Freiburg: Was bis zu 15 Täter eigentlich bedeuten

Noch immer ist nicht genau klar, wie viele Täter die junge 18-jährige Frau nun eigentlich über Stunden vergewaltigt haben. Acht – oder vielleicht bis zu 15. Acht sitzen aktuell in Haft, sieben von ihnen sind Syrer, einer ist „Deutscher“, beziehungsweise Inhaber eines deutschen Passes. [Bitte beachten Sie hierzu die Korrektur weiter unten im Text!] Die Tat ist nicht nur schrecklich und wird das Leben der jungen Frau für immer zerstört haben, sie hat leider auch gesamtgesellschaftliche Implikationen, die verheerend sind.

Ich habe Statistiken gefunden, wonach 25 von 100.000 Asylbewerbern Überfallvergewaltigungen begehen. Die Statistiken sind allem Anschein nach richtig, ich werde hier jedoch nicht für sie die Hand ins Feuer legen. Sieht man sich diese Zahl an, so ist sie erschreckend hoch im Vergleich zu Deutschen. Gleichzeitig bedeutet es aber natürlich auch, dass 99.975 von 100.000 keine Überfallvergewaltigungen begehen.

Das heißt, einer von 4.000 Asylbewerbern begeht eine Überfallvergewaltigung (im Auswahljahr!).

Doch was bedeutet das eigentlich? Es heißt, dass der Haupttäter nach dem Verüben seiner Tat spontan 56.000 andere Asylbewerber fragte, ob sie sich denn nicht an der Vergewaltigung einer Frau beteiligen wollten. (Danke an C.S. für den Gedanken).

 

Das Täterpotential ist furchteinflößend groß!

Tatsächlich bedeutet es, dass die Bereitschaft, solche Taten zu begehen, dramatisch höher ist, als es die Zahlen implizieren. Vierzehn andere Täter bei so etwas zu finden, wobei nicht einer die anderen stoppt oder die Polizei ruft, bedeutet, dass die Bereitschaft zum Begehen solcher Taten unfassbar größer ist, als die tatsächliche Zahl der Tatausübung. Stellen Sie sich, lieber Leser, nur einmal vor, sie hätten gerade jemanden vergewaltigt. Wie viele ihrer Freunde und Bekannten müssten Sie wohl fragen, bis Sie 14 weitere Mittäter finden würden?

Wie lange würde dieses „Hey, ich habe gerade jemanden unter Drogen gesetzt, sodass er/sie sich nicht mehr wehren kann. Willst Du auch mal ran?“ wohl gut gehen? Der wievielte Gefragte würde wohl die Polizei rufen? Wie viel Prozent würden sich beteiligen?

Wenn sich am Ende über ein Dutzend Täter an einer solchen Tat beteiligt, so bedeutet das, dass höchstwahrscheinlich fast jeder, wenn nicht gar jeder der Befragten an der Tat teilnahm. Und dass entsprechend nicht einer die anderen stoppte, dem Mädchen zu Hilfe eilte und Polizei und Krankenwagen rief.

Eine so große Zahl an Tätern kann man nur so lesen, dass die Bereitschaft zu solchen Taten unfassbar hoch sein muss. Doch warum ist das so?

 

Frauenbild, Deutschenbild und Konsequenzen führen zu solchen Taten.

Frauenbild:

Ich habe schon in der Vergangenheit darüber geschrieben und das Thema auch in meinem Buch zur Flüchtlingskrise behandelt. Wer in einer Gruppe gemeinsam eine Frau überfällt und vergewaltigt, also eine „Gruppen-Überfallvergewaltigung“ begeht, der handelt geplant oder zumindest in Gruppendynamik. Anders als bei einem Einzeltäter, dessen Tat man mit „krankhaftem Trieb“ oder „Geisteskrankheit“ erklären könnte, ist dieser Erklärungsansatz bei Gruppen nicht möglich.

Wenn in einer Gruppe gemeinsam eine Frau vergewaltigt wird, so bedeutet das, dass sich jeder Täter der Beteiligung oder zumindest des nicht zu erwartenden Einschreitens und der sicheren Verschwiegenheit der anderen zugegenen (potentiellen) Täter gewiss ist. Dies setzt ein kollektiv gehaltenes Frauenbild voraus, das Frauen zu legitimen Opfern von Vergewaltigungen macht. Bei allem von den #Metoo-Aktivisten propagierten Sexismus in der Gesellschaft in Deutschland beschränkt sich das in dieser Richtung vorhandene Frauenbild unter Autochthonen wohl auf eine Akzeptanz eines Nachpfeifens und eines anzüglichen Kommentars, sobald die Frau außer Hörweite ist.

Aber zu behaupten, unter Autochthonen sei ernsthaft zu erwarten, dass sie sich in einer Gruppe über eine beliebige Frau hermachen würden, um sie zu vergewaltigen, ist so absurd, dass es mit „lächerlich“ nicht mehr adäquat zu beschreiben ist. Tatsächlich können Sie, lieber Leser, ja gerne selbst eine Recherche durchführen und schauen, bei wie vielen Suchergebnissen mit den Stichworten „Vergewaltigung zwei Männer/ drei Männer/ vier Männer) die Täterbeschreibung Autochthone erwarten lässt.

Würde ich, bei einem gemeinsamen Ausgehen mit Freunden, mich an einer Frau vergehen und dies vor den Augen dieser Freunde beginnen, so würden sie mich mit Gewalt davon abhalten. Hätte ich die Tat bereits verübt und würde sie einladen, so würden sie die Polizei rufen und mich bis zu deren Eintreffen von der Flucht abhalten. Ich würde dergleichen mit eigenen Freunden tun, wenn sie vorhätten, sich an Frauen zu vergehen.

Unter den arabischen, mit dem Eintrittsticket „Asyl“ ausgestatteten, Zuwanderern, ist dies ganz offensichtlich nicht so. Ansonsten würden Taten mit mehreren Tätern nicht derart unfassbar oft begangen werden.

Das vom Islam geprägte Frauenbild vermittelt den Tätern, dass Frauen sich verschleiern, weil sie anständig sind. Unverschleierte sind daher im Umkehrschluss nicht anständig, da sie Männer sexuell erregen wollen. Die auch in der arabischen Welt zugänglichen westlichen Pornofilme vermitteln, dass westliche Frauen mit einer großen Zahl Männer Sex hätten und dabei offensichtlich nie nein sagen. Und zuletzt gilt das Vorbild Mohammeds, der im Krieg gefangene weibliche Sklaven sexuell missbrauchte. Entsprechend erlaubt der Islam Sex mit ungläubigen Sklavinnen, was auch jüngst durch Boko Haram und den Islamischen Staat praktiziert wurde. Westliche Frauen werden als Teil eines so geprägten Frauenbildes als Huren gesehen, die es insgeheim sicherlich so wollen und für deren Vergewaltigung es eine religiöse Rechtfertigung gibt.

Deutschenbild:

Nur weil die Täter ein Frauenbild teilen, das jeden, egal welcher politischen Richtung, mit Ekel erfüllen sollte, sind sie keineswegs zu dumm um zu wissen, dass die Tat selbst strafbar ist. Die Taten werden nicht zuletzt deshalb trotzdem verübt, weil sie das Volk, das sie mit seinen Steuermitteln beherbergt und durchfüttert und ihnen ein unfassbar besseres Leben als bei sich zu Hause ermöglicht, verachten.

Vergewaltigungen dienen seit jeher als Kriegswaffe zur Demütigung des Gegners und zur Zerstörung der Familien des Feindes. Aus einer Kultur kommend, bei der die Ehre eines Mannes essentiell von der Beschränkung des sexuellen Zugangs der Frauen seiner Familie abhängt, sind die Deutschen, die Sex außerhalb der Ehe erlauben und haben, unmoralischer Dreck für sie. Väter, die ihren Töchtern erlauben, ohne Ehe Sex mit Männern zu haben, am besten noch mit mehr als einem, sind ehrlos und verdienen dafür jede nur denkbare Verachtung. Diese Väter, oder auch Brüder, sind in den Augen der so sozialisierten Männer praktisch keine „Männer“. Jede Vergewaltigung einer Frau dient somit auch dem Ausdruck der Verachtung und der Demütigung. Die Verachtung gegenüber Deutschland, seinen Männern und Institutionen sind so auch in diesem Fall schon vor der Tat demonstriert worden.

Es wurde an anderer Stelle, auch von Autoren aus diesem Kulturraum, oft genug geschrieben, dass in der arabischen Welt nur Stärke gelte und Gewalt eine legitime Art der Durchsetzung eigener Interessen und essentielles Mittel zur Bekräftigung der eigenen Ehre seien.

Dass die Deutschen inzwischen so weit zivilisiert sind und Gewalt so weit ablehnen, dass auf 1.000 zu Opfern gewordenen Frauen in Köln nicht ein deutscher Mann wegen Notwehrexzess oder bei dem Versuch der Nothilfe erlittenen Verletzungen vermeldet wurde, zeigt ja, dass der Gewalttäter aus dem Orient niemanden gegenüber sieht, den er respektiert.

Konsequenzen? Was für Konsequenzen?

Wer nicht durch sein eigenes Weltbild von solchen Taten abgehalten wird, der kann durch Angst vor Konsequenzen abgehalten werden. In manch einem von uns mag ein dunkler Geist wohnen, der jedoch aus Angst vor den Konsequenzen unter Kontrolle gehalten wird. Jeder kennt das Gefühl, dass sich die Faust in der Tasche ballt, doch gesellschaftliche Kontrolle, Erziehung und die bewussten Folgen eines Schlagens mit der Faust führen dazu, dass sich der Schlag auf die Einbildung beschränkt, wenn er dort überhaupt geführt wird.

Hier waren jedoch wieder einmal alle Täter polizeilich bereits bekannt. Bis hin zu Messerstechereien waren durch die Täter bereits begangen worden. Dennoch waren sie auf freiem Fuß. Eine Abschreckung vor Straftaten wegen fühlbarer und harter Strafen gibt es für diese Klientel offensichtlich nicht in ausreichendem Maße. Es sind ja genügend Fälle bekannt, wo auf das Androhen von Enthauptung nur eine Verlegung in eine andere Flüchtlingsunterkunft erfolgte oder ein Messerangriff auf Polizisten lediglich eine Festnahme bis zur Feststellung der Personalien nach sich zog.

Auf Straftaten ausbleibende unmittelbare Strafe und Bewährungen in Verfahren ein Jahr nach der Tat vermitteln, dass die Taten effektiv straffrei bleiben. Und sollte doch einmal das Gefängnis kommen, so lässt das deutsche, auf Resozialisierung und nicht Bestrafung ausgelegte, System auch nicht gerade panische Angstgefühle entstehen.

Vor allem aber drohen den Tätern keine Konsequenzen außerhalb des Staates. In Syrien wäre inzwischen der Clan des Opfers vor dem Gefängnis aufgetaucht und hätte die Freigabe der Gefangenen erpresst, um sie vor Ort zu lynchen. Wenn die Täter überhaupt die Chance gehabt hätten, festgenommen zu werden, weil sie nicht schon vorher zur Strecke gebracht wurden.

So aber droht ihnen ein wenig furchteinflößendes Rechtssystem und keinerlei Rache der Angehörigen, was die Abschreckung erheblich verringert.

 

Der „Deutsche“ Täter ist das noch größere Problem

[Korrektur: Ich bin soeben auf Facebook auf diesen aktuell etwa einen Tag alten Kommentar der Polizei Freiburg hingewiesen worden. Ohne Beweise werde ich der Polizei Freiburg keine Vertuschung oder Lügen unterstellen, daher ist zum jetzigen Zeitpunkt dazu auszugehen, dass der „deutsche Täter“ tatsächlich ein Autochthoner (oder überwiegend Autochthoner) war. Das widerspricht weiten Teilen dem weiter unten geschrieben. Verstehen tue ich es ebenfalls nicht. Aber der Aufrichtigkeit halber hat es ergänzt zu werden.

Hier finden Sie den Original-Kommentar.

Über die Hintergründe des deutschen Täters ist mir bislang nichts bekannt. Es kann theoretisch ein Passant gewesen sein, der die wehrlose Frau nackt aufgefunden und missbraucht hat. Er kann aber theoretisch auch ein Mitglied der ansonsten rein syrischen Clique gewesen sein, was wenig Sinn ergibt.

Ungeachtet dessen, was dabei herauskommt, wäre es grundfalsch, hier „AHA“ zu rufen und allem widersprochen anzusehen. Eine Nadel im Heuhaufen ändert rein gar nichts an der Existenz des Heuhaufens. Und der ragt spätestens seit 2015 gewaltig auf!

Ende Korrektur]

Dass an der Tat auch ein „Deutscher“ (-> „Passdeutsche und Assimilierung“) beteiligt war, macht das ganze Verbrechen zu einem noch gravierenderen gesellschaftlichen Problem für Deutschland. Im Internet ist zu finden, der „Deutsche“ sei ein Staatsbürger mit syrischer Herkunft, bestätigen konnte ich es allerdings bislang nicht.

Dass aber „Karl-Heinz Müller“ sich nicht spontan entschlossen hat, zusammen mit sieben bis 14 Syrern ein Mädchen zu vergewaltigen, sollte jedem einleuchten, der sich nicht einer politisch korrekten Auto-Lobotomierung unterzogen hat.

Wenn man also mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen kann, dass der Täter mit deutschem Pass kein Autochthoner, sondern arabischer Herkunft ist, so zeigt dies, was auch von all jenen so beflissentlich ignoriert wurde, die erleichtert berichteten, dass bei der Silvesterparty in Köln kaum „Flüchtlinge“ beteiligt gewesen sein sollen: Dass nämlich auch langer Aufenthalt in Deutschland bei viel zu vielen dieser Migranten nicht zu einer Zivilisierung führt.

Wenn der Täter tatsächlich syrischer Abstammung ist, aber einen deutschen Pass hat, dann ist er bereits mindestens acht Jahre legal in Deutschland, wenn er nicht sogar in Deutschland geboren wurde. Dennoch hat selbst rund mindestens ein Jahrzehnt leben unter Deutschen eben nicht dazu geführt, dass er sich bei einer solchen Tat mit den Deutschen und ihren Werten solidarisiert und die Vergewaltigung verhindert. Vielmehr tat er sich mit seiner ethnischen und offensichtlich auch kulturellen Gruppe zusammen, um über eine schutzlose junge Frau herzufallen.

Das zeigt, dass dieses Verhalten kein vorübergehender Zustand ist, der sich nach wenigen Jahren ausgewachsen hat. Vielmehr wird es ein Problem sein, das Deutschland in vielen der kommenden Jahren begleiten wird.

 

Deutschland hat die Tore geöffnet und Barbaren hinter die Stadtmauer eingeladen. Zur allgemeinen Überraschung ist das Ergebnis davon jedoch nicht allgemeine Glückseligkeit, sondern… Barbarei.

Aber jeder, der es kommenden sehen konnte, wurde als Nazi, Rassist und Ausländerfeind diffamiert und verfemt.

 

 

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Verschwendung lohnt sich nicht

Der Verkäufer meines Autos hatte mir mündlich zugesichert, die Schlüssel zu ersetzen. Bei beiden war die Fernbedienung nänlich defekt. Ich habe es schließlich selbst gelöst und er erklärte mir, er werde sein Wort halten und mir die Kosten ersetzen. Ich schrieb ihm also, teilte ihm mit, dass ich das Ersetzen deutlich günstiger als erwartet (eigentlich sollte ein Schlüssel über 400 Dollar kosten) machen konnte und bat ihn um die Bezahlung. Er sagte mir, seiner Firma gehe es schlecht und er werde bezahlen, sobald er Geld habe.

Inzwischen sind mehrere Monate vergangen und ich bat ihn um die Bezahlung. Er schreibt mir, seine Firma gebe es nicht mehr und verkaufe gerade alles, um seine Familie überhaupt noch ernähren zu können. Mitleid kann ich allerdings keines empfinden, obwohl er zwei junge Söhne hat. Wahnsinnig unverantwortliches Verhalten muss Konsequenzen haben!

 

Als ich mein Auto, von ihm kaufte, war das Auto noch mit knapp über 10.000 Dollar finanziert. Er war dabei damals nicht in der Lage, diesen Kredit selbst abzubezahlen, bevor ich ihm den Kaufpreis übergebe. Vielmehr musste er von dem Kaufpreis sofort das Geld für den Kredit nehmen.

Dies verzögerte den Verkauf, da zunächst die Bestätigung der Versicherung der vollen Bezahlung aller Schulden notwendig war, bevor ich das Auto in der Behörde übertragen konnte. Ansonsten wäre das Auto mit der Grundschuld auf mich eingetragen worden. Das funktioniert hier in Panama mit Autos nämlich so ähnlich, wie in Deutschland mit Immobilien. Autos werden in einem zentralen Register umgeschrieben, das auch ausstehende Schulden erfasst.

Während er Verkauf lief, war ich bei ihm in seiner Wohnung und sah mindestens zwei hochwertige Rennräder, darunter ein Triathlon/Zeitfahrrad, und natürlich einen gewaltigen Fernseher. Die Wohnung war gekauft. Er selbst fuhr einen BMW X5 und hatte noch ein weiteres hochwertiges Auto, an dessen Marke ich mich nicht mehr erinnere. Neben dem Ford Mustang Cabrio, den er mir verkaufte. Und neben einer Harley Davidson.

Jedes Wochenende war er am Strand, was in Panama City bedeutet, dass man 1-3 Stunden mit dem Auto aufs Land fährt und sich dort für mindestens 50 Dollar pro Nacht etwas mietet – wenn man nicht gleich ein eigenes Strandhaus kauft.

Er gab also Geld mit beiden Händen aus, während er läppische 10.000 Dollar für ein finanziertes Auto nicht bezahlen konnte.

Er erzählte mir damals, er sei Venezolaner und eigentlich Anwalt. Als er bei einem Raubüberfall angeschossen wurde, ging er nach Panama und rutschte hier über einen Kontakt ins Baugewerbe, wo er bei Großprojekten mit seinem Verhandlungs- und Organisationsgeschick bei der Fertigstellung half. Ich kenne die Begriffe nicht, aber wenn ich es richtig verstehe, wurde er von Bauherren für die Fertigstellung beauftragt, woraufhin er Subunternehmer suchte, die dann Fenster und Sanitäranlagen einbauen und möglicherweise auch gleich die Objekte möblieren.

Sein Gewerbe lief damals angeblich gut. Offensichtlich zumindest gut genug, dass er jedes Wochenende mit der Familie an den Strand fahren konnte und drei chice Autos, sowie eine Wohnung in ordentlicher Gegend besaß.

Dies ist kaum sechs Monate her und nun verscherbelt er alles, was nicht niet- und nagelfest ist, um seiner Femilie Essen auf den Tisch zu bringen.

Vielleicht hätte er dann besser nur ein harmloses Auto für sich gehabt, während seine Frau die günstigen Taxis nutzt? Da ich ein Fahrrad suche, dachte ich mir, ich frage ihn, ob er noch welche hat und sie verkauft. Seine Antwort:

Ja, ich verkaufe eines. Es ist ein Scott Foil 10. Es hat elektrische Ultegra-Schaltung und Profile Design Reifen. Es ist von 2017, kaum genutzt. Ich habe 7.000 Dollar bezahlt und biete es für 3.300 Dollar an.

Was zum Teufel soll ich mit einem Fahrrad, auf dem sich kein Tour de France Sieger unwohl fühlen würde? Wofür brauche ich, dessen Jahresrekord bei 6.500 Kilometern liegt, ein Rennrad für einen mittleren fünfstelligen Betrag mit elektrischer Schaltung, als würde ich Rennen fahren, bei denen es auf Zehntel ankommt? Und dann natürlich „kaum genutzt“.

 

Der Venezoelaner hat gemacht, was zu viele machen, sobald sie einmal ein gutes Einkommen haben. Er ist davon ausgegangen, dass es immer so weiter geht, hat keinerlei Rücklagen gebildet, das Geld mit beiden Händen rausgeworfen und dabei Dinge gekauft, die er nicht braucht. Er hat wachsenden Einnahmen rapide wachsende Ausgaben gegenübergestellt und dabei wohl vor allem Dinge gekauft, um anderen damit zu imponieren. Dinge, die er sich dabei noch nicht einmal leisten konnte.

Denn auch wenn das heute dem Zeitgeist widersprechen mag: Das einzige, das man sich seriöserweise finanzieren sollte, ist etwas, das Einnahmen erzeugt. Also eine vermietete Immobilie. Wer sich seinen 2 Meter Fernseher oder sein Auto nicht in bar leisten kann, der sollte sparen, statt es auf Pump zu kaufen. Oder, noch besser, sich mit etwas einfacherem, billigeren zufrieden geben.

 

 

 

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Das Leben in Panama (IV): Frustration mit Wohnungen

Ich werde an separater Stelle noch einmal umfangreicher auf Immobilien in Panama eingehen. An dieser Stelle soll es nur um zwei Erlebnisse mit Mietwohnungen gehen.

Meine erste Mietwohnung musste ich nehmen, um nicht allzu lange im Hotel zu sein. Laut Makler sei sie ruhig. Tatsächlich musste ich vier Tage in der Woche Ohrstöpsel tragen, um wegen einer Disco auf einem Dach in 400 Meter Entfernung überhaupt schlafen zu können. In den Ohrstöpseln sehe ich die Ursache für eine Ohrinfektion, für deren Ausheilen ich 4 Wochen und zweimal Antibiotika brauchte.

Als der Putz vom Dach der Garage auf mein Auto fiel, das als Cabrio natürlich besonders empfindlich ist, ignorierte der Vermieter meine Anfrage einfach, doch bitte mit der Verwaltung die Reparatur zu besprechen und mir für die Dauer einen anderen, aktuell nicht genutzten, Parkplatz zuzuweisen. Gleichfalls ignoriert wurde, dass eine Toilette defekt ist, indem nach dem Spülen der Verschluss im Spülbehälter nicht mehr schloss und so das Wasser dauerhaft durchlief. Um es zu Stoppen musste ich den Behälter öffnen und den Verschluss manuell schließen. Entsprechend habe ich die letzten 4 Monate nur noch meine Gästetoilette benutzt, da ich angesichts weiterer Absurditäten keinen Grund sah, selber Geld für eine Reparatur in die Hand zu nehmen. Ach ja: Dass die Bodenleiste der Küche nicht befestigt war, verkaufte mir die Frau des Inhabers als Feature. Das sei überall in Panama so, damit man dahinter putzen könne. Was natürlich eine glatte Lüge war.

Jetzt bin ich in meiner neuen Wohnung und entgegen der Vereinbarung sind zwei Stangen im Kleiderschrank nicht angebracht. Angeblich liegen sie bei der Verwaltung, die das aber abstreitet. Ich lebe also seit einer Woche aus Koffern in meiner eigenen Wohnung.

Gestern habe ich schon von meinem Erlebnis mit dem Autoreifen erzählt, wo mir zugesichert wurde, ich dürfe ihn vor dem Parkplatz ablegen, um dann zu erfahren, dass dies strafbewehrt ist. Vor der Unterzeichnung des Mietvertrages hatte ich gleichzeitig bezüglich eines Kajaks angefragt. Ich möchte mir zum Angeln einen Kajak kaufen, der ja irgendwo gelagert werden muss. Mir wurde damals gesagt, ich könnte ihn vor dem Auto auf dem Parkplatz lagern oder vor der Tür oder einfach an den Pfeiler neben meinem Parkplatz lehnen.

Angesichts meiner Erfahrung mit dem Autoreifen bat ich nun die Administration um Auskunft, wo ich denn eine verbindliche Antwort bekomme, wo ich den Kajak lagern dürfe. Als Antwort kam: „Entiendo“, also „Ich verstehe“. Eine weitere Antwort ist nicht zu bekommen. Gleichfalls vergeblich sind Fragen bezüglich der beiden Leisten für den Kleiderschrank beim Makler und der Administration.

Eigentlich logisch: Jetzt hat man ja mein Geld. Wieso also jetzt noch auch nur einen Finger unnötig krumm machen? Wenn ich den Kajak für 1200 Dollar kaufen sollte, könnte ich nun anschließend erfahren, dass ich ihn übrigens dort nicht lagern dürfe. Also müsste ich ihn anschließend in meine kleine Wohnung tragen oder aber für 600 Dollar im Jahr einen weiteren Parkplatz oder einen Lagerraum mieten. Ich will jedoch gerade einen Kajak, um für mein „Anglerboot“ keine dauerhaften laufenden Kosten zu haben.

Letztendlich werde ich nun wohl, sollte ich nicht irgendwann doch noch eine zufriedenstellende Antwort bekommen, keinen Kajak kaufen und die beiden Stangen für meinen Schrank selbst besorgen müssen. Wohl inklusive Werkzeug, da ich natürlich nichts habe.

Auch das ist Panama.

 

 

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Das Leben in Panama (III) – Zuverlässigkeit und Internet

Ich bin in eine schöne neue Wohnung umgezogen. Da ich bei meiner alten Wohnung die Vorgabe in der Hausordnung hatte, wonach mir das Lagern von Reifen auf dem Parkplatz verboten war, habe ich dieses Mal extra nachgefragt. In Begleitung des Maklers sagte mir eine Angestellte der Verwaltung, dass das kein Problem sei.

Heute kommt, als ich aus der Stadt zurückkomme, der Schichtleiter der Sicherheit zu mir und weist mich darauf hin, dass das Lagern eines Reifens an meinem Parkplatz verboten sei. Ich weise ihn auf die Aussage von der Verwaltung hin, woraufhin er mir eine Liste der Strafen zeigt, die bei Verstößen gegen die Hausordnung anfallen. Demnach darf ich nun wohl dankbar sein, dass mir (bislang) die 50 Dollar nicht berechnet wurden. Da der Reifen doch schon relativ weit abgefahren ist, hoffe ich nun, dass ich nicht auch noch für das Werfen in den Müll bestraft werde, weil er nicht in die Mülltonne passt.  (Mülltrennung ist hier unbekannt)

In der Wohnung brauche ich natürlich auch Internet, also habe ich meinen Vertrag von der alten auf die neue Wohnung umgeändert. In Panama-Stadt sind bei meinem Anbieter bis zu 1 GBit möglich.

Ich habe bei der Änderung darum gebeten, die Leitung von 30/5 MBit auf 100/10 MBit zu ändern, was nur 3 Dollar zusätzlich im Monat kostet. Die Mitarbeiter des Anbieters kamen wie vereinbart und schlossen das Gerät an. Um anschließend eine Stunde in meiner Wohnung zu sitzen und sich YouTube-Videos anzusehen. Das ist vermutlich die Funktionsprüfung…

Anschließend war die Leitung immer noch bei 30MBit, doch eine E-Mail änderte das unkompliziert. Interessanter war jedoch, dass das alte Modem, das ich ausdrücklich mitbringen sollte, von den Angestellten ignoriert wurde. Sie hatten ein neues Modem mitgebracht und das alte einfach liegen gelassen. Als gerade der Strom ausfiel, ging auch das Modem aus. Während das alte Modem eine Batterie hat, hat das neue keine. Warum auch immer. Somit ist dann künftig auch das Internet weg, bis die Generatoren meiner Anlage die Versorgung übernehmen. Ob mir nun ein zweites Modem in Rechnung gestellt wird, ist unklar, aber wohl zu erwarten.

Da die Modems durch den Anbieter verschlüsselt sind, kann ich auch kein anderes verwenden. Dem Nutzer wird kein Zugang zum Rooter gewährt. Stattdessen erhält man von den Angestellten den Namen des WLAN und den Zugangscode. Eine Änderung des Passwortes ist damit ebenso unmöglich, wie sinnvolle Änderungen an den Einstellungen, zu denen man persönlich befähigt sein könnte. Entsprechend kann ich auch nicht einfach mit den neuen Zugangsdaten das alte Modem weiternutzen.

 

 

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Claqueur-Journalismus

84 Prozent der Deutschen sind nicht stolz auf Angela Merkel

So hätte die Überschrift eines Artikels der Welt, der vor Erbärmlichkeit nur so glänzt, auch lauten können. Stattdessen titelte Deutschlands einstmals größte bundesweite konservative Tageszeitung so:

 

Wie jetzt? Die Deutschen sind stolz auf ihre Politiker? Auf die Leute, denen die überwältigende Mehrheit kein Vertrauen entgegen bringt? Dem Beruf in Deutschland, der auf dem letzten Platz in der Vertrauenswürdigkeit liegt?

Naja, es muss wohl stimmen. Immerhin war es ja das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage. Hmm. Komisch. Schauen wir uns doch mal die Details an:

Bei der Ende Juli 2018 durchgeführten Befragung mit 1047 Teilnehmern sollten die Befragten ohne Vorgabe irgendwelcher Namen in freier Entscheidung unter Nennung von maximal drei Personen angeben, bei welchen „Deutschen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Sport und Kultur“ es sich um Persönlichkeiten handele, „auf die man wegen ihrer Bedeutung in Vergangenheit und Gegenwart besonders stolz sein“ könne. Hierbei erzielte Angela Merkel den höchsten Wert: Auf die CDU-Vorsitzende entfielen 16 Prozent aller Einzelnennungen.

Auf den Plätzen zwei bis sechs folgen in der mit Festnetz- und Mobiltelefonanrufen durchgeführten Umfrage weitere amtierende oder frühere Spitzenpolitiker der Bundesrepublik Deutschland: Direkt hinter Merkel steht der frühere Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) mit elf Prozent aller spontanen Nennungen.

Ach?

Keine Namen vorgegeben? Die Menschen mussten selbst auswählen, auf wen sie stolz sind? So dass jeder, von Arminius bis Klaus-Dieter Müller vom Krämerladen um die Ecke in Frage kommt?

Wo Personen, die andauernd in den Medien sind den Befragten am wahrscheinlichsten einfallen?

Und dann kommt Merkel nach 13 Jahren in der Regierung, nachdem die Medien sie immer wieder zur mächtigsten Frau der Welt gekürt und jüngst sogar zur Führerin der freien Welt erklärt haben, nur auf 16 Prozent? Und das, obwohl die Befragten sogar drei Personen auf einmal nennen durften? Das heißt, von allen abgegebenen Stimmen fielen am Ende nur 5,3% auf Angela Merkel?

Doch statt zu melden, dass 84% der Deutschen die wohl am häufigsten in den Medien präsente Person, die amtierende Kanzlerin der letzten 13 Jahre nicht als eine Person sehen, auf die man stolz sein kann, werden 16 Prozent zu „Die Menschen sind stolz auf ihrer Politiker und Merkel liegt an der Spitze“.

 

Jetzt wissen wir wenigstens, warum Journalisten auf dem fünftletzten Platz in der Vertrauenswürdigkeit liegen.

 

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Gute Verfassungfeinde, schlechte Verfassungsfeinde

Sie erinnern sich garantiert an die Empörung, als bei den Demonstrationen in Chemnitz einige Neonazis auftauchten, die ihre Parolen brüllten und den Hitlergruß zeigten. Diese waren meines Wissens nicht zu den Demonstrationen eingeladen, sondern hatten sich, wie es bei jeder Demonstration möglich ist, einfach beteiligt.

Als ich 2010 in Bayern eine Demonstration organisierte und die Beteiligung von Neonazis fürchtete, sagte mir die Polizei, ich dürfe niemanden von einer Demonstration ausschließen, auch als Organisator nicht. Eine Demonstration ist eine öffentliche Veranstaltung. Alles, was ich im Falle der Beteiligung von Neonazis machen könne, sei die Demonstration für beendet zu erklären. Effektiv bedeutet das, dass eine Beteiligung von Neonazis entweder ertragen werden muss, oder effektiv das Demonstrieren verhindert.

Eine also, solange man sein Demonstrationsrecht wahrnehmen möchte, nicht zu verhindernde Teilnahme von Neonazis machte die Demonstrationen in Chemnitz zu „Nazidemos“.

 

Auf der anderen Seite verbünden sich SPD, Grüne und FDP offen mit einem ganzen Sammelsurium von Verfassungsfeinden und vom Verfassungsschutz beobachteten Parteien, um geplant mit ihnen zu demonstrieren.

Aber gut. Manche Tiere sind eben gleicher und eine geplante Demonstration mit der gewaltbereiten Antifa oder praktisch jeder verfügbaren kommunistischen und leninistischen Organisation, die die freiheitliche Ordnung abschaffen möchte, ist legitim.

Nein, ist sie nicht. Wer sich an so etwas beteiligt, ist nicht mehr satisfaktionsfähig. Erst recht nicht, wenn er sich gleichzeitig über nicht geplante Teilnahme von Neonazis bei einer Demonstration echauffiert.

Wer so etwas macht, hat jedes Recht verloren, sich legitim über Bündnisse mit ekelhaften Personen oder Organisationen am rechten Rand zu beschweren.

 

Mitgliedsorganisationen

 

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Schade um die CSU

Im Herzen fühle ich mich zwischen CSU und FDP. Die FDP ist mir zu links und versteht nicht, dass Liberalismus auch dann Feinde der individuellen Freiheit bekämpfen muss, wenn sie eine andere Hautfarbe und Religion haben und Einwanderer sind. Die CSU könnte dagegen noch wirtschaftsfreundlicher sein.

Aber ich habe mehrfach CSU gewählt und wäre ich als EP-Abgeordneter 2014 aus der AfD ausgetreten, wäre ich möglicherweise noch 2014 zur CSU gewechselt.

Ich denke es ist wohl bewiesen, dass die CSU in Bayern weitgehend eine gute Arbeit geleistet hat, ansonsten wäre Bayern nicht mit Abstand das beste Bundesland in Deutschland.

Leider hat die Partei aber auch Merkels Wahnsinn mitgetragen, in typischer Drehhofer-Manier. Daher hat sie wohl leider diese herbe Schlappe redlich verdient. Denn die Union wird, wenn überhaupt, dann nur durch große Schmerzen lernen und die Merkel-Bande loswerden können.

 

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Das Leben in Panama (II) – Politische Einstellungen der Einwanderer

Das Spannende an Panama ist, dass von ein paar Hippies abgesehen, jeder Einwanderer hier rechts ist.
An sich klar, denn in ein Land ohne Sozialsystem wandert keiner ein, der an Umverteilung glaubt und als Soyboy unter Testosteronmangel leidet. Selbstbewusste und Starke, die glauben sie können für sich selbst sorgen, sind rechts.

Gerade habe ich mit einem Italiener gesprochen und war vorsichtig, weil Politik ja immer ein heikles Thema ist. Er hat dann erklärt, Italien sehe heute aus wie Afrika, feiert Salvini und sagt, Muslime die auch nicht anpassen sollen in ihren „Müllländern“ bleiben. Er selbst erklärt er sei „extrem rechts“. Jeder Europäer hier ist rechts. Oder zumindest fast jeder.

Aber, lustigerweise, wer gerade aus den USA kommt, kommt wegen Trump. Das heißt, die die Amerikaner hier sind „links“, was natürlich kein Widerspruch ist. Denn der normale „linke Amerikaner“ ist in Europa immer noch eine Mischung aus klassischem Liberalen und Konservativen.

Beim Gespräch mit anderen Einwanderern komme ich mir manchmal vor, als sei ich der Linkeste hier. 🤣

 

 

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Das Leben in Panama (I): Höflichkeit

Ich lebe nun seit fast einem Jahr in Panama und lerne das Land noch immer kennen. Auf Facebook habe ich immer wieder Details aus dem Land veröffentlicht, aber vielleicht interessiert das ja auch meine Leser hier. Daher werden die Einträge von Facebook nach und nach hierher übertragen, während neue Berichte von nun an zuerst hier erscheinen werden.

 

Höflichkeit

Panameños sind extrem höflich. Jeder wünscht einem einen guten Morgen oder guten Abend, beim Betreten des Aufzuges wird man begrüßt und man verabschiedet sich. Wenn man wie ich um Höflichkeit bemüht ist und sich beim Durchgehen einer Tür umsieht, ob noch andere durchgehen wollen und dann die Tür aufhält, In Deutschland habe ich es dagegen oft genug erlebt, dass andere es wie eine Selbstverständlichkeit sahen, wenn man ihnen die Tür aufhielt. Als sei man ein Portier. Nur dass hier auch dem Portier dafür gedankt würde.

Panameños respektieren ihre Alten ganz besonders. Es gibt sogar ein Gesetz, das Jubilados Vorzüge einräumt. Sie erhalten beispielsweise günstigere Preise in öffentlichen Verkehrsmitteln und meines Wissens müssen (!) Restaurants und Kinos ihnen einen Rabatt einräumen. In Behörden und Banken gibt es eigene Schalter für Jubilados, die daraufhin natürlich viel kürzer anstehen müssen.

Ein Freund sagte mir, die Ubahn der Stadt habe keine Sitzplätze. Wie, keine Sitzplätze? Naja, natürlich habe sie welche, aber die Einheimischen stehen alle für Frauen auf. Das heißt, es sitzen nur Senioren und Frauen, Männer stehen alle. In Deutschland ist es dagegen inzwischen eine Besonderheit, wenn jemand auch nur für gehbehinderte Senioren in der Straßenbahn aufsteht.

Als ich mit einer Bekannten zu einer Behörde gegangen bin, wurden wir an der Schlange vorbeigewunken, da sie an Krücken ging. Der Umstand, dass sie in dem Moment gehbehindert war, sparte uns also rund 30 Minuten Wartezeit.

Wie das alles allerdings mit der völlig mangelnden Pünktlichkeit einher geht, ist für einen Deutschen nur schwer zu begreifen. Man erscheint pünktlich zum Termin, der andere kommt aber gerne mal erst eine Stunde später. Eine Nachbarin ist Ärztin und hat mir erzählt, teilweise kommen die Patienten zu ihrer eigenen Operation zwei Stunden zu spät. Als Deutscher empfinde ich das als Affront, weil ich meine Zeit nicht gestohlen habe. Aber hier ist es normal.

Normal bedeutet aber keineswegs, dass sie sich des Problems nicht bewusst wären. Es gibt beispielsweise Memes im lokalen Teil des Internets und auf lokalen Webseiten und Facebookseiten, wo unter der Überschrift: „Wie kannst Du Panama besser machen“ immer als Punkt 1 steht: „Sei pünktlich“.

Lustigerweise stand in einem Buch über Panama, dass die Einheimischen immer zu spät seien – von Ausländern aber Pünktlichkeit erwarten.

 

Mein letztes Buch befasst sich mit der „Flüchtlingskrise“ und ist hier käuflich zu erwerben: Nein, wir schaffen das nicht!: Warum die aktuelle Flüchtlingskrise zu einer Staatskrise wird.

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Holocaust: Man konnte es wissen, musste es aber nicht

In meiner Filterblase auf Facebook geht gerade ein sieben Jahre alter Artikel neu herum. In ihm wird von einem Tagebuch berichtet, das ein Zeitzeuge zur Zeit des Nationalsozialismus geschrieben hat und wie ihm klar war und wurde, dass die NS-Regierung mordet. Er sprach von „der Ausrottung der Juden und Polen“. Lesen Sie den Artikel selbst, er ist es wert.

Geteilt wird dieser Artikel mit zwei Begleittexten. Entweder, dass er belege, damals habe jeder alles gewusst und dürfe sich nicht entschuldigen, oder aber, dass sich in der Zukunft keiner herausreden dürfe, was heute passiere.

Beides ist zu kurz gegriffen.

 

Informationen sind immer verfügbar

Ich erinnere mich an einen Fall vor einigen Jahren, wo ein Professor in Russland zu vielen Jahren Lagerhaft wegen Spionage für die USA verurteilt wurde. Sein Verbrechen: Er hatte Zeitungsausschnitte an die Botschaft der USA geschickt. Zeitungsausschnitte, also frei verfügbare Informationen.

Leider finde ich keine Artikel zu dem Urteil mehr, aber ich habe ein ähnliches Urteil aus Dänemark gefunden, wo ein Hochschullehrer anscheinend wegen der Weitergabe von Kontaktdaten von vielversprechenden Studenten wegen Spionage verurteilt wurde.

Kivimäki would never have received a five-month prison sentence for espionage, had he passed on a list of names of promising students who could be recruited to work for France, the US, the UK or Israel, and if he had passed on information about the director of the Danish Centre for Military Studies to French, American or British diplomats,” he said.

Die Weitergabe von Kontaktdaten von Personen, die garantiert in Sozialen Netzwerken aktiv waren, wurde als Spionage ausgelegt. Weil der Hochschullehrer sie Russen gegeben hatte, die von der Justiz als Agenten identifiziert wurden. Auch hier wurden keine Geheimdokumente weitergegeben. Niemand lief mit einer Kamera im Knopfloch herum und fotografierte militärische Anlagen oder Blaupausen. Es wurden frei verfügbare Informationen gesammelt.

Tatsächlich ist es nämlich so, dass fast immer fast alles bekannte Wissen mit ein wenig Arbeit verfügbar ist, heute dank Internet natürlich noch viel mehr als früher. Egal was Sie lernen wollen, Sie werden mit Fleiß und Intelligenz die notwendigen Informationen beschaffen können.

Elliot Higgins, ein Studienabbrecher und Angestellter hat daraus eine Karriere gemacht, indem er während seiner Arbeitslosigkeit Videos und Bilder aus Syrien ansah und sich im Internet die Informationen beschaffte, was das für Technik sei. Ohne jeden militärischen oder fachlichen Hintergrund machte er sich so selbst zu einem Experten für die verwendeten Waffen in Syrien und zu einem Fachmann für Open Source Recherche. Heute unterrichtet er seine Methoden sogar. Das von ihm gegründete Unternehmen Bellingcat konnte unter Heranziehung der unterschiedlichsten freien Informationen wie Bilder von Webseiten, Google Maps, Fotos auf Sozialen Netzwerken, etc., die Position von russischer Artillerie, die auf ukrainische Truppen schoss, akkurat innerhalb Russlands identifizieren, sie konnte den Ort von Hinrichtungsvideos erkennen und vieles mehr.

Der Schauspieler Shia LaBeouf hat im Rahmen einer Kunstaktion gegen den US-Präsidenten Donald Trump eine Fahne mit „He will not divide us“ an einem geheimen Ort in den USA aufgehängt. Die Fahne war in nur knapp über einem Tag gefunden und entfernt. Die Trolle hatten dabei Sternenkonstellationen und Kondensstreifen analysiert, um den Ort innerhalb des gewaltigen Landes einzugrenzen.

Doch während alle Informationen verfügbar sind, kommt es darauf an, sie zu nutzen. Und vor allem: Sie richtig zu nutzen. Die Auswahl, welche Informationsquellen zuverlässig sind und welche man nutzt und wie man sie nutzt ist die wirkliche Kunst. Man muss auch intelligent und kreativ genug sein, um selbst auf die Idee zu kommen, gewisse Informationen als Quelle zu nutzen. Und diese anschließend mittels Quellenkritik (Hier ein längerer Artikel zur Quellenkritik von mir) richtig bewerten.

Es kommt also darauf an, was Sie mit den Informationen machen!

 

Man muss halt Fragen stellen – und zwar die richtigen

Friedrich Kellner, der Protagonist aus dem eingangs verlinkten Artikel, verwendete teils sehr kreative und an sich krude Methoden, um an Informationen zu kommen. Er nahm beispielsweise die Zahl der Todesanzeigen einer Zeitung, multiplizierte sie mit der Zahl der Tageszeitungen und multiplizierte das mit der Zahl der Tage des Monats. So kam er zu einer Rate von mindestens 30.000 gefallenen Deutschen pro Monat. Selbstverständlich ist eine solche Rechnung unsinnig und bestenfalls eine sehr grobe Annäherung, für ihn diente sie jedoch als Mittel, um zu erkennen, wie verlustreich der Krieg war.

Die jeweils aktuelle Propagandawelle setzte er in Beziehung zu dem, was oft nur wenige Wochen zuvor berichtet worden war oder was die NS-Funktionäre vor Jahren gesagt und geschrieben hatten.

Um das zu können, muss man über ein ausreichendes Gedächtnis und die Zeit für intensive Zeitungslektüre verfügen. Gleichzeitig muss man aber auch in der Lage sein, die Wichtigkeit zu erkennen und den entscheidenden Aussagen zu glauben. Und während einem das keine belastbaren Informationen gibt, so kann man daraus doch Schlüsse ziehen. Hitler sagte in einer Reichstagsrede vor Kriegsbeginn Folgendes:

„Ich will heute wieder ein Prophet sein, wenn es dem internationalen Finanzjudentum in und außerhalb Europas gelingen sollte, die Völker noch einmal in einen Weltkrieg zu stürzen, dann wird das Ergebnis nicht die Bolschewisierung der Erde und damit der Sieg des Judentums sein, sondern die Vernichtung der jüdischen Rasse in Europa.“

Wenn sich Friedrich Kellner an diese Rede erinnerte, und als an ein internationales Publikum gerichtete Reichstagsrede muss sie jedem zugänglich gewesen sein, der sich für die Politik interessierte, so konnte er eins und eins zusammenzählen, was wohl mit den Juden passiert, die abgeholt wurden, deren Hab und Gut zurückblieb und deren Wohnungen sofort umverteilt wurden. Dazu brauchte er keinen Zeugen, der ihm von Massenerschießungen an der Ostfront berichtete, den er aber sogar hatte.

Man konnte es also unzweifelhaft mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wissen, dass den Juden Furchtbares angetan wird, auch ohne selbst Zeuge geworden zu sein oder Zeugen gehört zu haben. Doch können heißt nicht müssen.

 

Paranoia oder Durchblick?

Verzeihen Sie mir bitte die Geschmacklosigkeit vom Holocaust eine Parallele zur heutigen Politik zu ziehen, doch manche Vergleiche müssen vielleicht hinken, wenn man Dinge herausarbeiten will.

Wer mich öfter liest, weiß, wie ich die aktuelle Massenzuwanderung bewerte. Ich habe ja sogar ein Buch darüber geschrieben. Meine Erwartungen sind verheerend und ich sehe eine Prognose nach der anderen eintreffen. Dabei bin ich weder ein Prophet, noch ein Hellseher. ich habe einfach frei verfügbare Informationen aneinander gefügt und daraus Schlüsse gezogen. Damit war ich keineswegs alleine, auch wenn die Mehrheit des Landes es im Besonderen 2015/16 noch deutlich anders sah.

2016 habe ich mit Freunden gegrillt, wobei auch ein Nachbar der Freunde anwesend war, den ich seit Jahren kenne und mag. Dabei kam es auf die Zuwanderung zu sprechen und die Stimmung wurde giftig. Der Nachbar, ein unheimlich sympathischer und netter Typ, erwiderte empört: „Ist denn irgend etwas für Dich schlechter geworden, durch die Flüchtlinge?“

Ich muss hier nicht über die Kriminalitätszahlen oder die explodierenden Zahlen an Gerichtsverfahren wegen Terrorismus referieren – und hier soll es ja auch nicht um dieses Thema gehen –  doch als ich den Mann im Sommer 2018 in Deutschland auf der Hochzeit meiner Freunde wieder traf, sagte ich zu ihm, ich wolle hier weiß Gott keine politische Diskussion anfangen. Ich wolle ausschließlich wissen, ob er es immer noch so sehe.

Er zeigte daraufhin auf die Hochzeitsfeier, die eine geschlossene Gesellschaft in einer Hafenbar war, und fragte mich: „Und? Siehst Du hier irgendetwas? Ist hier irgendwas schlechter wegen der Flüchtlinge?“

Auf einer geschlossenen Gesellschaft wohlhabender Deutscher? Natürlich nicht. Aber wenn es als Maßstab ausreicht, dass man in der eigenen Wohnung noch immer Strom und Wasser hat, dann wird so schnell tatsächlich gar nichts schlechter. Wenn es egal ist, ob sich andere nachts nicht mehr in den Park trauen, solange eine geschlossene Gesellschaft keine Einschränkungen hat, dann ist tatsächlich nichts schlechter geworden.

Was die Motivation dieses Mannes ist, weiß ich nicht. Tatsache ist, dass er mir (und vermutlich sich selbst) glaubhaft verkaufen will, nichts habe sich zum Schlechten verändert. Er glaubt es selbst. Dabei könnte er es sehen, würde er mit meinen Augen in die Welt blicken. Das tut er aber nicht.

Ich habe in einem früheren Artikel hergeleitet, dass die Regierung die juristischen Mittel für eine Diktatur geschaffen hat. Von Lesern wurde mir expressis verbis mitgeteilt, ich sei paranoid. Werden diese juristischen Mittel einmal wie skizziert zur Vernichtung der Existenz Oppositioneller angewendet, war ich derjenige, der es ganz früh erkannt hat und es mit frei verfügbaren Informationen kommen sah. Kommt es allerdings nicht, wird sich keiner an mich erinnern oder bestenfalls über mich lachen. Dann war ich bestenfalls der Irre, der glaubte, die Regierung wolle Böses. Oder eben der Irre, der glaubte, die Zuwanderung der Flüchtlinge würde furchtbar enden.

Doch zurück zum Holocaust und zu den NS-Verbrechen: Um von den Verbrechen zu wissen, musste man es wollen. Man musste sich selbst Fragen stellen, was wohl mit all den Menschen passiert, die verschwinden. Man musste Soldaten aktiv fragen oder vertrauenswürdig (und damit NS-kritisch) genug erscheinen, damit sie sich einem anvertrauten. Man musste intelligent genug sein, um Informationen aus den verfügbaren Quellen richtig zu kombinieren, All diese Bedingungen waren nicht zu viel verlangt, wurden aber auch bei weitem nicht durch jeden erfüllt.

Manche waren zu dumm, andere zu feige. Wieder andere waren bereits so weit in NS-Kreisen etabliert, dass sich ihnen gegenüber aus Angst vor Denunziation keiner mehr anvertraute, während sie selbst ihre knapp bemessene Zeit mit der Lektüre von nur einer strammen Parteizeitung verbrachten, während natürlich keine Feindsender gehört wurden. Andere hat es schlicht nicht interessiert.

 

Es ist ein Stück weit selbstgerecht, zu urteilen

Ich war im zweiten Semester meines Studiums der Geschichte, als ein Professor in seiner Vorlesung über die Zeit des Nationalsozialismus sagte, er selber wäre im Widerstand gewesen. Ich schrieb ihm daraufhin eine Email und fragte ihn, ob das nicht selbstgerecht sei, sich als jemand, der nach dem Krieg geboren wurde, zum Widerständler zu erklären. Ich bekam keine Antwort und stellte anschließend sicher, nie mehr in eine Veranstaltung dieses Professors zu gehen um so nach Möglichkeit einer eventuellen Bestrafung mittels Benotung für meine Kritik zu entgehen.

Für mich ist und bleibt es nämlich anmaßend, sich als Kind einer Nachkriegsgeneration zum Widerstandskämpfer zu erklären. Wenn Sie heute 100 Menschen fragen, ob sie damals im Widerstand gegen das Dritte Reich gewesen wären, werden sich vermutlich 50 zur Reinkarnation von Graf von Stauffenberg erklären. Natürlich. Wer heute weiß, was damals passiert ist, der muss ja dem Widerstand angehören, wenn er irgendeinen moralischen Kompass hat. Nur ist dies eben das Wissen des Rückblicks und die Gnade der späten Geburt. Wir alle wissen, wozu das NS-Regime geführt hat und würden daher auch Informationen aus der Hand des Regimes unter Einbeziehung dieses Wissens betrachten, ihm also nichts einfach so glauben. Und natürlich: Wenn Sie mich per Zeitmaschine zurück schicken, würde ich mich am Widerstand beteiligen. Wie wohl fast jeder von Ihnen.

Zeitmaschinen sind allerdings Fiktion. Zeitgenossen wussten beispielsweise 1939 eben nicht, dass der Krieg mit Millionen und Abermillionen industriell Ermordeten und zig-Millionen Kriegstoten enden würde. Sie wussten nichts vom Holocaust, oder dass bedingungslos Deutschland kapitulieren und die Sowjetunion halb Europa für 50 Jahre beherrschen würde. Sie konnten es bestenfalls erahnen.

Zeitgenossen fehlte nicht nur das Wissen, das wir in der Rückschau haben, sie waren auch bereits jahrelang der staatlichen Propaganda unterworfen, die ihre tatsächlich vorzeigbaren politischen Erfolge effektiv nutzte, um große Teile des Volkes hinter sich zu bringen oder zumindest von jeder Opposition abzuhalten.

Die einzig ehrliche Antwort auf die Frage. „Wären Sie im Dritten Reich im Widerstand gewesen?“ kann also nur sein: „Ich weiß es nicht. Aber ich hoffe inständig, ich wäre kein Mitläufer oder gar Täter gewesen, sondern im Widerstand.“ Alles andere ist vermessen.

Um das abzuschließen: Jeder konnte es wissen, der es wissen wollte. Daran kann kein Zweifel bestehen. Der Umfang mag nicht absehbar gewesen sein, aber dass die deutschen Truppen in Osteuropa nicht Glück und Frieden als Befreier brachten, sondern Tod und Verderben, weit über die feindlichen Soldaten hinaus, war evident. Dass die Behinderten, Juden und Zigeuner abgeholt wurden und verschwanden, dass ihr Eigentum vom Staat verkauft wurde, war nicht zu übersehen.

Aber genauso klar ist, dass viele es nicht wissen wollten, weil sie andere Sorgen oder einfach nur Angst vor einer Denunziation hatten. Dass sie auf die Hochzeitsgesellschaft zeigten und sagten: „Wo macht die Regierung hier etwas Schlechtes?“ Dass sie sich einfach nicht dafür interessierten und nie auch nur einen Gedanken dahingehend verschwendeten.

Im Nachhinein daher über die eigenen Eltern und Großeltern zu urteilen, fällt leicht, ist aber vielleicht nicht immer gerecht. Viele von uns haben evidente Entwicklungen um uns herum nicht erkannt. Andere haben Entwicklungen erkannt, die nie eingetroffen sind, sie waren also paranoid.

 

Ich glaube nach wie vor nicht, dass Donald Trump die Republik in den USA beschädigen wird, während intelligente Leute meines Umfeldes nach seiner Wahl das Ende des Westens erklärten und genau diese Erwartung äußerten. Ich glaube nach wie vor nicht, dass die AfD eine Gefahr für die liberale Demokratie ist. Ich glaube nach wie vor, dass die Zuwanderung der sogenannten Flüchtlinge eine Katastrophe ist und dass die Regierung sich mit den Gesetzesänderungen der letzten Jahre eine beängstigende Machtfülle zur Vernichtung der Existenz von Oppositionellen verschafft hat.

Vielleicht liege ich mit all dem falsch. Dann habe ich die offen erkennbaren Zeichen nicht gesehen, dass die AfD das Vierte Reich will und Trump die USA in eine rassistische Diktatur der Weißen verwandeln will. Vielleicht lag ich auch völlig falsch mit meiner Bewertung der Flüchtlingskrise und all diejenigen, die ihr schulterzuckend begegneten und sie gar zur Chance erklärten, hatten Recht. Vielleicht wird der Rechtsstaat halten und keine Regierung je auf die Idee kommen, die ihr zur Verfügung stehenden Mittel je nutzen. Dann war ich nur paranoid.

Der Umstand, dass jeder etwas sehen kann, heißt eben nicht, dass er es sehen muss. Es heißt nur, dass er sich nicht damit herausreden kann: „Ich konnte es nicht wissen.“ Doch, konntest Du.

 

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