Die TAZ und der Mindestlohn

Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich den Mindestlohn ablehne. Er ist entweder so niedrig, dass er keine Auswirkungen hat oder er vernichtet Arbeitsplätze. Ich selbst habe während des Studiums für einen grandiosen Job jeden Sonntag sechs Euro die Stunde bekommen. Ich musste hinter einem Telefon sitzen, auf dem niemand anrief. Dabei konnte ich auch den Rausch des Vorabends auf einem Feldbett ausschlafen. Alles für sechs Euro die Stunde. Die Firma konnte dafür „24/7 Telefonservice“ bewerben. Mit einem Mindestlohn hätte ich diesen Job niemals bekommen, da der Werbeeffekt von „24/7 Hotline“ eben keine 8,50 Euro plus Lohnnebenkosten wert gewesen wäre. Tatsächlich war es auch die sechs Euro nicht wert, weshalb meinen Kollegen und mir nach einigen Jahren gekündigt wurde.

Mindestlohn

 

Der TAZ gehen die Argumente gegen den Mindestlohn aus – außer er muss bei der TAZ gezahlt werden!

Jedem Menschen sei ja seine Meinung gegönnt. So auch der TAZ, die am 08. Oktober 2013 noch „Mindestlohn in Europa: Deutschland gehen die Ausreden aus“ titelte.

Dumm nur, wenn sie keine zwei Monate später vorrechnen muss, dass sie ihren Volontären nur einen Stundenlohn von 5,39 Euro bezahlt. Begründet wird dies damit, dass die finanzielle Lage der Zeitung zu schlecht sei und daher entweder geringe Löhne oder weniger Angestellte die Folge sein müssten.

Wieso gilt das nicht auch bei anderen Unternehmen, die nicht das zentrale Sprachrohr der rot-grünen Mindestlohnfreunde sind?

 

Milton Friedman über Mindestlöhne:


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