Die zu erwartende Inflation ist da

Inflation
Inflation ist eine Umverteilung von unten nach oben und der Raub am Bürger.

 

Seitdem die EZB sich entschlossen hat Anleihen der Euro-Staaten zu kaufen, habe ich die kommende Inflation angekündigt. Ich bin natürlich kein Volkswirt, doch das Resultat dieser Politik war für mich sonnenklar. Erstaunlicherweise haben selbst Ökonomen meine Aussage bezweifelt und bestritten. „Das Geld kommt ja nicht auf dem Markt an“, wurde mir gesagt. Entsprechend sei auch keine Inflation zu erwarten.

Auch der Kauf von Staatsanleihen kann Inflation bewirken

Wenn die EZB 500 Milliarden Euro für Staatsanleihen investiert ohne dieses Geld vorher dem Markt entzogen zu haben, schafft sie also mit dem Schnipsen eines Fingers eine halbe Billion Euro. Dieses Geld mag nicht direkt in den Markt geflutet worden sein, es wurde ihm aber dennoch hinzugefügt. Der Grund hierfür ist denkbar einfach: jede Staatsanleihe, die die EZB für eine Milliarde neu erschaffenem Geld kauft, wurde entweder neu ausgegeben oder hatte vorher einen anderen Anleger.

Ein anderer Anleger bedeutet, dass dieser nun seine Anleihe an die EZB verkauft hat und eine Milliarde neu zu investieren hat. Diese Milliarde drängt nun auf den Markt. Eine neu ausgegebene Anleihe bedeutet, dass ein Staat nun 1 Milliarde neu auszugeben hat, für die kein Anleger eine Milliarde aus seinem Vermögen investieren musste. Was ist das bitte, wenn nicht das Finanzieren über die Druckerpresse?

Natürlich, sollte die EZB zu einem späteren Zeitpunkt Investoren für diese Anleihen finden – welch absurde Vorstellung – wäre das Geld dem Markt wieder entzogen. Dazu wird es aber nie kommen. Das Resultat konnte meiner Ansicht nach nur eines sein: Inflation!

 

Die Inflation ist da!

Auch wenn jeder von uns die gestiegenen Preise seit Jahren erlebt hat, hat uns doch die Presse immer wieder verkauft, unsere Inflation sei zu vernachlässigen. Während man heute kaum noch ein Bier in einer Kneipe unter drei Euro bekommt, kann ich mich noch an Preise von 2,80 DM im Jahr 2000 erinnern. Das wäre eine Inflation von über 100% binnen 10 Jahren. Dies müsste, sofern ich mich nicht verrechnet habe, eine jährliche Inflation von durchschnittlich 6% bedeuten. Da gleichzeitig aber wegen der technischen Weiterentwicklung und dem steigenden Wettbewerb durch den Welthandel die Preise für Einmalanschaffungen wie Waschmaschinen und Fernseher fielen, schlug sich das statistisch nicht in dem Maße nieder, wie es korrekt gewesen wäre.

Während also das statistische Bundesamt immer wieder Inflationsraten um die 2% berichten konnte, war die Erfahrung manches Verbrauchers durchaus öfter eine andere. Jetzt ist es allerdings offiziell: Während das Statistische Bundesamt eine Inflation von 1,8 bis 1,9% angibt, zeigt sich in manchen Bereichen eine deutlich andere Entwicklung:

Dabei müssen Verbraucher für Lebensmittel von Obst über Gemüse und Milch bis zum Fleisch deutlich tiefer in die Tasche greifen als ein Jahr zuvor. Spürbar teurer wurden etwa Butter (plus 30,8 Prozent), Kartoffeln (plus 44,4 Prozent), Äpfel (plus 22,3 Prozent) oder H-Milch (plus 18,2 Prozent). Auch die Preise für Eier (plus 7,1 Prozent) und Fleisch und Fleischwaren (plus 4,4 Prozent) stiegen weitaus schneller als die Verbraucherpreise insgesamt.

Viel davon kann – und wird – saisonal erklärt werden. Alles aber nicht. Während manche Preise wieder fallen werden, ist eine Rückentwicklung unwahrscheinlich. Durch die Interventionspolitik der EZB mit dem Drucker ist der Weg vorgezeichnet.

 

Inflation ist eine Katastrophe

Ich will mich gar nicht an etwas versuchen, das der große Roland Baader bereits in weitaus kompetenterer Art und Weise besser formuliert hat als ich es je könnte. In Auszügen (Der ganze Artikel ist hoch interessant und unbedingt lesenswert!):

Seit Jahrzehnten bindet man den Bürgern den Bären auf, zum Wirtschaftswachstum bedürfe es einer moderaten Inflation – also des stetigen Geldmengenwachstums. Das ist Unsinn. Es gab z.B. vor dem 1. Weltkrieg ein Jahrhundert des gesunden Geldes. In diesem Jahrhundert erhöhte sich der Reichtum der Welt mehr als in allen vorangegangenen Zeiten der Menschheit. In diesem Jahrhundert des Goldes hat der Staat das Geld und den Kredit nicht manipuliert. Die Währungen mußten nicht “gemanagt“ werden. Zwischen 1820 und 1913 betrug die Verbraucherpreisinflation in den USA null Prozent. Im Vereinigten Königreich waren die Verbraucherpreise zu Beginn des 2. Weltkriegs niedriger als im Jahr 1800 (das heißt: es herrschten 139 Jahre lang stabile Preise). Der freie Markt garantiert diese Stabilität, wenn das Geldangebot stabil bleibt, was beim Goldgeld gewährleistet war. Mit dem reinen Papiergeld und den Lehren von Lord Keynes war das alles zu Ende. Aber die vulgärwissenschaftliche keynesianische Theorie vom Segen der Inflation und von der Notwendigkeit einer antizyklischen Fiskalpolitik ist natürlich Musik in den Ohren der Politiker. Gibt sie ihnen doch die scheinbar wissenschaftliche Legitimation für ihre endlosen Augaben- und Verschuldungsorgien.

[…]

Dieses papierene Geldsystem herrscht seit dem Ende des Goldstandards – also grob gesprochen ab 1913 – weltweit und ausnahmslos. In seiner die ganze Erde umspannenden Ausschließlichkeit ist das ein welthistorisch einzigartiges Experiment. Logischerweise fiel die Abkehr vom Goldgeld zeitlich zusammen mit der Gründung des Federal Reserve Systems – oder der amerikanischen Zentralbank, kurz das (oder auch die) FED genannt – im Jahr 1913. Im reinen Papiergeldstandard muß das Geldangebot im Prinzip monopolisiert werden, damit die Banken sich nicht gegenseitig in den Bankrott treiben, indem sie den papierenen Geldmüll immer billiger anbieten. Und um nichts anderes als Müll handelt es sich dabei, denn Papiergeld – so hat schon Voltaire geschrieben – kehrt führer oder später immer zu seinem inneren Wert zurück: Zu Null.

Der Bankier Ferdinand Lips hat die Gründung der Fed und die Abkehr vom Goldgeld als “die größte Tragödie in der Geschichte der Welt“ bezeichnet. Das klingt im ersten Moment übertrieben, ist es aber nicht. Man bedenke: Ohne die Einführung des ungedeckten Papiergeldes hätte es den 1. Weltkrieg nicht gegeben. Mit Gold als Geld hätte man ihn nicht länger als drei Wochen führen können. Deshalb wurde ja die Goldwährung bei Kriegsausbruch abgeschafft. Somit hätte es auch die große Inflation und die Währungsreform der zwanziger Jahre nicht gegeben, durch die Millionen von Deutschen ihre Ersparnisse und ihre Existenzen verloren haben. Auch die große Weltwirtschaftskrise wäre der Menschheit erspart geblieben. Und ohne diese Ereignisse wäre Hitler nicht an die Macht gekommen. Ebensowenig Lenin, Stalin und Konsorten. Auch der 2. Weltkrieg hätte nicht finanziert werden können, noch wäre er ohne die vorangegangenen Ereignisse überhaupt denkbar gewesen.

Auch Milton Friedman hat sich zum Thema geäußert:

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