Die Zuwanderungsproblematik beginnt zu kochen.

Auf Facebook geht gerade ein Bild wie ein Lauffeuer um:

Hab gerade meinem Onkel Hans Werner im Klinikum Winterberg vorgelesen was geschrieben wurde über Flüchtlinge in…

Posted by Daniel Volz on Friday, August 7, 2015

44.600 Shares zum jetzigen Zeitpunkt nach nur 24 Stunden.

Screenshot für den Fall einer späteren Nichtverfügbarkeit.
Screenshot für den Fall einer späteren Nichtverfügbarkeit.

Ob es stimmt ist natürlich nicht nachprüfbar, auch wenn der Autor ein Bild mit dem Mann und einer wohl aktuellen BILD-Zeitung nachreichte, was er inzwischen aber scheinbar wieder gelöscht hat.

Natürlich geht es hier auch nur um einzelne Individuen, die sich daneben benommen haben. Einzelfälle, wie es auch die mehrfachen versuchten Gruppenvergewaltigungen in Miesbach in den letzten Tagen, die Morde, die Überfälle, Einbrüche etc. sind.

Bei hunderttausenden Menschen hier ist es tatsächlich wohl nur ein sehr kleiner Anteil, der sich so verhält. Dieser Teil tut es jedoch, woran auch alle Wohlfühlsemantik, alle Verleugnung und Beschwichtigung durch Medien und Politik nichts ändern.

 

Ich sehe dabei gravierende Probleme auf uns zukommen.

  1. Die Täter werden wohl mehrheitlich nicht abgeschoben. Das ist nicht vermittelbar.
  2. Hunderttausende Asylbewerber kommen, Ein niedriger einstelliger Prozentsatz wird anerkannt, aber nur 8.600 werden in den letzten sechs Monaten abgeschoben. Was ist mit dem Rest?
  3. Kritik an den aktuellen Zuständen im Sinne von „zu viele“ ist praktisch unmöglich, wenn man sich nicht der Verurteilung als Rassist aussetzen möchte. Dabei ist weder jeder Kritiker Rassist, noch ist die Ablehnung von Zuwanderung an sich rassistisch. Je nach Definition bedeutet Rassismus „die Ansicht, dass Menschen einer bestimmten Rasse1 weniger wert sind als andere, und dass ihre politische und soziale Unterdrückung deshalb gerechtfertigt ist.“ oder “ eine Ideologie, die „Rasse“ in der biologistischen Bedeutung als grundsätzlichen bestimmenden Faktor menschlicher Fähigkeiten und Eigenschaften deutet.“ Die Ablehnung von Zuwanderung hat nichts damit zu tun, auch wenn Menschen die Zuwanderung ablehnen sicherlich auch durch Rassismus motiviert sein können. Aber eine Schnittmenge erlaubt keine Generalverurteilung, wie eben auch eine pauschale „Asylbewerber sind Verbrecher“ Aussage nicht tragbar ist.
  4. Die Stimmung im Land kocht hoch. Menschen, die an sich offen für Zuwanderung und für ein Asylsystem sind, bewerten die aktuellen Zustände in zunehmendem Maße kritisch bis ablehnend. Für sie ist dank des „Aufstands der Anständigen“, der alle nicht Teilnehmenden automatisch zu „Unanständigen“ erklärt, kaum noch ein Mittelweg vermittelbar. Sie werden von den Schreihälsen in Medien und Politik sehr gerne – und hier natürlich ohne Differenzierung – in einen Topf mit tatsächlichen Rassisten geworfen.
  5. „Gewalt ist nicht zu rechtfertigen. Das Verschweigen und das Adressieren von Problemen wird jedoch zu mehr Gewalt führen, weil sich die Menschen marginalisiert und unterdrückt fühlen und Einzelne keinen anderen Ausweg mehr sehen, ihrer Verzweiflung Luft zu machen.“ Das könnte man so über Muslime schreiben, die mit „Islamisten“ in einen Topf geworfen werden. Eine solche Aussage über „Asylkritiker“ oder „Besorgte Mitbürger“ bedeutet jedoch sofort eine Verharmlosung oder gar Goutierung von Gewalt.

 

Das Problem ist die politische Korrektheit. Probleme, die nicht adressiert werden dürfen, die mit einem Schweigegebot belegt sind, können nicht gelöst werden. Weder kann ein tatsächlicher Missstand erkannt und gelöst werden, noch kann ein Vorurteil durch detaillierte Statistiken ermittelt und beseitigt werden.

In den USA wird beispielsweise die Zugehörigkeit zu einer „Rasse“ erfasst. Damit ist klar ermittelbar, ob Straftäter in überproportionaler Art und Weise einer bestimmten Gruppe angehören. Das erlaubt Gegenmaßnahmen und Prävention.

Verzichtet man jedoch auf eine solche Erfassung aus Angst, Vorurteile zu schüren, garantiert man sie. Gerade das massive Teilen des oben genannten Bildes belegt es. Die Menschen fühlen sich belogen und bedroht. Sie werden darauf reagieren. Ob durch Gewalt oder durch die Wahl entsprechender Parteien, steht in den Sternen. Es soll dann keiner sagen, das sei unerwartet.

Selber traue ich mich übrigens nur diese Zeilen zu schreiben, weil ich bereits auf gepackten Koffern sitze. Sobald ich mein Visum habe, werde auch ich „Flüchtling“, nur dass ich die Regeln meines Gastlandes respektiere, in das ich als Zuwanderer zu ziehen gedenke. Daher wandere ich nicht illegal ein, sondern warte auf den sich eröffnenden legalen Weg. In den meisten Ländern, die für mich in Frage kommen, sind darüber hinaus Weiße die Minderheit, teilweise nur 10%. Angst vor Dunkelhäutigen treibt mich also nicht an. Und allein dass ich mich genötigt sehe dies hier erklären zu müssen beweist, wie auch ich besorgt wegen der Politischen Korrektheit bin.

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