

In der Mainpost schreibt der Islamwissenschaftler Dr. Martin Rainer einen längeren Gastbeitrag, bei dem er, unter Verklausulierung, die Aufgabe unserer Meinungsfreiheit fordert.

 

Keine Solidarität für Zeichner

Wenn Dr. Rainer schreibt, die Trauer um verlorenes Leben und der Respekt vor treffender satirischer Kritik erlaube es ihm nicht, sich nach „Je suis Charlie“ mit Charlie Hebdo zu identifizieren. Viel besser würde ihnen stattdessen eine „kritischere, differenzierte Würdigung ihres Werkes“ zur Ehre gereichen. Wie er sich das vorstellt, sagt er im nächsten Absatz: Mit Widerspruch. Statt sich mit einem „Je suis Charlie“ mit dem Blatt, den Toten und seinen Überlebenden zu solidarisieren, ist „Je ne suis pas Charlie“ seine Antwort. Dabei dient das „Ich bin Charlie“ keineswegs einer kritischen künstlerischen Betrachtung der Qualität ihrer Karikaturen, sondern einer Demonstration der Solidarität gegenüber den Ermordeten und gegenüber des Angriffs auf die Meinungsfreiheit.

Letztendlich ist es nichts anders als „Ich bin ein Berliner“ auf die Gegenwart übertragen. So wenig wie damals John F. Kennedy sagen wollte: „Ich bin wirklich ein Berliner, spreche also Euren Dialekt und habe ebenfalls schlechtes Benehmen als >Berliner Schnauze< kultiviert“, so wenig bedeutet „Je suis Charlie“, dass man jede Karikatur des Blattes gut heißt. Es war und ist nichts anderes als eine Solidaritätserklärung mit bedrohten Menschen. Diese will ihnen Dr. Rainer jedoch verweigern.

 

Selbsthass statt Verteidigung der Freiheit

Anschließend erklärt Dr. Rainer, „wir“ hätten Schuld an dem tragischen Attentat, weil wir es versäumt hätten, die „satirische Provokation angemessen zu würdigen, nämlich durch unseren Widerspruch„. Nun, Die Brüder Kouachi haben es angemessen gewürdigt, mit dem Feuer aus ihren Kalaschnikows.

Als die Grenzen der Freiheit überschritten wurden, in dem Moment, als die Würde einer Weltreligion in ihrem heiligen Kern angegriffen wurde, da wäre unser Widerspruch die richtige Antwort gewesen. Aber stattdessen haben wir durch unser Schweigen die Antwort anderen überlassen, denen, die keine andere Sprache haben als die der Gewalt.„, schreibt Dr. Rainer in bester Tradition des westlichen Selbsthasses der Intellektuellen. Es erinnert an die Titelseiten „Wie konnten wir sie soweit treiben?“ nach dem 11. September 2001, als man die Schuld am Massenmord nicht bei den Mördern suchte, sondern bei den Opfern.

Dabei ist diese Betrachtungsweise inhärent rassistisch, nichts anderes. Sie besagt nämlich, dass der arme radikale Muslim am Ende eben nichts anderes kann als Köpfe abzuschneiden und Redaktionsräume im Blut der Redakteure zu tränken. Die Schuld wird vom Täter auf das Opfer transferiert. Warum trug die Frau auch nachts einen Minirock? Sie hat die Vergewaltigung doch provoziert.

 

Islamwissenschaftler blendet islamische Geschichte aus

Absurder wird es noch, wenn Dr. Rainer, den die Mainpost als „Islamexperten“ bezeichnet, schreibt: „Damit haben wir Mitschuld daran, dass in der muslimischen Welt Frustration und Empörung einen Nährboden für Wut und Hass gebildet haben.

Nicht nur, dass die Muslimbrüder, die Keimzelle von fast allem sunnitischen Terrorismus heute, schon 1928 von Hassan al-Banna gegründet wurden, Wut und Hass sind im extremistischen Islam seit jeher fest verwurzelt. Mohammed selbst ließ Fatuna und Qariba, zwei Sklavinnen von Abdullah ibn Sad ibn Abi Sarh, wegen Spottliedern töten. Abu Afak wurde im angeblich biblischen Alter von 120 Jahren auf Befehls Mohammed durch Salem ibn Omayr getötet, weil er Anekdoten und Gedichte über Mohammed verfasst hatte. Mohammed selbst hatte gefragt: „Wer wird für mich mit diesem Schurken fertig?“ Weil Asma bint Marwan den Mordbefehl respektlos kommentierte, wurde auch sie getötet.

Schon Mohammed machte mit Spöttern kurzen Prozess, ungeachtet ihres Geschlechts oder Alters, was nach Sure 33:21 „Wahrlich, im Gesandten Allahs ist für euch ein schönes Vorbild“ nachahmenswert für Muslime ist, die dieser Interpretation des Islams folgen.

Der radikale Islam hat seit seinem Entstehen wenig Erbarmen mit seinen Kritikern und mit den Kritikern seines Propheten gekannt. Dies fehlender Selbstkritik auf unserer Seite und fehlendem Widerspruch gegenüber Karikaturen zuzuschreiben, ist untragbar und erneut ein Beispiel der inhärenten Überzeugung von den Muslimen als „Edlen Wilden“, eine zutiefst rassistische Einstellung.

 

Gott soll man nicht lästern

Dr. Rainer schreibt, wir hätten die abendländische Aufklärung nicht verstanden. „Haben wir unsere abendländische Kultur bereits verloren, dass wir vergessen haben, dass man Gott nicht lästert, und Propheten nicht verunglimpft?“ Dabei ignoriert er, dass gerade durch die Aufklärung eine zunehmende Trennung von Staat und Kirche stattfand, auch wenn sie bei uns nach wie vor nicht vollendet ist.

Seine Aussage ist somit geradezu eine groteske Verkehrung der Aufklärung. Gerade die Aufklärung war es, die Kritik an Göttern und Propheten überhaupt erst ermöglicht hat. Wieso auch sollte ich Gott nicht lästern dürfen? Welchem Gott übrigens? Ich bin ungläubig und glaube daher weder an den dreifaltigen Gott, noch an JHWH, noch an Allah. Auch glaube ich nicht an die tausenden Hindu-Götter – und sollen Indianer nicht Gott in allem sehen? Ist nicht jeder unnötig gefällte Baum letztendlich ein Angriff auf die Religion der amerikanischen Ureinwohner?

Damit zeigt Dr. Rainer nichts anderes als die Forderung, einer potentiell gewalttätigen Religion gegenüber Vorsicht walten zu lassen. Vermutlich während er ein Steak auf dem Teller hat, das aus einer für viele Inder heiligen Kuh gemacht wurde.

Haben wir das demokratische Grundprinzip vergessen, dass die Freiheit des Einzelnen spätestens dort aufhört, wo er die Rechte der anderen verletzt?„, schreibt Dr. Rainer weiter, wobei er beflissentlich ignoriert, dass eine Kritik an Allah und an Mohammed eine Kritik an etwas Unpersönlichem, an einer Überzeugung ist. Keine Kritik und kein Angriff auf Menschen, zumindest nicht, solange diese ihn nicht auf sich beziehen wollen. So wie man selbstverständlich jede deutsche Partei zum Antichristen des politischen Spektrums erklären kann, ohne deswegen gleich die „Rechte der anderen“, sprich ihrer Mitglieder, zu verletzen, so muss auch eine Kritik an Ideologien und Religionen als Fundament der Freiheit verstanden werden.

Nie hat, zumindest wäre es mir nicht bekannt, Charlie Hebdo in Karikaturen oder Texten erklärt, „Die Muslime sind alle…“. Entsprechend ist es eine zutiefst kollektivistische Denkweise, Kritik an einer Ideologie und Religion auf die Individuen zu transferieren. Wird einzelnen unter diesen Individuen gar Verständnis ob begangener Bluttaten zugestanden, und nicht anders ist sein Text zu interpretieren, ist der Gipfel der Selbstverleugnung und Selbstaufgabe unserer Freiheiten erreicht.

 

Eigenwillige Betrachtung der Geschichte

Noch interessanter werden Dr. Rainers Ausführungen jedoch, wenn er den obligatorischen Bezug auf das NS-System herstellt, der auf die absurde Gleichsetzung „Die Muslime sind die Juden von heute“ abzielt.

So schreibt er: „Satirische Provokationen hat es auch unter den Nationalsozialisten gegeben. Karikaturen von Juden bereiteten damals den Pogromen den geistigen Boden. Haben wir daraus nichts gelernt?“ Nun, Herr Dr. Rainer, wir könnten daraus lernen, dass im NS-System unter Vorschieben verschiedener Gründe, satirische Darstellung in weiten Teilen verboten war. Während im NS-System „satirische Provokationen“ (welch herrlicher Euphemismus) gegenüber Juden publiziert wurden, wäre der Versuch Satire über das Dritte Reich, seinen Rassenkrieg und seine Vernichtung menschlichen Lebens mit einem Aufenthalt im KZ, möglicherweise ohne Rückkehr, entlohnt worden. Dazu zielten die genannten antisemitischen Karikaturen der NS-Zeit keineswegs auf radikale Vertreter, die Religion an sich oder Mose ab. Sie richteten sich ausdrücklich pauschal gegen „die Juden“ und dämonisierten diese bar jeden Bezugs zur Realität.

Auch eine Bezugnahme auf das angeblich so tolerante Kalifat von Cordoba darf natürlich nicht fehlen. Dies ignoriert nicht nur, dass alle nicht muslimischen Untertanen dort im Rahmen der Dhimma auch nur euphemistisch als „Bürger zweiter Klasse“ bezeichnet werden können, es ignoriert auch, dass dieser Mythos eines toleranten Zusammenlebens ein Produkt antiklerikaler Propaganda der Aufklärung ist und beispielsweise der Orientalist Bernard Lewis schrieb, dass der „Mythos spanisch-islamischer Toleranz besonders von jüdischen Gelehrten gefördert wurde, denen er als Stock diente, um ihre christlichen Nachbarn zu schlagen„.

Dass die islamischen Bewohner des Kalifats immer wieder Raubzüge ins christliche Hinterland führten und ganz Südfrankreich terrorisierten, wird genauso ausgeblendet, wie die Verwüstung von Zamora 981, von wo 4.000 christliche Gefangene als Sklaven ins Kalifat gebracht wurden oder die Zerstörung von Barcelona 985, der alle Bewohner durch Mord oder Versklavung zum Opfer fielen. Der dafür verantwortliche Abu Aamir Muhammad ibn Abdullah ibn Abi Aamir, al-Hajib al-Mansur war nicht nur für 50 Feldzüge gegen Christen während seiner Herrschaft bekannt, sondern auch dafür, alle philosophischen Bücher zu verbrennen, derer er habhaft wurde. Er machte 997 auch Santiago de Compostela dem Erdboden gleich und zeigte seine Toleranz gegenüber der christlichen Pilgerstadt, indem er die christlichen Überlebenden in die Sklaverei führte und zwang, die Glocken von Compostala tausende Kilometer weit nach Cordoba zu tragen, wo sie in Lampen für die Moschee umgescholzen wurden.

Die Historikerin Bat Ye’or weißt darauf hin, dass die Maßlosigkeit, die Regelmäßigkeit und der systematische Charakter der Verwüstungen die der griechischen, slawischen und lateinischen Heeren der Zeit weit übertraf.

Dass in al-Andaluz im Rahmen der Dhimma Toleranz herrschte, ist eine blanke Ignoranz der Fakten. Weil die islamischen Eroberer die einheimischen Verwaltungskräfte und Fachleute brauchten und die Dhimma zudem eine hervorragende Art der Beschaffung von Reichtum für die Eroberer (Stichwort Dschizya und Kharaj) war, wurden die „Buchgläubigen“ geschützt, aber nicht aus einem Wunsch tolerant zu sein. Das gleiche Prinzip wendet heute übrigens der „Islamische Staat“ an, der sogar die Jeziden unangetastet lässt, die in Erdölraffinerien unabkömmliche Aufgaben erfüllen.

Die nach Bernard Lewis herrschende „rituelle Demütigung“ der nichtmuslimischen Bewohner der iberischen Halbinsel zeigte sich auch in dem Rechtsgutachten von Ibn Abdun, dem Vertreter der in al-Andaluz vorherrschenden maliktischen Rechtsschule, das 1100 verfasst wurde.

«Ein Muslim darf einen Juden nicht massieren, auch nicht einen Christen. Er darf nicht ihren Abfall beseitigen und nicht ihre Latrine reinigen; es ist angemessener, dass Juden und Christen dieses Gewerbe ausüben, denn es ist das Gewerbe der am meisten Verachteten» (Nr. 153).

«Man darf nicht zulassen, dass ein Steuereintreiber, Polizist, Jude oder Christ, sich wie ein Notabler, ein Jurist oder ein Reicher kleidet, sondern man muss sie hassen, den Verkehr mit ihnen meiden und darf sie nicht mit ‹Der Friede sei mit dir› grüssen, denn ‹der Satan hat von ihnen Besitz ergriffen und sie das Gedenken Allahs vergessen lassen. Sie gehören zur Partei des Satans. Wahrlich, die zur Partei Satans gehören, werden ja (letzten Endes) den Schaden haben› (Sure 58:19). Sie müssen ein Abzeichen tragen, an dem man sie erkennt, das ihnen zur Schande gereicht» (Nr. 169).

«Man darf dem Juden und auch dem Christen kein wissenschaftliches Buch verkaufen, es sei denn, der Verfasser bekenne sich zu ihrer Religion, denn sie übersetzen wissenschaftliche Bücher und schreiben sie ihren Anhängern und Bischöfen zu, während ihre Verfasser Bischöfe sind» (Nr. 206).

Phasen tatsächlicher Toleranz mit einer Aufweichung der harten Regeln gegenüber den Dhimmis wechselten sich jedoch mit Phasen blutiger Unterdrückung ab, die beispielsweise 1066 zum Massaker von Granada führten, bei dem 4.000 Juden erschlagen wurden.

 

Forderung der Aufgabe der Freiheit

Dr. Rainer führt seine Ausführungen fort, indem er schreibt: „Eine multiethnische Demokratie von der Größe Europas kann nur mit klaren Regeln funktionieren; Regeln die auch der individuellen Freiheit dort Grenzen setzen, wo das allgemeine Interesse eines friedlichen Zusammenlebens gefährdet wird. Die Freude an der provokativen Überschreitung aller Grenzen, ohne Rücksicht auf Verluste, das ist ein 68er-Relikt aus dem letzten Jahrhundert, das sich unsere moderne Gesellschaft nicht mehr leisten kann.

Damit fordert er nichts anderes als die Aufgabe der Freiheit. Meinungsfreiheit und Pressefreiheit definieren sich nämlich nicht dadurch, sich verschiedene Varianten einer Aussage aussuchen zu dürfen. Ob man nun sagen oder schreiben darf: „Der Diktator ist gut“, „Der Diktator ist großartig“ oder „Der Diktator ist wunderbar“ ist keine Meinungs- und Pressefreiheit mehr. Die herrscht nur, wenn man auch „Der Diktator gehört aufs Schafott“ schreiben darf.

Meinungsfreiheit herrscht konsequenterweise nicht, wenn man 90% sagen darf. Auch nicht, wenn man 95 oder 99% sagen darf, sondern ausschließlich, wenn man 100% sagen darf.

 

Die Forderung nach Beschränkung ist das Einknicken vor der Gewalt

Die ausgedrückte Forderung die eigenen Aussagen zu beschränken ist somit nichts anderes, als die Aufgabe der Meinungsfreiheit. Dies ist umso dramatischer, als sie selbstverständlich vor allem selektiv zu erfolgen hat. Auch wenn Dr. Rainer das Christentum und das Judentum mit einbezieht, so gibt es natürlich noch unzählige andere Ideologien und Religionen, die ihren Anhängern wichtig sind. Diese zeichnen sich zumeist jedoch dadurch aus, dass eine Fundamentalkritik an ihnen nicht in einem Blutbad enden kann.

Dr. Rainer bestätigt dies sogar expressis verbis: „Eine multiethnische Demokratie von der Größe Europas kann nur mit klaren Regeln funktionieren; Regeln die auch der individuellen Freiheit dort Grenzen setzen, wo das allgemeine Interesse eines friedlichen Zusammenlebens gefährdet wird.

Köpfe werden aktuell aber nur von Vertretern einer Religion abgeschnitten, was das „friedliche Zusammenleben“ ein klein wenig einschränkt. Die Reaktion darauf sollte nicht ein Hinterfragen sein, also ein „Warum leitet Ihr aus Eurer Religion das Recht ab, Köpfe abzuschneiden“, sondern eine Verkehrung von Ursache und Wirkung, indem er „Nicht mehr mit Meinungsfreiheit provozieren, dann schneiden sie keine Köpfe mehr ab.“ sagt.

Dabei ist dies nicht nur ein Selbstmord aus der Angst vor dem Tod, es ist zugleich ein Verrat an all den moderaten Muslimen, die nun hören, dass Kritik an der radikalen Auslegung des Islams verboten gehöre. Es öffnet dazu weiteren Forderungen von Extremisten Tür und Tor. Wieso sollten sie auch mit ihren Forderungen aufhören, wenn wir so bereitwillig einknicken, wie es sich Dr. Rainer wünscht?

 

Individualismus und Kollektivismus

Die Karikaturen von Charlie Hebdo sind niemals ein Angriff auf die Muslime, als Menschen und Individuen, gewesen, sondern ausschließlich auf den Islam und auf extremistische Vertreter von ihm. Dies muss eine freie Gesellschaft aushalten, sonst ist sie nicht mehr frei.

Statt in kollektivistischer Manier dazu überzugehen, die Kritik an einer Überzeugung allen Individuen zuzuschreiben, ob diese es sich nun ausgesucht haben, der Überzeugung anzuhängen oder nicht, sollten die Freiheit mit Überzeugung umarmt werden. Wenn überhaupt Grenzen gezogen werden müssen, dann ausschließlich dort, wo man Personen angreift.

Wer also „der Islam ist…“ schreibt, muss um jeden Preis in seiner Meinungsäußerung geschützt werden, egal wie weit er geht. Grenzen dürfen erst dort gezogen werden, wo er „Die Muslime sind…“ schreibt.

Das Charlie Hebdo Attentat und Huffington Post

Voraussichtlich am 10. April erscheint meine Medienkritik über die Huffington Post Deutschland.

Das Charlie Hebdo Attentat und Huffington Post. Eine Whitewashing-Analyse: Wie die Redaktion der Huffington Post Deutschland alles versuchte, die Hintergründe eines Attentats zu verharmlosen

Dabei analysiere ich, wie in der Huffington Post durch die angestellten Redakteure alles getan wurde, um die Hintergründe des Attentats zu verharmlosen und wie mittels Relativierungen und insinuierter Äquidistanz die Zusammenhänge mit dem Islamismus geleugnet wurden.

Hier bestellen:

Islamverbände gegen Meinungsfreiheit

Auf Facebook habe ich gestern noch Hoffnung bezüglich der Positionierung der deutschen Islamverbände gezeigt. Leider wurde sie wieder einmal bitter enttäuscht!

 

Die Meinungsfreiheit hat vor Mohammed zurückzustehen

Bekir Alboğa sagte:

Alle, die an diesem Tisch sitzen, verteidigen die Presse- und die Meinungsfreiheit. Wir wollen aber auch respektiert werden. Auf Provokationen müsste man verzichten. Wir lieben unseren Propheten.“

Irgendwo habe ich einmal einen schlauen Satz gelesen, der es auf den Punkt trifft. „Alles, was vor einem aber steht, ist nichts wert!“ Wer sagt, er vertrete die Meinungsfreiheit, aber… der ist gegen die Meinungsfreiheit.

Denn Meinungsfreiheit ist gerade das, was hinter dem aber kommt. Meinungsfreiheit gibt es sofort nicht mehr, wenn Einschränkungen kommen, egal welcher Art. Meinungsfreiheit ist nicht 90% und nicht 95%. Auch 99% ist nicht Meinungsfreiheit, sondern nur 100%.

Meinungsfreiheit definiert sich nicht durch die Erlaubnis das Gleiche auf verschiedene Arten ausdrücken zu dürfen, sondern durch die Extreme, die weit von allem anderen abweichen. Wer auswählen darf zwischen „Mein Diktator ist toll„, „Mein Diktator ist großartig“ und „Mein Diktator ist der Beste!“ der hat keine Meinungsfreiheit. Die hat er erst, wenn er auch „Mein Diktator gehört aufs Schafott!“ sagen darf. Ausschließlich die Extreme definieren die Meinungsfreiheit!

 

Freiheit muss auch für Muslime vor Mohammed gehen!

Die richtige Formulierung wäre gewesen: „Wir lieben unseren Propheten und finden seine Beleidigung furchtbar, aber die Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut, dass es zu verteidigen gilt.“ Würden die Islamverbände für Meinungsfreiheit einstehen, würden sie uns sagen wie sehr sie von den Karikaturen beleidigt werden, dass aber die Meinungsfreiheit darüber stehen muss. Was jeder in Deutschland verstehen sollte ist, dass Einschränkungen der Freiheit, gleich welcher Art, bei Kleinigkeiten und bei Anderen anfangen – aber nie dort enden! Es muss also im Interesse der Islamverbände selbst sein, die Meinungsfreiheit kompromisslos zu verteidgen!