Die Rede, die Kölns OB Henriette Reker zu #KölnHbf hätte halten müssen

Liebe Frau Reker,

in Ihrer Rede sprachen Sie angesichts der Angriffe in der Neujahrsnacht davon, dass die Stadt neue Verhaltensregeln für potentielle Opfer erstellen werde um ihnen so eine bessere Vorbereitung zu ermöglichen. Da dies nichts anderes als eine Kapitulation vor der Gewalt und ein Offenbarungseid des Rechtsstaates wäre, gehe ich davon aus, dass Ihr Redenschreiber entweder drei durchzechte Nächte in Folge hinter sich oder eine Valium eingeworfen hatte. Ich habe daher für Sie eine neue Rede geschrieben.

 

Liebe Kölner,

die Angriffe auf dem Bahnhofsvorplatz von der Neujahrsnacht haben uns völlig unerwartet getroffen. Lassen Sie mich ehrlich sein, sie waren ein totales Staatsversagen. Jeder Staat hat als seine Kernaufgabe den Schutz seiner Bürger. Hier haben wir nicht nur katastrophal versagt, hier müssen wir uns auch entschuldigen.
Angesichts von mindestens zwei weiteren, simultan durchgeführten Angriffen dieser Art in anderen Großstädten, jeweils ebenfalls durch arabischstämmige Täter und jeweils mit praktisch identischer Vorgehensweise, kann kein Zweifel mehr bestehen, dass wir vor einem erheblichen Problem stehen. Wir haben es offensichtlich mit einem soziokulturellen Problem der arabischen Männer in Deutschland zu tun.

Nein, schrecken Sie nicht auf. Das offensichtliche zu leugnen wäre ein Fehler. Wenn wir aus Angst vor dem potentiellen Propagandanutzen solcher Ereignisse für Rechtspopulisten die Dinge nicht beim Namen nennen, stärken wir tatsächlich die Rechtspopulisten, da sie sich nun als die Einzigen profilieren können, die dieses Problem adressieren. Noch schlimmer wäre jedoch der weitere Effekt. Ein Verschweigen der eigentlichen Ursachen dieser Ereignisse, an denen es keinen Zweifel mehr geben kann, würde die Behebung dieser Probleme verhindern. Erst wenn wir anerkennen, dass die Ursache dieser Angriffe soziokulturell ist, können wir nicht nur an den Symptomen herumdoktern, wie beispielsweise durch mehr Polizei, sondern auch die Ursachen für solch ein Verhalten angehen und ausschalten.

Nur wenn wir schonungslos ehrlich und offen sind, können wir das Vertrauen der Bürger behalten und ihr Vertrauen auf den Staat, den sie konstituieren und bezahlen, erhalten. Nur mit schonungsloser Offenheit haben wir die Chance, die Probleme tatsächlich zu lösen.

Daher habe ich meine Mitarbeiter ebenfalls angewiesen nachzuforschen, warum die Kölner Polizei in ihrem ersten Bericht zur Silvesternacht sinngemäß schrieb, alles sei normal abgelaufen und erst ein Shitstorm in den Sozialen Medien notwendig wurde, um nach stolzen 40 Stunden die Wahrheit ans Tageslicht zu bringen. Die Polizei soll der Freund und Helfer sein, die neutrale und stets verlässliche Instanz, die den Bürger schützt. Dies geht nur, wenn sie nicht auf anmaßende Art und Weise beginnt, den Bürger durch das Vorenthalten, ja durch Belügen falsch zu informieren.
Liebe Kölner. Lassen Sie mich klarstellen, dass Zustände wie vor wenigen Tagen untragbar sind und immer sein müssen. Frauen müssen in Köln zu jeder Tages- und Nachtzeit sicher sein können, selbst wenn sie praktisch nackt herumlaufen. Ich versichere Ihnen, dass wir alles dafür notwendige tun werden, auch wenn es liebgewonnenen, aber ideologisch induzierten Weisheiten im Wege steht.

Denn, das dürfen wir nicht vergessen, letztendlich dient es uns allen, wenn wir die Ursachen dieser Horrornacht nicht nur klar benennen, sondern beseitigen. Viele tausend Kölner arabischer Herkunft haben sich an Silvester nicht an diesem schändlichen und nicht zu tolerierendem Verhalten beteiligt. Sie sind jetzt jedoch ebenfalls dem Verdacht ausgesetzt, vielleicht einer der Täter gewesen zu sein.

Wir schützen also nicht nur unsere Bürger vor solchen Angriffen, sondern auch die überwiegende Mehrheit der friedlichen und gesetzestreuen Araber in Köln, wenn wir kompromisslos die Ursachen angehen. Wenn wir keine Toleranz mehr gegenüber arabischen Tätern zeigen, werden am Ende die nicht abgeschobenen und nicht inhaftierten diejenigen sein, die gesetzestreu sind und harmonisch unter uns leben. Dann werden Frauen wieder wissen, dass die ihnen entgegenkommenden Araber keine solchen Verbrecher sein können, wie diejenigen, die wir an Silvester erlebt haben. Dies würde der großen Mehrheit der friedlichen und gesetzestreuen Araber in Köln unmittelbar nutzen.
Noch eines zum Abschluss. Auch wenn die Lokalmedien zeitnah von dem Ereignis berichteten, wundert es mich doch, dass die ethnische Herkunft der Täter in einigen Medien nicht genannt wurde. Noch mehr verwundert mich, wieso überregionale Medien sich bis zu vier Tage Zeit ließen, um endlich über die Ereignisse zu berichten.
So wie die Kölner Verwaltung darum bemüht sein muss dem entgegen gebrachten Vertrauen zu entsprechen, so wie die Polizei in Köln die Wahrheit aussprechen muss, so wichtig ist für die Medien in Deutschland, dass sie das ohnehin bereits sinkende Vertrauen nicht vollends verspielen, indem sie Szenen wie von der Silvesternacht erst melden, wenn es sich nicht mehr vermeiden lässt.

Liebe Medien, sie verspielen jedwedes Vertrauen, wenn Sie den Eindruck erwecken, die Menschen dieses Landes bewusst nicht über solche Ereignisse informieren zu wollen. So wie die Polizei müssen auch sie davon lernen.

Nur wenn wir uns gemeinsam an diese Vorgaben halten, werden wir das noch vorhandene Vertrauen rechtfertigen und das verlorene zurückgewinnen.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Haben Sie gemerkt, Frau Reker? So kann es auch gehen. Ehrlich, differenziert und keinen Sand in die Augen streuen. Sie, als Bürgermeisterin wandelnd nicht nur im historischen Schatten von Konrad Adenauer, sondern stehen einer der wichtigsten Städte Deutschlands vor. Sie verdienen einen besseren Redenschreiber als ihren aktuellen.
Kontaktieren Sie mich daher bitte, damit wir diesen offensichtlichen Notstand zeitnah beheben können.

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