Interventionismus ist Weg in den Sozialismus

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„Wenn Leute, die die Einführung des Sozialismus an Stelle der Marktwirtschaft anstreben, interventionistische Maßnahmen befürworten, so ist dies, im Hinblick auf das von ihnen angestrebte Ziel, durchaus logisch und konsequent. Diejenigen aber gehen kläglich irre, welche den Interventionismus als eine dritte, mögliche Lösung des Problems der Wirtschaftsordnung der menschlichen Gesellschaft betrachten, nämlich als eine Wirtschaftsordnung, die, wie sie sagen, gleichweit vom Sozialismus wie vom Kapitalismus entfernt sein, und die das „Gute“ beider Systeme vereine, jedoch das „Schlechte“ in ihnen vermeide.

Der Interventionismus kann nicht als eine Wirtschaftsordnung betrachtet werden, welche auf die Dauer zu bestehen vermag. Er ist eine Methode zur ratenweisen Verwirklichung des Sozialismus. Die Produktion kann entweder durch die Wünsche der Verbraucher gelenkt werden, wie sie in deren Kaufen oder Nichtkaufen zum Ausdruck kommen, oder aber durch den Staat, den gesellschaftlichen Zwangsapparat. Irgendein konkreter Produktionsfaktor, z. B. ein Block Stahl, kann entweder gemäß den Befehlen der Verbraucher oder gemäß den Befehlen der Bürokratie verwendet werden. Eine Zwischenlösung gibt es nicht. Was Optimisten als eine Wiederbelebung des Liberalismus ansehen, ist lediglich eine Verlangsamung des Marsches zum Sozialismus. […]

Alle diese Bewegungen erscheinen natürlich gemäßigt, wenn man sie mit der durchgreifenden Gründlichkeit der Diktatoren vergleicht. Aber Interventionismus, mag er mehr oder weniger gemäßigt sein, bleibt darum noch immer Interventionismus. Denn alle interventionistischen Maßnahmen machen, wie Engels treffend bemerkte, „weitere Eingriffe in die alte Gesellschaftsordnung notwendig“ und führen damit schließlich zu vollständigem Sozialismus.“

— Ludwig von Mises

Taiwan im Würgegriff – Nationalchinas Geschichte

Mit diesem Posting beginne ich eine Reihe von Artikeln über Taiwan. Die auf der Insel Formosa herrschende Nationalchinesische Regierung, auch unter  „Republik China“ firmierend, ist eines meiner Beschäftigungsfelder seit vielen Jahren. Die chinesische Demokratie hat es mir angetan, ich fürchte jedoch ihr baldiges Ende kommen.

Historischer Hintergrund
Formosa, so der alte Name für Taiwan, war 1895 nach dem Vertrag von Shimonoseki an Japan gefallen. Es blieb bis 1945 in japanischen Besitz, wonach es Nationalchina, die Republik China unter Chiang Kai-Shek, übergeben wurde.
Als der Chinesische Bürgerkrieg bald nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wieder aufflammte, konnten sich die Kommunisten (auch Rotchina genannt) militärisch durchsetzen. 1949 flüchtete Chiangs Armee mit über einer Million Mann auf die Insel Formosa. Da Nationalchina über die Marinestreitkräfte der chinesischen Republik verfügte, konnte sich die Regierung halten und die Insel bis heute dem rotchinesischen Einflussgebiet entziehen.
Ursprünglich mit dem Anspruch auf eine Rückeroberung des Festlandes, wurde diese Idee spätestens seit den 70er Jahren utopisch. Heute hat Taiwan, die Republik China, 2% der Bevölkerung des ehemaligen Bürgerkriegsgegners und rund 10% des Bruttoinlandsprodukts.

Das kommende Ende der freien Chinesen
Nationalchina war 60 Jahre lang vor Rotchina sicher. Zunächst noch aus eigener Kraft, sorgten die USA seither mit Waffenlieferungen und –Verkäufen für ein Nationalchina, das sich selbst verteidigen kann. Seit Rotchina jedoch dank der wirtschaftlichen Reformen Deng Xiaopings unaufhaltsam an Stärke gewinnt, ändert sich die Kraftverteilung scheinbar unaufhaltsam. Die Waage ist bereits deutlich zur Rotchinesischen Seite hin ausgeschlagen, und schon bald wird Nationalchina hoffnungslos unterlegen sein.
In absehbarer Zeit scheint eine Situation zu drohen, die dem Melierdialog gleicht. So wie Athen Melos im Peloponnesischen Krieg das Messer auf die Brust setzte und die neutrale Stadt nur vor die Wahl zwischen Anschluss an den Attischen Seebund, oder aber die vollständige Vernichtung stellte, so wird eine Großmacht China schon in absehbarer Zeit Taiwan ins „Mutterland“ eingliedern wollen.

In den kommenden Artikeln sollen die tatsächlichen Machtverhältnisse erklärt, Handungsloptionen erörtert und potentielle Folgen eines „Melierdialogs“ zwischen National- und Rotchina erörtert werden.

Böse Islamisten, gute Islamisten

Islamisten in Deutschland sind böse!
Gerade geht durch die Presse, dass eine Gruppe Salafisten in Deutschland 25 Millionen Ausgaben des Korans verteilen wollen(1). Die Presse ist so verzweifelt, dass N-TV beispielsweise einen „wissenschaftlichen Mitarbeiter mit Drittmitteln“, Dirk Hartwig von Lehrstuhl für Arabistik der FU Berlin, befragt. Die wissenschaftliche Koryphäe mit der stolzen Veröffentlichungsliste von einem Aufsatz in einem Sammelband bescheinigt den glücklichen Redakteuren, dass der verteilte Koran eine Eigenübersetzung sei, die „wissenschaftlich unbedeutend“ ist (2). Dass dies völliger Unsinn ist, sollte dabei klar sein. Gerade die Eigenübersetzung ist interessant, spricht sie doch von dem Verständnis der Initiatoren.
Aber gut, auch die Überlegungen die Verteilung möglicherweise verbieten zu wollen zeigt, wie „böse“ die Salfisten in Deutschland sind. Anderenorts ist es hingegen nicht der Fall.

Islamisten woanders sind gut!
Salafisten und die ähnlich radikalen Muslimbrüder sind nämlich gut, wenn sie nicht in Deutschland sind. Wie sonst wäre zu erklären, dass die Revolutionen in der arabischen Welt in Deutschland so frenetisch gefeiert werden, wo doch von Anfang an klar war, dass die Profiteure beim radikalen Islam zu finden sein werden?
Wer hat denn ernsthaft einen anderen Profiteur von der Beseitigung Mubaraks in Ägypten erwartet, wenn nicht die Muslimbrüder? Als einzige organisierte Opposition zum herrschenden Regime war ihre Machtübernahme von Anfang an sicher.

Islamisten in Syrien an die Macht bomben
In Syrien kämpft aktuell die Regierung des Diktators Assad gegen einen Aufstand, der große Sympathien im Ausland bekommt und inzwischen u.a. vom den Islam nicht gerade modern lebendem Saudi-Arabien unterstützt wird.
Überall treten selbsternannte und tatsächliche „Experten“ für ein wie auch immer geartetes Eingreifen in Syrien ein. Wen sie dabei unterstützen scheint ihnen völlig egal zu sein. Dabei zeigen die Aufständischen, die ohne Zweifel gegen eine verachtenswerte Diktatur kämpfen, deutlich, was von ihnen zu erwarten sein wird. „Alawiten ins Grab, die Christen nach Beirut“ soll einer der weit verbreiteten Slogans sein.

(1)    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/der-einfluss-der-salafisten-demokratie-ist-das-gegenteil-von-islam-11721140.html

(2)    http://www.n-tv.de/politik/Salafisten-Koran-ist-Eigenuebersetzung-article6018511.html