Ich würde ja gerne FDP wählen, aber…

2009 habe ich zuletzt FDP gewählt und mir 2010 „geschworen“, mir eher die Hand abzuhacken, als das noch einmal zu tun. Wenn ich die aktuellen Umfragen und Wahlergebnisse sehe, dann habe nicht nur ich mich wieder ein Stück weit mit der FDP versöhnt, nicht zuletzt wegen der Enttäuschung über die AfD.

Ich würde ja gerne der FDP meine Stimme im Herbst geben. Aber dazu müsste mit ihr eine Regierung zu erwarten sein, die ein Rückführungsprogramm und eine massive Abschiebungswelle auslöst. Jeder Abgelehnte, jeder mit gefälschten Papieren eingereiste müsste binnen weniger Monate aus dem Land geschafft sein. Jeder Aufgenommene müsste per Gesetz in vernünftiger Zeit nach Sicherung seiner Heimat zurück müssen. Kriminelle sollten gleichfalls abgeschoben werden.

Das ist natürlich illusorisch. Aber wenn diese fundamentale Umwandlung Deutschlands zum massiv Schlechteren nicht von einer von mir zu wählenden Regierung bekämpft wird, dann kann ich ihr meine Stimme nicht geben.

Jede politische Fehlentwicklung kann revidiert werden, es kostet einfach nur Geld. Wir können in 10 Jahren wieder neue Kernkraftwerke bauen, wir können Sozialismus durch Marktwirtschaft ersetzen, wir können vieles. Was wir aber nicht können, ist eine Zusammensetzung der Bevölkerung des Landes umkehren, wenn diese bereits mit deutschen Pässen ausgestattet ist.
Daher ist es ganz einfach: Ich wähle nach Prioritäten. Und eine Regierung, von der keine Umkehr der Situation mit zahllosen Ehrenmorden, Vergewaltigungen, Terroranschlägen und beinahe-Terroranschlägen… zu erwarten ist, wird meine Stimme nicht bekommen können.

Ein paar weniger Regulierungen und 5% weniger Steuern mit der FDP sind sinnlos, wenn ich Angst um meine Freundin haben muss, wenn sie nachts nach Hause geht.

Leider gibt mir die FDP da genauso wenig Hoffnung wie der Verursacher dieser Misere, die Union.

 

 

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Von der Leyen huldigt glühendem Antisemiten

Die Medien berichten, der IBuK, Ursula von der Leyen, habe das Liederbuch der Bundeswehr aus dem Verkehr ziehen lassen und wolle es nun überarbeiten lassen. Das unpolitische Panzerlied ist wohl zu martialisch für eine Armee, deren Daseinszweck eigentlich das Kriegführen sein sollte. Also zu kriegerisch für Krieger. Das Westerwald-Lied ist ebenfalls unpassend. Vielleicht, weil es „heteronormativ“ ist und von nur zwei Gendern ausgeht, ich habe keine Ahnung.

Bemerkenswert ist auf jeden Fall diese Stelle:

Zudem enthält das Liederbuch Kompositionen und Texte von NS-Ideologen. Die Gaumusikreferenten Gottfried Wolters und August Kremser schrieben auch für die Hitler-Jugend.

Wie weit Komponisten als „Ideologen“ gelten können, muss hinterfragt werden dürfen.  Das Datum des Parteieeintritts Wolters‘ deutet mehr auf einen Karrieristen und Mitläufer, denn auf einen Überzeugungstäter hin. Ob dies nun also überzeugte Nationalsozialisten waren, soll jemand beurteilen, der tatsächlich über beide Personen geforscht hat, sich also wissenschaftlich mit ihnen beschäftigt hat. Nicht jemand wie ich, der ihre Namen nun erstmals bei Google eingegeben hat oder jemand, der Politiker ist.

Weil aber also Lieder und Kompositionen aus der NS-zeit darin enthalten sind, sollen sie entfernt werden. Weil offensichtlich unpolitische Texte und Kompositionen ein Problem sind, wenn der Verfasser gelegentlich den rechten Arm zum „Deutschen Gruß“ erhoben hat.

 

Von der Leyen feiert und huldigt einem glühenden Antisemiten

Offensichtlich gelten solche Maßstäbe aber nur für die Bundeswehrsoldaten und ihre Lieder, nicht etwa für den Verteidigungsminister. So ist Ursula von der Leyen mindestens 2006 und 2009 in Bayreuth zu den Wagner-Festspielen erschienen, wo sie zusammen mit anderen Spitzenpolitikern, darunter auch der Bundeskanzlerin, dem glühenden Antisemiten und Hitlers Lieblingskomponisten Richard Wagner gehuldigt hat.

Unpolitische Lieder von Komponisten, die zur NS-Zeit gelebt haben und daher, wenig überraschend, auch für NS-Institutionen komponiert haben, dürfen nicht mehr in der Bundeswehr gesungen werden. Aber die Opern eines glühenden Antisemiten, als dies nicht Staatsdoktrin war und er sich daher voll aus freien Stücken zu seinem Judenhass entschied, sind für die Verteidigungsministerin gut genug.

 

Pauschalierung ist nur bei der Bundeswehr legitim

Wie viele der „Flüchtlinge“ haben inzwischen einen Terroranschlag verübt? Drei? Vier? Fünf? Wie viele hundert wurden wegen Planung eines Terroranschlags, Vorbereitung eines Terroranschlags, Bildung einer Terrorzelle, Mitgliedschaft in einer Terroristischen Vereinigung o.a. verhaftet?  Zumindest wird es 600 Prozesse gegen Terrorbeschuldigte alleine 2017 geben. Wie viele Frauen wurden durch „Flüchtlinge“ vergewaltigt und wie viele Menschen durch sie umgebracht? Zumindest ist die Zahl der Gruppenvergewaltigungen um 106,3% von 2015 auf 2016 gestiegen.

Dennoch wissen wir alle, was für ein Gezeter es auslösen würde, würde jemand pauschal allen Flüchtlingen vorwerfen, ein Vergewaltigungs- oder Terrorproblem zu haben. Was bei illegalen Immigranten nicht geht, geht jedoch bei den Vertretern einer Verfassungsinstitution, die im Fall der Fälle bereit sein müssen, ihr Leben für Deutschland zu opfern. Hier kann die Bundesministerin der Verteidigung Ursula von der Leyen nämlich der ganzen Bundeswehr einen falschen Korpsgeist und ein Haltungsproblem vorwerfen.

Muss man über diese moralische Verkommenheit der Ministerin noch etwas sagen? Muss man noch etwas über die moralische Verkommenheit von Politik und Medien sagen, die UvdL damit durchkommen lassen? Muss man noch etwas über die Wähler sagen, die dieses Verhalten mit Mandaten und Ministerien belohnen?

 

 

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Wie funktionieren Bitcoin?

Der Kurs der Bitcoin explodiert gerade mal wieder. Inzwischen hat der Preis für ein Bitcoin längst den Preis für eine Unze Gold hinter sich gelassen. Entsprechend berichten auch die Medien wieder einmal von Bitcoin. Doch was ist das überhaupt? Wie funktionieren Bitcoin? Welche Risiken bestehen? Wie bewahrt man sie sicher auf und wo kauft man sie? Wie handelt man am schlausten mit ihnen?

Ich selbst habe seit über einem halben Jahrzehnt Bitcoin, habe mich daher all dieser Fragen angenommen und einen kleinen Kurs erstellt, den Sie hier für nur 20 Euro finden.

So sieht verlieren aus

Dass der Krieg in Afghanistan verloren war, wurde in dem Moment offiziell eingestanden, als der Westen unter Führung der USA erklärte, die Truppen abzuziehen, obwohl die Taliban nicht besiegt waren. Ab dann fiel zwar jeder Soldat umsonst, aber dies war der Preis, den die NATO und ihre Verbündeten zu zahlen bereit waren, in dem Versuch das Gesicht zu wahren.

 

Wie die Lage wirklich ist, kann man in dieser Dokumentation sehen.

 

 

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Neues aus Buntland

Das Ergebnis der letzten fünf Minuten auf meiner Facebook-Timeline:

 

Giorgio M. rast, verliert die Kontrolle über das Auto und tötet einen Stundenten, der an der Bushaltestelle wartet. Das Urteil: Vier Wochen Dauerarrest.

 

Ein Eritreer hat eine Landsfrau aus dem Fenster geworfen, weil sie keinen Sex mit ihm wollte:

Dawit A. (34) sitzt wimmernd auf der Anklagebank – wegen Bedrohung, gefährlicher Körperverletzung, Freiheitsberaubung und versuchter sexueller Nötigung.

Der Eritreer tut sich selbst am meisten leid: Er weint, weil er angeblich beim Schleusergeld betrogen wurde, weil er zu Unrecht im Knast sitze und öfter die Bahn verpasse.

Doch als die Frau (26) weinend seinen Angriff auf sie schildert, lacht sich der Asylbewerber schlapp.

 

In NRW nehmen die Messerangriffe zu. Die Stichwaffe „gehöre mittlerweile zur Grundausstattung der 15- bis 30-Jährigen“.

 

In Duisburg-Marxloh schießen Mitglieder arabischer Libanesen-Clans auf einander. Die vier vor Ort festgenommenen jungen Männer sind „polizeibekannt“ und kommen sofort wieder auf freien Fuß.

 

In Berlin schäumte die Lebensfreude bei einigen Afghanen über:

Zwischen Eisenacher Straße und Fehrbelliner Platz, immerhin vier Stationen, randalieren fünf Männer, treten gegen Bänke und Türen, pöbeln Fahrgäste an. […]

Plötzlich springt einer von ihnen auf den Radweg – und „tritt mit voller Wucht“ eine Frau vom Fahrrad. Die 49-Jährige stürzt, zieht sich Prellungen und Schürfwunden zu.

Am Flüchtlingsheim im ehemaligen Wilmersdorfer Rathaus können Beamte die Angreifer festnehmen. Alle kommen aus Afghanistan, sind zwischen 19 und 22 Jahre alt, haben in Deutschland Asyl beantragt. Und alle sind der Polizei bereits bekannt. Mehrfach fielen sie wegen sogenannter Rohheitsdelikte auf. Dazu zählen Raub, Körperverletzung, Misshandlung, Bedrohung.

Die Täter wurden nach der Polizeikontrolle natürlich wieder auf freien Fuß gesetzt. Das wird ihnen eine Lehre sein!

 

Aufgrund der „aktuellen Sicherheitslage und der finanziellen Risiken“ wird die Bamberger Sandkerwa zum ersten Mal seit 66 Jahren abgesagt.

 

 

 

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Leben, um zu gewinnen

Ich habe meinen Hausstand in Deutschland aufgelöst und mein ganzer Besitz lässt sich heute in ein Auto packen. Ich stehe kurz vor einem dauerhaften Übersiedeln über den Atlantik, wahrscheinlich in Panama, eventuell auch auf den Bahamas. Ich werde dort ankommen ohne jemanden zu kennen und ohne eine Arbeitsstelle zu haben. Was für andere eine Horrorvorstellung ist, lässt mich jedoch relativ unbesorgt. Der Grund dafür ist, wie ich mein Leben sehe.

 

Vom Fallen und Sitzen

„In Deutschland kann es keine Revolution geben, weil man dazu den Rasen betreten müsste.“ Ich glaube, das sollte von Stalin sein und es trifft in Teilen mein Volk ziemlich gut. Alles soll geordnet ablaufen. Alles soll sicher sein. Deshalb sind die Deutschen auch Versicherungs-Weltmeister. Selbst eine Hausratsversicherung hat fast jeder, weil es scheinbar eine schlimme Vorstellung ist, wenn einem Wasch- und Kaffeemaschine bei einem Hausbrand abhanden kommen, der doch bei fast keinem je vorkommt. Lieber zahlt man sinnlos sein Leben lang monatlich einen kleinen Betrag, der, schlau investiert, schon nach 10 Jahren mit seiner Rendite einen komplett neuen Hausstand erspart hätte.

Es ist das Land, in dem noch heute ein jeder zweite (geschätzt) 16-jährige als Berufsziel nennt, Beamter zu werden. Alles soll geordnet und sicher sein. Wer in den letzten 30 Jahren bei 15 Firmen gearbeitet hat, ist unseriös. Mit dem kann etwas doch nicht stimmen. Es ist diese Haltung, die so viele Firmengründungen, aber auch andere große Schritte verhindert. Es ist die panische Angst so weiter Teile des Volkes, zu fallen.

Ich habe in meinem Leben sehr viele Rückschläge erlitten. Immer wieder funktionierte etwas nicht wie geplant.Immer wieder habe ich an einer Geschäftsidee mit einem Partner gearbeitet oder etwas in Aussicht gestellt bekommen, das dann scheiterte. In meiner kurzen Politiker-Karriere scheiterte ich einige Male unschön, nicht zuletzt natürlich auch durch den in Parteien wohl üblichen Betrug und Verrat. Dennoch habe ich mich stets wie ein Gewinner gefühlt und immer wie ein Gewinner gedacht.

Als ich einmal mit meinem Vater telefonierte und ihm sagte, was gerade wieder nichts geworden sei und ihm gleich ein paar neue Ideen präsentierte, meinte er mit einem seltsamen Unterton in seiner Stimme, den ich im Nachhinein als Anerkennung interpretiere: „Es ist unfassbar, wie Dich nichts niederschlagen kann.“

Nein, es ist eigentlich nicht unfassbar. Es ist nur eine einfache Erkenntnis: Wer aufsteht, kann fallen, das ist richtig. Aber alles, was nötig ist, ist nur ein einziges Mal häufiger aufzustehen, als man hingefallen ist, dann steht man. Die meisten Deutschen haben jedoch so große Angst vor dem Hinfallen, dass sie lieber sitzen bleiben.

 

Allein Träume sollten Grenzen bestimmen

Als ich einem Freund erzählte, ich würde eine Firma gründen, reagierte er ungehalten. Er warf mir vor, ich sei größenwahnsinnig. Sein Plan war es, einfach nur Journalist bei einer Zeitung zu werden. Er gehörte zu denen, die mir mit meiner Firma nicht Glück wünschten, sondern die sich meinen Misserfolg erhofften. Die Freundschaft ging bald darauf in die Brüche.

Vielleicht war es der Neid auf jemanden, der den großen Wurf wagt, statt nur kleine Brötchen zu backen. Vielleicht waren die Schilderungen meiner Hoffnungen zu grandios für jemanden, dessen Hoffnung im Leben sich auf ein durchschnittliches Gehalt und ein Leben im gleichen Betrieb beschränkten. Vielleicht wirkte ich auch zu arrogant bei den Schilderungen meiner Hoffnungen. Ich weiß es nicht. Aber mir war klar, dass ich keine Firma gründen würde, alleine mit der Hoffnung, gerade so meine Rechnungen bezahlen zu können.

Es mögen abgedroschene Sprüche sein, aber ich bin der festen Überzeugung, dass jeder seines Glückes Schmied ist. Dass „Wo ein Wille, da ein Weg“ wirklich gilt. Ich weiß, dass ich etwas nur genug wollen und hart genug dafür arbeiten muss, dann kann ich es auch bekommen.

Ich habe mich stets geweigert, ein mittelmäßiges Leben für genug zu erachten. Mit meinem guten Abschluss könnte ich heute wohl in irgendeinem Archiv oder Museum verbeamtet sein, was meine ganze Zukunft sichern würde. Auf einem komfortablen Level zwar, doch außerhalb meiner Kontrolle. Nein, lieber halte ich mich an Paul Stanley:

I remember seeing people who seem to compromise their lives and sell themselves so short not allowing themselves to live out their dreams and i remember thinking to myself: that’s not going to be me.
I remember thinking to myself you got to go for your dream you got to go forward you aspire to be because in the end perception becomes reality. Whatever you create, if other people see it, becomes real.
I decided that i would become a rock star and lone behold that’s what i did
[…]
I had dreams that we’re way beyond that. Different.
Things that i wanted out of life that may be seemed impossible to others but things are only impossible when you decide they are impossible.
Your dreams become the blueprints for your reality so everything that i dreamed was just part of my plan to get out of where i was

Hier ausführlicher:

 

 

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Bundeswehr: Gesellschaftliches Projekt oder Mittel zur Kriegsführung?

Man sollte sich bei einer Streitkraft fragen, wozu man sie hat. Ist sie reine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme? Wenn ja, dann sollte man vielleicht etwas weniger teures Gerät kaufen, statt Steuern zu verschwenden.

Oder ist es das staatliche Mittel zur Kriegsführung. Dann muss die Streitkraft dahingehend optimiert sein. Und das geht z.B. nicht, indem man die körperlichen Anforderungen für Frauen senkt und sie zusammen mit Männern in gemeinsame Einheiten steckt. Wie bitte soll eine Frau mit 55kg einen schwer verwundeten männlichen Kameraden mit 105kg, Rucksack und Waffe in Sicherheit bringen? Sie kann ihn nicht einmal schleifen, geschweige denn tragen. Er verblutet dann, damit die Bundesregierung stolz sagen kann, man habe Frauen integriert.

Eine Streitkraft, die auf Kriegsführung ausgelegt wäre, würde Frauen, wenn sie schon unbedingt in Kampfeinheiten sollen, in eigenen Einheiten konzentrieren. Denn die 55kg Frau kann ziemlich sicher eine andere 55kg Frau in Sicherheit bringen. Zumindest dann, wenn sie die gleichen relativen Fitnessanforderungen erfüllt hat, wie sie Männer erfüllen mussten.

Denn, bei allem drumherum, sollte man eines nicht vergessen: Militär ist zur Kriegsführung da. Ob das nun populär im postheroischen Deutschland ist oder nicht. Entsprechend muss es dahingehend optimiert sein. Das ist man nicht zuletzt denen schuldig, die im Fall der Fälle ihre Haut zu Markte tragen. Wir sind den Soldaten beiderlei Geschlechts schuldig, dass sie in einer auf Kampfkraft hin optimierten Streitmacht dienen und nicht in einer, die Kampfkraft gesellschaftlichen Ideologien geopfert hat.

 

 

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Quellenkritik am Beispiel eines Pro-Assad Artikels

Für einen Historiker sind diese Tage sehr frustrierend. Mit dem Internet ist eine Fülle von Webseiten entstanden, auf der man schlichtweg alles lesen kann. Dabei ist nicht nur die Informationsverfügbarkeit gestiegen, sondern vor allem auch die Verfügbarkeit von Desinformationen. Dies kann seine Wirkung entfalten, weil die allerwenigsten Menschen Quellenkritik beherrschen. Historiker wird man erst nach einem Studium von mehreren Jahren.

Dabei lernt man zwar auch, wann Konstantinopel an die Osmanen gefallen und wann Rom untergegangen ist, der Kerninhalt des Studiums ist jedoch die Quellenkritik. Das Geschichtsstudium ist praktisch Quellenkritik. Ines Laufer hat auf FischundFleisch einen Artikel geschrieben, nach dem Assad das Opfer und eigentlich der Gute im syrischen Bürgerkrieg ist.

Meine Kritik an diesem Artikel war scharf genug, dass ich von ihr inzwischen auf Facebook blockiert wurde. Da sie den Artikel jedoch frei verfügbar unter ihrem Namen im Internet veröffentlicht hat, nenne ich sie auch beim Namen. Schließlich haben Tausende, vielleicht auch Zehntausende den Artikel gelesen.

 

Marco Glowatzki

Ihr erster Kronzeuge ist Marco Glowatzki, der „Rubikon“ ein Interview gegeben hat. Wenn man jemanden als Kronzeugen verwendet, muss man seine Aussagen in dem Licht seiner Person betrachten. Über Herrn Glowatzki erfahren wir auf seiner Webseite, dass er Designer und Schneider ist. Bei Rubikon erzählt er, er sei in der DDR aufgewachsen und habe anschließend viele arabische Länder bereist.

In dem Interview verweist er auf falsche Berichterstattung in den Medien, wonach pro-Assad-Demonstrationen als Demonstrationen gegen Assad ausgegeben wurden. Sein Beleg sind die gezeigten Landesfarben. Hierbei sei nämlich bei den Demonstrationen die Fahne der baathistischen Republik gezeigt worden, nicht die der Syrischen Republik, die die Opposition heute benutzt. Dies kann auf eine fehlerhafte Berichterstattung hindeuten, muss es aber nicht.

In einer Diktatur sind Fahnen eines alten Landes nicht unbedingt frei im Supermarkt zu finden. Wir sehen heute bei Demonstrationen von Gegnern Merkels immer mehr die Wirmer-Flagge. Demonstrationen gegen Merkel und ihre Politik gab es jedoch schon früher. Dort wurde die schwarz-rot-goldene Trikolore gezeigt, die erst nach und nach durch die Wirmer-Flagge ergänzt wurde. Der Grund hierfür ist einfach. Das Zeigen einer anderen Fahne bedeutet einen totalen Bruch mit dem bisherigen System, das Zeigen der Aktuellen eine bleibende Identifikation. Indem man die Landesfahne bei einer Demonstration gegen das Regime zeigt, kann man damit aussagen, weiter loyal zum Land zu stehen, nur eben die aktuelle Regierung nicht mehr zu unterstützen. Dies kann die Hoffnung auf ein erschwertes hartes Vorgehen gegen die Demonstranten begründen, da sie ja keine Abtrünnigen, sondern nur Reformer sind, während es Sicherheitskräften gleichzeitig zeigen kann „Die Demonstranten sind ja im Prinzip welche von uns.“ Das einfache Gedankenspiel, die Oppositionellen hätten die israelische Fahne gezeigt, sollte das belegen. In diesem Fall hätten die syrischen Soldaten wohl auch ohne Befehl das Feuer eröffnet.

Wollte man also erklären, die Medien hätten gelogen, müsste man zunächst ermitteln, ab wann die Opposition die schwarz-weiß-grüne Fahne verwendet hat. Wenn sie bei den ersten Demonstrationen bereits großflächig in Verwendung war, dann wäre es ein Hinweis auf eine Fälschung. Dafür fehlen mir jedoch die Belege, auch wenn ich es nicht ausschließen will. Anschließend müsste geklärt werden, ob aktiv „gelogen“ wurde, also wissentlich eine Unwahrheit verbreitet wurde, oder ob nur Fehler gemacht wurden, indem man sich hat Bilder andrehen lassen. Im Übrigen gab es sehr wohl an vielen Orten Bilder von großen Pro-Assad Demonstrationen. Der Spiegel sprach im Oktober 2011 von „Zehntausenden“, die jedoch auch massenhaft Assad-Bilder trugen, was bei den von Glowatzki beanstandeten Bildern nicht einmal zu sehen war. Auch beispielsweise die BBC, AlJazeera, die NYT oder Reuters berichteten.

In dem von Glowatzki kritisierten Bild auf Wikipedia, das laut Wiki vom 8. April 2011 stammen soll, sind beispielsweise viele syrische Fahnen, aber nicht ein Bild Assads zu sehen. Dafür aber Texte mit den englischen Aufschriften: „No for Distroying [SIC!]“ und gleich mehrere mit „Peaceful“. Das könnten theoretisch Assad-Anhänger gewesen sein, die sich gegen eine „Zerstörung“ der Opposition einsetzten und eine friedliche Lösung wünschten. Allein, es passt zur Verortung zu einer friedlichen Demonstration gegen Assad. Nicht zuletzt, weil jedes Bild des Machthabers fehlt. Bei dem kritisierten Bild des Spiegels war nur eine syrische Fahne zu sehen, kein Meer von Fahnen wie auf den pro-Assad Demonstrationen, und – natürlich – kein Bild Assads. Bei dem kritisierten Bild der Taz sind zwei sehr lange syrische Fahnen zu sehen. Aber nur diese zwei, die offensichtlich extra organisiert wurden, und kein einziges Bild Assads. Sieht man sich die oben verlinkten Bilder der tatsächlichen pro-Assad Demonstrationen an, so sind die Unterschiede drastisch offensichtlich.

Glowatzki verweist in seinem Interview auf den Hearld Tribune, auf den sich auch später Laufer bezieht. Auf diesen Artikel wird daher später eingegangen.

Er berichtet, er wollte sich wegen der widersprüchlichen Aussagen ein eigenes Bild machen. Und hier wird es erneut interessant. So leben seine Freunde, so seine eigene Aussage, „im Westteil Syriens“. Er selbst sagt, sie seien in Latakia. Dort ist das Hauptsiedlungsgebiet der Alawiten, die dort die Bevölkerungsmehrheit stellen. Der schiitischen Sekte, die eine Minderheit in Syrien stellt, aber der Assad angehört.

Seine Freunde haben ihn auf der Reise begleitet und herumgefahren. Seine Freunde, die höchstwahrscheinlich Alawiten sind, waren also dabei, wenn er mit Menschen „gesprochen“ hat. Sofern diese Englisch oder Deutsch konnten, konnten seine Freunde, die wohlgemerkt (höchstwahrscheinlich) der Assad-Minderheit angehören und ja erklärte Unterstützer des Diktators sind, jedes Wort verstehen. Wenn die Gesprächspartner keine Fremdsprache beherrschten, dürften die Freunde für ihn übersetzt haben. Laut eigener Aussage beherrscht er kein Arabisch. Wie also sind solche Zeugenaussagen aus erster Hand zu bewerten, wenn sie immer unter den Augen von Assad-Getreuen erfolgten? Sie sind Anekdoten, aber als Beleg wertlos.

Er habe nur einen Oppositionellen getroffen, der jedoch nach Demonstrationen in Haft kam. Seine Motivation sei gewesen, orthodox islamisch zu leben. Wie sind die Aussagen eines solchen Oppositionellen zu bewerten, der von Assad während des Bürgerkrieges aus der Haft entlassen wurde und dessen Aussage unter den Augen von Assad-Getreuen erfolgte? Gerade angesichts des Umstands, dass ein gefährlicher Oppositioneller wohl kaum noch während des laufenden Krieges entlassen würde. Erst Recht, wenn das Assad Regime bekanntermaßen viele tausend Oppositionelle ermordet hat? Hier muss sich die Frage stellen, ob es überhaupt ein echter Oppositioneller war oder ob er nur unter der Bedingung frei kam, Propaganda gegen die Opposition zu betreiben.

Anschließend beruft er sich auf eine Aussage des belgischen Abgeordneten Philipp de Winter des rechten Vlaams Belang. Dieser wird von Damaskus als so freundlich angesehen, dass er erst vor drei Monaten Assad persönlich treffen durfte. Er zählt zu den Freunden Putins, womit er sich wunderbar in der Achse Moskau-Damaskus wiederfindet. Seine Aussagen müssen deshalb nicht automatisch falsch sein. Es muss jedoch entsprechend eingeordnet werden, dass hier jemand etwas sagt, das seinen ideologischen Überzeugungen entspricht.

Sein nächster Zeuge ist Großbritanniens früherer Botschafter in Syrien, Peter Ford, der Assad im Fernsehen verteidigte, nachdem er der (sicherlich fürstlich bezahlte) Direktor einer Lobbyorganisation wurde, die von Assads Schwiegervater betrieben wird!  Was sagt dies über seine Glaubwürdigkeit aus, wenn ein aus Damaskus bezahlter Mann Damaskus verteidigt?

Glowatzki erklärt, seine Freunde hätten beteuert, Amnesty International sei nie in Syrien gewesen. Woher wollen sie das wissen? AI ist renommiert und Kritik an der Organisation kommt vor allem von den Zielen ihrer Tätigkeit. Die Berichte über die Gräueltaten durch Assads Regimen von AI sind umfangreich, berufen sich auf zahlreiche Zeugen, von denen einige hohe Funktionsträger in Syriens Behörden waren und sind durch tausende Fotos belegt. Das kann natürlich alles erlogen sein. Und wenn man Assad-Apologet ist, glaubt man vermutlich auch, dass tausende Fotos mit Folteropfern in Fotostudios gestellt wurden. Glaubhaft ist solch eine Theorie jedoch nicht sonderlich.

Ansonsten verweist er auf die notorische Junge Welt und auf allerlei illustre Gestalten, die für ihre unkritische Assad-Berichterstattung bekannt sind, die als „anbiedern“ bezeichnet wurde.

Eines seiner Argumente ist auch, dass viele Binnenflüchtlinge zu Assad geflüchtet seien. Über deren Motivation als Ganzes kann ohne adäquate Befragungen schwerlich etwas geurteilt werden. Ein Teil wird sicherlich zu Assad fliehen, weil sie seine Herrschaft der der Rebellen vorziehen. Aus welchen Gründen auch immer. Das kann eine nicht funktionierende Versorgung in den Rebellengebieten sein. Das kann die „Rechtspraxis“ auf Grundlagen der jeweiligen Scharia-Interpretation oder die herrschende Anarchie sein. Ein Teil flieht aber garantiert auch vor der gezielten Terrorkampagne des Diktators, die, wenig überraschend, nur das nicht von ihm kontrollierte Gebiet betrifft. Schließlich bombardiert Assads Luftwaffe nur Märkte, zivile Viertel und Krankenhäuser, die nicht in seinem beherrschten Gebiet liegen.

Das Interview ist zu lang, um sich mit jedem Satz zu beschäftigen. Es sollte aber das Prinzip zeigen. Golwatzki spricht die Landessprache nicht, ist höchstwahrscheinlich bei den überwiegend Assad-treuen Alawiten untergekommen, die ihn daraufhin quer durch das Land begleitet haben und seine Unterhaltungen entweder übersetzt oder mitgehört haben. Gerade wenn man den gefürchteten Geheimdienst Assads bedenkt, und hier erzeugen selbst regimefreundliche Syrier keine Illusionen, haben diese Gespräche daher äußerst wenig Aussagekraft über die tatsächliche Stimmung im Land. Seine Kronzeugen sind bezahlte Lobbyisten Assads, Politiker die Freunde der Achse Russland-Damaskus sind und bekannte Publizisten, die Assad von Beginn an verteidigt haben.

Sein Facebook-Profil lässt keine Fragen offen, ob er dem Konflikt irgendwie als neutraler Beobachter gegenübersteht, während eine Ausbildung zum Schneider und Designer meines Wissens auch keine Quellenkritik oder sonderliche Qualifikation zur Analyse und Bewertung von internationaler Politik beinhaltet.

Zur Seriosität von Rubikon muss man in diesem Zusammenhang wenig Worte verlieren, sofern Glowatzki nicht behauptet, die Seite habe sein Interview gefälscht. Schließlich geht es um Glowatzki und seine Aussagen. Ein Blick auf die sonstigen Artikel bei Rubikon lassen jedoch kaum Fragen offen.

 

Eva Bartlett

Der zweite Link von Laufer führt zu einer weit herumgereichten „Rede vor der UN“ von Eva Bartlett. Tatsächlich war es eine von der Vertretung der syrischen Regierung bei der UN organisierte Veranstaltung, die nur deshalb das UN-Logo im Hintergrund hat. In ihrem Blog zeigt Bartlett, dass sie, obwohl sie in dem von Laufer verlinkten Video als „real Journalist“ bezeichnet wird, von Neutralität nichts hält. Hanns Joachim Friedrichs Bonmot „“Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache – auch nicht mit einer guten Sache“ gilt für sie nicht im Ansatz.

Wo sie politisch steht, lässt nicht nur schon die URL ihres Blogs ingaza.wordpress.com erahnen, sie zeigt es auch überdeutlich mit einer eigenen Kategorie des Namens „Gaza Massacre 2008-9„, wo von „zionist masscre“ gesprochen wird. Ihre Wortwahl zeigt daher ihre politische Ausrichtung so deutlich, dass es keiner Rede mehr wert sein sollte.

Um die Aussagen der Frau als klar auf der Linie des „Widerstands“ (gegen den Westen und Israel“) einzuordnen, muss man dazu eigentlich nicht mehr auf die „Systempresse“ zurückgreifen, die in Form des Spiegels ihre Aussage zerlegt hat. Dass Eva Bartlett für das staatliche russische Propagandamedium RT tätig ist, kann nun kaum noch überraschen.

Wie weit der Artikel über sie im aeromagazine als seriös einzuschätzen ist, kann ich aus Zeitgründen nicht beurteilen, weshalb ich ihn nur als Netzfund verlinke. Hier – und das macht jemand, der um Seriosität bemüht ist – verweise ich ausdrücklich darauf hin, dass das im „aeromagazine“ genannte falsch sein kann. Doch auch der keineswegs unseriöse britische Channel4 hat sich Bartlett angenommen.

Glaubwürdigkeit hat sie also nicht im Ansatz. Sie kann jedoch tatsächlich als „Quelle“ dienen. Nämlich um die Tätigkeit von Propagandisten der Achse Moskau-Damaskus(-Iran) zu belegen.

 

American Herald Tribune

Kommen wir zum Kernpunkt der Anklage, sowohl von Glowatzki, als auch von Laufer, ist ein Artikel des Herald Tribune. Die Seite ist noch nicht einmal zwei Jahre alt und wurde im August 2015 gegründet. Sie ist trotz ihres Namens keine Zeitung, sondern nur eine Webseite. Noch dazu eine, die kein Impressum hat und deren Registrar eine „Tima Kingston“ ist, die in Salem, Oregon sitzt. Eine Postadresse ist dabei so wenig hinterlegt, wie es auch nur einen Treffer für die Person Tima Kingston im Internet gibt: Für ein inzwischen Gelöschtes Profil eines Stas Ivanov im russischen VK, der sich als „Tima Kingston“ registriert hatte. Die Identität der Betreiber und Hintermänner wird also verschleiert, es gibt jedoch mögliche Spuren nach Russland.

Der Artikel im Herald Tribune nennt keinerlei Quellen. Er bringt keinerlei Belege. Dafür wird eine Geschichte erzielt, als habe der Autor im CIA-Hauptquartier gesessen und alles aus erster Hand beobachtet. Die CIA tat dies, dann tat sie das. Anschließend machte sie jenes. Doch wo sind hierfür die Belege? Selbst wenn wir eklatante faktische Fehler, wie das behaupten 98% der Jordanier seien „Palästinenser“ ignorieren – 98% sind ethnische Araber, registrierte Palästinenser stellen nur 19% der Bevölkerung, so bleibt es eine fantastische Geschichte ohne jeden Beleg. Nicht ein Beweis wird für die gebrachten Behauptungen genannt.

Die Seite ist also so seriös, dass sie nicht nur auf Quellen verzichtet, sondern sich sogar aktiv darum bemüht, die Betreiber zu verschleiern.

Als ich darauf hinwies, verlinkte Laufer die Seite „Mediabiasfactcheck.com“, die die Glaubwürdigkeit des „America Herald Tribune“ mit „High“, also „Hoch“ einschätzt. Amüsanterweise ist die Seite nicht nur ebenfalls keine zwei Jahre alt, sondern ebenfalls ohne Impressum und mit whoisguard geschützt.

Die bei mir noch vor mediabiasfactcheck.com in den Suchergebnissen angezeigte Seite fakenewschecker.com wurde interessanterweise von Laufer nicht verlinkt. Vielleicht, weil dort die „American Herald Tribune“ als „Untrustworthy News“ also „nicht vertrauenswürdige Nachrichten“ eingestuft wird. Diese Seite hat allerdings ebenfalls kein Impressum, versteckt aber wenigstens ihr Whois nicht. Ob sie daher vertrauenswürdig ist, kann ich nicht beurteilen (Achtung: So arbeitet man seriös), ich halte ihre Beurteilung jedoch für redundant.

Eine Seite, die wilde Behauptungen ohne jede Quellenbelege aufstellt und die Identität der Hintermänner verschweigt, ist nicht glaubwürdig. Erst Recht nicht, wenn sie keine Oppositionsgruppe aus einem Staat ist, der Oppositionelle gerne auch im Ausland ermordet. In solch einem Fall könnte man ein Verstecken der Identität wenigstens noch verstehen und die genannten Informationen unter diesem Gesichtspunkt bewerten.

 

Fassen wir also zusammen

Ihr Text geht noch weiter. Der Teil jedoch, der Assad als den Guten des Bürgerkriegs darstellt und zum Opfer fremder Mächte erklärt, beruht auf den drei genannten Quellen.

  1. Einen Schneider und Designer aus Hamburg, der kein Arabisch spricht und im Land von Assadtreuen Alawiten (höchstwahrscheinlich Alawiten, da aus Latakia, an der Assadtreue besteht ja kein Zweifel) herumgeführt wurde, die für ihn übersetzt haben und ansonsten zugegen gewesen sein dürften. In einem Land, das schon vor dem Bürgerkrieg dafür bekannt war, dass Oppositionelle „verschwinden“. Eine Person, die sich auf bekannte Propagandisten Assads und Anhänger der Achse Moskau-Damaskus bezieht.
  2. Eine Aktivistin, die keinen Zweifel an ihrer festen Fundierung in der „antiimperialistischen“ anti-westlichen und anti-Israel Achse lässt und noch nicht einmal vorgibt, objektiv bewerten und berichten zu wollen.
  3. Ein Artikel einer Seite, für die der Begriff „Fake-News Seite“ geradezu erfunden zu sein scheint.

Um die Glaubwürdigkeit zu belegen, wird anschließend irgendeine Seite gesucht, die die Glaubwürdigkeit bestätigt. Ich habe dieses Prinzip schon 2012 den „Internet-Beweiskreis“ genannt. Offensichtlich ging es in dem Artikel von Frau Laufer zu keinem Zeitpunkt um eine objektive Beurteilung der Lage. Vielmehr bestand das Weltbild: „Assad ist die Hoffnung“ und entsprechend wurden Internet-Belege zusammengesucht, die dies zu belegen scheinen.

 

Zur Quellenkritik

Ich hoffe, ich konnte auch nur im Ansatz zeigen, wie Quellenkritik geht. Auch Propaganda kann eine „Quelle“ sein, und gerade in der Geschichtsforschung stellt oftmals die Propaganda den Großteil der „Tradition„. Denn in Zeiten, wo kaum jemand schreiben konnte und weltliche Bücher zur Reproduktion das Geld und die Unterstützung der Mächtigen erforderten, sind eben Quellen übrig geblieben, die beispielsweise wie die Gesta Francorum et aliorum hierosolimitanorum im direkten Umfeld eines Fürsten entstanden sind. Durch einen durch den Fürsten bezahlten Schreiberling, dessen Fürst sich im Konflikt mit anderen Beteiligten befand. Man kann durchaus alles verwenden und gebrauchen, schließlich ist auch die knallharteste Lügenpropaganda eine Quelle. Nur eben nicht unbedingt im Wortlaut ihres Inhaltes, sondern für die Stoßrichtung ihrer Propaganda. Eine Quelle wie die Gesta Francorum muss entsprechend so gelesen werden, dass man sich immer im Klaren ist, wessen Gefolgsmann der Autor war und mit welchen Interessen Boemund von Tarents die der anderen Kreuzfahrer kollidierten.

Leider kann solch ein Artikel nur die Oberfläche an der Quellenkritik kratzen, ansonsten würde man nicht fast ein halbes Jahrzehnt für einen Master oder einen Magister studieren müssen. Zu sagen bleibt auch, dass Quellenkritik leider keine exakte Wissenschaft ist, die mathematische Formeln befolgt. Ansonsten könnte die Geschichtswissenschaft nur neue Erkenntnisse liefern, wenn sie neue Quellen entdeckt. Tatsächlich kann man Quellen jedoch auch anders und neu interpretieren und gewichten. Eine seriöse wissenschaftliche Forschung erklärt die Gewichtung jedoch umfangreich und im Detail. Sie nutzt wohlgewählte Formulierungen, die die Sicherheit der Schlüsse zeigt. Ob ich schreibe etwas „war so“ oder etwas „scheint so gewesen zu sein“ ist dabei kein Vermeiden einer Festlegung und auch kein Zufall, sondern ein Hinweis auf die Beurteilung der Quellenlage durch mich.

Dies kann man in den meisten meiner Artikel lesen, so auch in diesem über Assads geplante „Islamisierung“ der Opposition gegen ihn. Auch mein Buch über die Flüchtlingskrise folgt diesen Prinzipien. Prinzipien, die übrigens auch Korrekturen und Richtigstellungen verlangen, wenn empirisch belegte fachliche und faktische Fehler gemacht wurden.

 

 

Mein aktuelles Buch befasst sich mit der „Flüchtlingskrise“ und ist hier käuflich zu erwerben: Nein, wir schaffen das nicht!: Warum die aktuelle Flüchtlingskrise zu einer Staatskrise wird

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