Putins Optionen in der Ostukraine

Mit der Ausrufung der „Souveränen Volksrepublik Donezk“ scheint Russland eine neue Gelegenheit gegeben zu werden, gegen die Ukraine vorzugehen und vielleicht weitere Landesteile abzuspalten. Nachdem es zunächst nach einer Entspannung aussah, eskaliert die Lage nun jedoch wieder.

Wladimir Putin, der Präsident Russlands. Foto: www.kremlin.ru.
Wladimir Putin, der Präsident Russlands. Foto: www.kremlin.ru.

Zunächst die Krim

Ob es langer Hand geplant war und tatsächlich der russische Geheimdienst seine Hände im Spiel hatte, als Scharfschützen Demonstranten auf dem Majidan töteten, ist noch nicht geklärt. Es wird vielleicht auch nie belegt werden. Aktuell deutet es darauf hin, dass es Berkut-Polizisten waren. Sowohl Berkut wie auch SBU sind jedoch massiv mit russischen Agenten unterwandert. Klar war jedoch, dass Russland diese Gelegenheit nutzen würde um die Kontrolle über die Krim zu übernehmen, wie ich es bereits am 01. März 2014 angekündigt habe.

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Rote Linien im Sand

die ich gestern noch fand, hat die Flut mitgenommen… So könnte Howard Carpendales bekanntes Lied heute lauten. Indem Obama seine Roten Linien ständig neu zieht und nicht zu seinem Wort steht, macht er die Welt unsicherer.

Karikaturisten sind voll der Häme ob Obamas lächerlicher Rote-Linien Politik. Foto: Screenshot Google Suche
Karikaturisten sind voll der Häme ob Obamas lächerlicher Rote-Linien Politik. Foto: Screenshot Google Suche

Rote Linien funktionieren nur, wenn man sich daran hält

2012 hatte Obama erklärt:

„We have been very clear to the Assad regime, but also to other players on the ground, that a red line for us is we start seeing a whole bunch of chemical weapons moving around or being utilized,“ the president said. „That would change my calculus. That would change my equation.“

Als in Syrien dann der Einsatz von Chemiewaffen gegen Aufständische und die Bevölkerung erfolgte, zögerte er und ließ sich schließlich von Wladimir Putin dazu bewegen, auf einen Militärschlag zu verzichten, wenn das syrische Regime seine Bestände der Vernichtung zuführt.

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Demokratie in Afghanistan

Trotz einer Einschüchterungskampagne der Taliban, die 39 Selbstmordattentate in den letzten zwei Monaten vor dem Wahltag verübten und massive Angriffe auf die Wähler ankündigten, sind heute 60% aller wahlberechtigten Afghanen wählen gegangen. In teilweise langen Schlangen standen die Wähler an, um ihre Stimme abzugeben.

Das alles in einem Land, dessen Bevölkerung – so die „öffentliche Meinung“ in Deutschland – die Demokratie gar nicht will, nicht braucht und nicht zu ihr in der Lage ist. Selbst der höchstwahrscheinlich durch Wahlfälschung wiedergewählte Hamid Karzai hält sich an die Verfassung und gibt die Macht ab.

CC BY 2.0)
Gedenkstein für die für die Freiheit, Sicherheit und Zukunft Afghanistans gefallenen Soldaten der Koalition und der Afghanischen Streitkräfte. Foto: isafmedia via flikr (CC BY 2.0)

Demokratie dank Soldaten

Auch wenn in dem Land weiß Gott vieles falsch läuft, von der Todesstrafe für Konvertiten hin zur Unterdrückung von Frauen, so hat es nun doch eine wohl sogar halbwegs funktionierende Demokratie, deren Wähler sie so sehr zu schätzen wissen, dass sie sogar trotz Terroranschlägen in größeren Zahlen wählen gehen, als in Deutschland die meisten Wahlen an die Urnen locken.

Dieser Tag und dieses Ereignis sollte jeden mit Demut erfüllen, der aus dem heimischen Deutschland große Sprüche über andere Menschen reißt und ihnen die Fähigkeit zur Demokratie mit einem schlichten „Die brauchen einen starken Mann. Demokratie funktioniert da nicht“ abspricht. Dieser Tag sollte auch all die Peaceniks mit Scham erfüllen, die Soldaten Mörder nennen, während diese „Mörder“ unter Einsatz ihres Lebens anderen Menschen die Möglichkeit geben, über ihr eigenes Schicksal zu bestimmen.

An einem Tag wie heute sollte man den Soldaten aller beteiligten Nationen seinen Respekt zollen und ihnen die Dankbarkeit zeigen, die sie verdienen. 3.205 von ihnen sind auch dafür gefallen, dass die Afghanen wählen gehen dürfen. Über 23.000 wurden teils schwer verwundet und werden teilweise ihr Leben lang gezeichnet sein. Wir sollten ihnen für ihren Einsatz danken!

Nie wieder August 1939

Während West- und Mitteleuropa seit Jahren ihre Streitkräfte beschneiden und verkleinern, ihre Wehretats senken und abrüsten, schärft der polnische Adler seit einigen Jahren wieder seine Klauen. Grund dafür ist eine gefühlte Bedrohung durch Russland, spätestens seit Russlands Krieg mit Georgien 2008. Die Ereignisse in der Ukraine dürften unserem Nachbarn Recht geben.

Polish PT-91 Twardy
Ein polnischer PT-91 Twardy, eine in Polen entwickelte verbesserte Version des T-72,

Das historische Gedächtnis der Polen wiegt schwer

Die Erfahrungen Polens aus dem 20. und 18. Jahrhundert beeinflussen das Land noch heute. Nachdem das Land im 18. Jahrhundert in drei Teilungen vollständig unter seinen Nachbarn aufgeteilt wurde und zu existieren aufhörte, wurde unter Eindruck der Kriegsentwicklung im Ersten Weltkrieg im November 1916 von deutscher Seite ein neues Polen erschaffen, das Königreich Polen. Das unter deutsche Kontrolle stehende Land sollte einen Pufferstaat an der deutschen Ostgrenze bilden.

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