Ein russischer nuklearer Erstschlag: Das undenkbare Denken

Inzwischen ist es klar: Russland führt eine Invasion in seinem Nachbarland durch. Noch immer nur mit einigen tausend Soldaten und vielleicht 20.000 Söldnern, aber eben mit seinen regulären Streitkräften. Was vor einem Jahr undenkbar schien, ist heute Tatsache. Ein Land in Europa überfällt ein anderes um sein Territorium mit militärischen Mitteln zu erweitern. Der Staatsführer des Landes lügt seine Kollegen offen an. Er verhandelt und erklärt Friedenswünsche, während seine Panzer bereits den Marschbefehl haben. Er bedient sich machiavellistischer Methoden, von denen der Westen fest überzeugt war, sie gehörten in Europa der Vergangenheit an.

Eine Kernwaffe detoniert. Symbolbild.
Eine Kernwaffe detoniert. Symbolbild.

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Rote Linien im Sand

die ich gestern noch fand, hat die Flut mitgenommen… So könnte Howard Carpendales bekanntes Lied heute lauten. Indem Obama seine Roten Linien ständig neu zieht und nicht zu seinem Wort steht, macht er die Welt unsicherer.

Karikaturisten sind voll der Häme ob Obamas lächerlicher Rote-Linien Politik. Foto: Screenshot Google Suche
Karikaturisten sind voll der Häme ob Obamas lächerlicher Rote-Linien Politik. Foto: Screenshot Google Suche

Rote Linien funktionieren nur, wenn man sich daran hält

2012 hatte Obama erklärt:

„We have been very clear to the Assad regime, but also to other players on the ground, that a red line for us is we start seeing a whole bunch of chemical weapons moving around or being utilized,“ the president said. „That would change my calculus. That would change my equation.“

Als in Syrien dann der Einsatz von Chemiewaffen gegen Aufständische und die Bevölkerung erfolgte, zögerte er und ließ sich schließlich von Wladimir Putin dazu bewegen, auf einen Militärschlag zu verzichten, wenn das syrische Regime seine Bestände der Vernichtung zuführt.

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Russlands Propaganda um die Raketenabwehr

An russischen Apologeten ist in Deutschland wahrlich kein Mangel. Immer wieder werden „Provokationen“ des Westens, der NATO und der USA ins Feld geführt, auf die Russland ja nur reagiere. Während einiges daran durchaus wahr sein mag, ist ein immer wieder ins Feld geführtes Argument es nicht: die Raketenabwehr. Hier sitzen die Deutschen mehrheitlich russischer Propaganda auf, zumal die Medien es versäumt haben, die Fakten darzulegen.

Raketenabwehr

Putins Lüge, die Raketenabwehr in Polen bedrohe Russland

Putin wird nicht müde zu betonen, die Raketenabwehr bedrohe Russland. Aus diesem Grund ordnete er die Verlegung von Iskander-Raketen in die Exklave um Königsberg an, die bislang aber noch nicht erfolgt sein könnte. Die Iskander wären dazu in der Lage, die Anlagen des Raketenschirms in Polen zu bekämpfen. Das Problem ist nur: Putin lügt! Das russische strategische Raketenarsenal ist nicht, ich wiederhole: nicht, von der Raketenabwehr betroffen und bedroht.

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Chinas Marco-Polo-Brücke Moment

Shinzo Abe hat in seiner vielbeachteten Rede auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos die aktuelle Situation in Ostasien mit 1914 verglichen. Seiner Aussage zufolge ähnelt das Verhältnis zwischen der VR China und Japan wohl der in Europa am Vorabend des Großen Krieges. Der Ministerpräsident Japans liegt falsch. Tatsächlich kann man die Situation eher mit der der 30er Jahre vergleichen

Marco Polo Brücke
Chinesische Truppen beim Verteidigen der Marco-Polo-Brücke.
Bild: gemeinfrei

 

Rückblick zur Zeit japanischen Hegemonialstrebens

Wenn Abe sich auf die Geschichte beruft, ist ihm vielleicht klar dass die Zeit der Julikrise und davor nicht der beste Vergleich zur aktuellen Situation in Asien ist. Vielmehr dürfte die Lage heute mit der der 1930er Jahre vergleichbar sein. Dort war allerdings Japan der Täter und China das Opfer.

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Die Zukunft der Rüstung

kommt mal wieder aus Amerika.
Nachdem dort die Beschaffung eines neuen Amphibienpanzers, des „Marines’ Expeditionary Fighting Vehicle“ – für das USMC gescheitert ist, hat sich die DARPA zu einem revolutionären Schritt entschlossen: Crowdsourcing!

In einem Wettbewerb werden weltweit kreative Köpfe dazu aufgerufen, ihren Entwurf für das neue Panzerfahrzeug einzureichen. Das Ganze geschieht mit einer dafür publizierten Software, auch wird ein detaillierter Anforderungskatalog ausgegeben. Jeder der geforderten Punkte muss erfüllt werden, sonst scheiden die Mitbewerber aus. Mitbewerber sind hier im übrigen ausdrücklich keine Firmen, sondern freischaffende Teams, die von einer Prämie von 1.000.000 Dollar angelockt werden sollen.

Auch dieses Projekt wird Geld kosten, schließlich werden zumindest eine Handvoll der finalen Designs als Prototypen gebaut und getestet werden müssen. Dass allerdings alleine die Entwicklung 3 Milliarden, wie bei dem jetzt abgebrochenen EFV kosten wird, dürfte auszuschließen sein.

Die USA zeigen hier in vorbildlicher Art und Weise, wie man Gerät zu deutlich günstigeren Preisen entwickeln könnte.

Via Danger Room.

Red Flag: F-22 vs. Eurofighter

Gerade gehen einige Artikel über die simulierten Luftkämpfe zwischen F-22 Raptor und deutschen Eurofightern durch die Fachmedien und -blogs. Die weiteste Verbreitung erhielt das Ganze nach einem Bericht im Danger Room.

F22<br /><br /><br />
F-22 Raptor bei Red Flag 2011 in Nevada (U.S. Air Force photo by Senior Airman Brett Clashman)

Nach dem Bericht haben bei simulierten Luftkämpfen zwischen US-F-22 und Luftwaffe Eurofightern die deutschen Piloten sehr gute Ergebnisse erzielt. Schon vor dem Bericht im Danger Room tauchten einige Fotos auf, die F-22 Abschussmarkierungen an Eurofightern zeigten.

Inzwischen kocht das Ganze hoch und der Autor des Artikels auf Danger Room wird als unpatriotisch beschimpft. Tatsächlich ist das Ergebnis in sich durchaus nachvollziehbar.

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