Deutschland: Land der Eunuchen

In den letzten Monaten merke ich immer mehr, dass ich im falschen Jahrhundert lebe. Ich passe ganz offensichtlich weder in die heutige Zeit, noch in das heutige Volk. Als jemand, der Werte von zu Hause mitbekommen hat, die zwar nicht mit dem Feminismus 3.0, sondern eher mit früheren Zeiten kompatibel sind, habe ich tief verinnerlicht, dass man Frauen beispielsweise niemals schlägt und dass es die Kernaufgabe des Mannes ist, seine körperliche Überlegenheit für den Schutz von Frauen und Schwachen zu verwenden. Ich habe gelernt, dass man Selbstbewusstsein und Zivilcourage zu zeigen hat, und dass es sich für einen Mann geziemt, sich einer Sache zu verpflichten, Loyalität und Ehre zu kennen. Keine Frage, selbst mag ich diesen Ansprüchen auch nicht in jedem Moment meines Lebens genügt haben, doch ich habe mich stets redlich darum bemüht.

 

Männer? Gibt es nicht mehr

Ich las kürzlich, an Silvester gab es acht (!) Vergewaltigungen alleine auf dem Bahnhofsvorplatz in Köln. Mitten in der Menschenmenge. Mindestens eine Frau wurde schwanger, was eine Penetration mit dem Penis erfordert.  (Edit: Dieser Fall stellte sich inzwischen als erlogen heraus. Das angebliche Opfer war nicht einmal in Köln!) Es gab allein in Köln mindestens 454 Sexualdelikte, im Ganzen wohl über mindestens 1.108 Opfer allein in dieser Stadt.

Doch wissen Sie, was mir besonders auffiel? Nicht eine der Anzeigen scheint wegen Körperverletzung oder Notwehrexzess gestellt worden zu sein. Es scheint nicht einen Verletzten gegeben haben. Ein Mann, also ein echter – das, was es mal zu Zeiten des „binären Geschlechtssystems“ gab – hätte sich in die Menge gestürzt um die Frauen zu retten. Völlig egal, ob es die eigenen Begleiterinnen oder Fremde gewesen wären. Völlig egal, wie viele dieser Barbaren auf dem Vorplatz waren. Weil ein Mann seine Stärke zum Schutz von Frauen einsetzt, auch wenn er selbst dabei Risiken eingeht.

Es hätte auf dem Bahnhofsvorplatz dutzende Schwerverletzte geben müssen und dazu Dutzende, die wegen Notwehrexzess hinter Gitter sitzen. Schwerverletzte, weil ein Mann gegen sechs bis zehn Barbaren eben eher selten gut davonkommt. Weil diese Leute offensichtlich auch nicht verinnerlicht haben, dass man immer nur eins gegen eins kämpft und ein Kampf endet, wenn jemand am Boden liegt. Ansonsten gäbe es nicht so viele Fälle mit Schwerverletzten und Toten nach Kopftritten. Stattdessen sind meine Geschlechtsgenossen offensichtlich wie weinerliche Kinder davon gerannt. Keiner hat den Mut gefunden, sich auf die Meute an Barbaren zu stürzen, die in Köln einen Pogrom veranstaltet haben.

Da es im Normalfall in etwa die gleiche Menge an Männern hätte geben müssen, die die Frauen begleiteten, waren also hunderte Männer vor Ort, die keine Barbaren waren. Sei es als Partner, als Freunde oder Männer, die in einer Männergruppe unterwegs waren, wie Frauen in Frauengruppen ausgehen und feiern. Im Prinzip hätte in etwa ein Mann auf jede Frau kommen müssen. Doch offensichtlich nicht an diesem Abend. Da gab es nicht einen Mann auf der Domplatte, der nicht Barbar war.

Ich kann mich nur voller Verachtung von meinen offensichtlich kastrierten Geschlechtsgenossen meines Volkes abwenden, die ja auch mediale Schützenhilfe bekommen haben. So wurde in der WELT allen Ernstes dazu aufgefordert, in solchen Fällen nicht einzugreifen, sondern lieber mit dem Handy zu filmen.

Männer? Das gibt es in Deutschland nicht mehr!
Männer? Das gibt es in Deutschland nicht mehr!

 

Eunuchen verlangen nach einem Herrscher

Würde das deutsche Volk nicht völlig entmannt sein, wäre es auch nie zu so einem Ereignis gekommen. Es gab ja Journalisten die mit den Tätern sprachen. Ihre einhellige Antwort war: „Die Deutschen sind Schwächlinge. Mit denen kann man alles machen.“

Hier waren es Immigranten, die einer Ideologie des sexuellen Besitzes von Frauen, deren Wertlosigkeit ohne männlichen Schutz und dem Prinzip des Entehrens der Männer durch das Entehren ihrer Frauen folgten. Denn da die Ehre der Männer in der islamischen Kultur ganz wesentlich auf der Bewachung des sexuellen Zugangs zu den Frauen in der eigenen Obhut beruht, ist eine Entehrung der deutschen Frauen auch direkt auf ihre Männer zielend.

Dies ist dabei keineswegs neu und keineswegs auf den islamischen Kulturkreis beschränkt. Vergewaltigung war schon immer eine Kriegswaffe, weil sie Familien und ganze Stämme zerstört. Wenn der Mann miterleben muss, wie seine Frau vergewaltigt wird, wird ihm die eigene Machtlosigkeit und die Dominanz des Kriegsgegners in einer Härte demonstriert, wie sie kaum anders möglich ist. Viele Familien zerbrechen an einer Vergewaltigung, dazu bleiben mögliche Kinder der Vergewaltigung als ewiger Beleg der Demütigung zurück. Es führt nicht nur die Gene des Eroberers und Vergewaltigers in Familie und Stamm, das Kind bleibt auch lebender Beweis und stete Erinnerung des Ereignisses. Dies kann man in den Kriegen in Afrika genauso beobachten, wie man es in den Jugoslawienkriegen beobachten konnte, oder auch in der Vergangenheit in Zentraleuropa. Die Vergewaltigung ist immer auch eine Machtdemonstration.

Da dies mitten in Deutschland passierte, wo die Täter auch trotz der jüngsten Zuwanderung noch nur eine winzige Minderheit sind, belegt es die Verachtung dieser Leute. Es zeigt, dass sie die Deutschen eben nicht als Männer sehen. Denn würden sie solche Taten in ihren heimatlichen Ländern begehen, würden Brüder, Väter, Söhne, Cousins der Frauen sie jagen und erschlagen. Sie würden solch ein Verbrechen mit ziemlicher Sicherheit nicht überleben.

Und doch kamen sie damit durch. Weil die deutschen Frauen eben keine Männer haben, die sie beschützen. Die Allermeisten werden nicht einmal verurteilt werden. Das ist unfassbar in einem Maße, der jeden, der nicht bereits völlig die post-heroische und post-zivilisatorische Gesellschaft in sich aufgesogen hat, sprachlos machen muss.

 

Welcher Mann will Schlachtlamm sein?

Freie Bürger tragen Waffen. So habe ich einen Artikel genannt, in dem ich darauf eingehe, dass es das Naturrecht eines jeden Menschen ist, sich selbst zu verteidigen. Die Reaktionen auf meiner Facebookseite waren geteilt. Aber mit welcher Inbrunst einige Männer ihren unbedingten Willen zur eigenen Hilflosigkeit betonen, ist doch immer wieder neu schockierend.

Der deutsche Mann des 21. Jahrhunderts bettelt lieber winselnd am Telefon um Hilfe um sich dann 20 Minuten zu verstecken, als dass er die Mittel ergreifen würde, sich selbst, seine Lieben und seine Mitmenschen zu beschützen. Lieber hört er die, die ihm lieb sind, sterben, als dass er ihnen selbst hilft. Voller Stolz sagen Männer: „Ich bin lieber Opfer, als eine Waffe zu haben. Lieber zum Handy, statt zur Schusswaffe greifen.“ Die Zeiten, in denen Mann zu sein einmal bedeutete, für sich selbst und seine Taten Verantwortung zu übernehmen und sich selbst zu helfen bevor man Fremde um Hilfe bittet, sind wohl vorbei.

Verstehen kann und werde ich das nie. Mir fehlt die Fähigkeit, dies zu erklären, außer mit einer post-heroischen und post-zivilisatorischen Gesellschaft, deren Teil ich aber nicht bin. Das aber noch als „Mann“ zu bezeichnen, fällt mir schwer. Vielleicht ist daher das neue Geschlechtersystem der Genderunwissenschaften doch richtig. Denn in ein binäres System, das neben dem Mann nur die Frau kennt, passen solche Leute nicht mehr.

Dergleichen übrigens auch mit den ständigen sexuellen Übergriffen in Schwimmbädern. Wäre so etwas vor 50 Jahren passiert, dann hätten die Täter die Abreibung ihres Lebens bekommen und anschließend ihre Lektion gelernt. So aber wissen sie, dass sie es machen können und lachen über die schwächlichen Deutschen. Zurecht. Denn ein Volk von Eunuchen verdient es nicht anders.

 

 

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11 Antworten auf „Deutschland: Land der Eunuchen“

  1. Lieber Torsten,

    ich bin ein großer Fan der meisten Deiner Ausführungen, aber ich finde, hier verrennst Du Dich ein wenig. Persönlich betrachtet finde ich das mangelnde Eingreifen der meisten Deutschen (und ich will das nicht auf Männer beschränken, da bin ich egalitärer) ziemlich traurig und beunruhigend.

    Ich weiß genau, dass ich für mich selbst eine andere Entscheidung getroffen hätte. Allerdings mir sind die Konsequenzen klar: Es hätte in dem Fall keinen Fall keinen Schwerverletzen gegeben oder jemanden, der wegen Notwehrexzess im Gefängnis sitzt, wie Du es Dir vorstellst. Tote hätte es gegeben, zumindest einen.

    Gewalt gegen Leute, die Gewalt gewohnt sind, wird recht einfach ausgehen: Die Mehrheit siegt. Und wer Vergewaltigung in Kauf nimmt, nimmt Tote genau so in Kauf – jede andere Annahme ist fahrlässig. Du oder ich, wir wären dann tot. Eventuell nur schwer verletzt. Und weil „tot“ so abstrakt ist, und „schwerverletzt“ für die meisten nach irgendeiner schlecht gespielten Tatort-Krankenhausszene klingt, wo in der nächsten Folge wieder alle da sind: Wir reden von bleibenden Schäden, die einen täglich an die Untätigkeit der anderen erinnern werden. Die Hand, mit der man nicht mehr greifen kann, weil ein Messer alle Sehnen zerschnitten hat; das Auge, das nach einem Tritt gegen den Kopf erblindet ist; die chronische Entzündung, die Dein Immunsystem die nächsten Jahrzehnte schwächt, nachdem Dein Gesicht ein paar Runden über Asphalt und Dreck gedreht hat; Gicht oder Arthrose von Gelenk- und Knochenbrüchen; Rollstuhl; Pissen in einen Beutel, kacken in den anderen – das sind die Konsequenzen.

    Mir ist das bewusst. Dir hoffentlich auch. Ich bin bereit, das in bestimmten Fällen für mich in Kauf zu nehmen und zu wissen, dass dem bestenfalls nichts anderes folgen wird als irgendein Betroffenheits-Hashtag oder Facebook-Bilder-Filter. Aber das von anderen zu verlangen? Das widerspricht meinem Verständnis von gutem Benehmen. Ich glaube, man sollte mehr leisten, als man von anderen verlangt. Und mehr als ein Selbstopfer zu leisten, geht nun mal nicht, also sehe ich nicht, wie man das von anderen erwarten kann.

    Aber: Das betrifft sicher nur die Silvester-Fälle. Ab einem bestimmten Punkt muss man leider merken, dass die Krankheit zu weit fortgeschritten ist und in diesem Fall war es das schon. Vorher gibt es genügend Möglichkeiten, einzugreifen: Auf Feiern, in Schwimmbädern oder wo sonst Grenzen überschritten werden und es nicht zehn zu eins steht. Auch da muss man sich natürlich der möglichen Konsequenzen bewusst sein: Anzeige durch nebenstehende Gutmenschen, Rassismusverdacht, mangelnde Zuverlässigkeit, Waffenbesitz adé, Telefonterror und Bedrohung der eigenen Familie nach Akteneinsichtnahme (witzigerweise sind diese weniger schlimmen Konsequenzen für viele noch abschreckender, weil sie einfach lebensnaher sind). Muss man alles bedenken, bevor man für sich selbst beschließt, ob man und wann man eingreift.

    Aus dem allen ergibt sich für Leute mit Gewalt-Erfahrung meist eine Skepsis, wer es eigentlich wert ist, gerettet zu werden. Die Ironie, irgendeinem SJW zu helfen, der oder die einem am Ende in den Rücken fällt, weiß überraschenderweise niemand je zu schätzen. Am Ende landen die meisten bei Neo-Tribalismus („meine Familie, meine Freunde, zur Hölle mit allen anderen“). Keine Ahnung, ob das gut oder schlecht ist.

    1. Wir sind gar nicht weit von einander entfernt. Dass es dabei Tote geben kann, und schließlich gehen Tritte gegen den Kopf sehr oft tödlich aus, ist mir voll bewusst. Ob man hier sein eigenes Leben rettet oder sich in höchste Gefahr begibt, muss letztendlich jeder selbst entscheiden. Aber ich weiß, auch angesichts vergangener Erfahrungen, wie ich reagiert hätte. Und dass das Resultat vermutlich zahlreiche Messerstiche oder ein eingetretener Schädel gewesen wäre. Wenn allerdings all die Männer vor Ort eingegriffen hätten und die Polizei sich nicht versteckt hätte, sondern gleichfalls wie die Berserker auf den Platz gestürmt wären, dann wären weite Teile der Ereignisse wohl nie passiert. Nicht zuletzt, weil Polizisten in Gefahr ihre Dienstwaffen einsetzen können. Eine Handvoll Schüsse in die Luft hätten hier mit Sicherheit bereits Ruhe gestiftet. Aber die Polizei stand lieber außerhalb und sah zu.

  2. Hi Torsten,

    ich hab auch nicht unterstellen wollen, dass wir weit auseinander sind in unserer Meinung. Ich bin nur der Meinung, dass es bestimmte Dinge gibt, die ich nicht von anderen verlangen möchte und hatte Deinen Artikel als Anklage an die verstanden, die genau das nicht getan haben, was Du verlangt hast: Leib und Leben zu riskieren.

    Natürlich wäre das alles nicht eskaliert, wenn nicht nur unser fiktives Individuum, sondern ein Großteil der Anwesenden vernünftig reagiert hätten. Die Frage ist halt, wie man eine Gruppe von Menschen dazu bekommt, etwas zu tun, was man dem Individuum nicht zumuten möchte. Da wir beide nicht mehr in Parteien aktiv sind (ich selbst hab in den Piraten mal kurzzeitig, zu Beginn, libertäres Potential zu sehen geglaubt, haha), haben wir diese Möglichkeit aus der Hand gegeben.

    Da imho nur noch als gutes Vorbild zu dienen. Leider hat man, wenn man auf die besprochene Art und Weise Vorbild wird, posthum keine Kontrolle über die Rezeption, besonders in den MSM. In Deutschland muss man schon als Rentner von Nazi-Skins totgeprügelt werden, damit niemand fragt „War der eventuell auf Streit aus und hat die anderen provoziert?“ und dann darauf hinweist, das andere Kulturen eben anders reagieren und man das verstehen muss.

    Bleibt letztlich noch zu hoffen, dass noch die Chance besteht, die nächste Generationen vernünftig zu erziehen, aber ich vermute mal mit dem Motto „Mehr Selbstbewußtsein beim Vertreten der eigenen Werte, weniger Toleranz“ schafft man nicht mal das erste Staatsexamen.^^

    -T

    P.S.: Natürlich erwarten wir nicht, dass die Polizei in die Luft schießt. Die haben nämlich keine Schreckschuss- oder Salutmunition, die in ihren Dienstwaffen funktionieren würde; und was hoch geht, muss auch irgendwann wieder runterkommen. Jede andere Erwartung andere klingt zu sehr nach Joe Biden.

    1. Bei der Bundeswehr habe ich gelernt, den Warnschuss in die Luft abzugeben. Auf dem Vorplatz wäre ein Schuss in den Boden ein Querschläger geworden, der nichts anderes als einen ungezielten Schuss in die Menge bedeutet hätte. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Kugel die wieder runter kommt jemanden trifft ist zum Glück verschwindend gering.

  3. Hi Torsten, ich hatte schon den Eindruck, dass Deine Schusswaffenerfahrung hauptsächlich aus dem Wehrdienst kommt. Um so mehr freut es mich, den vorhergegangenen Artikel „Freie Bürger tragen Waffen“ gesehen zu haben. Du hast dank dieses Blogs meine E-Mail-Adresse, melde Dich mal und wir schießen mal nach modernem Stand der Ausbildungstechnik und diskutieren danach die Konsequenzen und Unterschiede zwischen Militär- und Zivilverteidigung.

    Wikipedia hat einen relativ gut dokumentierten Artikel zu „Celebratory Gunfire“, der zeigt, dass viele Leute die Gefahr von Luftschüssen unterschätzen – „verschwindend gering“ ist leider relativ. Im Kriegsfall sind Kollateralschäden akzeptabel, im Friedensfall nicht und dazwischen (bei dem, was wir so euphemistisch „peace keeping“ nennen) gibt es die lange, leidige Geschichte von ROE.

  4. Sehr geehrter Herr Heinrich,
    ich habe diesen Artikel und Ihren Artikel „Freiburg: Was bis zu 15 Täter eigentlich bedeuten“ gelesen und konnte das nicht einfach stehen lassen.
    Sie haben in Ihren Beschreibungen sehr oft Recht, z.B. wenn Sie darüber reden, welches Frauenbild in vielen muslimischen Familien vermittelt wird und wie junge muslimische Männer Deutschland sehen oder dass die Polizei nicht konsequent genug durchgreift.
    Aber mit Verlaub, Ihr Weltbild ist mindestens genauso patriarchalisch, wie das der patriarchalischen Kultur, die Sie so kritisieren.
    Wenn man Ihre Texte liest, denkt man, sie stammen aus Preußen im frühen 19. Jahrhundert.
    Dass Männer „Frauen und Schwache“ schützen sollten und das deutsche Männer keine Männer sind, weil sie Waffengewalt eher ablehnen – genau das ist das Weltbild der konservativen Muslime. Sie wollen also ein Weltbild mit dem gleichen Weltbild beantworten, Gewalt mit Gewalt. Was, wenn Sie Historiker sind, zu mehr Gewalt führt, das wissen Sie hoffentlich. Siehe Nord- und Südamerika z.B.
    Das wäre für Europa der tatsächliche Werteverlust, eine Rückkehr in barbarische Zeiten, ins „Mittelalter“- Gewalt mit Gewalt zu beantworten.

    Es ist sehr löblich, dass Sie denken, dass Frauen zu schützen seien (noch so ein Überbleibsel aus patriarchalischen Zeiten). Aber dass Sie Frauen damit zu wehrlosen Opfer degradieren, ist Ihnen wohl nicht bewusst. Ein eindrückliches Bespiel, dass Frauen natürlich auch, wie jeder Mensch, etwas gegen einen Täter unternehmen sollten, sind zwei Frauen (selbst Ausländerinnen) die eine Vergewaltigung verhinderten.
    https://www.google.de/amp/s/amp.focus.de/panorama/welt/verhinderten-vergewaltigung-frauen-hoerten-in-bielefeld-schreie-aus-gebuesch_id_9785684.html
    Und es ist auch falsch, dass sich einige muslimische Männer nur in Europa, bei ungläubigen Frauen Belästigungen erlauben. Am meisten werden Frauen nämlich gerade in muslimischen Ländern belästigt. Muslimische Frauen von muslimischen Männern. Z.b. in Ägypten.http://m.spiegel.de/panorama/gesellschaft/sexuelle-belaestigung-in-aegypten-fast-jede-frau-betroffen-a-1183910.html
    Wenn Sie sich mit diesem Thema Gewalt im Islam bzw. Nahen Osten wirklich beschäftigen würden, würden Sie auch wissen, wie die Erziehung im konservativen Islam aus Jungs Gewalttäter macht, eben durch das feindeslige Frauenbild, durch unterdrückte Sexualität, die dann in Gewalt kanalisiert wird.
    Es gibt einen bemerkenswerten Psychologen, Ahmad Mansour, Kritiker des Islams und selbst Muslim, der in Deutschland versucht, diese Jugendlichen aufzugreifen, bevor sie zu Tätern werden.https://www.deutschlandfunkkultur.de/psychologe-ahmad-mansour-unterdrueckte-sexualitaet-spielt.990.de.html?dram:article_id=363017
    Es gibt unzählige anderen Menschen, die sich um Prävention kümmern und dafür unbedingt staatliche Hilfe benötigen – diese Menschen bringen etwas voran, im Gegensatz zu Ihnen.
    Aber wie Sie hier von Flüchtlingen im Allgemeinen reden – da ist schon klar, dass Sie ein hoffnunglos pauschalisierender, auf dem Rechten Fleck Blinder sind. Allein der Satz „Unter den arabischen, mit dem Eintrittsticket „Asyl“ ausgestatteten, Zuwanderern, ist dies ganz offensichtlich nicht so.“ mit dem Sie alle Zuwanderer über einen Kamm scheren, lässt tief in Ihre einseitige Weltsicht blicken.
    Sie sind wirklich gänzlich im falschen Jahrhundert geboren, da haben Sie Recht. Sie passen nicht in unsere moderne aufgeschlossene Welt.

    Mit freundlichen Grüßen
    Maria

    1. Liebe Maria,
      Sie haben in Teilen völlig recht. Ja, mein Weltbild ist das eines anderen Jahrhunderts. Das gebe ich offen und unumwunden immer wieder zu. Sie machen allerdings einen erheblichen Fehler. Mein Weltbild mag „patriarchalisch“ sein (ich halte das für eine falsche Bezeichnung, aber egal), es ist aber mitnichten vergleichbar. In meinem Weltbild geht der Mann auf der Straßenseite, um die Frau genauso vor Spritzern aus Pfützen, wie auch vor Fahrzeugen mit seinem Körper zu schützen. Er hält ihr die Tür auf und macht ihr seinen Sitzplatz frei. Er lässt sie zuerst in das Rettungsboot einsteigen und fordert, dass sie zuerst aus dem brennenden Haus gerettet wird. Er ist bereit, erhebliche Risiken einzugehen, um Frauen zu beschützen. Er schlägt Frauen niemals.
      Was davon ist mit der islamischen Kultur vergleichbar, wo Frauen minderwertiges Eigentum der Männer sind? Wo die Zeugenaussage einer Frau vor Gericht weniger gilt, als die des Mannes? Wo das Schlagen der eigenen Ehefrau sogar im „heiligen Buch“ vorgeschrieben ist?

      Mein Weltbild ist durch Wertschätzung von Frauen geprägt. Es sieht Frauen als verehrenswerte, großartige – aber eben auch physisch schwächere und daher schutzbedürftige Menschen. Ist das nicht das exakte Gegenteil? Wie oft haben Sie schon im Hochsommer einen Türken in kurzen Hosen gesehen, dem drei Meter hinter ihm die Ehefrau unter einem Berg schweren Stoffs folgt, während sie die Einkäufe trägt? In meinem Weltbild lässt man die Frau nicht die Einkäufe tragen, man trägt der Frau wie selbstverständlich ihre und hilft ihr mit den Koffern am Bahnhof.

      Dass Männer „Frauen und Schwache“ schützen sollten und das deutsche Männer keine Männer sind, weil sie Waffengewalt eher ablehnen – genau das ist das Weltbild der konservativen Muslime. Sie wollen also ein Weltbild mit dem gleichen Weltbild beantworten, Gewalt mit Gewalt. Was, wenn Sie Historiker sind, zu mehr Gewalt führt, das wissen Sie hoffentlich. Siehe Nord- und Südamerika z.B.

      Gegen Gewalt hilft ausschließlich Gewalt. Wie es so schön heißt: Auschwitz wurde nicht von den Ostermärschen befreit, sondern von der Roten Armee. Wenn in Köln Barbaren in Bataillonsstärke über Frauen herfallen, dann ist das der falsche Zeitpunkt, um den Dialog zu suchen und einen runden Tisch zu veranstalten. Dann hat man, als Mann, seine physischen Fähigkeiten einzusetzen, um jenen zu helfen, denen gerade Finger in alle Körperöffnungen geschoben werden.

      Es ist sehr löblich, dass Sie denken, dass Frauen zu schützen seien (noch so ein Überbleibsel aus patriarchalischen Zeiten). Aber dass Sie Frauen damit zu wehrlosen Opfer degradieren, ist Ihnen wohl nicht bewusst. Ein eindrückliches Bespiel, dass Frauen natürlich auch, wie jeder Mensch, etwas gegen einen Täter unternehmen sollten, sind zwei Frauen (selbst Ausländerinnen) die eine Vergewaltigung verhinderten.

      Hier machen Sie einen Denkfehler. Der Umstand, dass Männer Frauen helfen und sie beschützen sollen, bedeutet nicht, dass sie sich nicht auch selbst schützen können sollen und dürfen. Ich fordere beispielsweise immer wieder explizit Schusswaffen für Frauen. Weil jede Frau das Recht hat, sich gegen physisch überlegene Männer aus eigener Kraft zu schützen – und eben nicht, wie in der islamischen Welt, gefälligst einen männlichen Aufpasser dabei haben soll. Frauen haben im Durchschnitt 1/12 des Testosterons von Männern. Also des Hormons, welches das Muskelwachstum wesentlich bestimmt. Dass es vereinzelte Frauen gibt, die mit den meisten Männern auch physisch klarkommen, ist unbestritten. Aber im Durchschnitt sind Frauen erheblich schwächer. Dann, unter Berufung auf die geforderte Emanzipation, zu fordern, sie sollen sich gefälligst selbst helfen, ist schwächlich und erbärmlich. Und unmännlich. Hier können wir die Populärkultur zitieren, mit „Spiderman“. „Aus großer Kraft wächst große Verantwortung“. Wer Arzt ist, hilft anderen Menschen bei medizinischen Notfällen. Wer stark ist, steht anderen körperlich bei. Und Männer sind im Normalfall nun einmal erheblich stärker. Selbst bin ich aber auch schon Männern zu Hilfe gekommen…

      Und es ist auch falsch, dass sich einige muslimische Männer nur in Europa, bei ungläubigen Frauen Belästigungen erlauben. Am meisten werden Frauen nämlich gerade in muslimischen Ländern belästigt. Muslimische Frauen von muslimischen Männern. Z.b. in Ägypten.http://m.spiegel.de/panorama/gesellschaft/sexuelle-belaestigung-in-aegypten-fast-jede-frau-betroffen-a-1183910.html
      Wenn Sie sich mit diesem Thema Gewalt im Islam bzw. Nahen Osten wirklich beschäftigen würden, würden Sie auch wissen, wie die Erziehung im konservativen Islam aus Jungs Gewalttäter macht, eben durch das feindeslige Frauenbild, durch unterdrückte Sexualität, die dann in Gewalt kanalisiert wird.

      Das ist mir bekannt und Ahmad Mansour kenne ich ebenfalls. Es geht hier jedoch um Deutschland und im erweiterten Sinn um Europa und die Westliche Welt.

      Aber wie Sie hier von Flüchtlingen im Allgemeinen reden – da ist schon klar, dass Sie ein hoffnunglos pauschalisierender, auf dem Rechten Fleck Blinder sind. Allein der Satz „Unter den arabischen, mit dem Eintrittsticket „Asyl“ ausgestatteten, Zuwanderern, ist dies ganz offensichtlich nicht so.“ mit dem Sie alle Zuwanderer über einen Kamm scheren, lässt tief in Ihre einseitige Weltsicht blicken.

      Die Anerkennungsquote ist weit unter einem Prozent. Die Zahl der überhaupt legitim zu Asylanträgen Berechtigten, die nicht aus sicheren Drittstaaten einreisen, ist jährlich im niedrigen vierstelligen Bereich. Praktisch jeder, der zuletzt gekommen ist, hat keinen Anspruch auf Asyl und ist auf dem Weg zum Asylantrag in Deutschland durch fünf bis sechs sichere und demokratische Länder gereist, ohne dort einen Asylantrag zu stellen. Das ist weder durch nationales Recht, noch durch die Genfer Flüchtlingskonvention gedeckt. Da diese Menschen mehrheitlich kommen, um zu bleiben, und auch mangels Abschiebungen bleiben werden, nenne ich sie das, was sie sind: „Zuwanderer“. Das ist der faktisch zutreffende, wertneutrale Begriff. Ein Begriff, der den Tatsachen entspricht und nicht Manipulation mit emotionalem und moralischem Unterton agiert, wie „Flüchtling“. Flüchtling ist der Syrer, der die türkische Grenze überquert. Nicht aber der Syrer, der aus Österreich nach Deutschland kommt.
      Als Zuwanderer nutzen sie die Stimmung und die Politik Merkels, dass man unter dem Ausspruch des Zauberwortes „Asyl“ Eintritt gewährt bekommt. Damit ist meine Aussage schlicht zutreffend.

      Ich habe über das Thema sogar ein Buch geschrieben…

      Viele Grüße,
      Torsten Heinrich

  5. Sehr geehrter Herr Heinrich,

    „Gegen Gewalt hilft ausschließlich Gewalt“ – dass Sie als Historiker (!) solch eine undifferenzierte und schlichtweg falsche Ansicht auf die Entwicklung der ganzen Menschheitsgeschichte vertreten, kann ich mir wahrlich nicht erklären. Dass Europa eines der friedlichsten Flecken der Erde ist und wir die Waffen größtenteils aus dem Alltag der „normalen Bürger“ geschaffen haben, ist nicht nur eine Korrelation, es ist ein direkter wechselseitiger Zusammenhang. Ich verweise nochmals auf andere Nationen, wo Waffenbesitz direkt mit einem erschreckendem Ausmaß an Gewalt und Kriminalität (Bandenkriminalität) einhergeht. Prominentes Beispiel USA. Lesen Sie mehr über diese Zusammenhänge.

    Weiter: Da Sie es so oft betonen, glaube ich Ihnen gerne, dass Sie sehr freundlich mit Frauen umgehen.
    Aber Ihr Weltbild einer „schwachen, zu schützenden Frau“ ist, nochmals, das der patriarchalischen Strukturen, denn schwach ist nicht gleichberechtigt, schwach an sich ist ein abwertendes Adjektiv.
    Ihr Umgang mit Frauen ist nur die positive Kehrseite eines patriarchalischen Weltbildes – wenn es ins Negative umschlägt, ist es die Minderwertigkeit der Frau.
    Auch konservative muslimische Männer halten Frauen für schwach und – und wie Sie selbst so deutlich anführten, gilt es, ihre Ehre zu schützen, d.h. wenn die eigene Frau entehrt wird, muss der Gegner dafür bezahlen, so haben Sie es selbst geschildert.
    Außerdem – Ihre Anführung mit dem Testosteron ist völlig sinnfrei, da die Möglichkeit mehr Muskeln auszubilden nicht automatisch heißt, dass diese Möglichkeit genutzt wird.
    Als ob die Mehrheit der Männer, die Sie herumlaufen sehen, alle riesige Muskeln haben und super sportlich sind – Männer sind alle unterschiedlich, falls Sie es noch nicht bemerkt haben. Manche sind muskulös und legen viel Wert darauf, ihren Körper zu kräftigen, andere sind pummelig, wieder andere entsprechen dem Typus „Lauch“, wie man schön sagt – letzteren könnte eine sportliche Frau auf Händen eher tragen, als umgekehrt.
    Und dass Täter, die Frauen angreifen, ihnen meistens überlegen sind, ist ja auch klar – ein „Lauch“ würde sich aufgrund der Kräfteverteilung gar nicht erst trauen, selbst wenn er wollte.
    Aber genau das zeichnet Ihr Weltbild aus: Einseitigkeit. Alle Männer sind (oder sollten) starke Superhelden und Frauen sind schwache, zarte Geschöpfe. So ist aber nicht die Realität. Weder des Körpers, noch des Charakters. Aber das ist die typische Fantasie, die Jahrhunderte alt ist.
    Gott sei Dank ist die moderne Welt nicht gefangen in Klischees, sondern sieht Menschen in ihrer Vielfältigkeit und Individualität. Nicht unterteilt in Mann oder Frau – wir sind alle Menschen.
    Aber wie gesagt, all diese Gedanken sind zu fortschrittlich für Sie, Sie sind in einer ganz anderen Zeit stecken geblieben.
    Muss schrecklich sein, so zu leben.
    Da es keinen Sinn ergibt, mit jemandem mit verrosteten Ansichten zu diskutieren, erübrigt sich ein weiteres Gespräch.

    Alles Gute!

    1. „Gegen Gewalt hilft ausschließlich Gewalt“ – dass Sie als Historiker (!) solch eine undifferenzierte und schlichtweg falsche Ansicht auf die Entwicklung der ganzen Menschheitsgeschichte vertreten, kann ich mir wahrlich nicht erklären

      Welcher Angriffskrieg eines Aggressors wurde durch einen Gesprächskreis beendet? Wie viel Prozent aller Mordversuche lassen sich durch Beten aufhalten? Gewaltprävention erfolgt ohne Gewalt. Gewalt selbst muss niedergerungen werden. Noch einmal: Welcher Angriffskrieg eines Aggressors wurde ohne Gewalt beendet?
      Es sei denn, natürlich, Sie würden George Orwells Ratschlag annehmen: „Am schnellsten beendet man einen Krieg, indem man ihn verliert.“ Die vollständige und bedingungslose Kapitulation kann viel Gewalt beenden. Aber bei weiten auch nicht alle, da der Eroberer anschließend ja nach Gutdünken schaltet und waltet. Und damit Gewalt ausübt.

      Dass Europa eines der friedlichsten Flecken der Erde ist und wir die Waffen größtenteils aus dem Alltag der „normalen Bürger“ geschaffen haben, ist nicht nur eine Korrelation, es ist ein direkter wechselseitiger Zusammenhang.

      Europa war lange einer der friedlichsten Kontinente, weil sich zwei so unfassbar hochgerüstete Bündnisse gegenüber standen, dass jede Seite wusste, die Anwendung von Gewalt führt zur völligen Vernichtung. Als dann der Ostblock zusammenbrach, war Europa friedlich, weil der Aggressor fehlte. Europa selbst wurde friedlich, weil es der Konflikte müde wurde und eine Zivilisierung der Gesellschaft mit wachsendem Wohlstand bei gleichzeitigem Rückgang der Geburtenrate ermöglichte.

      Ich verweise nochmals auf andere Nationen, wo Waffenbesitz direkt mit einem erschreckendem Ausmaß an Gewalt und Kriminalität (Bandenkriminalität) einhergeht. Prominentes Beispiel USA. Lesen Sie mehr über diese Zusammenhänge.

      Hier weisen Sie nur auf etwas völlig Falsches hin. Auf selektiv ausgewählte Zahlen zum Zwecke der Propaganda. Tatsächlich gibt noch nicht einmal eine Korrelation, geschweige denn, eine Kausation. Selbst bei den kulturell so ähnlichen Ländern Deutschland und Schweiz fehlt beides völlig.
      Schweiz: 0,54 Morde je 100.000 Einwohner, 27,6 Waffen je 100 Einwohner
      Deutschland: 1,18 Morde je 100.000 Einwohner, 19,8 Waffen je 100 Einwohner
      Deutschland hat also bei 71% der Waffendichte 218% der Mordrate.

      Großbritannien: 0,92 Morde je 100.000 Einwohner, 6,6 Waffen je 100 Einwohner
      Serbien: 1,13 Morde je 100.000 Einwohner, 58 Waffen je 100 Einwohner
      Serlben hat also bei 878% Waffendichte eine kaum höhere Mordrate von nur 122%.

      Albanien: 2,70 Morde, 12 Waffen
      El Salvador: 82,84 Morde, 12 Waffen
      Albanien: 3 Prozent der Morde bei exakt gleicher Waffendichte.

      Dänemark: 0,98 Morde, 9,9 Waffen
      Ukraine: 6,34 Morde, 9,9 Waffen
      Dänemark 15 Prozent der Morde bei exakt gleicher Waffendichte.

      Zambia: 5,30 Morde, 0,9 Waffen
      USA: 5,35 Morde, 120 Waffen
      Zambia hat bei 0,7 Prozent der Waffen eine Mordrate, die 99% der der USA entspricht.

      Brasilien hat 8,3 Waffen je 100 Einwohner und eine Mordrate von 29,53. Also bei 7% der Waffen eine rund sechsmal so hohe Mordrate wie die USA. Über welche Zusammenhänge soll ich nun genau lesen? Welche Anti-Waffen-Propaganda soll ich lesen, wo mir solche Zahlen vorenthalten werden, um Stimmung zu machen? Die obigen Zahlen belegen, dass die Waffendichte je Einwohner nichts über die Mordrate aussagt. Oder werden Sie morgen zum Massenmörder, wenn Ihnen jemand eine Waffe in die Hand drückt? Vielmehr ist es das gesellschaftliche Klima. Es ist die Kultur, die zu Morden führt. Schusswaffen sind nur ein Mittel, ein Werkzeug. Den Mord begeht immer noch der Mensch. Wenn sie jedem Haushalt morgen eine Motorsäge zustellen lassen, besteht Deutschland auch nicht über Nacht aus 80 Millionen Waldarbeitern. Albanien hat bei der gleichen Dichte an Schusswaffen 3 Prozent drei Prozent der Mordrate von El Salvador. Bei der exakt gleichen Dichte an Schusswaffen!

      Ihr Umgang mit Frauen ist nur die positive Kehrseite eines patriarchalischen Weltbildes – wenn es ins Negative umschlägt, ist es die Minderwertigkeit der Frau.

      Sie halten also Projizierung eigener Vorstellung für eine valide Bewertung meiner Haltung und meiner Werte. Das ist schäbig und intellektuell armselig.

      Außerdem – Ihre Anführung mit dem Testosteron ist völlig sinnfrei, da die Möglichkeit mehr Muskeln auszubilden nicht automatisch heißt, dass diese Möglichkeit genutzt wird. Als ob die Mehrheit der Männer, die Sie herumlaufen sehen, alle riesige Muskeln haben und super sportlich sind – Männer sind alle unterschiedlich, falls Sie es noch nicht bemerkt haben. Manche sind muskulös und legen viel Wert darauf, ihren Körper zu kräftigen, andere sind pummelig, wieder andere entsprechen dem Typus „Lauch“, wie man schön sagt – letzteren könnte eine sportliche Frau auf Händen eher tragen, als umgekehrt.

      Ihnen ist offensichtlich nicht klar, dass der Testosteronspiegel auch dafür entscheidend ist, wie viele Muskeln man ohne Training aufbaut? Völlig sinnfrei? Ich bitte Sie! In bester postmodernistischer Methodik werden logische Zusammenhänge einfach geleugnet und gar als „völlig sinnfrei“ abgetan. Ich habe betont, dass Frauen mit Training gegen Männer eine Chance haben können. Aber die untrainierte Frau hat gegen den untrainierten Mann fast keine. Und das liegt – Überraschung – am Testostern. Oder wollen Sie behaupten, alle Frauen würden das Maximum ihres genetischen Potentials abrufen, Männer aber fast nie?

      Aber genau das zeichnet Ihr Weltbild aus: Einseitigkeit. Alle Männer sind (oder sollten) starke Superhelden und Frauen sind schwache, zarte Geschöpfe. So ist aber nicht die Realität. Weder des Körpers, noch des Charakters. Aber das ist die typische Fantasie, die Jahrhunderte alt ist.

      Ja. ich bin einseitig. Deshalb sehe ich auch nicht, welche Kriege durch Gebetskreise und lieb darum Bitten beendet wurden. Dass die meisten Vergewaltigungen und Mordversuche stoppten, als die Opfer sagten: „Aber bitte tu das doch nicht.“

      Aber wie gesagt, all diese Gedanken sind zu fortschrittlich für Sie, Sie sind in einer ganz anderen Zeit stecken geblieben.

      Ihr blasiertes Auftreten ist sehenswert und mir tatsächlich „zu fortschrittlich“. Deshalb sehe ich auch nicht den „direkten wechselseitigen Zusammenhang“, der das europäische Albanien bei exakt gleicher Waffendichte nur 3 Prozent der Mordrate von El Salvador haben lässt – wo doch Waffen in direktem Zusammenhang für die Mordrate verantwortlich sind.

      Ja, das wird es sein. Ich bin einfach nicht fortschrittlich genug. Ich bin eben nicht postmodernistisch wie Sie, wo Zahlen und Fakten nicht mehr gelten, sondern nur noch Gefühle.

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