Deutsche Großmannssucht in der „Flüchtlingskrise“

Ich hatte gestern ein Abend ein aufschlussreiches Gespräch mit einem jungen Mann. Er ist Anfang 20 und Student.
Er würde bei Wahlen zwischen den Grünen, der PARTEI (als Protest) und der Linkspartei (ebenfalls Protest und da gegen das Establishment) schwanken. Die Grünen seien ihm allerdings nicht mehr „grün“ genug. Also könnte man ihn wohl als „grünen Fundi“ bezeichnen.

 

Er ist für die Aufnahme der „Flüchtlinge“. In dem Gespräch stellte sich heraus, dass er alle Probleme sieht.

  • Ja, den Islam findet er furchtbar. Deutschland soll nicht islamisch werden.
  • Ja, ihm ist klar, dass die die kommen, uns gigantische Summen Geld kosten werden.
  • Ja, ihm ist klar, dass die Kommenden uns auch Probleme im Bezug auf Kriminalität und Gewalt bereiten werden.
  • Ja, ihm ist klar, dass die Kommenden das Land spalten und Extremismus und Terrorismus (Rechtsextremen, Linksextremen und Islamistischen) fördern müssen.

 

Er ist dennoch für die Aufnahme. Doch wieso?

Irgend jemand muss sie ja aufnehmen„. Dazu fühle es sich gut an, wenn Deutschland etwas Großes tut und der Welt mit gutem Beispiel vorangeht. Es sei einfach toll, den Menschen jetzt zu helfen (auch wenn viele überhaupt nicht tatsächlich bedroht sind), und deshalb solle es gemacht werden. Und deren Kinder, die hier geboren werden, werden sicherlich schon deutlich produktiver für das Land sein.

"Refugees Welcome" um jeden Preis!
„Refugees Welcome“ um jeden Preis!

Auf meinen Einwand hin, dass man doch die langfristigen Folgen nicht ignorieren könne, kam seine Erwiderung, dass er daran nicht denke und nicht denken wolle. Ihm sei es jetzt wichtig, dass jetzt etwas Gutes getan werde. Meinen Einwand, dies sei doch so als fahre man jetzt in den Urlaub, statt für die eigene Altersvorsorge zu sparen, um dann in 30 Jahren obdachlos zu werden, meinte er ehrlich: „Ja, das ist genauso. Aber ich will jetzt einfach nicht daran denken.

Es ist aufschlussreich, mit jemandem aus diesem Lager freundlich und ohne Anschuldigungen und Beleidigungen reden zu können. Und zugleich schockierend.

Es zeigt, dass die deutsche Großmannssucht noch immer unter den Deutschen lebt und fest verankert ist. Ein Mittelmaß kennt der Deutsche nicht, er muss allen voran gehen. Selbst wenn er weiß, dass es ihn in den Untergang führen kann. „Ganz oder gar nicht!“ sozusagen, ungeachtet der Konsequenzen. Am Deutschen Wesen soll, wieder einmal, die Welt genesen. Dieses Mal eben mit einem #refugeeswelcome-Imperialismus.

In der Tat ist die Geisteshaltung genau die, die Deutschland schon in der Vergangenheit in den Untergang geführt hat. Man will die Welt prägen und dominieren und ist dabei bereit zu versuchen, durch schieren Willen sich die Realität Untertan zu machen. Heute nicht mehr im Soldatenstiefel und mit dem Stahlhelm auf dem Kopf, sondern nur noch applaudierend am Bahnhof mit dem Teddybären in der Hand.

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