Meine Leseliste 2015

Zum ersten Mal habe ich 2015 aufgezeichnet, welche Bücher ich gelesen habe. Ich hatte eigentlich vor, wenigstens 50 Bücher zu lesen, was ich leider bei weitem nicht geschafft habe. Nicht inbegriffen sind allerdings die unzähligen Artikel, die ich in Zeitschriften, Zeitungen und dem Internet gelesen habe. Hier also meine Bücherliste von 2015:

 

1. Mark Bowden: Worm 

Mark Bowden ist ein amerikanische Sachbuchautor, auf den ich mit diesem Buch zum ersten Mal gestoßen bin. Sein Buch handelt von dem „ersten Digitalen Weltkrieg“, dem Wurm conficker. Bowden beschreibt die Geschichte seiner Entdeckung und die Geschichtes des Kampfes gegen den Wurm, dessen Urheber bis heute nicht bekannt ist.

Was sich dröge und langweilig anhört, schafft Mark Bowden in eine Art Roman zu verwandeln. Großartig recherchiert und auf zahlreichen Interviews basierend zeichnet er die Geschichte einer der größten digitalen Bedrohungen auf, die wir bislang erlebt haben. Das Buch las sich wie ein spannender Roman, sodass ich mir vornahm, auch andere seiner Bücher zu lesen.

 

2. Mark Bowden: Killing Pablo

Nach Worm stieß ich über die Fernsehserie Narcos auf das Thema Pablo Escobar, sodass ich mir auch dieses Buch von Mark Bowden holte. Hier wird der Aufstieg und Fall des kolumbianischen Drogenbarons Pablo Escobar erzählt, in der von Mark Bowden gewohnten Art und Weise. An sich ein Sachbuch, war es doch so spannend, dass ich es in nur zwei Tagen durchgelesen hatte.

 

3. John Niven: Gott Bewahre

John Nivens internationaler Bestseller war ein Geschenk an mich. Zum Glück. Denn das Buch strotzt nicht nur vor logischen Fehlern, die Geschichte der zweiten Rückkehr von Jesus zur Erde ist auch gespickt mit Fäkalausdrücken, während sie im Präsens in einer sehr einfachen Sprache erzählt wird. Somit fallen alle drei Dinge zusammen, die ich nicht gerne im Übermaß in Romanen sehe. Wer damit jedoch kein Problem hat, der wird, nachdem er den im Himmel spielenden Teil hinter sich hat, einen durchaus lesbaren und guten Roman finden. Aber eben nur, wenn er mit dem Stil von Niven klar kommt.

 

4. Ernest Hemmingway: Der alte Mann und das Meer

Schon zu Schulzeiten hatte ich diesen Klassiker einmal gelesen. Heute erfüllte er meine Erwartungen nicht über die Maßen, da mir die Geschichte zu einseitig war und die Parabeln und tieferen Hintergründe des Kampfes eines Mannes um seinen Fischfang an mir vorüber gingen. An sich sollte man das Buch aber wohl gelesen haben, was ich nun gleich zweimal hinter mich gebracht habe.

 

5. Boris Reitschuster: Putins Demokratur: Ein Machtmensch und sein System

Boris Reitschuster ist ein echter Russlandexperte, nicht nur ein „Experte“, wie im deutschen Fernsehen jeder genannt wird, der eine Meinung zu einem Thema hat.

In seinem Buch schildert er an unzähligen bedrückenden Beispielen, wie korrumpiert und kaputt das Land unter Putins Herrschaft geworden ist. Auch unter Jelzin herrschte Korruption, doch Putin hat sie perfektioniert, während er die Gesetzlosigkeit der Ära Jelzin durch Unterdrückung ersetzt hat. Ein bedrückendes Buch, das jeder gelesen haben sollte, der sich mit Russland beschäftigt.

 

6. Boris Reitschuster: Russki Extrem: Wie ich lernte Moskau zu lieben

Die andere Seite Russlands schildert Boris Reitschuster hier. Während sein obenstehendes Buch voller Kritik ist, zeigt er in diesem Buch, wie man auch das organisierte Chaos und die Skurrilitäten der russischen Kultur zu schätzen und lieben lernen kann. Wenn beispielsweise manch Moskovit ein zweites Auto hat, nur um mit diesem seinen (an sich öffentlichen) Parkplatz zu blockieren. Unterhaltsam und lesenswert!

 

7. Filipp Piatov: Russland Meschugge

Der in Leningrad geborene, aber in Deutschland aufgewachsene Jude Piatov macht sich mit seiner Freundin auf eine Reise zum Baikalsee, wobei er mit Couchsurfing, Trampen und öffentlichen Verkehrsmitteln wie der Holzklasse in der Transsibirischen Eisenbahn in Kontakt mit Einheimischen kommt. Heraus kommt eine überraschend stimmige und spannende Mischung aus Biographie (eines Anfang 20ers!), Bericht über das politische Russland, Familienanekdoten und Berichte aus dem russischen Alltag. Ein schön zu lesendes Werk, das ich empfehlen kann!

 

8. Douglas Adams: The Hitchiker’s Guide to the Galaxy

Ich muss zugeben, ich kannte Douglas Adams bislang nur von dem äußerst gelungenen und sehenswerten Film. Was hatte ich nur verpasst!

Selten habe ich ein lustigeres und skurrileres Buch gelesen. Es dürfte keine Seite gegeben haben, bei der ich mir nicht vor Lachen den Bauch hielt und beim Lesen innehalten musste, weil Lesen durch mein Lachen unmöglich geworden war. Hervorragend, schlicht hervorragend!

 

9. Andrew Breitbart: Righteous Indignation: Excuse Me While I Save the World

Was für ein Buch! Andrew Breitbart schreibt hier eine Mischung aus Biographie und politischer Kampfansage. Aus linken Kreisen kommend, hatte er die linken Lebensweisheiten tief in sich aufgenommen. Darunter auch, dass der amerikanische Talkradio Moderator Rush Limbaugh ein übler Rassist sei. Einem Bekannten gegenüber äußerte er dies auch, woraufhin der ihn aufforderte, es doch zu belegen. Andrew Breitbart begann daraufhin Rush Limbaugh zu hören und fand nicht nur keine Belege für Rassismus, er wurde selbst konvertiert.

Anfänglich noch als Mitarbeiter bei der linken Huffington Post, half er Adrianna Huffington, die Seite aufzubauen, bevor er seine eigenen Webseiten aufbaute und auf ihnen Scoop um Scoop gegen linke Institutionen, Politiker und Medien landete. Andrew Breitbart wurde so zu einer der meistgehassten Personen des linken amerikanischen Spektrums, bevor er viel zu früh starb. Das Buch ist enorm lesenwert, schon alleine wegen der darin genannten Taktiken im Kampf gegen linke Medien und Totschlagversuche wie das auch hierzulande so gern verwendete „Rassist“.

 

10. Robert K. Massie: Dreadnought

Auch wenn ich meine 50 Bücher nicht gelesen habe, so sollte dieses alleine wohl für fünf zählen. Massie hat in diesem, mit dem Pulitzerpreis prämierten Werk, die Vorgeschichte der Spannungen zwischen Großbritannien und Deutschland in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg so detailliert aufgeführt, dass sich ein über 10 Zentimeter breiter Schinken ergibt – in Taschenbuchform. Wer sich für dieses Thema interessiert, dem wird danach kaum eine Frage offen bleiben, zumal er auch wirklich ausführlich auf jede auch nur am Rande beteiligte Person eingeht, inklusive Familiengeschichte, Ausbildung, Karriere, etc.

 

11. Robert A. Heinlein: Starship Troopers

Heinleins zeitloser Klassiker war in seiner Verfilmung in meiner Jugend einmal ein paar Jahre lang mein Lieblingsfilm, auch wenn er für mich heute eher befremdlich wirkt. Entsprechend wollte ich das Buch endlich einmal lesen, nur um festzustellen, dass der Film nur noch am Rande überhaupt mit dem Buch zu tun hat. Eigentlich wurde nur das Universum und die Gesellschaftsform übernommen. Das Buch selbst gilt als Klassiker, und das nicht grundlos. Aus der Sicht eines Soldaten schildert es die Ausbildung und schließlich die Kampfeinsätze in einer zukünftigen Gesellschaft, die längst zu interstellaren Reisen fähig ist. Ein Klassiker der SiFi-Literatur, den man gelesen haben sollte.

 

12. Samuel P. Huntington: Kampf der Kulturen

Eines der wohl meistidskutiertesten Bücher der letzten zwei Jahrzehnte, dessen Buchtitel jedem geläufig ist, während es jedoch viel zu wenige gelesen haben. Für mich war es beeindruckend, mit welcher Klarheit Huntington schon vor 20 Jahren die Entwicklung der Geopolitik vorausgesehen hat. Beim Lesen stößt man ständig auf niedergeschriebene Erwartungen und Voraussagen, die so oder so ähnlich bereits eingetroffen sind.

Herrlich erfrischend vor allem in seiner politischen Unkorrektheit ist das Buch nicht nur lesenswert, sondern sollte von jedem gelesen werden. Entsprechend gibt es eine unbedingte Leseempfehlung von mir!

 

13. Josef Joffe: Schöner Denken: Wie Man Politisch Unkorrekt ist

Ein unterhaltsames Buch, das in Lexikonform verschiedenste Begriffe im Gebrauch der deutschen (Medien-)Gesellschaft aufschlüsselt. Natürlich in politisch unkorrekter Form. Nett zu lesen, aber nicht wirklich nötig. Großartig Neues lernt man nicht und wer nicht bereits politisch unkorrekt denkt, der wird das Buch wohl auch nicht lesen wollen.

 

14. Ingermanson Randy: Writing Fiction for Dummies

Da mein inzwischen dritter Roman gerade in der Probelese-Phase ist, war es für mich als angehenden Autor an der Zeit, auch vom Handwerkszeug her aufzurüsten. Während meine ersten Romane noch bewusst als Groschenromane gehalten wurden, so habe ich doch die Ambition, besser zu werden und irgendwann richtige Romane und vor allem „richtig gute Romane“ zu schreiben. Dieses Buch soll mir dabei helfen und in der Tat gibt es dem angehenden Autor eine Menge Handwerkszeug zur Hand, um sowohl sein Schreiben selbst, als auch die Verkaufsaussichten an einen Verlag dramatisch zu verbessern. Mit Hilfe dieses (und anderer Bücher) wird mein nächster Roman, nicht der in Kürze veröffentlichte, hoffentlich auch entsprechend richtig gut werden.

 

15. Ken Follett: Fall of Giants

Buch eins von KenFolletts Century-Trilogie. Spannende und lesenswerte Lektüre meines Lieblingsautors über die Vorgeschichte bis zum Ende des Ersten Weltkriegs aus der Sicht von Amerikanern, Briten, Deutschen, Österreichern und Russen. Lesenswert.

 

16. Ken Follett: Winter of the World

Buch zwei der Century-Trilogie. Die Familien entwickeln sich weiter, während die Geschichte bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs abgehandelt wird. Lesenswert und wie immer gut geschrieben.

 

17. Ken Follett: Edge of Eternity

Buch drei der Century-Trilogie. Zu diesem Zeitpunkt verlor die Reihe für mich etwas an Attraktivität, was vor allem diesen Faktoren geschuldet war: Follett handelt historische Ereignisse ab. Hier kann es den Leser also wenig überraschen, wenn John F. Kennedy oder Martin Luther King ermordet werden. Verbunden mit meinem fortwährendem Studium des oben genannten „Writing Fiction for Dummies“ erkannte ich gleichermaßen die in dem Lehrbuch genannten Techniken des Romanautors und konnte so Handlungsstränge immer mehr voraussehen. Dies enttäuscht natürlich die Erwartungen, wenn man weiß, dass ein Charakter bald eine unerwartete Wendung in eine bestimmte Richtung haben muss, was natürlich zutrifft. Wer sich allerdings nicht mit solch einer Fachliteratur zum Schreiben von Romanen beschäftigt hat und die Blaupause für den Romanautor daher nicht kennt, der wird seinen Spaß haben können.

 

18. Torsten Heinrich: Überleben in der Zombie-Apokalypse

Zählt es zu „gelesen“, wenn man ein Buch schreibt? Nun, gelesen habe ich es ja auch, mehrfach sogar. Somit nenne ich meinen Ratgeber zum Überleben einer (fiktiven) Zombie-Apokalypse auch in dieser Reihe. Nicht ganz ernst gemeint geschrieben, werden viele Hinweise und Ratschläge geben, die auch außerhalb der Welt der wandelnden Toten zu gebrauchen sind.

 

19. Torsten Heinrich: Medien und Islamismus

Ebenfalls selbst geschrieben und somit auch gelesen ist „Medien und Islamismus“. Dabei habe ich die Reaktionen auf das Attentat gegen die Redaktion von Charlie Hebdo (und den Hyper Cacher) anhand von ausgewählten Beispielen analysiert. Gespickt mit eigenen Essays ist das Buch „Gut und sachlich!“, so ein Rezensent.

 

20. Leo Tolstoi: Krieg und Frieden

Eines DER Bücher der Weltliteratur. Zunächst etwas ungewohnt durch den „allwissenden Erzähler“, der im oben genannten Lehrbuch als unbedingt zu vermeidend geschildert wird, ist das Buch eine spannende und sehr plastisch geschilderte Erzählung aus der Zeit der Napoleonischen Kriege.

 

Neben ein paar nur zum Teil gelesenen Büchern für Recherchezwecke, habe ich also tatsächlich nur 20 Bücher in diesem Jahr geschafft. Wie enttäuschend.

Zur Kriminalität von „Flüchtlingen“

Die Bochumer Polizistin Tania Kambouri  erklärt, die Zahlen zur Kriminalität der Flüchtlinge würden verheimlicht werden. Wenn das stimmt, so sind vorliegende Daten kaum sinnvoll zu nutzen. Zumal es dahingehend auch widersprüchliche Pressebreichte gibt. Also einmal die Bestätigung, dass es nicht mehr Verbrechen gebe, das andere Mal umgekehrt.

 

„Flüchtlinge“ müssen eigentlich krimineller sein!

An sich erklärt es sich von selbst, dass die „Flüchtlinge“ krimineller sein müssten. Wenn wir davon ausgehen, dass die Menschen aus diesen Herkunftsländern prinzipiell gleich kriminell wie Deutsche sind, so gibt es doch einen wesentlichen Unterschied. Die, die hier sind, sind dramatisch ärmer als die Mehrheit der hiesigen Wohnbevölkerung. „Zur Kriminalität von „Flüchtlingen““ weiterlesen

Deutsche Großmannssucht in der „Flüchtlingskrise“

Ich hatte gestern ein Abend ein aufschlussreiches Gespräch mit einem jungen Mann. Er ist Anfang 20 und Student.
Er würde bei Wahlen zwischen den Grünen, der PARTEI (als Protest) und der Linkspartei (ebenfalls Protest und da gegen das Establishment) schwanken. Die Grünen seien ihm allerdings nicht mehr „grün“ genug. Also könnte man ihn wohl als „grünen Fundi“ bezeichnen.

 

Er ist für die Aufnahme der „Flüchtlinge“. In dem Gespräch stellte sich heraus, dass er alle Probleme sieht.

  • Ja, den Islam findet er furchtbar. Deutschland soll nicht islamisch werden.
  • Ja, ihm ist klar, dass die die kommen, uns gigantische Summen Geld kosten werden.
  • Ja, ihm ist klar, dass die Kommenden uns auch Probleme im Bezug auf Kriminalität und Gewalt bereiten werden.
  • Ja, ihm ist klar, dass die Kommenden das Land spalten und Extremismus und Terrorismus (Rechtsextremen, Linksextremen und Islamistischen) fördern müssen.

„Deutsche Großmannssucht in der „Flüchtlingskrise““ weiterlesen

Milliardengrab Rüstung – Oder wie Rüstungspolitik besser gehen würde

Die Bundesregierung verschwendet gern und oft das Geld der Steuerzahler. Neben beeindruckenden Geldverbrennungsveranstaltungen wie der Elbphilharmonie und dem Berliner Flughafen BER, fällt dabei vor allem eines immer wieder durch dramatisch explodierende Kosten auf: Die Rüstung. Neueste Nachricht ist, dass die Tornados der Bundeswehr ersetzt werden sollen, weshalb man 2016 dahingehend Anstrengungen unternehmen will. Es scheint also allerhöchste Zeit zu sein, über mögliche Verbesserungen bei der Beschaffung zu diskutieren.

 

Ich würde daher sechs Maßnahmen vorschlagen: „Milliardengrab Rüstung – Oder wie Rüstungspolitik besser gehen würde“ weiterlesen