Passdeutsche und Assimilierung: Weshalb die Lust auf die Fußball-WM nicht aufkommen mag

Ich mag den Begriff „Passdeutscher“ nicht. Für mich ist Einwanderung ein natürlicher Vorgang, der, sofern intelligent und egoistisch gesteuert, einem Land massiv von Nutzen ist. Auch wenn meine bekannte Familiengeschichte sich im Bezug auf ihre Migration auf Zentraleuropa beschränkt, vor allem mit Hugenotten im Stammbaum, so bin doch auch ich „migrantischer Herkunft“, wenn man so will.

Eine Migration wird jedoch nur dann zu einem allgemeinen Erfolg, wenn die Migranten sich assimilieren. In meinem Freundeskreis befinden sich mehrere Personen mit slawischen Nachnamen, bei denen niemand denken würde, sie wären keine Deutschen. Halb Berlin scheint von Menschen mit dem Nachnamen „-owski“ und „-itz“ bevölkert zu sein. Diese Menschen sind assimiliert. Sie sehen ihren migrantischen Anteil der Familiengeschichte als Annekdote, so wie ich meine hugenottische Herkunft. Sie sind Deutsche.

Hier muss man tatsächlich den Linken ein Stück weit Recht geben, wenn sie von den zwei Seiten einer Einwanderung sprechen, bei der auch die Autochthonen ihren Anteil leisten müssen. Eine Assimilierung kann tatsächlich nur funktionieren, wenn die angestammte Bevölkerung sie akzeptiert.

Wer dem Migranten, der in bayerischer Mundart spricht, seine Kinder Franz, Xaver und Roswita nennt, jeden Sonntag in der Kirche ist, beim Leonhardiritt teilnimmt und beim Bier in Lederhosen von seinem erfolgreichen Maibaumdiebstahl schwärmt, die Zugehörigkeit abspricht, weil sein Teint etwas dunkler ist, der wird diesem Migranten und seinen Kindern schwer verkaufen können, wie sie sich in eine Gesellschaft und ein Volk assimilieren können und sollen, wenn dieses sie auch trotz größter Anstrengung und voller Selbstaufgabe der Kultur ihres ethnischen Hintergrundes als Fremdkörper empfindet und bezeichnet.

„Gote ist, wer mit den Goten zieht“ soll es in der Antike während der Völkerwanderungen geheißen haben. Nicht die ethnische Herkunft, sondern die bedingungslose Zugehörigkeit zur Schicksalsgemeinschaft und die Loyalität gegenüber Volk und König waren entscheidend. Wer also assimilierte Migranten pauschal wegen ihrer Herkunft als „Passdeutsche“ abwertet, wird die Assimilierung nicht nur massiv erschweren, sondern tendenziell verunmöglichen. Von dem gewählten Volk abgelehnt bleibt den Migranten am Ende ja nichts anderes übrig, als ihre Loyalität einer anderen kulturellen Heimat zuzuwenden.

Der Wunsch zur Assimilierung darf nicht zur Ignoranz führen

Während der Wunsch, eine Assimilierung zu ermöglichen und zu propagieren, die Verwendung des Begriffes „Passdeutscher“ falsch macht, darf so etwas jedoch nicht zu einer ignoranten Verweigerung von Fakten führen. Als in Brüssel der letzte Anschlag (lustige Formulierung übrigens: „der letzte Anschlag“, weil es inzwischen eben so viele gibt) stattfand, schrieb mir ein Schlaumeier auf Twitter, dass es ja „Belgier“ gewesen seien. Als in Katalonien die Anschläge stattfanden, sprachen die Medien von „Spaniern“. Als in Lloret de Mar eine junge Frau von drei Männern vergewaltigt wurde, sprach u.a. DIE WELT von „Deutschen“. Nur in spanischen Medien konnte man lesen, dass es „deutsch-Marokkaner“ waren.

Gewisse Straftaten konzentrieren sich nachweislich auf bestimmte kulturelle Hintergründe. Autochthone Gruppen-Überfallvergewaltiger werden sie in den letzten 12 Monaten wenige finden können, wenn Sie überhaupt einen Fall finden. Migrantische zu finden, im Besonderen mit der Herkunft aus Nordafrika und Naher- bis mittlerer Osten, ist jedoch kein Problem.

Islamische Terroristen mögen häufig europäische Pässe haben, sie sind jedoch praktisch immer migrantischer Herkunft, auch wenn die Zahl der Konvertiten unter den Terroristen langsam steigt. Einen Mohammed Salah, der unter „Allahu Akbar“ Menschen ermordet als „Spanier“ zu bezeichnen, ist ignorant, die Intelligenz beleidigend und vor allem die Problemlösung verhindernd.

Jeder Wunsch eine Assimilierung durch bedingungslose Akzeptanz zu ermöglichen muss enden, wenn diese Akzeptanz zur Verharmlosung oder Verheimlichung der kulturellen Prävalenz von Straftaten führt. Nicht nur, weil diese Verheimlichung so die Lösung verhindert, sondern auch, weil sie die allgemeine Akzeptanz gegenüber Migranten verringert. Die meisten Menschen in Deutschland werden diesen Effekt in den letzten Jahren bereits am eigenen Leib oder zumindest im eigenen Umfeld verspürt haben.

Deshalb handhabe zumindest ich es so, dass ich den Begriff Passdeutscher ablehne und nicht nutze – bis eine betreffende Person sich durch ihre Taten klar von dem Volk distanziert hat, dessen Pass sie hat. Ein Deutscher türkischer Herkunft sollte entsprechend als Deutscher gelten, bis er fundamentalistische islamische Überzeugungen an den Tag legt, Verbrechen begeht oder seine mangelnde Loyalität gegenüber der neuen Staatsbürgerschaft und die gleichzeitig fortdauernde Loyalität gegenüber seiner ethnischen Herkunft beweist. Und dies bringt mich zur anstehenden Fußball-WM.

Söldner des F.C. Deutschland können mich schwer begeistern

Ich liebe Fußball und habe den Sport auch selbst im Verein betrieben. Auch ohne Nationalist zu sein, war meine Anhängerschaft gegenüber der deutschen Nationalmannschaft zu keinem Zeitpunkt Inhalt einer Debatte für mich. Seitdem der Anteil migrantischer Spieler in der Mannschaft steigt, stößt es mir jedoch immer stärker negativ auf, dass die migrantische Herkunft mit mindestens 90%iger Sicherheit daran zu erkennen ist, ob der Spieler die Nationalhymne mitsingt oder nicht.

Gerade diese erhebliche Korrelation konnte nur den negativen Beigeschmack und die Unterstellung hinterlassen, dass nicht wenige der Migranten das deutsche Team gewählt haben, weil sie sich in diesem bessere Karrierechancen erhoffen. Sie spielen nicht für Deutschland, weil es eine Ehre für sie ist, ihr Land zu repräsentieren, sondern weil Geld, Titel und in der Folge ein höherer Marktwert locken.

Dies sind legitime Gründe, sich für eine Mannschaft zu entscheiden, sollten aber keine legitime Motivation sein, sie in einer Nationalmannschaft aufzunehmen. Indem man Söldner akzeptiert, wird eine Nationalauswahl in ihrer Zusammensetzung wie ein Fußballverein. Man kauft und verkauft Spieler und der eine oder andere wechselt schon mal zum Erzrivalen, weil dort das Gehalt höher ist. Die Fans bleiben Anhänger ihres Vereins, selbst wenn nach vier Jahren keiner der Spieler mehr übrig ist, weil alle durch Neuverpflichtungen von anderen Vereinen ersetzt wurden.

Die Deutsche Nationalmannschaft war für mich genau das nicht. Es war ein nationales Team, eine Auswahl deutscher Spieler zur Vertretung meines Heimatlandes. Gündogan und Özil haben jedoch ihr Schweigen während der Nationalhymne bei ihren kürzlichen Treffen bestätigt, indem sie begeistert ihren Präsidenten Erdogan trafen. Den Präsidenten der Türkischen Republik, die sich gerade zur Diktatur häutet.

Dass ein solches Verhalten keinerlei Konsequenzen für ihre Aufstellung hat, zeigt, dass es inzwischen weitgehender Konsens zu sein scheint, dass die Nationalmannschaft eben nicht mehr das, sondern der F.C. Deutschland ist. In Ordnung. Aber ich bin eben nicht Fan eines Fußballvereins in Landesfarben.

Ich habe noch keine Pläne, wie und wo ich die Spiele ansehen will. Guten Fußball mag ich weiterhin und den kann ich bei vielen Nationalmannschaften sehen, nicht nur bei der Deutschen. Aber eine besondere Begeisterung ist verflogen.

Aber sehen Sie es positiv. Rechte, die mir wöchentlich schreiben, ich sei ein Verräter und Feigling, weil ich das Land verlassen habe, werden nun nicht mehr durch die Zugehörigkeit zur gleichen Fangruppe wie ich beschmutzt, während Linke nun viel entspannter eine Mannschaft ohne nationale Untertöne bejubeln können, deren Vereinsfarben und Vereinshymne nur zufällig denen Deutschlands entsprechen.

3 Antworten auf „Passdeutsche und Assimilierung: Weshalb die Lust auf die Fußball-WM nicht aufkommen mag“

  1. „Nicht die ethnische Herkunft, sondern die bedingungslose Zugehörigkeit zur Schicksalsgemeinschaft und die Loyalität gegenüber Volk und König waren entscheidend.“

    Tja, aber leider ist die gesamte opportunistische Königsriege und „dessen“ politische Entourage (sprich Exekutive u. Legislative der Bundespolitik), mal wieder dermaßen weit von den Alltagsrealitäten der „societas civilis“ in ihrer Republik abgehoben, das von seiten der Politik einfach keine loyale Zugehörigkeit zur Volksgemeinschaft mehr ausgeht.

    Das ist aber nicht erst seit der letzten Staatskrise so, wobei die Politik mit dem politisierte narrativ „Flüchtlingskrise“ ihre Eigenverantwortung am staatsversagen, rhetorisch erst den eigentlichen Opfern in die Schuhe geschoben hat und diese dann noch Propagandistisch mittels aussagen wie z.b. „das viele der Flüchtlinge illegitimer weise ihre Passpapiere wegwerfen würden“ zur schuldigen Täterschaft verklärt wurden.

    „Eine Assimilierung kann tatsächlich nur funktionieren, wenn die angestammte Bevölkerung sie akzeptiert.“

    Wieso sollte die angestammte Bevölkerung dessen demokratische Identifikation sich oftmals auf den „Personalausweis“ beschränkt, eine migration von politisch-entmenschtlichten Subjekten ohne Passpapiere akzeptieren?

    Nun für das universelle Menschenrecht laut „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ , wonach Jeder das Recht auf eine „Rechtsstaatliche Anerkennung“ hat, ist der Besitz von irgendwelchen Ausweisdokumenten völlig irrelevant und völkerrechtliche Konventionen sind laut Art.25 GG bestehendes Bundesrecht.

    Ach und btw, die Migranten welche sich in dieser Schicksalsgemeinschaft loyal assimilieren wollen und bereits zu den „Passdeutschen“ gehören, teilen im Grunde das selbe Schicksal wegen der selben Ursache, das staatspolitische Entscheidungen von Opportunisten im eigensinne der Politik getroffen werden. Siehe:
    https://www.welt.de/politik/deutschland/article175377097/Umgekehrte-Flucht-Kein-Familiennachzug-Syrer-verlassen-Deutschland.html

    Zu so einer Herrschaft hatte schon Aristoteles alles gesagt, was es dazu zu Sagen gibt.

    Auf diesen immanenten Schwachsinn, dass das Staatsoberhaupt der seit 1932 verfassungsgemäß Souveränen Republik Türkei – welches sich nach wie vor in 100% verfassungsgemäßer Konformität befindet, gerade die demokratischen Verhältnisse diametral zur notwendigen „Willkürlichen Autokratie“ (ohne jeglicher Verfassungsrechte) zugunsten einer Diktatur verändert und das ganze natürlich mittels angestrengten demokratischen Prozessen wie „Volksabstimmungen“ bewerkstelligt, gehe Ich in der Sache garnicht erst ein. Allerdings hätte das deutsche Staatsoberhaupt ruhig mal die Doppelpass-Deutsch-Türken namens Özil und Güdogan zu sich einladen können, um diesen ebenfalls eine Möglichkeit zur öffenlichen Loyalitätsbekundung einzuräumen, oder besser noch, wäre diesbezüglich die gesamte Deutsche Nationalmannschaft „öffentlichkeitswirksam repräsentativ“ zum Staatsrapport im Schloss Bellevue angetreten.

    Obwohl das hätten die Linken Links-mitte-nationalisten dann eh wieder für ihre anti-nationalistische Agit-prop instrumentalisiert, weil es für diese Aktion garantiert Lauten zuspruch von seiten der „Alternativlosen für Deutschebundespolitik“ gegeben hätte und was diese Partei für Gut befindet, ist ja grundsätzlich undemokratisch Falsch. LoL

    mfg

  2. Ihre Artikel sind immer eine Lesefreude und bescheinigen Ihnen hohe Intelligenz.
    Diesmal aber muss ich Kritik üben:
    „Ein Deutscher türkischer Herkunft sollte entsprechend als Deutscher gelten, bis er fundamentalistische islamische Überzeugungen an den Tag legt, Verbrechen begeht oder seine mangelnde Loyalität gegenüber der neuen Staatsbürgerschaft beweist.“

    Sie gewähren damit Muslimen einen Vertrauensvorschuss, den ich für fatal halte: Ein gläubiger Muslim kann niemals, UNTER KEINEN UMSTÄNDEN ein loyaler bundesdeutscher Staatsbürger sein – der Koran, die islamischen Glaubensvorschriften verbieten das völlig unmissverständlich. Er MUSS darauf hinwirken, das deutsche Strafrecht außer Kraft zu setzen und die Scharia einzuführen – in London gibt es derzeit bereits 110 Scharia-Gerichte, desgleichen im Ruhrgebiet oder in Berlin. Er MUSS das deutsche Grundgesetz bekämpfen und abschaffen, um muslimisches Gesellschaftsrecht einzuführen. Er MUSS die Gleichberechtigung der Frau bekämpfen und abschaffen, weil das im Koran so geregelt ist. Er ist zwingend ein Feind des wichtigsten Menschenrechtes, nämlich der individuellen Freiheit: „Freedom can go to hell“ lesen wir auf Plakaten muslimischer Demonstranten in Europa – Islam heißt eben Unterwerfung, nicht Freiheit. Und er kann gar nicht „loyaler Bürger“ sein, weil er von Kuffars umgeben ist, mit denen ein gläubiger Muslim nicht einmal befreundet sein darf – und diese Kuffars können NIEMALS, unter keinen Umständen gleichberechtigte Mitglieder seiner angestrebten islamischen Weltordnung sein .
    Jeder gläubige Muslim, der behauptet, er vertrete die westlichen Werte und akzeptiere das Grundgesetzt, lügt.
    Und das darf, ja muss er sogar. Die taquia, die Lüge gegenüber Ungläubigen ist religiöse Vorschrift – solange, bis die Muslime die Mehrheit haben.
    Dann aber Gnade uns allen Gott (oder wer auch immer).
    Und die Lösung?
    Es gibt nur eine: Der Islam, diese furchtbarste Bedrohung Europas, muss verboten werden. Wem das nicht passt, der hat das Land zu verlassen.
    Sonst verlassen die wichtigsten, nämlich die gescheiten Bürger, unser Land.
    So wie Sie.
    Und ich.
    Und damit ist die Vernichtung Deutschlands besiegelt.
    Und der endgültige Untergang der europäischen Kultur.

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