Aufstand oder Invasion? Kollaboration ist normal

In meinem letzten Blogartikel habe ich anhand Angaben von Russen und „Aufständischen“ selbst aufgeschlüsselt, dass nur 5-10% der „Aufständischen“ in der Ostukraine Einheimische sind. Tatsächlich dürfte die Zahl noch niedriger sein, weil schon aus Gründen der Propaganda Strelkov nie „nur 1.000 Kämpfer“ sagen würde, wenn es tatsächlich 1.000 wären. Die wirkliche Zahl dürfte niedriger liegen, dafür gibt es aber keine Beweise. Entscheidend ist jedoch, dass Strelkov selbst sagt, von 4,6 Millionen würden nur etwa 1.000 bereit sein zu kämpfen. Das sind stolze 0,000217 %. Vergleichen wir diese Zahlen einmal mit der Geschichte.

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Das sind keine Aufständischen oder Befreier, sondern Kollaborateure. Bild: PositiveSky via Wikimedia Commons CC BY-SA 3.0

Kollaborateure mit dem Dritten Reich.

Das Dritte Reich war unzweifelhaft eines der abscheulichsten Regime der Weltgeschichte. Im 20. Jahrhundert kann ihm in Europa alleine Stalins Sowjetunion halbwegs das Wasser reichen. Unter der Nazi-Führung überfiel und besetzte Deutschland halb Europa. Dennoch schlossen sich aus praktisch jedem besetzten Land Kämpfer der deutschen Sache an, was nicht zuletzt dem gut propagandistisch ausgeschlachteten Kampf gegen die Sowjetunion geschuldet war.

So kämpften 40.000 Belgier auf deutscher Seite aus einem Land mit einer Bevölkerung von etwa 8,3 Millionen. Das sind 0,0048 %, oder 22 Mal so viele.

Unter den 7.800 Dänen waren 2.000 Volksdeutsche, die hier genauso dazugerechnet werden müssen wie „Volksrussen“ in der Ostukraine. 7.800 von 3,8 Millionen, also 0,0021 % und damit 9,7 Mal so viele.

Mehr als 9.000 von 1 Million und damit 0,009 % waren es in Albanien. Also 41,5 Mal so viele.

2.000 bis 4.000 von 1,1 Millionen und damit 0,0027 % (bei 3.000) waren es in Armenien. Das sind 12 Mal so viele.

18.000 bis 22.000 von 41 Millionen und damit 0,000487 % in Frankreich. Das sind 2,2 Mal so viele.

45.000 bis 55.000 von 8,9 Millionen und damit 0,0056 % in den Niederlanden. Das sind 25,8 Mal so viele.

Das heißt, selbst in besetzten, überfallenen und besiegten Ländern traten den unmenschlichen Nazis mehr zur Seite als sich Kämpfer in der Ostukraine finden um für ihre Abspaltung zu streiten. Übrigens haben sich 20.000 Ukrainer der SS angeschlossen, trotz all der Verbrechen der deutschen Soldaten in ihrem Heimatland.

Gezählt sind hier alleine SS-Kämpfer, Hilfswillige und Kämpfer in der Wehrmacht aus anderen Ländern sind nicht berücksichtigt.

Das sind keine Aufständischen, sondern Kollaborateure, die es immer gibt!

Entsprechend ist es absurd, von einem Aufstand zu sprechen, weil es keiner ist. Es ist eine Invasion, der sich Kollaborateure angeschlossen haben. Diese gibt es immer und in jedem Krieg, so gerecht oder ungerecht er außen Stehenden auch erscheinen mag.

Die Motive dabei sind natürlich völlig unterschiedlich. Es kann der Wunsch sein endlich einmal etwas zu gelten. Es kann der Wunsch sein persönliche Rechnungen zu begleichen oder sich zu bereichern. Es kann ein finanzieller Anreiz herrschen oder offener oder subtiler Druck zu einer Kollaboration führen. Dazu kommen natürlich auch die, die von der Sache überzeugt sind.

Die quantitative Beteiligung der Bevölkerung in den „Aufstandsgebieten“ führt jedoch jede Bezeichnung als „Aufstand“, als „Widerstand“ oder gar als „Freiheitskampf“ ad absurdum.

Ansonsten könnte jemand völlig Irres auch behaupten, all diese Nationen hätten von Deutschland befreit werden wollen.

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