Abseits der Zensur: Ein Feldversuch

Zuletzt bin ich auf die aktuellen Zensurbestrebungen des Big-Tech-Oligopols eingegangen. Die Implikationen davon sind bedrückend und verheerend. Gleichzeitig fühle ich mich fast gezwungen, weiter diese Dienste zu nutzen.

Wie sonst soll ich mit meinen Kontakten, vor allem aber meinen Freunden, in normalem Austausch bleiben, während ich auf der anderen Seite des Atlantiks wohne? Nun, Alternativen gäbe es theoretisch schon, die meisten von uns sind halt nur zu bequem, sie auch zu nutzen. Zumindest, solange der Leidensdruck nicht zu groß wird.

Als StudiVZ noch der unbestrittene Platzhirsch in Deutschland war und fast keiner in der BRD Facebook nutzte, zeigte die deutsche Plattform eine immer offenere linksautoritäre Haltung, die gegen alles als „rechts“ empfundene immer rigoroser vorging. Im Januar 2010 wurde mir das zu blöd. Ich löschte meinen Account und wechselte zu Facebook, wo damals noch Meinungsfreiheit herrschte und niemand wegen der Nennung der Namen „Martin Seller“ und „Tommy Robinson“ gesperrt wurde, wie es heute auf Facebook passiert. (Glauben Sie nicht? Probieren Sie es aus!)

Ich ging einfach den Schritt und ließ Kontakte und Freunde auf StudiVZ zurück. Zwei Jahre später waren alle, mit denen es wert war, Kontakt zu halten, auch auf Facebook. StudiVZ starb.

Noch ist der Leidensdruck für mich auf den etablierten Netzwerken nicht zu groß und selbst inmitten der aktuellen Lösch- und Zensurwellen sind die Plattformen des US-Oligopols noch immer Oasen der Meinungsfreiheit, verglichen mit StudiVZ. Dennoch ist es wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis man auch dort die Koffer packen muss, solange man noch innerhalb geltender Gesetze reden möchte, wie einem der Schnabel gewachsen ist.

Ich werde daher im Februar, exakt 10 Jahre nach meinem Beitritt auf Facebook, meine Facebook- und Twitter-Accounts für einen Monat nicht mehr nutzen und stattdessen auf die Alternativen umsteigen, um sie auszuprobieren. Es wäre schön, Sie dort zu sehen.

MeWe (wie Facebook)

Telegram (den Kanal nutze ich wie meine bisherige Facebook-Seite)

Gab.ai (wie Twitter, aktuell wegen Überlastung kaum erreichbar)

Ausschließlich Telegram und Signal zu nutzen, wird wohl nicht klappen, da zu viele Kontakte noch nur Whatsapp haben und ich mit manchen schlicht notgedrungen kommunizieren muss. Allerdings möchte ich auch Ihnen den Umstieg auf diese beiden Messenger nahelegen.

Mein letztes Buch befasst sich mit der „Flüchtlingskrise“ und ist hier käuflich zu erwerben: Nein, wir schaffen das nicht!: Warum die aktuelle Flüchtlingskrise zu einer Staatskrise wird.

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