Die Brexit-Gegner verstehen nichts!

Auch außerhalb Großbritanniens entzweit die Entscheidung, die EU zu verlassen, die Gesellschaften. Heftigst wird diskutiert und teilweise groß auf Facebook angekündigt, man habe alle Brexit-Befürworter aus seiner Freundesliste gesäubert. Dabei verstehen die Gegner des britischen Austritts offensichtlich überhaupt nichts.

 

Es gab gute Gründe für den Austritt

Es scheint geradezu als Blasphemie empfunden zu werden, dass jemand nicht in der EU sein will. In der Heftigkeit der Reaktionen scheint es an andere Zeiten zu erinnern. Überall wird betont, dass nur bestimmte demographische Gruppen für den Austritt gestimmt hätten und den anderen ihre Zukunft rauben würden. In Symbolbildern oder gar im Text selbst implizieren deutsche Medien, dass die Austrittsbefürworter eigentlich alle Rassisten, Rechtsextreme und Nazis gewesen sind. Im deutschen Staatsfernsehen wird gleich ganz darauf verzichtet, Befürworter des Brexits zu zeigen. Vielmehr begnügt man sich damit, am Boden zerstörte Briten zu zeigen, als gäbe es nur sie. Dabei zeigten die Spitzen der EU auf dem Fuße, warum der Austritt erfolgte. Sie kündigten an, jetzt noch mehr Europa machen zu wollen.

Glauben all diese Leute, dass die Briten gerne auf all die Vorteile der EU verzichten? Dass sie problemlos in über 20 Staaten einreisen können und sich auch spontan dazu entscheiden können, dort ein Unternehmen zu gründen oder ihren Lebensabend im Warmen zu verbringen? Selbst überlege ich, in einigen Monaten nach Lissabon zu ziehen. Brauchen werde ich kein Visum, keine Aufenthaltsgenehmigung und ich werde nichts investieren müssen. Ich kann einfach in das EU-Land ziehen und dort auch einen Job annehmen, wenn mir danach ist.

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Natürlich verzichten auch die Briten nicht freimütig und unbedacht auf solche Dinge. Vielmehr haben sie einfach die Schnauze voll gehabt, von einer völlig durchdrehenden EU-Bürokratie. Von Spitzenkräften mit hunderttausenden Jahresgehalt, die niemand gewählt hat und die niemand kennt. Aber für die jeder bezahlen muss. Von vielen tausend Beamten, die mehr Gehalt aus Steuergeldern bekommen, als ihre Staatschefs. Von einer Bürokratie, die ihnen vorschreibt wie stark ihr Staubsauger sein darf und welche Beschaffenheit ihr Topflappen zu haben hat. Davon, dass Mecklenburg-Vorpommern ein Gesetz für Seilbahnen erlassen muss, ohne überhaupt eine einzige davon zu haben. Aber auch von einem erneuten Versuch eines europäischen Großprojekts unter deutscher Führung, bei dem die Kanzlerin einfach Millionen Fremde nach Europa einlädt um anschließend zu erklären, sie müssten jetzt aber auf alle Länder umverteilt werden. Nicht umsonst war es erstmals nach den Silvesterpogromen, dass die Austrittsbefürworter die Mehrheit in den Umfragen hatten.

Während die EU ihre Bürger gängelt und dies allzu oft danach aussieht, als tue sie es nur, weil sie es kann, erweist sie sich nach außen viel zu oft als zahnlos. Wenn aber eine europäische Gemeinschaft über den Freihandel hinaus eine Rechtfertigung hätte, dann weil sie nach außen gerichtet ist, nicht nach innen. Eine EU müsste zahnlos nach innen und hart nach außen sein. In der Realität ist sie das Gegenteil. Ihre Außenpolitik dient vor allem der Versorgung von Politikern und ist weitgehend bedeutungslos, während sich die EU nach innen als Diktator gebärdet.

Die wenigsten Bürger der EU haben etwas gegen eine europäische Wirtschaftsgemeinschaft. Wohl aber gegen diktatorischen Regulierungs- und Bürokratiewahnsinn durch ungewählte, dem Wähler nicht verantwortliche Kommissare, Beamte und Berufspolitiker. Wenn die Brexit-Gegner das nicht verstehen, wenn sie nicht lernen Maß zu halten, bei ihrem Wahn alles aus dem undemokratischen Elfenbeinturm in Brüssel bestimmen zu lassen, dann wird der Brexit nicht der letzte Austritt gewesen sein.

Nicht der Brexit macht die EU kaputt, sondern ihre eigenen Führungskräfte.

 

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#Brexit: It’s the end of the world as we know it (and I feel fine)

Es ist nun also entschieden. Großbritannien verlässt die EU. Wann, wenn nicht jetzt, würde der Titel des Liedes von REM „Es ist das Ende der Welt wie wir sie kennen (und ich fühle mich gut)“ besser passen?

 

Eine Zeitenwende

In der Tat ist das Ergebnis eine Zeitenwende. Erstmals verlässt ein Land wieder die Europäische Union. Ist dies von Erfolg gekrönt, wird es Nachahmer geben, schon jetzt wird in praktisch jedem EU-Mitgliedsland von den Kritikern der EU ein eigenes Referendum gefordert. Und genau hier liegt der Knackpunkt: Wird es von Erfolg gekrönt sein? Es liegt im Interesse der EU-Politiker- und Beamtenkaste, dass eine verminderte Fütterung ihres Goldesels möglichst katastrophale Auswirkungen für Großbritannien hat, um so abschreckend zu wirken.

Der Damm ist gebrochen, ganz offensichtlich ist ein Austritt aus der EU nicht nur möglich, sondern auch machbar. Gerade die „Flüchtlingskrise“ und die durch die EU versuchte zwangsweise Umverteilung der Zuwanderer hat viele Länder an die Grenzen ihrer Akzeptanz der zentralen Steuerung gebracht. Wenn Großbritannien jetzt floriert und das Ausscheiden aus der EU mit vernünftigen Verträgen zum beiderseitigen Nutzen begleitet wird, könnte – und wird – es Nachahmer finden. Dies muss die EU-Nomenklatur um den Bürgermeister von Würselen. (Martin Schulz) und den ehemaligen Ministerpräsidenten von 500.000 Menschen (Jean-Claude Juncker) um jeden Preis verhindern, ansonsten verlieren sie nicht nur ihren Goldesel, sondern fallen wieder in die Bedeutungslosigkeit zurück, aus der sie kommen.

 

Gemischte Gefühle

Ich beglückwünsche die Briten und hätte wohl ebenfalls mit „Out“, also „Austritt“ gestimmt. Allerdings nur als Brite. Für mich als Deutschen ist der Austritt eine Katastrophe. Die Briten waren die einzigen, auf die Deutschland ein wenig hoffen konnte, wenn noch mehr Regulierungswahn, noch mehr Zentralismus und noch mehr Sozialismus verhindert werden sollte. Mit dem Ausstieg der Briten verliert die EU nicht nur den zweitgrößten Beitragszahler, sondern auch das einzige halbwegs marktwirtschaftlich orientierte große Mitgliedsland. Wer die Rechnung der Briten künftig übernehmen wird, kann man sich dazu ebenfalls denken. Was für die Briten hoffentlich gut ist, denn jetzt ist es entschieden und man kann und sollte dem Land nur den besten Erfolg nach dieser Entscheidung wünschen, ist für die EU sehr schlecht. Und leider ist Deutschland so sehr in der EU verwurzelt, dass sein Schicksal untrennbar damit verbunden scheint. An einen Ausstieg Deutschlands ist nicht zu denken. Weder bei den Parlamentariern, noch im Volk fände sich dazu wohl eine Mehrheit. Wenn die EU nun langsam ihre Todesspriale beginnen sollte, wird Deutschland diese bis zum Schluss reiten, soviel scheint sicher.

 

Eine geschwächte EU freut China und Russland

Doch blicken wir weiter als Deutschland und die EU. Dass die EU nun auf dem Weg in ihren Untergang sein könnte, wird vermutlich gerade auch im Kreml und in Peking gefeiert. So vieles auch an der Union schlecht sein mag, und ich habe mich weiß Gott zu keinem Zeitpunkt bei der Kritik zurückgehalten, so wichtig kann sie doch auch sein. Immer wieder habe ich damit argumentiert, dass die Türkei über die Hälfte ihrer Exporte in die EU schickt und daher die EU die Türkei in der Flüchtlingsfrage erpressen könnte, nicht umgekehrt. Auch China und Russland haben ebenfalls in der EU die größten oder zumindest eine der Handelspartner. Tatsächlich dürfte fast jedes Land der Welt die EU in der Top 3 ihrer Außenhandelspartner haben. In Zeiten, in denen man politischen Druck nicht mehr mit dem Aufmarsch von Armeen und Flotten ausübt, ist dies ein enormer Machtfaktor. Würde die EU morgen alle Flüge in die nordafrikanischen Urlaubsstaaten verbieten, so würden Marokko, Tunesien und Algerien ihre abgelehnten Asylbewerber über Nacht zurücknehmen, statt wie jetzt ihre Aufnahme zu verweigern.

So furchtbar auch die Bürokratie und der Selbstbedienungsladen in Brüssel auf Kosten der Steuerzahler sein mag, so sehr kann Deutschland doch auch davon profitieren. Sicherheit und Frieden in der Welt sind genauso in unserem Interesse, wie dass die Türkei oder die nordafrikanischen Staaten in Fragen der Asylbewerber mit uns kooperieren. Tatsächlich wäre es sogar in unserem Interesse, dass sie tun, was wir ihnen sagen. Alleine können wir das jedoch kaum oder viel schwerer durchsetzen. Eine geeinte EU kann hier viel mehr Handlungsspielraum haben, viel selbstbewusster verhandeln und viel kraftvoller agieren. Eine geeinte EU konnte auch Sanktionen gegen Russland verhängen, das unter Putin 2014 das Verschieben von Landesgrenzen mit Panzern wieder in Europa einführte. Ohne die EU wäre eine solche Antwort nicht denkbar, da Russland die einzelnen Staaten gegen einander ausspielen könnte. Dies würde weitere Grenzverschiebungen dieser Art ermöglichen, auf jeden Fall verhindert werden muss.

 

Die Zukunft ist ungewiss

Deutschland braucht die EU sicherlich nicht um jeden Preis, genauso wenig wie Großbritannien. Aber es kann und könnte enorm von ihr profitieren. Vor allem, wenn sie reformiert würde und die Selbstbedienungsmentalität genau wie die Bürokratie und der Regulationswahn beseitigt würden. Stattdessen könnte jetzt der Anfang vom Ende begonnen haben, der Europa wieder zerfallen lässt. Dies muss nicht schlimm sein und freier Waren- Dienstleistungs- und Personenverkehr sind auch ohne eine EU möglich. Aber es ermöglicht nichteuropäischen Potentaten, die europäischen Staaten gegen einander auszuspielen. Davon kann Deutschland schlicht nicht profitieren, weil eine moralische und geopolitische Wendigkeit vielleicht bessere Exporte ermöglichen würde, aber nur zum Preis größerer internationaler Instabilität. Das ist es zumindest mir nicht wert.

Jetzt hat das Ende der Welt begonnen, die wir kannten. Mit der Kandidatur Donald Trumps und einem möglichen Wahlsieg Marine Le Pens stehen weitere Erschütterungen im Fundament der bisherigen Weltordnung bevor. David Cameron ist bereits zurückgetreten.

Mögest Du in interessanten Zeiten leben“ soll ein chinesischer Fluch sein. Die nächsten Monate und Jahre werden definitiv interessant.

 

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4 Fahnen-Tipps für patriotische Fußballfans:

Gerade ist wieder die Zeit, in der die Fans des FC Deutschland ihre Vereinsfarben aus dem Fenster oder Auto hängen und das Vereinslied gemeinsam brüllen. Gut so, sollen sie Spaß dabei haben. Wer aber gerade mit dem Zeigen der Nationalfarben und dem Singen der Hymne an Patriotismus denkt, sollte nicht ein paar allzu häufige Fehler machen, die dieses in Patriotismus so unerfahrene Land gerne macht. Denn: Nationalsymbole sind genau das: Symbole. Und zwar Symbole mit hoher Aussagekraft. Sie aus Unkenntnis falsch zu benutzen kann ihre Aussage ins Gegenteil verkehren.

 

1. Richtig herum aufhängen.

Die Farben sind Schwarz-Rot-Gold. In der Heraldik (Wappenkunde) wird die Wichtigkeit von Symbolen und Farben „heraldisch rechts“ von oben nach unten angeordnet. „Heraldisch“ bedeutet dabei „aus Sicht des Wappens/ der Fahne“. Das bedeutet, für den Beobachter müssen die Farben von links oben nach rechts unten beginnen. Deshalb ist die US-Fahne normalerweise so abgebildet, dass links oben die Sterne sind. Für Deutschland bedeutet das, die Farben müssen links oben beginnen und nach rechts unten angeordnet werden. Und zwar für den Betrachter. Auf dem Balkon ist das nicht der Wohnungsinhaber, sondern die Passanten.

 

2. Falsch herum aufhängen bedeutet Übel, Not oder Verwünschung

Wird eine Fahne falsch herum aufgehängt, ist das keineswegs eine Petitesse. Vielmehr hat es seine Bedeutung. Je nach Interpretation bedeutet eine falsch herum gezeigte Fahne eine Herabwürdigung, ein Fluch dagegen oder, in seltenen Interpretationen, das Bekennen (so im US-Flaggengesetz) einer Notsituation. Wer also seine Deutschlandfahne vor lauter Patriotismus aus dem Fenster hängt ohne zu wissen wie herum, kann das genaue Gegenteil aussagen. Nicht umsonst finden sich Bilder von Neonazi-Demos, bei denen US-Fahnen falsch herum hängend mitgeführt werden. Diese Neonazis sind keine zu dummen US-Patrioten.

 

3. Niemals Fahnen übereinander anordnen.

Sind Sie vielleicht Deutsch-Türke oder Deutsch-Italiener? Dann können Sie durchaus die Verbundenheit zu einem Teil Ihrer Wurzeln ausdrücken, während Sie auch gleichzeitig das deutsche Team unterstützen. Was Sie dann aber auf keinen Fall machen sollten, ist die Fahnen übereinander zu hängen. Eine Fahne über der anderen bedeutet ebenfalls Verwünschung, oder aber den Sieg darüber. So ist das Bild bekannt, wo das amerikanische Prisenkommando auf dem erbeuteten deutschen Schiff Odenwald posiert. Die NS Fahne unten, darüber die US-Fahne hängend. Siehe Link. Wenn Sie als Deutsch-Italiener also beide Teams unterstützen wollen ohne das eine als (höhnischer) Triumphator über das andere zu zeigen, dann müssen sie beide Fahnen separat aufhängen.

 

4. Höher und links ist wichtiger.

Die Heraldik ist natürlich auch dabei bestimmend, wenn es um den Aufhängungsort geht. Die Fahne auf dem höchsten Turm eines Schlosses ist normalerweise die des Königs oder Fürsten gewesen. Auf niedrigeren Türmen wurden dann die von niederen Adeligen oder Gästen aufgehängt. Das gilt auch so. Die Reihenfolge bestimmt die Wertigkeit. Eine an einer Wand höher hängende Fahne bedeutet eine höhere Wertschätzung. Beides ist natürlich völlig in Ordnung, aber Sie sollten die Bedeutung schon kennen. Wenn Sie also Ihre EM-Party auch mit anderen Farben schmücken wollen, dann hängen Sie diese entsprechend auf.

 

5. Bonus-Tipp: Nationalhymnen

Es gehört zu einer meiner beschämendsten Erinnerungen, als ich bei dem „Sommermärchen“ mit einer polnischen Freundin zum Spiel Deutschland-Polen in die Würzburger Posthalle zum public viewing ging. Die deutschen Fans brüllten ihre Hymne mit, um bei der Polnischen derart gellend zu pfeifen, dass man nicht einen Ton von ihr hörte. Ich habe mich dabei zu Boden geschämt, weil meine polnische Freundin diesen Akt der Missachtung in meiner Gegenwart miterleben musste.

Ein Patriot liebt sein Land. Er respektiert aber auch die Liebe anderer zur dem ihren. Entsprechend wird kein Patriot jemals die Nationalhymne eines anderen Landes missachten. Entsprechend heißt es in US-Stadien auch bei anderen Hymnen als der des Gastgebers immer „please stand up for the national anthem of…“, also „bitte stehen Sie für die Nationalhymne von … auf.“

Stehen Sie also auf, wenn die Hymnen gespielt werden und bleiben Sie schweigend stehen, während die Hymne eines anderen Landes gespielt wird. Zumindest dann, wenn Sie in Nationalhymnen und Nationalfarben Symbole sehen, die nicht nur für Fußballvereine stehen. Denn so macht das ein Patriot. Nur ein Nationalchauvinist verhält sich anders. Oder aber ein Fan des FC Deutschland, der das Vereinslied eines anderen FC stört. Aber so agiert sicherlich kein Patriot.

Ich glaube dieser wunderbare Satz stammt von Horst Köhler: „Der Patriot liebt sein eigenes Land mehr als die der anderen.“

 

Seien Sie also nicht der Typ hier:

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Der Terror von Orlando: Agitation und Fakten

In einer Schwulenbar in Orlando Florida hat ein muslimischer Extremist 50 Menschen ermordet, über 50 weitere sind verletzt. Teilweise so schwer, dass ein weiteres Anwachsen der Todeszahl zu befürchten steht. Während sich die Tagesthemen am gestrigen Sonntag noch zierten, das Ganze eine radikalislamischen Terroranschlag zu nennen und erst der Reporter vor Ort überhaupt den islamischen Namen des Täters nannte und die „mögliche islamistische“ Motivation erörterte, liegen die Fakten inzwischen wohl weitgehend auf dem Tisch:

 

Es war ein islamischer Terroranschlag

Der Täter war Muslim. Das macht ein Verbrechen natürlich nicht zu einer „islamistischen“ Tat, so wie ein Falschparken nicht ein „islamistisches Falschparken“ ist, nur weil der Täter Muslim ist. Wenn allerdings ein Massaker in einem Schwulenclub durch einen Muslim angerichtet wird, dann liegt dies nahe genug, dass Journalisten dies als wahrscheinlichste Motivation nennen sollten. Zumal die schwulenfeindliche Haltung des Islams nun wirklich keine neue Erkenntnis sein sollte. Wenn der Täter beim Morden „Allahu Akbar“ brüllt, der Islamische Staat die Verantwortung für das Verbrechen übernimmt und der Täter bereits wegen möglicher Terrorismusverbindungen das Objekt von Untersuchungen war, dann war es ein radikalislamischer Terroranschlag.

 

Die Sorge der Deutschen: Das Ganze könnte jemandem nutzen

Linke Medien wie Politiker sind sich einig: Das Schlimmste an 50 toten Menschen ist, dass das ganze Trump nutzen könnten. Ein lokaler Imam warnt vor „vorschnellen Rückschlüssen“. Ralf Stegners Niveaulimbo erreicht unterdessen einen neuen Rekordwert.

https://twitter.com/Ralf_Stegner/status/742066447191511040
https://twitter.com/Ralf_Stegner/status/742066447191511040

 

Solche Taten geschehen nicht aus dem Nichts heraus

So zu tun, als wären solche Taten unvermeidbar, gehört zum Ritus des Verarbeitens. Ja nicht politisch unkorrekt werden, ist die Devise. Dass in ebendiesem Orlando ein Imam erst vor wenigen Monaten die Ermordung von Homosexuellen gefordert hat, ist reiner Zufall. Dass die Täter fast immer „Flüchtlinge“ oder Kinder von „Flüchtlingen“ sind, ist ebenfalls ein Zufall. (Natürlich auch von „Zuwanderern“, aber die heißen heute ja pauschal ebenfalls „Flüchtlinge“.) Hier kamen die Eltern aus Afghanistan.

Es ist genauso ein Zufall, wie dass radikalislamischer Terror nur dort vorkommt, wo es auch Muslime gibt. Gott bewahre, dass mal jemand ansprechen würde, die muslimische Zuwanderung sei vielleicht ein wenig einzuschränken, bis das inhärente Terrorproblem des Islams beseitigt wurde. Wie groß ist Japans Problem mit radikalislamischem Terror noch gleich? Japan hat wohl nur etwa 1.000 Muslime im ganzen Land.

 

Wie immer: „Der Täter war den Behörden bereits bekannt“

Ebenfalls alte Gewohnheit bei solchen Taten: Die in den Presseberichten zu findende Aussage: „Der Täter war den Behörden bereits bekannt“. Wir wissen heute schon, wer uns morgen töten wird, da fast jeder der „islamistischen“ Terroristen zuvor bereits aufgefallen war. Aber die westliche Gesellschaft zeigt sich unwillig, dieses Problem anzugehen und ihre Bürger zu schützen. Solange dies so geschieht, werden Taten die in Orlando immer mehr zu unserem Alltag gehören. So lange werden wir nicht nur keine Lösung finden, sondern das Problem auch verschärfen. Aber das ist wohl der Preis, den man für die muslimische Zuwanderung und eine viel zu lasche Umgehensweise mit radikalen Muslimen bezahlen muss. Weite Teile der Gesellschaft sind offensichtlich bereit, diesen Preis zu bezahlen. Oder sie sind zu dumm, die offensichtlichen Zusammenhänge anzuerkennen.

 

Schärfere Waffengesetze sind sinnlos

Wie üblich folgt nach solchen Taten, die von SpOn gerne „Schießerei“ genannt werden – als ob dort zwei Seiten auf einander feuerten, der Ruf nach schärferen Waffengesetzen. Wenn Gesetze Terroristen von Mordtaten abhalten, dann sollte man vielleicht einfach Morden und Terrorismus verbieten?

Tatsächlich war es nämlich so: Der Täter hat sich nicht nur illegal mit seiner Waffe an das Morden von Unschuldigen gemacht, er war auch als bewaffneter Sicherheitsmann beschäftigt. Damit hatte er eine Waffenlizenz für Florida, die ihm wohl zusätzliche Rechte gegenüber den normalen Bewohnern des Staates einräumt. Hier strengere Gesetze zu fordern, ist atemberaubend dämlich. Denn der Täter hätte selbst in Deutschland eine Waffe besessen und sogar die Erlaubnis zum Führen derselben außer Hauses gehabt. Weil er analog dazu in Deutschland vielleicht als Angestellter einer Geldtransportfirma bewaffnet hätte sein dürfen. Er war also genau einer von denen, auf welche so viele Deutsche den Besitz von Waffen beschränken wollen. Einer von jenen, die eine Waffe für ihren Job brauchen.

Vergleichbar wäre das Fordern nach strengeren Waffengesetzen in so einem Fall, wie wenn man strengere Waffengesetze für Bürger nach einem Amoklauf eines Polizisten fordert. Die einzige mögliche Verschärfung, nämlich Waffen schon Muslimen mit Verdachts auf radikale Einstellungen vorzuenthalten ist dagegen undenkbar, das verhindert die Politische Korrektheit. Zudem wäre es aber wohl auch unsinnig, weil Terroristen eben doch immer an Schusswaffen kommen und man so nur die des Radikalismus Verdächtigten Muslime ausgrenzen würde, selbst wenn sie gar keine Radikalen sind, sondern nur den Namen, die Schule oder die Familie mit einem Radikalen teilen.

An die bestehenden Gesetze gehalten haben sich übrigens seine Opfer. Das hat ihnen ihr Leben gekostet! Während Florida eine relativ entspannte Schusswaffengesetzgebung hat und das versteckte Führen von Schusswaffen erlaubt, hat es jedoch wie (fast) alle US-Bundesstaaten dennoch Einschränkungen im Waffenrecht für gesetzestreue Bürger. So darf man in vielen Staaten seine private Schusswaffe nicht mit in Gebäude mit großem Menschenandrang mitnehmen, beispielsweise in Restaurants, Einkaufszentren, Universitäten, Krankenhäuser… Zufälligerweise überall dorthin, wo gerne Amokläufe passieren, die dann fast immer nur auf unbewaffnete Opfer treffen. Gleichzeitig ist das Führen einer Schusswaffe auch (fast) überall verboten, wenn man Alkohol konsumiert. Da dies auf praktisch alle Besucher des Anschlagsortes wohl zutraf, waren sie unbewaffnet, weil sie sich an die Gesetze gehalten haben. Sie konnten daher ohne Gegenwehr abgeschlachtet werden. Was hätte da nur ein Gast des Clubs ausgemacht, der das Gesetz gebrochen und seine Schusswaffe mitgenommen hätte?

Schärfere Gesetze nach so einem Massaker zu fordern ist daher nicht nur eine Ablenkung von den Tatsächlichen Problemen, sondern auch ausgesprochen dumm.

Gegen einen wild um sich Schießenden helfen einfach nur Schusswaffen. Daran ändert alles Hyperventilieren nicht. Idealerweise aber Schusswaffen, die nicht erst Stunden später durch die Staatsmacht eintreffen.
Gegen einen wild um sich Schießenden helfen einfach nur Schusswaffen. Daran ändert alles Hyperventilieren nicht. Idealerweise aber Schusswaffen, die nicht erst Stunden später durch die Staatsmacht eintreffen.

 

 

Ich spiele seit einiger Zeit mit dem Gedanken, mich in Form eines Buches mit dem Problemfeld Islam, Islamismus, Islamkritik und Islamischer Terror auseinanderzusetzen. Wenn Sie daran Interesse haben und über die Entstehung eines solchen Buches informiert bleiben wollen, abonnieren Sie bitte meinen Newsletter.

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Wer hat Angst vorm Brexit?

In knapp drei Wochen stimmen die Briten über den Verbleib ihres Landes in der Europäischen Union ab. Die aktuellen Umfrageergebnisse sind knapp genug, dass ein Austritt tatsächlich möglich wird. Für Deutschland ist diese Frage im Besonderen deshalb von Bedeutung, weil es der erstmalige Fall wäre, dass ein Land die EU wieder verlässt, was Nachahmer schaffen könnte. Insofern wird es im Interesse der EU-Nomenklatur liegen, bei einem eventuellen Austritt die Bedingungen so grausam wie möglich zu machen, dass Großbritannien als Schreckensbeispiel dienen kann.

Doch was droht Großbritannien eigentlich? Alles was ich bislang an Argumenten gehört habe, hat mich nicht sonderlich überzeugt. Großbritannien könne alleine nicht bestehen. Nun, das können auch ganz andere Länder mit weniger Wohlstand, Produktivität und Einwohnern. Im Falle Südkoreas sogar mit einem wahnsinnigen Nachbarn, der praktisch wöchentlich mit Kernwaffen droht.

Das andere Argument ist, dass Großbritannien sich dann an Regulierungen halten müsse, ohne bei ihnen mitbestimmen zu dürfen. Dies mag stimmen, jedoch nur sehr eingeschränkt. Richtig ist, dass Großbritannien im Falle wirtschaftlicher Tätigkeit mit der EU sich an deren Regeln halten müsste. Aber das muss der Rest der Welt aktuell auch, ohne dass er mitbestimmen darf. Aber auch ohne Beiträge zahlen zu müssen. Und gleichzeitig auch ohne dass ihm ins eigene Land hinein geredet wird. Während sich nämlich jede mit der EU handelnde Nation an deren Regulierungen halten muss, beispielsweise Schadstoffbelastungen, Sicherheitszertifikate bei Technik, etc., muss keines dieser Länder im eigenen Land Regulierungen der EU ertragen. In den USA habe ich 2014 noch normale Glühbirnen gefunden. Und dennoch floriert der Handel zwischen den USA und der EU.

Sollten sich die Briten also für den Brexit entscheiden, könnte Großbritannien am Ende also als verarmter Failed State wie Norwegen oder die Schweiz enden. Ein schreckliches Schicksal. Vor allem für die tausende EU-Beamte, die als ungewählte Beamte mehr Jahreseinkommen haben, als David Cameron oder Angela Merkel. Zumindest für diese Schmarotzer würde ich mir ein Ende der EU in seiner jetzigen Form wünschen.

Geopolitisch wäre es dagegen sicherlich zum Nachteil. Die EU kann zumindest gelegentlich einig reagieren, wie es bei den Sanktionen gegen Russland nach seiner Aggression gegen die Ukraine war. Ein sich so aufspaltendes Europa wäre sicherlich zum Vorteil von Russland und seinem Potentaten Putin. Aber für Großbritannien selbst sehe ich wenig, das an einem Brexit so furchteinflössend wäre.

Wer hat Angst vorm Brexit?
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