Russland mag meschugge sein, es ist aber doch auch unterhaltsam

In seinem Erstlingswerk Russland meschugge: Putin, meine Familie und andere Außenseiter
beschreibt Filipp Piatov die Reise zum Baikalsee, die per Anhalter, Bus und Transsibirischer Eisenbahn zurückgelegt wurde. Was eine wenig spektakuläre Reisebeschreibung sein könnte, erweist sich als spannende Mischung aus Berichten von skurrilen Russen, seltsamen russischen Bräuchen, Politik und Familiengeschichte.

Auch wenn es zunächst seltsam anmuten mag, in einem Buch über eine Reise zum größten See der Erde über die Familiengeschichte des Autors, die Belagerung Leningrads oder Rattenkadavern ín russischem Käse zu lesen, so ergibt es doch nicht nur Sinn, sondern schafft eine spannende Mischung, die durch den Wechsel der Perspektiven und Erzählinhalte denkbare Durststrecken gar nicht erst aufkommen will.

Wie man es mit Anfang 20 schafft, ein Buch zu schreiben dass zugleich auch eine Art Biographie ist, wie man schafft dass solch ein Buch zugleich auch noch spannend und gut zu lesen ist, ist bemerkenswert. Doch die Geschichte von jüdischen Zuwanderern aus der Sowjetunion, die alltäglichen Besonderheiten mit diesem Familienhintergrund und die Herausforderungen sind doch eine neue und interessante Welt, auch ohne dass der Autor sich erhöhen müsste.

Verbunden mit seinen unbestreitbaren Fähigkeiten eine gute Geschichte zu schreiben, wird „Russland Meschugge“ so zu einer spannenden Reise in die russische Seele und nach Russland, auf der man Filipp Piatov begleiten kann. Schön zu lesen und empfehlenswert!

 

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Wir verlieren den Krieg mit dem Terror

Die populärsten Vorschläge gegen den Terror sind gerade, wir müssten die Muslime umarmen und prinzipientreu zu unseren Werten sein. Doch dies ist hilfloses Geschwätz. Umarmt wurden Zuwanderer schon in der Vergangenheit. Prinzipientreue wiederum besteht nicht, weil sie im Feuer der Kalaschnikows untergeht. Dies war Charlie Hebdo eine wichtige Lehre, die das Magazin gelernt hat. Es veröffentlicht heute keine Mohammed-Karikaturen mehr.

Der radikalislamische Terror hat dort gewonnen und er hat auch in der Vergangenheit fast immer gewonnen. Er hat 2004 in Madrid gewonnen, wo der damalige Ministerpräsident Aznar wegen des schweren Anschlags sein Amt verloren hat und sein Nachfolger Zapatero die spanischen Truppen mit dem Schwanz zwischen den Beinen eingeklemmt aus dem Irak hat flüchten lassen. Der Terror hat auch schon 1983 in Beirut gewonnen oder 1993 in Somalia. „Wir verlieren den Krieg mit dem Terror“ weiterlesen

Wir werden von Wahnsinnigen regiert

Der ganze Wahnsinn der deutschen Flüchtlingspolitik hat sich wieder einmal in zwei Nachrichten der letzten Woche Manifestiert. Der Innenminister Thomas de Maiziere will einerseits den Familiennachzug von Syrern verbieten und andererseits das Bildungsniveau vorübergehend absenken.

Das heißt, Deutschland soll nur noch den hierher gelangten syrischen Männern Schutz gewähren. Ihre Frauen und Kinder sollen ruhig weiter den Fassbomben von Assad ausgesetzt bleiben oder in den Flüchtlingslagern bleiben. Andererseits könnte man natürlich auch fragen, wieso die syrischen Männer dann überhaupt hier aufgenommen werden, wenn ihre Frauen und Kinder zu Hause offensichtlich nicht bedroht sein sollen. Ich persönlich würde ja sagen, entweder sind die ganzen Familien schutzbedürftig, oder keiner.
Als zweiter Vorschlag unseres großartigen Innenministers wird eine Absenkung der Schulstandards präsentiert. Damit mehr Flüchtlinge die Schule abschließen. Natürlich nur vorübergehend. Großartige Idee! „Wir werden von Wahnsinnigen regiert“ weiterlesen

Weimarer Verhältnisse kehren ein.

n einem Kommentar beim Spiegel schreibt Markus Feldenkirchen: „Deutschland könnte die Flüchtlingskrise bewältigen, ohne seine Zivilisation preiszugeben. Stattdessen liegt eine Wirtshausschlägereistimmung über dem Land. Wenn es so weitergeht, herrscht bald ein Klima der Verrohung wie zuletzt in Weimarer Zeiten.“ Er hat Recht, beteiligt sich aber gleichzeitig am Vergiften des Klimas, indem er so tut, als gäbe es Gewalt nur von einer Seite.

 

Teilen Sie das Video. Auch dieses Thema muss in Deutschland endlich auf die Tagesordnung kommen!In einem Kommentar…

Posted by Torsten Heinrich on Tuesday, November 3, 2015